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Team: Kaléko
Challenge: „Hast du das auch gehört?“
Fandom: Prince of Tennis
Charaktere: Fuji, Tezuka (Momoshiro und Kaidoh)


Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5


Das erste, was Fuji auffiel, als er sein Zimmer verließ war, dass sich nichts verändert hatte. Es gab aber auch nicht besonders viel, was man verändern könnte. Dieser Ort alleine war nichts, was man eine Heimat nennen konnte. Das lag allein an denen, die hier lebten.
Und deren Geruch überall in der Luft lag.
Es war, als wäre er niemals fortgewesen. Und schon gar kein Jahr.
Er war noch nicht sehr weit gekommen, als er einen Moment stehen bleiben und sich an der Wand abstützen musste. Die Verletzung an seinem Bein war zwar bereits zu guten Teilen abgeheilt, aber Silber war nichts, was er einfach so wegsteckte. Ein paar Tage würde er damit leben müssen, dass es schwächer war. So wenig ihm das auch gefallen mochte.
Von seiner Position aus hatte er einen recht guten Blick durch eine geöffnete Tür. Direkt in ein Zimmer, dem mit der Beschreibung 'chaotisch' noch geschmeichelt war. Drinnen, außerhalb seines Blickfeldes stritten sich zwei sehr bekannte Stimmen miteinander. Tezukas Erziehungsmaßnahme, die beiden so dazu zu bringen, sich zusammenzuraufen schien nicht von besonderem Erfolg gekrönt zu sein. Aber sie lebten noch. Was vermutlich ein Fortschritt war.
„Ich habs dir gesagt, Viper! Fass noch einmal meine Sachen an und...“
„Und was?“, unterbrach Kaidohs zischelnde Stimme den Sprecher. „Ich würde deine dreckigen Sachen nicht mal anfassen, wenn mein Leben davon abhinge!“
„Dreckig? Ich geb dir gleich dreckig!“
Fuji konnte ein kurzes, leises Lachen nicht unterdrücken und schon herrschte Stille. Momoshiro fragte beinahe ängstlich: „Hast du das auch gehört?“
„Ja...“
„Es sollte doch keiner hier sein, ich dachte...“
„Du kannst nicht denken...“ Kaidohs Stimme klang nun auch alles andere als sicher und Fuji hätte eine Menge für ihre Gedanken gegeben.
Wussten sie überhaupt, dass er hier war? Wenn er nur besser mitbekommen hätte, wer neben Taka-san und Tezuka unter seinen Rettern gewesen war. Aber es war im Grunde unmöglich, etwas vor einem Werwolf zu verstecken. Die beiden mussten also Bescheid wissen.
Sprechen wollte Fuji aber nicht mit ihnen. Etwas anderes war wichtiger.
Jemand anderes.
Auch wenn er sich noch nicht ganz sicher war, ob er Tezuka wirklich begegnen wollte.
Bevor einer der beiden Streithähne sich dazu überwinden konnte nachzusehen, wer da auf dem Flur war, riss Fuji sich lieber zusammen und ging weiter. Nur wenig später hörte er, wie sie wieder begannen zu streiten. Diesmal warf Momo Kaidoh vor, überall Gespenster zu sehen und alle verrückt zu machen. Wäre das hier eine glücklichere Situation, hätte er das sicher sehr amüsant gefunden...
Aber es schien wirklich niemand mehr hierzusein, auf dem Weg nach draußen begegnete er niemanden und konnte auch sonst kein Lebenszeichen wahrnehmen. Wo waren alle? Es war nicht Tezukas Art, nur zwei seiner Leute zurückzulassen. Das war zu wenig, falls ein Notfall eintreten sollte – sei es in Form von Jägern oder aber einer anderen Gruppierung.
Im Freien sah er sich kurz aber aufmerksam um. Nichts. Er könnte jetzt ohne Weiteres davonspazieren, aber dann würde er wohl nicht lebend ankommen. Wer wusste schon, ob nicht irgendwo ein Trupp Jäger unterwegs war, um die Getöteten zu rächen. Es war unwahrscheinlich, kam aber immer wieder mal vor.
Mit seiner Verletzung würde er sowieso nicht weit kommen.
Wie es aussah, sollte er besser erstmal Oishis Rat befolgen und sich ausruhen. Und hoffen, dass in der Zeit seiner Abwesenheit keine Katastrophe geschah. Wer wusste schon, was Yukimura tun würde, wenn er glaubte, er würde nicht zurückkommen. Ein nützliches, wenn auch widerspenstiges Werkzeug. Derjenige, der auf jeden Fall verlieren würde, war Yuuta.
So gerne er es anders hätte, er konnte im Moment nichts daran ändern.
Gerade als er wieder reingehen wollte, schloss sich eine kühle Hand um sein Handgelenk. Etwas fester als es angenehm gewesen wäre. „Fuji“
Es kostete einige Mühe, sich ruhig umzudrehen und zu Tezuka aufzusehen. „Tezuka. Ich dachte schon, es wäre niemand mehr da.“
„Und da dachtest du, du könntest es nutzen um zu verschwinden?“ Das 'schon wieder' blieb unausgesprochen, aber Fuji hörte es trotzdem deutlich.
„Du hast damals doch nicht wirklich erwartet, dass ich mich gegen meinen Bruder entscheide, oder?“ Seine Stimme war kalt. Kalt und abweisend.
Tezukas Griff wurde härter. „Nein“, sagte er dann und klang beinahe resigniert.

Date: 2012-09-29 07:58 pm (UTC)
From: [identity profile] keksdiebin.livejournal.com
Gah... ach Momo, ach Kaidoh <3 Die beiden sind so großartige Sidekicks... Und nein - Fuji würde sie NIE gegen Yuuta entscheiden. NIE. Ich freu mich schon so auf den nächsten Teil *-*!!!

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