luinaldawen: (Default)
[personal profile] luinaldawen posting in [community profile] 120_minuten
Team: Kaléko
Challenge: Horror/Thriller – Verfolgungsjagd
Fandom: Prince of Tennis (AU)
Charaktere: Fuji (und andere)
Anmerkung: Öhm... es tut mir leid? .__. Ich schäme mich ein wenig für das, was ich geschrieben habe, weil das Ende so dermaßen Klischee ist... aber manchmal geht eben nichts über schöne Klischees. >_<
Widmung: [livejournal.com profile] keksdiebin, die sich etwas dramatisches gewünscht hat und so wunderbar mitleidet. <3
Wörter: 1178

Teil 1, Teil 2, Teil 3


Sein erster Impuls war es gewesen, sich zu verwandeln. Dann war er schneller und könnte Wege nehmen, die einem Menschen versperrt waren. Aber im Gegensatz zu dem was die meisten Filme einen glauben ließen, dauerte es seine Zeit und war außerdem extrem schmerzhaft.
Also in diesem Moment keine Option, er musste sich auf seine zwei Beine verlassen.
Und auf seine Instinkte, die tiefer in vertrautes Gebiet führten.
Vielleicht... vielleicht konnte er sie ja abhängen. Die Straßen wurden unübersichtlich und jeder der bei Verstand war mied die tieferen Regionen eines besetzten Reviers.
Zu schnell wurde man entdeckt. Zu schnell wurde man getötet.
In dieser Welt stellte man keine Fragen.
Man erkannte einen Fremden und wenn man einen guten Tag hatte und er sich als nützlich erweisen konnte, ließ man ihn am Leben. Das war nicht der Regelfall. Und für Jäger galt das sowieso nicht.
Allerdings ließen sie sich auch nicht davon abhalten, in die Reviere einzudringen. Im Gegenteil. Je weiter man es schaffte, desto mehr Anerkennung gab es. Wenn man lebend zurückkam. Und wer es schaffte, ein Hauptquartier zu finden, wurde eine lebende Legende.
Wieder ein Schuss.
Knapp vorbei...
Entweder war er hier an Stümper geraten oder welche von denen, die sich gerne mit der Beute amüsierten, bevor sie sie erlegten. Ersteres zog er eindeutig vor, dann hätte er nämlich eine Chance.
Bei zweiterem konnte er nur auf Hilfe hoffen, die hier nicht kommen würde. Ganz sicher nicht...
Nicht in diesem Gebiet.
Nicht mehr.
Er sprang über einen Haufen Müllsäcke, die die Müllabfuhr wohl liegen gelassen hatte. Eine ganze Weile schon, wie der Gestank vermuten ließ. Das würde seine Verfolger hoffentlich etwas verlangsamen. Wenn er nur die nächste Ecke erreichte... dann könnte er...
Der Schmerz fraß sich so überraschend und intensiv in sein Bein, dass er den Aufschrei nicht unterdrücken konnte. Er hatte keinen Schuss mehr gehört...
Das Bein knickte unter ihm ein und er landete hart auf dem nassen Boden. Kleine Steinchen und dem Gefühl nach eine Scherbe bohrten sich in seine Handflächen, als er den Sturz abzufangen versuchte.
Er spürte es kaum.
Das einzig Reale schien der Schmerz in seinem Bein zu sein, von dem sich nun eine kalte Lähmung ausbreitete.
Silber...
Man hatte ihn mit Silber erwischt.
Es würde ihn so lange bewegungsunfähig machen, bis es entfernt wurde.
Er war tot.
Das Einzige, was ihm zu hoffen blieb war, dass es schnell gehen würde.
Vorsichtige Schritte kamen näher, dann lachte jemand. „Der ist bedient.“ Seine Stimme klang gedämpft. Masken. Diese Jäger gingen kein Risiko ein.
Eine Falle? War er in eine Falle geraten? Ausgerechnet hier?
„Glück gehabt. Das kleine Biest ist ganz schön schnell.“
Es waren nur zwei... Wo war der Rest?
Einer der beiden schob seinen Fuß unter ihn und drehte ihn so auf den Rücken. „Das ist ja noch ein halbes Kind!“ Er klang überrascht. Fuji konnte seine gesichtslose Gestalt nur wütend anfunkeln.
„Ist doch egal. Vielleicht gehört er ja zu diesem Gebiet...“
„Er kennt sich hier zumindest gut aus.“ Eine dritte Stimme. Der Geruch kam ihm bekannt vor... das war einer von denen, die ihn gejagt hatten. Die anderen beiden mussten hier gewartet haben. Man hatte ihn wie ein Kaninchen in die Falle getrieben.
Mit einem Mal wurde der Schmerz in seinem Bein erträglicher und er sah, wie der Neuankömmling ein blutiges Messer in der Hand hielt. Darum hatte er also nichts gehört. Wer rechnete auch damit, dass die Jäger so etwas konnten.
Der Mann war nicht alleine gekommen, aber die anderen konnte nur riechen und weder sehen noch hören. Wie es aussah, hatten sie die Aufgabe, die Umgebung im Auge zu behalten. Als ob das nötig wäre...
Erste Regentropfen landeten auf Fujis Gesicht. Wunderbares Wetter um zu sterben.
Kurz glaubte er, etwas zu riechen. Etwas Vertrautes. Aber es war zu schnell wieder weg, um sich sicher sein zu können. Besser er machte sich keine allzu großen Hoffnungen. Natürlich waren hier vertraute Gerüche, er kannte so ziemlich jeden aus Tezukas Gruppe und das hier war sein Gebiet.
Dann wurde er an den Haaren hochgezogen und einer der drei fesselte ihm etwas zu geschickt für Fujis Geschmack die Hände auf den Rücken. Es hätte das beißende Gefühl auf seiner Haut nicht gebraucht, um zu wissen, dass man Silber in das Seil hineingearbeitet hatte. Kein Jäger würde den Fehler machen, ein normales Seil zu verwenden. Es gab zu viele Werwölfe, die dafür nicht einmal ein müdes Lächeln übrig hatten.
Die Tatsache dass sie ihn fesselten war aber beunruhigend.
Als er dann noch so heftig gegen die nächste Hauswand geschleudert wurde, dass es ihm auf jeden Fall den einen oder anderen Knochen gebrochen hätte, wäre er ein Mensch, war klar, dass man erstmal nicht vorhatte, ihn zu töten. Kein angenehmer Gedanke...
Mit einiger Mühe schaffte er es in eine sitzende Position, aber das Silber an seiner Haut zeigte bereits Wirkung. Nicht so stark wie bei dem Messer, aber es reichte, um ihn wehrlos zu machen.
Er hasste das.
„Ich hab mir Werwölfe immer anders vorgestellt...“, meinte der Mann, der schon über sein Alter überrascht gewesen war. Fuji wurde öfter für jünger gehalten als er war. Manchmal nutzte es ihm. Im Moment bedauerlicherweise nicht.
„Ausnahmen gibt es immer. Monster sind sie alle.“ Das war der Mann, der zuletzt dazugestoßen war. Wie es aussah, hatte er hier das Sagen. Daher konzentrierte Fuji sich auf ihn. „Du glaubst doch nicht wirklich, dass man euch hier einfach rausspazieren lässt, oder?“, zischte er und fühlte sich nicht einmal halb so sicher wie er tat.
„Doch, genau das glaube ich. Gehörst du hierher?“
Fuji schwieg. Die ehrliche Antwort wäre nein gewesen. Retten würde ihn das aber nicht.
„Plötzlich so schweigsam?“ Der Jäger drückte ihm das Messer an die Kehle. Fuji konnte noch das Blut an der Klinge riechen.
Es brannte auf der Haut.
Nicht schreien...
Keinen Laut von sich geben...
„Antworte!“ Die Waffe ritzte seine Haut, aber Fuji funkelte den Mann nur verächtlich an.
„Feigling.“
Eine Sekunde glaubte er, dass er jetzt sterben würde, so sehr verstärkte sich der Druck, dann aber traf nur ein harter Schlag sein Gesicht, der seinen Kopf gegen die Wand schlagen ließ.
Benommen sackte er ein Stück weit in sich zusammen, aber der Jäger umfasste hart sein Kinn und zwang ihn, wieder aufzusehen. „Wo ist...“
Weiter kam er nicht. Hinter ihm war lautlos ein gigantischer Schatten aufgetaucht und es dauerte keine Sekunde, bis der Jäger mit einer klaffenden Wunde am Hals zu Boden fiel. Der Schatten knurrte noch einen Moment drohend, dann spürte Fuji die Berührung einer feuchten Nase. „Taka-san...“, wisperte er erleichtert. Um ihn herum waren nun noch andere Geräusche, die er aber nur wie durch einen dichten Nebel wahrnahm. Der Schlag auf den Kopf und seine Verletzungen forderten ihren Tribut.
Gerade eben bemerkte er noch, wie sein alter Freund ein Stück zur Seite ging und sich wie ein Wachhund hinsetzte. Jemand stand jetzt vor ihm, aber er hatte nicht mehr die Kraft, aufzusehen. Das war auch nicht nötig. Er wusste, wer es war, der ihn von den Fesseln befreite und hochhob.

Date: 2012-09-29 08:34 am (UTC)
From: [identity profile] keksdiebin.livejournal.com
Ooh, das ist genau nach meinem Geschmack *-*
Die Verfolgungsjagd war so dramatisch und hach... das Ende *-*!!! Ich freu mich schon so auf das nächste Kapitel!

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