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[personal profile] luinaldawen posting in [community profile] 120_minuten
Team: Kaléko
Challenge: Romantik/Intimität – Beschützerinstinkte (für mich)
Fandom: Original (Nocturne Whispers)
Charakter: Aidan Harper
Wörter: 529



Er beobachtete die beiden Vampire schon eine ganze Weile. Eigentlich waren sie nicht mal besonders interessant, aber etwas an der Art, wie sie miteinander umgingen, faszinierte ihn. So vertraut miteinander... er hatte das bei niemanden mit einer... normalen Lebensspanne jemals gesehen. Okay, von Leben zu reden war bei Vampiren etwas unpassend. Unlebensspanne klang allerdings reichlich bescheuert.
Vielleicht konnte er ihn ja trotzdem verwenden. Vampirgeschichten waren schließlich total in und es wunderte ihn, dass sein Verlag noch nicht auf die Idee gekommen war, ihm durch die Blume zu verklickern, dass er ruhig mal eine Vampirromanze produzieren könnte.
Was irgendwie reichlich pervers wäre, wenn man bedachte, dass er ein Werwolf war. Er wollte sich nicht mehr als nötig in einen Blutsauger hineinversetzen! Und schon gar nicht irgendwelche Sexszenen mit welchen schreiben. Allein bei dem Gedanken wurde ihm übel.
Da hatte er sowas von keinen Bedarf... aber diese Nähe, die durch die Jahrhunderte entstehen konnte... das hatte was.
Wie funktionierte sowas eigentlich bei Vampiren?
Wenn sie eine Beziehung führten oder einfach nur eng befreundet waren. Ging man sich im Laufe der Jahrzehnte und Jahrhunderte auf die Nerven? Und was, wenn?
Er sah zu dem Bier, das vergessen vor ihm auf dem Tisch stand.
Eine Trennung war ja nach einem Jahr schon schlimm genug. Oder einer Woche, wenn man sich die Teenager so ansah... Für die ging dann ja immer eine Welt unter. Anstrengend. Faith war auch eine von der Sorte gewesen, als sie 13, 14 gewesen war. Und ausgeheult hatte sie sich natürlich bei ihm. Als ob er da eine große Hilfe gewesen wäre... einmal hatte er einen Typen verprügelt, der versucht hatte, sie zu schlagen... nachdem Faith ihm schon ein blaues Auge verpasst hatte.
Eigentlich musste sie nicht beschützt werden. Das Bedürfnis blieb trotzdem. Sie war nunmal seine kleine Schwester.
„Aidan!“ Der ungeduldige Unterton in der Stimme des Sprechers ließ ihn erraten, dass man schon öfter versucht hatte, ihn anzusprechen. Irritert sah er zur Seite und hörte jetzt das Lachen.
„Sorry...“
„Echt mal, du hast die Aufmerksamkeitsspanne eines Goldfischs...“, murrte Martin und sah zur Bar, wo die beiden Vampire saßen. „Was ist an den beiden so spannend?“
„Als ob Aidan irgendwas besonders spannend finden müsste... Ehrlich, wie hast du das College überstanden?“
„Mit Hilfe sehr netter Kommilitonen.“ Dabei sah er die junge Frau an, die ihm gegenüber saß und grinste. „Schleimer.“
„Ich hab mich nur gefragt, wie lange man sich kennen muss, um so vertraut miteinander umzugehen wie die beiden.“ Er nickte zu den Vampiren, was den anderen eher ein genervtes Stöhnen entlockte. Und das nicht wegen dem plötzlichen Themenwechsel. Das war man von ihm inzwischen gewohnt. Klar. Unter Werwölfen war das nicht gerade ein... passendes Thema.
Martin schnappte sich sein Bierglas und leerte es mit einem Zug, bevor er meinte: „Du hast nen Knall. Ehrlich.“
„Du weißt schon, dass das mein Bier war, oder?“
„Klar. Aber du hast eindeutig genug für heute.“
„Jetzt tu nicht so, als ob das kein Normalzustand bei ihm wäre.“ Michelle stand auf. „Soll ich dir ein Neues mitbringen?“
„Da fragst du noch? Aber das Geld holst du dir von Martin wieder.“

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