Puppengesicht
Oct. 26th, 2012 11:39 pmFandom: James Bond
Charaktere: James Bond (Daniel Craig), Q (Ben Whisaw)
Titel: Schiffe
Challenge: Puppengesicht
Anmerkung inspiriert von diesem Clip aus Skyfall. Vermutlich ein ziemlich AU-iges Werk, da ich „Skyfall“ logischerweise
noch nicht sehen konnte. Aber der Clip allein hat mich schon ziemlich gefesselt. *__*
Schiffe
James schüttelte erneut den Kopf, als sich Q sichtlich entspannte, nachdem sie sich die Hand geschüttelt hatten.
„Wieso wollten Sie sich unbedingt hier mit mir treffen?“, fragte er ihn und richtete die Augen wieder auf das Gemälde vor ihnen –immer noch potthässlich, wenn man ihn fragte.
„Ich wollte die Ausstellung sowieso besuchen“, antwortete Q. Er lächelte schon wieder, das sah James aus dem Augenwinkel.
„Und wie lange haben Sie über der Metapher des unvermeidlichen Alterns gebrütet?“
Qs Grinsen blieb so wie es war und jemandem, dessen Leben nicht tagtäglich davon abhing, jede noch so kleine Regung seines Gegenübers wahrzunehmen, wäre es nicht weiter aufgefallen, dass er sich schlagartig unwohl fühlte.
James wusste, dass er sich schämen sollte – Q war jung, das stimmte. Doch er war momentan auch der Einzige, der bereit war, ihm zu helfen. Der Rest des MI6 täuschte immer noch vor, dass alles in Ordnung, 007 immer noch tot und M bloß im Urlaub war. Vielleicht sollte er ein klein wenig Rücksicht auf den cleveren Jungen nehmen.
Er schnaubte. Als er das letzte Mal Rücksicht genommen hatte, war er mit gebrochenen Füßen in Tiflis aufgewacht, einen Pistolenlauf im Mund.
Q räusperte sich leise. „Mir schien das Museum am geeignetsten, um… potentielle Verfolger loszuwerden“, gab er schließlich zähneknirschend zu.
Jetzt war es an James, selbstgefällig zu grinsen. Immerhin war der Pyjama-Liebhaber kein völliger Blindgänger in der Feldarbeit und hatte die zwei Beschatter, die im angrenzenden Raum auf sie lauerten, bemerkt.
„Potentielle, hm?“
Q verzog keine Miene.
James stand auf, strich sich den Mantel glatt und schloss die Knöpfe, betont ruhig, betont langsam.
Dann wandte er sich um –und schenkte Q ein strahlendes Lächeln, während er ihm eine Hand auf die Schulter legte.
Rasch beugte er sich vor, so nah es ging an Qs Ohr heran.
„Wir treffen uns in einer Stunde im Souvenirladen. Sie werden tun was ich sage, bis wir die Verfolger abgehängt haben. Verstanden?“, flüsterte er ihm zu.
Q zeigte keine Regung, er zuckte nicht zurück und ließ ihn nur durch ein kaum merkliches Nicken wissen, dass er ihn verstanden hatte.
„Gut. Laufen Sie mir in anderthalb Minuten nach. Halten Sie sich in meiner Nähe auf, suchen Sie meinen Kontakt, folgen Sie mir so auffällig wie es geht“, erklärte James weiter.
Qs Atmung wurde unruhiger, doch er bemühte sich krampfhaft um Gelassenheit. „Warum das?“ fragte er lächelnd und sah James über den Rand seiner Brille hinweg in die Augen.
„Weil“, sagte James, „Sie mich ganz und gar anziehend und unwiderstehlich finden.“
Qs Augen weiteten sich, doch er hielt wohlweißlich den Mund.
James nickte ihm zu, und dann, weil er es sich nicht verkneifen konnte, drückte er Q einen kurzen festen Kuss auf die Wange.
Diesmal keuchte der Junge überrascht auf und seine Hände flogen zu James‘ Mantelkragen, verkrampften sich, unsicher ob sie ihn wegstoßen oder näherziehen sollten.
„V-Verstanden“, meinte er dann atemlos und starrte wieder konzentriert auf das hässliche Bild der zwei Schiffe.
„In anderthalb Minuten“, wiederholte James, dann ließ er Q los und drehte sich immer noch breit grinsend um, um in die nächste Halle zu laufen.
Der Kuss war vermutlich nicht notwendig gewesen, doch je verwirrter ihre Verfolger waren, desto besser.
Langsam schlenderte er von einem Ausstellungsstück zum nächsten.
Er dachte an die weiche, glatte Haut auf Qs Wange und den dünnen, beinah schmächtigen Körper, den er hinter seinem feingeschnittenen Hemd zu verstecken trachtete. Die langen, schmalen Finger, weiche Hände.
Mit einem Mal kam sich James sehr alt vor, müde und ausgebrannt.
Und dann kam ihm der blasphemische Gedanke, wie M es aushielt, sich jeden Tag Menschen gegenüber zu sehen, die viel, viel jünger waren als sie selbst.
James schnaubte amüsiert. Er brauchte dringend Urlaub.
-Ende
Liebe Mods, ich bräuchte wohl ein tag für James Bond? =3
Charaktere: James Bond (Daniel Craig), Q (Ben Whisaw)
Titel: Schiffe
Challenge: Puppengesicht
Anmerkung inspiriert von diesem Clip aus Skyfall. Vermutlich ein ziemlich AU-iges Werk, da ich „Skyfall“ logischerweise
noch nicht sehen konnte. Aber der Clip allein hat mich schon ziemlich gefesselt. *__*
Schiffe
James schüttelte erneut den Kopf, als sich Q sichtlich entspannte, nachdem sie sich die Hand geschüttelt hatten.
„Wieso wollten Sie sich unbedingt hier mit mir treffen?“, fragte er ihn und richtete die Augen wieder auf das Gemälde vor ihnen –immer noch potthässlich, wenn man ihn fragte.
„Ich wollte die Ausstellung sowieso besuchen“, antwortete Q. Er lächelte schon wieder, das sah James aus dem Augenwinkel.
„Und wie lange haben Sie über der Metapher des unvermeidlichen Alterns gebrütet?“
Qs Grinsen blieb so wie es war und jemandem, dessen Leben nicht tagtäglich davon abhing, jede noch so kleine Regung seines Gegenübers wahrzunehmen, wäre es nicht weiter aufgefallen, dass er sich schlagartig unwohl fühlte.
James wusste, dass er sich schämen sollte – Q war jung, das stimmte. Doch er war momentan auch der Einzige, der bereit war, ihm zu helfen. Der Rest des MI6 täuschte immer noch vor, dass alles in Ordnung, 007 immer noch tot und M bloß im Urlaub war. Vielleicht sollte er ein klein wenig Rücksicht auf den cleveren Jungen nehmen.
Er schnaubte. Als er das letzte Mal Rücksicht genommen hatte, war er mit gebrochenen Füßen in Tiflis aufgewacht, einen Pistolenlauf im Mund.
Q räusperte sich leise. „Mir schien das Museum am geeignetsten, um… potentielle Verfolger loszuwerden“, gab er schließlich zähneknirschend zu.
Jetzt war es an James, selbstgefällig zu grinsen. Immerhin war der Pyjama-Liebhaber kein völliger Blindgänger in der Feldarbeit und hatte die zwei Beschatter, die im angrenzenden Raum auf sie lauerten, bemerkt.
„Potentielle, hm?“
Q verzog keine Miene.
James stand auf, strich sich den Mantel glatt und schloss die Knöpfe, betont ruhig, betont langsam.
Dann wandte er sich um –und schenkte Q ein strahlendes Lächeln, während er ihm eine Hand auf die Schulter legte.
Rasch beugte er sich vor, so nah es ging an Qs Ohr heran.
„Wir treffen uns in einer Stunde im Souvenirladen. Sie werden tun was ich sage, bis wir die Verfolger abgehängt haben. Verstanden?“, flüsterte er ihm zu.
Q zeigte keine Regung, er zuckte nicht zurück und ließ ihn nur durch ein kaum merkliches Nicken wissen, dass er ihn verstanden hatte.
„Gut. Laufen Sie mir in anderthalb Minuten nach. Halten Sie sich in meiner Nähe auf, suchen Sie meinen Kontakt, folgen Sie mir so auffällig wie es geht“, erklärte James weiter.
Qs Atmung wurde unruhiger, doch er bemühte sich krampfhaft um Gelassenheit. „Warum das?“ fragte er lächelnd und sah James über den Rand seiner Brille hinweg in die Augen.
„Weil“, sagte James, „Sie mich ganz und gar anziehend und unwiderstehlich finden.“
Qs Augen weiteten sich, doch er hielt wohlweißlich den Mund.
James nickte ihm zu, und dann, weil er es sich nicht verkneifen konnte, drückte er Q einen kurzen festen Kuss auf die Wange.
Diesmal keuchte der Junge überrascht auf und seine Hände flogen zu James‘ Mantelkragen, verkrampften sich, unsicher ob sie ihn wegstoßen oder näherziehen sollten.
„V-Verstanden“, meinte er dann atemlos und starrte wieder konzentriert auf das hässliche Bild der zwei Schiffe.
„In anderthalb Minuten“, wiederholte James, dann ließ er Q los und drehte sich immer noch breit grinsend um, um in die nächste Halle zu laufen.
Der Kuss war vermutlich nicht notwendig gewesen, doch je verwirrter ihre Verfolger waren, desto besser.
Langsam schlenderte er von einem Ausstellungsstück zum nächsten.
Er dachte an die weiche, glatte Haut auf Qs Wange und den dünnen, beinah schmächtigen Körper, den er hinter seinem feingeschnittenen Hemd zu verstecken trachtete. Die langen, schmalen Finger, weiche Hände.
Mit einem Mal kam sich James sehr alt vor, müde und ausgebrannt.
Und dann kam ihm der blasphemische Gedanke, wie M es aushielt, sich jeden Tag Menschen gegenüber zu sehen, die viel, viel jünger waren als sie selbst.
James schnaubte amüsiert. Er brauchte dringend Urlaub.
-Ende
Liebe Mods, ich bräuchte wohl ein tag für James Bond? =3
no subject
Date: 2013-02-06 09:52 pm (UTC)Küsse sind immer notwendig!
Sehr hübsch ist auch die Überlegung zum Alter & M am Ende. Und schade, hier hätte ich gerne noch weitergelesen ...
no subject
Date: 2013-02-06 10:23 pm (UTC)Und danke für deinen Kommentar, ich hatte dieses Geschreibsel hier schon wieder vergessen. ;DD
Freut mich, dass du die Überleitung magst, sie ist mir nämlich auch erst in dem Moment eingefallen, als ich James' Gedankengang niederschrieb...
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Date: 2013-02-07 09:30 pm (UTC)Ich hab' mich mal umgesehen, was die anderen so in zwei Stunden schreiben ;) Und da ich dank Farfies beharrlicher Werbung im Dezember dann doch noch Skyfall gesehen habe, habe ich seitdem auch immer ein offenes Auge für Bond-ff, speziell Bond/Q ...
sie ist mir nämlich auch erst in dem Moment eingefallen, als ich James' Gedankengang niederschrieb
Das finde ich immer am faszinierendsten, wenn Ideen im Moment des Schreibens auftauchen und man gar nicht so genau weiß, woher eigentlich.
no subject
Date: 2013-08-17 11:12 am (UTC)(Wie passend, dass ich den Film heute abend eh nochmal mit meinem Bruder sehen wollte)
no subject
Date: 2013-08-18 04:20 pm (UTC)Ich bin leider etwas raus aus dem Bond-Fieber (was auch daran liegt, dass ich mich jedes Mal ins Delirium sabbere, wenn ich an Daniel Craig denke xDD) und irgendwie finde ich Silva/Bond etwas spannender beim Shipping (auch wenn ich normalerweise NIEMALS den Bösen und den Helden shippe) - aber sobald mir was einfällt, erfährst du es als Erste! =DDD
no subject
Date: 2013-08-19 09:28 pm (UTC)