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[personal profile] servena posting in [community profile] 120_minuten
Titel: Magic works
Team: Dickinson
Challenge: Romantik/Intimität – JOKER (Vorurteile) (für mich)
Fandom: Harry Potter
Disclaimer: Clark Johnsson ist meins, Minna gehört meiner Freundin und wurde mit ihrer Erlaubnis verwendet. ;)
Kommentar: Die Charaktere stammen aus einem Rollenspiel, das einige Jahre nach dem Sturz von Voldemort spielt. Minna Weasley ist die Tochter von Percy Weasley.

„Bereit für den gesellschaftlichen Selbstmord?“


Magic works

Jessica seufzte. „Dreh dich mal um und lass mich an deine Haare.“
„Wieso, was stimmt denn nicht mit meinen Haaren?“, fragte er, während er nervös an dem grünen Umhang herumzupfte.
„Ich wüsste gar nicht, wo ich da anfangen sollte.“
„Hey!“, protestierte er halbherzig. Im Spiegel sah er, wie sie mit dem Zauberstab um ihn herumwuselte und seine blonden Haare glättete, während er zum hundertsten Mal an dem dunklen Hemd herumzog. Sie schlug ihm auf die Hand. „Lass das, das gibt Falten!“
„Au“, murmelte er.
Sein Spiegelbild sah seiner Meinung nach schon ziemlich elegant aus mit dem grün-silbernen Umhang, den seine Eltern ihm gekauft hatten. Wenn die wüssten, dachte er. Nun, nach diesem Abend würden sie das wohl ohnehin, schließlich waren sie mit einigen der anderen Slytherin-Familien verwandt. Irgendeine Eule würde sie schon erreichen.
„Wenn meine Eltern mich rausschmeißen, kann ich dann über die Sommerferien bei dir bleiben?“, fragte er.
„Nun sei mal nicht so dramatisch, deine Eltern sind doch gar nicht so schlimm, hatte ich bis jetzt den Eindruck. Aber falls es dich beruhigt, du darfst meine Couch haben.“
„Danke.“
Sie zog ein letztes Mal an seinem Umhang. „So, ich denke, so sollte das genügen.“
Er warf einen Blick auf Jessica, die aussah wie immer. „Musst du dich nicht auch langsam fertigmachen?“ Sie war immer noch ungeschminkt, mit offenen, dunkelblonden Haaren und in normalen Klamotten.
„Ach, ich mach nicht so viel Schnickschnack. Nur das Kleid und ein bisschen Make-up und dann die Haare, Megan wollte mir helfen.“ Sie sah seinen skeptischen Blick. „Wir sind halt besser durchgeplant als du.  Außerdem hab ich mir gleich gedacht, dass du Hilfe brauchst.“
Was sollte er dazu noch sagen?
Sie ging einmal um ihn herum und betrachtete ihn, als wäre er ein Ausstellungsstück. „Haben wir gar nicht so schlecht hingekriegt.“ Sie wischte ein bisschen imaginären Staub von seinen Schultern. „Am besten gehst du schon mal runter“, sagte sie dann.
Er schluckte. „Ich hab's mir anders überlegt, ich möchte mich doch lieber von einem Drachen fressen lassen.“
Sie stellte sich vor ihn und sah ihn streng an. Das hatte einen noch größeren Effekt, wenn man daran dachte, dass sie ein Stück größer war als er. „Clark Johnsson, sei kein Feigling. Du hast das so gewollt.“
„Irgendwo in mir muss eine selbstmörderische Ader sein“, murmelte er.
„Das denke ich mir schon die ganze Zeit, aber du hörst ja nicht auf mich.“ Sie zog einen Schmollmund.
„Jessica...du bist wirklich eine große Hilfe“, versuchte er sie zu besänftigen
„Ich weiß...“ Sie seufzte theatralisch. „Was tätest du nur ohne mich!“

Noch nie hatte er den Weg zur Großen Halle so langsam zurückgelegt. Er fühlte sich wie jemand, der freiwillig zu seiner eigenen Hinrichtung ging. Seine Handflächen waren feucht und er konnte nicht damit aufhören, an seinen Hemdaufschlägen herumzuzupfen. Es waren schon einige auf dem Weg zum Ball, und er versuchte sich von bekannten Gesichtern fernzuhalten. Schließlich tauchte er in einer Gruppe schnatternder Hufflepuffs unter.
Die Eingangshalle war erfüllt von Jungen in Umhängen und Mädchen in farbenfrohen Kleidern. Er ließ seinen Blick schweifen und es dauerte eine Weile, bis er sie entdeckte. Doch dann blieb ihm beinahe der Atem weg.
Sie sah ganz anders aus als sonst. Sie hatte irgendetwas mit ihren Haaren gemacht, vermutlich etwas Magisches, denn es fiel ihr in rotglänzenden Wellen über die Schultern. Sie trug dezentes Make-up und silbernen Schmuck, aber das umwerfendste war ihr Kleid. Es ließ die Schultern frei (sogar dort hatte sie Sommersprossen, stellte er fest) und fiel schimmernd bis fast zum Boden. Und es war grün. Slytherin-grün. Er konnte nicht anders, als zu grinsen.
Dann entdeckte sie ihn, und plötzlich war sie wieder ganz Minna: Sie winkte und hopste ein wenig, dass er Angst hatte, sich würde sich auf den hochhackigen Schuhen die Knöchel brechen, bevor sie auch nur einen einzigen Tanzschritt getan hatte.
Eilig schob er sich durch die Menge auf sie zu. An ihrer Seite standen wie Leibwächter ihre beiden Freundinnen Amy und Rachel. Amy sah ihn wie üblich misstrauisch an, aber Rachel schien recht vergnügt. Als er vor ihr stand, wusste er zuerst gar nicht, was er agen sollte. Sie grinste breit von einem Ohr zum anderen und hibbelte auf ihren hochhackigen Schuhen hin und her.
„Du siehst...fantastisch aus“, brachte er schließlich hervor. „Das Kleid -“
„Rachel hat geholfen, es auszusuchen“, sagte sie.
„Grün ist echt ihre Farbe“, sagte Rachel. „Oh, ich glaube, da ist mein Date – komm schon, Amy“, sie schnappte ihre Freundin am Handgelenk, „den muss ich dir unbedingt vorstellen.“ Amy ließ sich widerwillig mitziehen, nicht ohne um noch einen scharfen Blick zuzuwerfen.
Sie standen einander gegenüber. Für einen Moment schwiegen sie beide, dann zupfte sie an seinem Umhang. „Sehr Slytherin.“
„Passend zum Kleid.“
„Oh ja.“ Sie kaute auf ihrer Unterlippe. „...Müssen wir tanzen?“
„Denke schon“, murmelte er.
Sie sah beunruhigt aus. „Wirklich?“
„Es ist ein Ball. Außerdem hab ich dir die Tanzschritte nicht umsonst beigebracht.“ Er griff nach ihrer Hand und hielt sie fest. „Und wenn wir heute ermordet werden, dann bestimmt nicht wegen unserer schlechten Performance.“
Sie verzog den Mund. „Ja, vermutlich.“ Bereits jetzt konnten sie die Blicke der Umstehenden auf sich spüren und ihr Getuschel hören. Waren die Gerüchte also wirklich wahr? Ein Slytherin ging mit einer Gryffindor zum Ball? Unglaublich!
Die Türen zur Großen Halle waren bereits geöffnet und es tummelten sich die ersten Paare auf der Tanzfläche. Aus den magischen Lautsprechern drang 'Magic works' von den Schwestern des Schicksals.
„Das Lied mag ich“, murmelte sie.
Er warf ihr einen Blick zu. „Okay.“ Er nahm einen tiefen Atemzug und straffte die Schultern. „Bereit für den gesellschaftlichen Selbstmord?“
Sie schüttelte den Kopf. „Nein.“
„Na dann mal los.“

Date: 2012-10-01 12:53 pm (UTC)
der_jemand: (green)
From: [personal profile] der_jemand
Awwww... ♥
Ich liebe das Ende. Und die Tatsache, dass Minna ein grünes Kleid trägt, denn bitte, rote Haare, dazu muss man Slytheringrün tragen. *__*

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