18. AU - Joker: Steampunk (für's Team)
Sep. 3rd, 2012 06:30 pmTeam: Dickinson
Challenge: AU - Joker: Steampunk (vom 6. März 2011) (für's Team)
Fandom: Disneys Prinzessinnen
Charaktere: Mulan, Belle, Tiana, Rapunzel, Schneewittchen, Cinderella, Dornröschen
Worte: ~1350
Kommentar: Fragt nicht, wo diese Idee herkam, sie war plötzlich einfach da. Es ist weniger explizit steampunkig als geplant, aber ich habe das Gefühl, dass es auch nicht der letzte Teil der AU war *hust* Ich hätte unglaublich gerne Merida und Megara verwendet, aber ich wollte bei den klassischen Disney-Prinzessinnen bleiben, wie sie von Disney vermarktet werden.
„Gut. Die heutigen Berichte sind noch nicht da, aber nach dem, was wir wissen, sind die Regierungstruppen hier, hier und hier.“ Mulan deutete auf drei Stellen der vergilbten, zerrissenen Karte, die Jasmin irgendwie aus den Ruinen der Bibliothek hatte mitgehen lassen. Das schummrige Licht der einzelnen Gaslampe über ihren Köpfen machte es schwierig, Genaues zu erkennen, aber sie wagten nicht, mehr Lampen zu entzünden. Zwar hatten sie alle Durchlässe zur Straße über ihren Köpfen so gut es geht verrammelt, aber die Gefahr war trotzdem zu groß. „Unsere Truppen stehen hier“, die Asiatin zog mit dem Zeigefinger einen Strich über die Karte, „das heißt, das unsere Männer vermutlich dort irgendwo sind, so sie noch leben. Schneewittchen, wann hat sich Aurora zum letzten Mal gemeldet?“ Die Schwarzhaarige schaute auf einen kleinen, verknitterten Zettel, der auf einem Stapel neben ihr lag. „Vor zwei Tagen. Da hat sie uns mitgeteilt, dass die Regierung den Ring enger ziehen möchte, seitdem hatten wir keine Nachricht mehr. Aber in der Ecke, wo sie ist, gibt es derzeit keine Kampfhandlungen - hoffe ich - , das heißt, wir gehen davon aus, dass sie einfach nicht zum Schreiben kommt. Spark und Freckles sind auf Standby für eventuelle Nachrichten, Jazz und Zaz sind im Übrigen bereit für Nachrichten von uns.“ Sie deutete auf zwei Ratten, die in einer Ecke des kleinen Raumes saßen und an einigen Abfällen nagten. Niemand konnte Tiere so schnell und effizient abrichten wie Schneewittchen und als sie sich nach dem Weggang ihrer Männer zu ihrer eigenen kleinen Rebellentruppe zusammengeschlossen hatten, hatte sie diese Aufgabe nur zu gerne übernommen. So wie jede von ihnen das gegeben hatte, was sie am besten konnte. Für ihren Zweck. Für die Niederschlagung dieses grausamen Regimes, unter dem es keine Freiheit geben konnte.
Die Lampe an der Decke schwankte beängstigend und etwas Putz rieselte herab, als ein weiterer mächtige Dampfpanzer über die Straße rollte.
„Sie kommen näher“, wisperte Mulan. Das war der vierte Panzer heute. Wenn sie hier schon Patrouillen fahren, sind wir bald nicht mehr im stillen Gebiet.“
„Das sind wir auch jetzt nicht mehr.“ Die jungen Frauen, die um den Tisch standen, zuckten zusammen, als sich die Tür, die zu einem angrenzenden Keller und über einige Umwege auf die Straße führte, plötzlich öffnete und die abgerissene Gestalt eintrat. Wie ein Straßenkind sah sie aus, eines der vielen, die es in der Stadt gab, seit die Kämpfe ausgebrochen waren.
„Jasmin!“
Tiana, die die Lagebesprechung bisher stumm verfolgt hatte, fischte ein Brötchen aus einem Korb hinter ihr und warf es dem Neuankömmling zu. „Abendessen.“
Geschickt fing Jasmin das Brötchen auf. „Danke, das kann ich gebrauchen. Draußen ist die Hölle los.“ Sie ließ sich auf eine Kiste fallen, zog das Kopftuch nach hinten und die Nahsichtbrille - eine von Belles grandiosen Erfindungen aus zu vielen Linsen, die es ihr ermöglichte, Geschehnisse aus sicherer Ferne zu beobachten - aus den Haaren.
„Was genau meinst du mit ‚Hölle‘?“, fragte Mulan kritisch.
Jasmin brach sich ein Stück Brötchen ab. „Erst essen. Nur soviel, es ist wirklich schade, dass wir Teppich verloren haben. Die Regierung hat Luftschiffe, ich habe sie heute kreisen gesehen. Was auch immer jetzt kommt, es wird nicht besser werden.“
Eine Weile lang herrschte Stille. Das waren keine guten Nachrichten. Schließlich fischte Mulan eine kleine Luftschiff-Nachbildung aus einigen Teilen, die verdächtig nach altem Besteck aussahen, aus einem Korb unter dem Tisch. „Ich hatte eigentlich gehofft, wir würden die nicht brauchen.“ Sie setzte die Miniatur auf die Karte. Hinter ihnen klapperte etwas und erneut fuhren sie alle herum.
Langsam schob sich eines der klapprigen Regale an der hinteren Wand zur Seite und aus dem Durchgang, der in einen roh behauenen und nicht gerade angenehm riechenden Tunnel führte, stieg Arielle, in beiden Händen jeweils einen großen Korb voll der seltsamsten Dinger.
„Wenigstens eine von uns hatte einen erfolgreichen Tag“, murmelte Mulan.
„Schaut mal, was ich gefunden habe!“ Ihre Augen leuchteten auf diese ganz besondere Weise, wie immer, wenn sie einen außergewöhnlichen Schatz aus dem Dreck gezogen hatte. Der Großteil von Belles Erfindungen basierte auf dem, was Arielle aus dem Uferschlamm holte. Das Ding, das sie ehrfurchtsvoll auf den Tisch legte, nachdem sie die Körbe abgestellt hatte, sah wirklich faszinierend aus. Wie eine Feder, die jemand etwas zu fest gespannt und als Weihnachtsbaum missbraucht hatte, mit viel zu vielen Anhängseln auf viel zu vielen Seiten, als könnte man sie irgendwo einsetzen. „Ich bin so gespannt, was Belle dazu sagt. Sie weiß bestimmt, was das ist. Wo ist sie eigentlich? Und die anderen? Ich dachte ich wäre spät dran, tut mir übrigens Leid, ich hab die Zeit vergessen, als ich die Kleinteile hier ausgegraben habe, schaut euch das mal an!“ Sie wollte noch weitere Fundstücke auf den Tisch stapeln, aber Mulan winkte ab. „Nicht jetzt, bitte, du tropfst auf die Karte. Belle und Pocahontas sind drüben, sie arbeiten an einer Möglichkeit, die Waffen zu verbessern. Cinderella hilft ihnen, und Rapunzel sitzt auch mit drüben und bereitet Bandagen vor. Wir wissen nicht, wie lange wir uns hier noch verstecken können, deswegen sollten wir auf alles vorbereitet sein.“ Man merkt immer wieder, dass sie die einzige von uns ist, die bei der Armee war, dachte sich Tiana, die ausrechnete, wie lang ihre Vorräte noch halten würden. Egal, wie sie es drehte und wendete, es kam immer „nicht lange“ dabei heraus. Sie würde Arielle bald losschicken müssen, auch wenn es ihr nicht gefiel, ihre Kameradin in solche Gefahr zu bringen.
Jasmin hatte inzwischen ihr karges Abendessen beendet und kam herüber zum Tisch.
„Also… auf den Straßen sieht es immer schlimmer aus und die Regierung zieht den Ring zu. Ich habe heute etwa doppelt so viele Soldaten gesehen wie noch vor drei Tagen. Lange können wir hier wirklich nicht mehr bleiben. Gerüchte zufolge haben die Rebellen die Weststadt eingenommen. Das wäre eine Möglichkeit für uns. Weiter im Süden ist es noch ruhiger. Die Menschen fliehen, aber es gibt keine Kämpfe.“
„Danke. Sprich, wir müssen hier weg.“ Mulan starrte auf die Karte. „Tiana, was sagen die Vorräte?“
„Nicht viel, es tut mir Leid. Ich kann uns noch alle einmal satt bekommen, vielleicht auch zwei Mal, aber dann ist Ende.“
Die Tür zum zweiten Kellerraum öffnete sich. „Belle lässt euch ausrichten, dass die Waffen fertig sind. Pocahontas hat einige Schießübungen schon gemacht, sie funktionieren. Und sie sind leicht zu bedienen.“
„Danke, Cinderella…“ Nachdenklich schloss Mulan die Augen. Als sie sie wieder öffneten, lag ein abenteuerlustiges Funkeln darin, das ihre Gefährtinnen schon lange nicht mehr gesehen hatten. „Mädels, packt eure Sachen. Wir rücken aus.“ Die anderen starrten sie an. „Ich meine das ernst. Das Überraschungsmoment ist auf unserer Seite. Wenn wir durch die Linien kommen, können wir uns den Rebellen im Westen anschließen. Tiana, pack zusammen, was du an Nahrungsmitteln tragen kannst. Schneewittchen, instruier die Ratten. Arielle, du lässt alles zurück. Schau nicht so, du wirst neue Sachen sammeln, und du wirst es müssen. Jasmin, raus, schau, ob die Luft rein ist. Cinderella, hol die anderen. Noch Fragen?“
Als sie aus dem niedrigen Kellereingang kamen, fielen gerade die letzten blutroten Sonnenstrahlen durch die schmalen Gassen. Ein dumpfes Dröhnen erfüllte die Luft von den mächtigen Luftschiffen, die über dem kreisten, was einmal eine mächtige Stadt gewesen war. Die Straßen waren wie ausgestorben, die Luft roch nach Pulver, nach Kupfer und Blei. Neben dem Kellereingang lag verkrümmt eines der neumodischen Dampfräder, das sein Fahrer bei der Flucht wohl achtlos liegen gelassen hatte.
Mulan presste die Lippen zusammen, dann deutete sie in den blutigen Sonnenuntergang. „Dort ist unser Ziel. Ich kann euch nicht versprechen, dass wir alle dort angekommen werden. Ich kann euch nur versprechen, euch so gut zu führen, wie ich es kann.“
„Und ich euch, dass ich euch zusammenflicke, wenn sie es nicht kann“, schaltete sich Rapunzel grinsend ein. Sie war wohl die einzige, die ihre Fröhlichkeit noch nicht vollkommen verloren hatte.
„Oder auch das. Sind alle bereit? Dann los.“
Durch dunkle Gassen, über Geröll und vorbei an Häusern, deren Wände von Einschüssen durchlöchert waren, ging ihr weg, unter dem steten Donnern und Zischen der Luftschiffe, in eine Zukunft, die keine von ihnen kannte. Von der sie nur eines wussten: Dass es nur besser werden konnte.
Tag bitte? Auch gerne nur ein Disney-Tag oder so?
Challenge: AU - Joker: Steampunk (vom 6. März 2011) (für's Team)
Fandom: Disneys Prinzessinnen
Charaktere: Mulan, Belle, Tiana, Rapunzel, Schneewittchen, Cinderella, Dornröschen
Worte: ~1350
Kommentar: Fragt nicht, wo diese Idee herkam, sie war plötzlich einfach da. Es ist weniger explizit steampunkig als geplant, aber ich habe das Gefühl, dass es auch nicht der letzte Teil der AU war *hust* Ich hätte unglaublich gerne Merida und Megara verwendet, aber ich wollte bei den klassischen Disney-Prinzessinnen bleiben, wie sie von Disney vermarktet werden.
„Gut. Die heutigen Berichte sind noch nicht da, aber nach dem, was wir wissen, sind die Regierungstruppen hier, hier und hier.“ Mulan deutete auf drei Stellen der vergilbten, zerrissenen Karte, die Jasmin irgendwie aus den Ruinen der Bibliothek hatte mitgehen lassen. Das schummrige Licht der einzelnen Gaslampe über ihren Köpfen machte es schwierig, Genaues zu erkennen, aber sie wagten nicht, mehr Lampen zu entzünden. Zwar hatten sie alle Durchlässe zur Straße über ihren Köpfen so gut es geht verrammelt, aber die Gefahr war trotzdem zu groß. „Unsere Truppen stehen hier“, die Asiatin zog mit dem Zeigefinger einen Strich über die Karte, „das heißt, das unsere Männer vermutlich dort irgendwo sind, so sie noch leben. Schneewittchen, wann hat sich Aurora zum letzten Mal gemeldet?“ Die Schwarzhaarige schaute auf einen kleinen, verknitterten Zettel, der auf einem Stapel neben ihr lag. „Vor zwei Tagen. Da hat sie uns mitgeteilt, dass die Regierung den Ring enger ziehen möchte, seitdem hatten wir keine Nachricht mehr. Aber in der Ecke, wo sie ist, gibt es derzeit keine Kampfhandlungen - hoffe ich - , das heißt, wir gehen davon aus, dass sie einfach nicht zum Schreiben kommt. Spark und Freckles sind auf Standby für eventuelle Nachrichten, Jazz und Zaz sind im Übrigen bereit für Nachrichten von uns.“ Sie deutete auf zwei Ratten, die in einer Ecke des kleinen Raumes saßen und an einigen Abfällen nagten. Niemand konnte Tiere so schnell und effizient abrichten wie Schneewittchen und als sie sich nach dem Weggang ihrer Männer zu ihrer eigenen kleinen Rebellentruppe zusammengeschlossen hatten, hatte sie diese Aufgabe nur zu gerne übernommen. So wie jede von ihnen das gegeben hatte, was sie am besten konnte. Für ihren Zweck. Für die Niederschlagung dieses grausamen Regimes, unter dem es keine Freiheit geben konnte.
Die Lampe an der Decke schwankte beängstigend und etwas Putz rieselte herab, als ein weiterer mächtige Dampfpanzer über die Straße rollte.
„Sie kommen näher“, wisperte Mulan. Das war der vierte Panzer heute. Wenn sie hier schon Patrouillen fahren, sind wir bald nicht mehr im stillen Gebiet.“
„Das sind wir auch jetzt nicht mehr.“ Die jungen Frauen, die um den Tisch standen, zuckten zusammen, als sich die Tür, die zu einem angrenzenden Keller und über einige Umwege auf die Straße führte, plötzlich öffnete und die abgerissene Gestalt eintrat. Wie ein Straßenkind sah sie aus, eines der vielen, die es in der Stadt gab, seit die Kämpfe ausgebrochen waren.
„Jasmin!“
Tiana, die die Lagebesprechung bisher stumm verfolgt hatte, fischte ein Brötchen aus einem Korb hinter ihr und warf es dem Neuankömmling zu. „Abendessen.“
Geschickt fing Jasmin das Brötchen auf. „Danke, das kann ich gebrauchen. Draußen ist die Hölle los.“ Sie ließ sich auf eine Kiste fallen, zog das Kopftuch nach hinten und die Nahsichtbrille - eine von Belles grandiosen Erfindungen aus zu vielen Linsen, die es ihr ermöglichte, Geschehnisse aus sicherer Ferne zu beobachten - aus den Haaren.
„Was genau meinst du mit ‚Hölle‘?“, fragte Mulan kritisch.
Jasmin brach sich ein Stück Brötchen ab. „Erst essen. Nur soviel, es ist wirklich schade, dass wir Teppich verloren haben. Die Regierung hat Luftschiffe, ich habe sie heute kreisen gesehen. Was auch immer jetzt kommt, es wird nicht besser werden.“
Eine Weile lang herrschte Stille. Das waren keine guten Nachrichten. Schließlich fischte Mulan eine kleine Luftschiff-Nachbildung aus einigen Teilen, die verdächtig nach altem Besteck aussahen, aus einem Korb unter dem Tisch. „Ich hatte eigentlich gehofft, wir würden die nicht brauchen.“ Sie setzte die Miniatur auf die Karte. Hinter ihnen klapperte etwas und erneut fuhren sie alle herum.
Langsam schob sich eines der klapprigen Regale an der hinteren Wand zur Seite und aus dem Durchgang, der in einen roh behauenen und nicht gerade angenehm riechenden Tunnel führte, stieg Arielle, in beiden Händen jeweils einen großen Korb voll der seltsamsten Dinger.
„Wenigstens eine von uns hatte einen erfolgreichen Tag“, murmelte Mulan.
„Schaut mal, was ich gefunden habe!“ Ihre Augen leuchteten auf diese ganz besondere Weise, wie immer, wenn sie einen außergewöhnlichen Schatz aus dem Dreck gezogen hatte. Der Großteil von Belles Erfindungen basierte auf dem, was Arielle aus dem Uferschlamm holte. Das Ding, das sie ehrfurchtsvoll auf den Tisch legte, nachdem sie die Körbe abgestellt hatte, sah wirklich faszinierend aus. Wie eine Feder, die jemand etwas zu fest gespannt und als Weihnachtsbaum missbraucht hatte, mit viel zu vielen Anhängseln auf viel zu vielen Seiten, als könnte man sie irgendwo einsetzen. „Ich bin so gespannt, was Belle dazu sagt. Sie weiß bestimmt, was das ist. Wo ist sie eigentlich? Und die anderen? Ich dachte ich wäre spät dran, tut mir übrigens Leid, ich hab die Zeit vergessen, als ich die Kleinteile hier ausgegraben habe, schaut euch das mal an!“ Sie wollte noch weitere Fundstücke auf den Tisch stapeln, aber Mulan winkte ab. „Nicht jetzt, bitte, du tropfst auf die Karte. Belle und Pocahontas sind drüben, sie arbeiten an einer Möglichkeit, die Waffen zu verbessern. Cinderella hilft ihnen, und Rapunzel sitzt auch mit drüben und bereitet Bandagen vor. Wir wissen nicht, wie lange wir uns hier noch verstecken können, deswegen sollten wir auf alles vorbereitet sein.“ Man merkt immer wieder, dass sie die einzige von uns ist, die bei der Armee war, dachte sich Tiana, die ausrechnete, wie lang ihre Vorräte noch halten würden. Egal, wie sie es drehte und wendete, es kam immer „nicht lange“ dabei heraus. Sie würde Arielle bald losschicken müssen, auch wenn es ihr nicht gefiel, ihre Kameradin in solche Gefahr zu bringen.
Jasmin hatte inzwischen ihr karges Abendessen beendet und kam herüber zum Tisch.
„Also… auf den Straßen sieht es immer schlimmer aus und die Regierung zieht den Ring zu. Ich habe heute etwa doppelt so viele Soldaten gesehen wie noch vor drei Tagen. Lange können wir hier wirklich nicht mehr bleiben. Gerüchte zufolge haben die Rebellen die Weststadt eingenommen. Das wäre eine Möglichkeit für uns. Weiter im Süden ist es noch ruhiger. Die Menschen fliehen, aber es gibt keine Kämpfe.“
„Danke. Sprich, wir müssen hier weg.“ Mulan starrte auf die Karte. „Tiana, was sagen die Vorräte?“
„Nicht viel, es tut mir Leid. Ich kann uns noch alle einmal satt bekommen, vielleicht auch zwei Mal, aber dann ist Ende.“
Die Tür zum zweiten Kellerraum öffnete sich. „Belle lässt euch ausrichten, dass die Waffen fertig sind. Pocahontas hat einige Schießübungen schon gemacht, sie funktionieren. Und sie sind leicht zu bedienen.“
„Danke, Cinderella…“ Nachdenklich schloss Mulan die Augen. Als sie sie wieder öffneten, lag ein abenteuerlustiges Funkeln darin, das ihre Gefährtinnen schon lange nicht mehr gesehen hatten. „Mädels, packt eure Sachen. Wir rücken aus.“ Die anderen starrten sie an. „Ich meine das ernst. Das Überraschungsmoment ist auf unserer Seite. Wenn wir durch die Linien kommen, können wir uns den Rebellen im Westen anschließen. Tiana, pack zusammen, was du an Nahrungsmitteln tragen kannst. Schneewittchen, instruier die Ratten. Arielle, du lässt alles zurück. Schau nicht so, du wirst neue Sachen sammeln, und du wirst es müssen. Jasmin, raus, schau, ob die Luft rein ist. Cinderella, hol die anderen. Noch Fragen?“
Als sie aus dem niedrigen Kellereingang kamen, fielen gerade die letzten blutroten Sonnenstrahlen durch die schmalen Gassen. Ein dumpfes Dröhnen erfüllte die Luft von den mächtigen Luftschiffen, die über dem kreisten, was einmal eine mächtige Stadt gewesen war. Die Straßen waren wie ausgestorben, die Luft roch nach Pulver, nach Kupfer und Blei. Neben dem Kellereingang lag verkrümmt eines der neumodischen Dampfräder, das sein Fahrer bei der Flucht wohl achtlos liegen gelassen hatte.
Mulan presste die Lippen zusammen, dann deutete sie in den blutigen Sonnenuntergang. „Dort ist unser Ziel. Ich kann euch nicht versprechen, dass wir alle dort angekommen werden. Ich kann euch nur versprechen, euch so gut zu führen, wie ich es kann.“
„Und ich euch, dass ich euch zusammenflicke, wenn sie es nicht kann“, schaltete sich Rapunzel grinsend ein. Sie war wohl die einzige, die ihre Fröhlichkeit noch nicht vollkommen verloren hatte.
„Oder auch das. Sind alle bereit? Dann los.“
Durch dunkle Gassen, über Geröll und vorbei an Häusern, deren Wände von Einschüssen durchlöchert waren, ging ihr weg, unter dem steten Donnern und Zischen der Luftschiffe, in eine Zukunft, die keine von ihnen kannte. Von der sie nur eines wussten: Dass es nur besser werden konnte.
Tag bitte? Auch gerne nur ein Disney-Tag oder so?
no subject
Date: 2012-09-03 08:19 pm (UTC)Ich finde es wunderbar, wie du sie alle in zu ihnen passende Rollen untergebracht hast. Sehr überzeugend und vor allem: Alle nützlich für die Handlung. Me likes. <3
Und du musst dringend mehr schreiben, ich fangirle Belle grade zu sehr, ich muss sie auftreten sehen!
Und außerdem werde ich die Gelegenheit nutzen, dich dazu zu überreden, auch Megara einzubauen.Alles in allem: MEHR!
no subject
Date: 2012-09-04 08:17 am (UTC)Also, danke!
Und das mit Megara muss doch irgendwie zu schaffen sein...no subject
Date: 2012-09-03 09:24 pm (UTC)Ich will mehr~
no subject
Date: 2012-09-04 08:18 am (UTC)Und ja, Pocahontas wird auftreten und sie wird alles um sich herum in Grund und Boden schießen, oder so.
Um Teppich tat es mir auch Leid, aber es musste sein.
no subject
Date: 2012-09-04 08:56 am (UTC)no subject
Date: 2012-09-04 07:41 am (UTC)OMG!!! ALLES HIER IST PERFEKT!!!
FIERCE YOUNG PRINCESS LADIES! OMG!!!
Du hast sie so perfekt eingefangen, das ist unglaublich! *__* Mulan ist die Beste. Nein, Belle. Nein, Rapunzel. Nein, eigentlich alles. Ohhhh <333 Die Atmosphäre ist toll, ich liebe diese Anonymität des Feindes und überhaupt, Luftschiffe, muaaaaaahhahha und Belle erfindet Nachtsichtgeräte... und Cinderella ist mehr oder minder nutzlos, wie im Film, SQUEE. <333
Ich würde mich wahnsinnig freuen, wenn dazu noch mehr käme, wirklich! *_* Merida soll im Übrigen aufgenommen werden, in die Reihe der Prinzessinen, von daher... ICH BRAUCHE MEINE ROTHAARIGEN BOGENFRAUEN <33
no subject
Date: 2012-09-04 08:20 am (UTC)Cinderella ist gar nicht so nutzlos, aber sie ist halt Runner (für alles, für jeden, jederzeit, am besten gestern) und rennt halt mehr durch die Gegend, als irgendwie im Vordergrund rumzuhüpfen. Ich mag sie trotzdem.
Das über Merida hab ich auch schon gehört... schauen wir mal. Vielleicht stolpert sie ihnen ja doch irgendwie über den Weg.