Sterbende Stürme
Oct. 18th, 2012 12:55 amFandom: Original
Genre: Lyrik?
Wörter: 193
Kommentar: Letztendlich wirken die Worte ja doch, wie es ihnen gefällt.
(Italics sind ein Auszug von Else Lasker-Schüler)
In all dem Rauschen nur dich erkennen.
Wie deine fremden Füße, deine fremden Zehen einsinken zwischen dunkelblondem Sand, zwischen zerbrochenen Muschelschalresten und zermahlenen Kieselsandsteinchen.
Mit Augen wie verbranntes Holz / wie der graue Oktobermorgen / wie der verblassende Himmel.
Wenn die Wellen dem Strand entgegenbrüllen, kann ich dich spüren.
Dich und deine langen Arme, die weiche, künstliche Wolle des Pullovers.
In deinen Haaren wohnt der Meereswind.
Gemeinsam bis zu den Hüften in der See stehen.
Die Gischt spritzt bis an die Nasenspitzen.
Nur die Sonne wärmt uns noch, von unten prickelt, schäumt und wütet das Wasser, friert uns die Füße ein.
In all dem Rauschen.
Wenn ich mir den letzten Sand aus den Augen reibe und den Kopf den Wolken entgegenrecke, drei weiße Möwenfedern in der Hand.
Gewartet habe ich.
Gewartet, warten, warten werdend.
Blicke nun zornig zu allen Himmeln hinauf
Auf deiner Haut läge Sonnengeruch, Salzwasserduft, weiße Sandstaubreste.
Zwischen uns flimmerten Lichtstäubchen,
zersetzten sich und flackerten spielend die Herzen zusammen
Darin sie uns wohlig wärmten.
In all dem Rauschen-
In all dem Rauschen sind nur die Gedanken an dich wahr,
Wie sterbende Stürme,
Denen man die Fenster verschließt und die man vergisst.
Genre: Lyrik?
Wörter: 193
Kommentar: Letztendlich wirken die Worte ja doch, wie es ihnen gefällt.
(Italics sind ein Auszug von Else Lasker-Schüler)
In all dem Rauschen nur dich erkennen.
Wie deine fremden Füße, deine fremden Zehen einsinken zwischen dunkelblondem Sand, zwischen zerbrochenen Muschelschalresten und zermahlenen Kieselsandsteinchen.
Mit Augen wie verbranntes Holz / wie der graue Oktobermorgen / wie der verblassende Himmel.
Wenn die Wellen dem Strand entgegenbrüllen, kann ich dich spüren.
Dich und deine langen Arme, die weiche, künstliche Wolle des Pullovers.
In deinen Haaren wohnt der Meereswind.
Gemeinsam bis zu den Hüften in der See stehen.
Die Gischt spritzt bis an die Nasenspitzen.
Nur die Sonne wärmt uns noch, von unten prickelt, schäumt und wütet das Wasser, friert uns die Füße ein.
In all dem Rauschen.
Wenn ich mir den letzten Sand aus den Augen reibe und den Kopf den Wolken entgegenrecke, drei weiße Möwenfedern in der Hand.
Gewartet habe ich.
Gewartet, warten, warten werdend.
Blicke nun zornig zu allen Himmeln hinauf
Auf deiner Haut läge Sonnengeruch, Salzwasserduft, weiße Sandstaubreste.
Zwischen uns flimmerten Lichtstäubchen,
zersetzten sich und flackerten spielend die Herzen zusammen
Darin sie uns wohlig wärmten.
In all dem Rauschen-
In all dem Rauschen sind nur die Gedanken an dich wahr,
Wie sterbende Stürme,
Denen man die Fenster verschließt und die man vergisst.