[identity profile] nessaniel.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Team: Dickinson
Autor:nessaniel
Titel: Plastic on Plastic
Challenge: Crack/Humor – In Las Vegas geheiratet – fürs Team
Fandom: Barbie-Life in the Dreamhouse
Charaktere/Pairing: Ken (ja, der Ken!) / Ryan
Disclaimer: Mattel gehört jedes noch so kleine Kunstfaserhaar und überhaupt alle Rechte.
Kommentar/Rating: Erst einmal weise ich jegliche Schuld von mir, das war alles [livejournal.com profile] der_jemands Idee. Ehrlich! Und weiterhin empfehle ich euch allen die Serie „Barbie Life in the Dreamhouse“ zu schauen, denn so ungefähr jedes Barbieklischee wird dort auf gar himmlischste Weise durch den Kakao gezogen. Solch ein Spaß (hier und hier) ! Oh zur Story sollte man wissen, dass die Figuren in der Serie wirklich aus Plastik sind, aka, wenn sich Barbie z.B. die Haare schneidet, dann wachsen sie nicht nach und solche Späße. (Raquelle ist Barbies Erzrivalin und Ryans Schwester).


Plastic on Plastic

“Hmmpfh...”
Ken schlug die Augen auf. Sein Schädel dröhnte und das Sonnenlicht, das durch die Jalousien fiel, brannte in seinen Augen.
„Oh bitte, jemand möge mich einschmelzen“, stöhnte er und rollte sich auf die Seite. Er blinzelte ein paar Mal, das musste vielleicht eine Nacht gewesen sein, er war immer noch schrecklich desorientiert.
Zu seiner großen Überraschung spürte er, dass jemand neben ihm im Bett lag.
Ein Grinsen breitete sich auf seinem Gesicht aus: als Barbie ihn gebeten hatte, sie und ihre Freundinnen zu einer Fashion-Show in Las Vegas zu begleiten, war er skeptisch gewesen – Mode war nicht sein Metier.
Doch anscheinend hatte er einiges gut gemacht, wenn sie mit ihm zusammen im Bett lag…
„Guten Morgen, Schatz“, summte er, legte den Arm um sie und kuschelte sich tiefer in die Kissen.
Im nächsten Moment sprang er schreiend aus dem Bett, denn das, was da neben ihm lag, war definitiv nicht Barbie!
Zu glatt, zu kantig, zu wenig Haar und das auch noch in Braun…
„Ryan, was zum Teufel tust du in meinem Bett!!!“
Ken war außer sich vor Wut, was hatte sich dieser Vollidiot dabei gedacht? Und wo war Barbie? Und wieso fühlte sich sein Kopf an, als habe jemand mit der Bürste drübergehauen?
Ryan ließ sich von Kens Anfall nicht stören, im Gegenteil, er rollte sich lediglich auf die Seite und bedeckte seinen Kopf mit einem Kissen.
„Kannst du nicht ein bisschen leiser sein? Mir dröhnt der Schädel!“, murmelte er.
„Dir dröhnt gleich noch etwas ganz anderes, wenn ich mit dir fertig bin“, grollte Ken und obwohl ihm alles wehtat, warf er sich auf Ryan und verprügelte ihn mit einem Kissen.
Jetzt wurde Ryan wütend, brüllte kurz auf und schwang seinerseits einen rechten Haken, der sie beide übereinander und aus dem Bett beförderte.
Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, ehe sie sich aus dem Haufen von Armen, Beinen und Hoteldecken befreit hatten – dass Ryan dabei schrie wie am Spieß war keine sonderlich große Hilfe, fand Ken.
„Jetzt halt doch endlich mal die Klappe, Prinzessin“, fauchte er zurück und hielt sich dann selbst den Kopf. Wie der dröhnte…
„Halt doch selbst die Klappe“, schnappte Ryan zurück, doch Ken achtete nicht auf ihn.
Wo steckte nur Barbie, fragte er sich, während er sich suchend im Zimmer umschaute. Als sein Blick auf das riesige, aus drei pinken Flamingos erstellte Herz mit dem Schriftzug „Just married“ fiel, klappte ihm der Unterkiefer runter. Das konnte nichts Gutes bedeuten.
„Ryan…“
„WAS?!“
„Kannst du mir erklären, warum wir in der Hochzeitssuite gelandet sind?“
„W-was?“ Ryan schaute sich ebenfalls um und als er die Monstrosität aus rosa Plüsch erblickte, entwich ihm ein hohes Quieken und aus irgendeinem Grund raffte er hastig die Decke um sich herum zusammen, obwohl er immer noch sein T-Shirt trug. Ken starrte ihn an, als habe er endgültig den Verstand verloren.
„Wir müssen Barbie anrufen“, entschied er. Er stand auf und schaute sich verzweifelt nach seinem Handy um. Als er über seine eigenen khakifarbenen Shorts und Ryans Jeans stolperte, wurde ihm reichlich mulmig. Sie würden doch wohl nicht…Ken schüttelte den Gedanken hastig von sich.
Vorne auf dem Couchtisch lag sein Handy. Als er es aufhob, bemerkte er drei verpasste Anrufe. Aha, Barbie vermisste ihn also schon!
Als er die erste Nachrichtenkarte aus dem Telefon zu und vorlas, fror ihm das Grinsen auf dem Gesicht ein.
„Hey, Ken, hier ist Barbie“, sagte er. „Die Mädels und ich hatten einen fantastischen Abend und sind wohlbehalten wieder zu Hause angekommen. Das Wetter ist fantastisch! Viel Vergnügen noch an dich und Ryan, ihr hattet so viel Spaß!“
„Wohl kaum“, knurrte Ryan. Er hatte sich die Decke wie eine Toga umgewickelt und beugte sich genau wie Ken über das Telefon. Ken verdrehte die Augen und bedeutete ihm, still zu sein, während er die zweite Nachricht vorlas.
„Hier ist noch mal Barbie. Ich fand es zwar ein wenig überraschend, aber natürlich möchte ich euch auch zur Hochzeit gratulieren! Du und Ryan werdet ein wundervolles Pärchen…WAS?!?!?!
Ken warf die Karte weg, als habe er sich an ihr verbrannt und starrte erst auf Ryan und dann auf seine eigenen Finger.
Tatsächlich. Da war ein Ehering dran.
„Ich glaub, mir fehlt ein Bein“, murmelte Ryan, der seinen eigenen Ring anstarrte und zögerlich drauf klopfte.
„Eher ein Hirn“, gab Ken schnippisch zurück.
„Halt doch endlich den Mund“, knurrte Ryan. „Wir sollten rausfinden, wie das passiert ist.“
Ken kam nicht umhin, zugegeben, dass Ryan Recht hatte. Er nickte und versuchte, sich die Geschehnisse von letzter Nacht in Erinnerung zu rufen.
„Das Letzte, was ich weiß“, sagte er langsam und versuchte einen Sinn in seine bruchstückhafte Erinnerung zu bringen, „ist, dass ich einen von diesen grünen Drinks getrunken haben.“
Ryan starrte ihn überrascht an. „Einen von Raquelles?“
„Ähm… ja?“
„Oh bei meinem Haarspray…“ Ryan schlug sich vor die Stirn. „Das ist einer ihrer Spezialdrinks, der einen alles vergessen lässt. Ich weiß nicht, was sie da rein mixt…
„Hexengalle, so wie ich deine Schwester kenne“, warf Ken ein.
Ryan runzelte die Stirn, doch er konnte das Grinsen nicht ganz aus seinem Gesicht halten. „Wahrscheinlich. Jedenfalls vermute ich, dass sie Barbie und Nikki einen davon geben wollte, damit sie sich bei der Fashionshow daneben benehmen würden.“
„Und stattdessen haben wir die getrunken?“
„Jap.“
„Und dann haben wir geheiratet?“
„Sieht so aus.“
Ken stöhnte und presste die Hände gegen die Augen. „Deine Schwester macht mir Angst.“
„Wem sagst du das…“
Eine Weile herrschte Stille zwischen den beiden jungen Männern, dann bückte sich Ryan und hob Kens Handy auf.
„Hier. Eine Nachricht ist noch drauf.“
Ken sah ihn skeptisch an. „Willst du das wirklich?“
„Hmm… viel schlimmer kann es nicht mehr werden, oder?“
Ken schnaubte, doch Ryan hatte Recht. Er zog die letzte Karte aus dem Telefon und begann vorzulesen.
„Hey, Ken, noch mal Barbie hier. Da du und Ryan ja in Las Vegas eure Flitterwochen verbringen wollt, wäre es doch toll, wenn ihr etwas unternehmen würdet, das euch beiden Spaß macht! Der Zoo in Las Vegas bietet ein Spezialangebot für Frischvermählte an, das solltet ihr euch unbedingt ansehen!“
Kaum, dass Ken fertig war, prustete Ryan los und ließ sich aufs Bett fallen.
„In den Zoo? Barbie will, dass wir gemeinsam in den Zoo gehen?“
Ken setzte sich in gebührendem Abstand neben Ryan und lachte. Dann biss er sich auf die Lippe und riskierte einen raschen Blick auf seinen…Ehemann.
„Vielleicht sollten wir…wirklich in den Zoo gehen“, sagte er schließlich leise.
„Hä?“ Ryan sah ihn überrascht an.
„Naja. Das hier sind doch unsere Flitterwochen? Die sollten wir genießen. Und wenn der Zoo schon ein Sonderangebot hat…“
Für einen Moment kam sich Ken reichlich blöd vor, doch dann lächelte Ryan und zuckte mit den Schultern.
„Warum nicht? Nach Hause fahren können wir auch noch später.“
„Nach der Scheidung natürlich.“
„K-klar. Nach der Scheidung.“

- Ende



Liebste Mods, ware es möglich ein “Barbie”-tag zu bekommen? ^^

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