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Titel: Weihnachten zu dritt und Santa
Challenge: # 1 Kerzendesaster
Fandom: Original (Sammy-versum)
Charaktere: Samantha und Co
Wörter: 1415
Warnings: unbetaed, nicht Korrektur gelesen
Disclaimer: Alles meins.
Continuation: Teil 1 | Teil 2 | Teil 3

Kommentar: >.< Ich bin damit ziemlich unzufrieden. Irgendwie hat sich das einfach nicht so schreiben lassen, wie ich wollte und eigentlich hätte es schon seit heute vormittag online sein sollen. Aber was solls - ich wünsche trotzdem allen einen schönen letzten Adventsonntag.


Weihnachten zu dritt und Santa

Samantha hatte das Gefühl, dass es noch nie so ruhig in diesem Haus gewesen war. Nicht zu dieser Jahreszeit. Es war ein etwas sonderbares Gefühl. Wahrscheinlich lag es daran, dass sie endlich einmal merkte, wie besinnlich das Weihnachtsfest wirklich sein konnte. Zwar war es in diesem großen Haus zu dritt doch etwas einsam, aber sie waren zusammen und ihr Vater hatte sich wirklich darüber gefreut, dass sie sich schon eine Woche vor Weihnachten Urlaub genommen hatte.
Bis zu dem Zeitpunkt hatte es noch nicht sehr weihnachtlich ausgesehen. Ihre Großmutter war zu alt, um viel Dekoration aufzuhängen und sie selbst lebte in einer anderen Stadt. Also hatte sie damit angefangen, das ganze Haus festlich herzurichten, als sie endlich angekommen war.
Jetzt fehlte nur noch der Baum. Im ganzen Haus hatte sich der Geruch nach Keksen und Lebkuchen verteilt und Samantha wusste einfach, dass genau so Weihnachten sein musste.
Mit ihrer Cecile im Haus hatte das immer anders ausgesehen. Da war deren schmarotzerischen, zum Großteil alkoholkranken Verwandten aufgetaucht und hatten sich übers Weihnachtsfest hier eingenistet. Es war zwar das Haus auch festlich geschmückt, aber es war immer laut und kaum war sie ausgezogen, hatte Sam sich immer davor gedrückt zu früh anzukommen.
Ihre ehemalige Stiefmutter hatte es immer wie eine Bedienstete behandelt und nicht wie die Tochter des Hauses, die sie eigentlich war.
Aber die Zeiten waren jetzt vorbei und als sie das Auto von ihrem Vater hörte, lief sie zur Türe. Sie hatte ihn geschickt, endlich einen Baum zu holen und ihr fielen fast die Augen raus, als sie sah, was John da anschleppte.
"Der ist ja riesig! Wo sollen wir den denn aufbauen." Aber Platz würden sie finden. Sie hatte eher bedenken, dass sie nicht mehr genug Behang hatte und der Baum eher leer aussehen würde.
"Der passt sicher ins Wohnzimmer. Ich fand ihn sehr schön." Die Tanne, die ihr Vater da anschleppte, war auch sehr schön, aber sie war auch riesig und sie mühten sich zu zweit ab, den Baum an seinen Platz zu schaffen. Das Wohnzimmer war groß, so wie das ganze Haus eigentlich riesig war. Als der Baum allerdings seine Zweige ausfaltete, nahm er doch sehr viel Platz weg. Aber sie waren nur zu dritt und damit war es nicht so schlimm. Mussten sie eben mehr kuscheln und fernsehen gab es dann auch keins bis sie den Baum wieder abbauen würden. Aber jetzt stand erst einmal das Aufputzen des Baumes am Plan.

Wie Samantha vermutet hatte, reichte der Baumbehang so gar nicht aus, um die große Tanne zu schmücken. Dabei hatte sie schon die Rückseite ausgespart, aber es gefiel ihr ganz und gar nicht. Schwermütig seufzte sie und stellte den leeren Karton weg.
Es musste eben so gehen. Sie würde noch die Kerzen anstecken und dann konnte sie nichts mehr für den Baum tun. Sie sah in den Schubladen nach, wo früher immer die Kerzen aufbewahrt wurden, aber da waren keine mehr zu finden.
"Granny! Weißt du, wo jetzt die Kerzen sind?", rief sie in die Küche, wo ihre Großmutter dabei war, das Abendessen vorzubreiten. Sie kam auch gleich in den Raum und ihre Großmutter antwortete ihr nur, dass sie in der Schublade sein müssten. "Da sind keine mehr."
"Dann haben wir keine mehr."
"Das gibts doch nicht! Wir hatten immer soviele", erwiderte Samantha und begann wahllos auch in der Küche nach Kerzen zu suchen. Aber egal, wo sie nachsah, es waren keine Kerzen zu finden. Das war doch nicht möglich! Weihnachten ohne Kerzen war... kein Weihnachten!
Schließlich blieb ihr nur ihr Vater, der würde doch sicher wissen, wo die Kerzen hingekommen waren. Leise klopfte sie an das Arbeitszimmer und nach einem Moment durfte sie hereinkommen. "Was gibt es?", fragte John seine Tochter ernst und kniff die Lippen zusammen.
"Du weißt nicht zufällig, wo die ganzen Kerzen hin sind?", fragte sie dann und sah sich in dem Zimmer um. Hier hatte sich nichts verändert. Es sah immer noch genau so aus, wie in ihrer Kindheit.
"Kerzen?"
"Ja, die, die immer im Wohnzimmer in der Schublade unter dem Bücherschrank lagen", erklärte Samantha.
"Oh. Ich glaube, die habe ich zusammen mit Celines Sachen aussortiert."
"Was? Und wo sollen wir jetzt Kerzen für den Baum herbekommen?" Samantha konnte es nicht fassen, dass ihr Vater tatsächlich so nützliche Sachen wie Kerzen weggeschmissen hatte.
"Wie spät ist es denn? Vielleicht können wir noch neue kaufen?", fragte John und sah seine Tochter entschuldigend an.
"Nein, die Läden haben schon geschlossen. Naja - vielleicht finde ich irgendwo noch welche."
"Es tut mir Leid, Sam", entschuldigte sich ihr Vater und Samantha lächelte gequält.
"Ich weiß. Es ist nicht so schlimm. Es sind nur Kerzen." Aber eigentlich hielt sie es für eine Katastrophe.

Samantha hatte keine Kerzen mehr gefunden und die Anrufe in der Nachbarschaft hatten auch nichts ergeben. Einige hatte sie gar nicht erst erreicht und das war einfach nur bescheuert.
"Mach dir nichts draus, Samantha. Es wird dieses Jahr ein ruhiges Weihnachten. Das ist doch mehr wert, als jede Kerze der Welt."
Aber mit Kerzen wäre es schöner, dachte sich Samantha, schenkte ihrer Großmutter aber ein leichtes Lächeln. Sie wollte gerade ihren Vater holen, nachdem sie die Tisch fertig angerichtet hatte, als es an der Haustüre klingelte.
"Erwarten wir noch Besuch?", fragte Samantha, aber ihre Großmutter schüttelte den Kopf. Aber als es noch einmal klingelte, machte sich Samantha auf zur Fronttüre.
Davor stand der Weihnachtsmann und sie zog beide Augenbrauen hoch, als in tiefergestellter Stimme eine "Hohoho" ertönte.
"Du siehst lächerlich aus. Was hast du da reingestopft? Dein Kissen?" Sie grinste, als ihr Nachbar sie anfunkelte.
"Schlimme Kinder bekommen keine Geschenke", merkte Samuel an und fragte dann: "Darf ich reinkommen? Draußen ist es kalt."
Samantha sah ihn skeptisch an. "Sollte Santa nicht eigentlich durch den Kamin kommen?", fragte sie nach. Ihr war natürlich auch nicht der große Sack entgangen, den ihr Jugendfreund mitgebracht hatte.
"Ich bin ein moderner Santa und weiß, wie man Türklingeln benutzt", erwiderte dieser und Samantha öffnete nur deshalb die Türe weiter, um ihn einzulassen, weil sie wusste, dass warmes Essen am Tisch stand.
"Sam? Wer war es denn?", fragte ihre Oma aus dem Esszimmer und Samantha rief zurück: "Ach, nur so ein komischer Weihnachtsmann." Sie sah Samuel an. "Ich nehme an, du hast nichts dagegen, wenn du uns beim Abendessen Gesellschaft leisten kannst?"
Samuel zog sich den weißen Bart vom Gesicht und grinste breit. "Na eine so liebe Einladung kann ich natürlich nicht ausschlagen." Er zog sich die Stiefel aus und folgte Samantha ins Esszimmer. Dort deckte sie auch gleich für ihren überraschenden Besuch auf, der höflich die älteste Dame des Hauses begrüßte.

Während sie beim Essen sich fröhlich unterhielten, stellte Samantha fest, dass es das schönste Weihnachten war, das sie jemals erlebt hatte und irgendwie ließ sie das die Misere mit den Kerzen total vergessen. Wenn das jetzt jedes Jahr so werden würde, konnte sie sich ja immer schon auf diese Zeit freuen.
Sie machten nach dem Essen alle gemeinsam sauber und als sie ins Wohnzimmer gingen, fragte Samantha schließlich neugierig: "Was hast du da eigentlich in deinem Sack drin."
"Geschenke", grinste Samuel breit und stellte den Jutesack vor den Christbaum, den er mit offenen Mund bestaunte. "Der ist ja riesig."
"Papa hat ihn geholt. Ich hätte auch eher an etwas Kleineres gedacht", erwiderte Samantha und sah den kläglich geschmückten Baum wehmütig an.
Dann wandte sich aber der Nachbar dem braunen großen Sack zu und öffnete ihn. Er holte eine Schachtel heraus und gab sie Samantha. "Das können wir vielleicht noch auf dem Baum hängen. Und das hier auch", gab er ihr noch eine zweite Schachtel mit Christbaumkugeln.
"Warum genau bist du heute vorbeigekommen?", fragte Samantha, als sie den Baumbehang sah.
Samuel zuckte mit den Schultern. "Naja, bei euch war Licht und ich war allein zu Hause. Also dachte ich mir, wir könnten Weihnachten vielleicht zusammen feiern."
Damit reichte er ihr noch eine Packung und bevor Samantha eine bissige Antwort geben konnte, bemerkte sie, was er ihr gerade in die Hand gedrückt hatte. Das waren Kerzen!
Ein begeisterter Aufschrei entkam ihr und sie fiel dem verkleideten Nachbarn um den Hals, der sich erst gar nicht auskannte. Das waren doch nur Kerzen gewesen.
Granny lachte leise, als Samantha sich wieder löste und sofort die Kerzen auspackte und begann sie auf den Christbaum zu stecken. Verwirrt sah Samuel zu der alten Dame.
"Das war das beste Weihnachtsgeschenk, das du ihr machen konntest. Komm, helfen wir ihr, den Christbaum fertig zu schmücken." Samuel sah zu Samantha und lächelte. Es war eine gute Idee gewesen, seinen Baumschmuck mitzubringen.



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