[identity profile] exiles-diary.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Team: Dickinson
Autor: Jenchan
Titel: Im Krankenhaus
Challenge: H/C/Angst - Nahtoderfahrung (für mich)
Fandom: Prince of Tennis
Charaktere: Tezuka Kunimitsu (Fuji Shuusuke, Tezuka Ayana)
Wörter: ~870
Warnings: unbetaed, nicht Korrektur gelesen
Disclaimer: Prince of Tennis gehört nicht mir.

Kommentar: Post-canon. Die Challenge ist jetzt ganz anders geworden, als ich ursprünglich wollte. Vor allem ist sie jetzt mit Tezuka und nicht ne Original. Aber gestern vor dem Einschlafen kam mir diese Idee noch und ich habe heute (einen trüben Sonntagmorgen) genutzt, um es niederzuschreiben.



Im Krankenhaus

Langsam öffnete Tezuka Kunimitsu seine Augen und seine Augenbrauen zogen sich zu sich zusammen. Das Licht tat ihm weh, blendete ihn. Außerdem dröhnte ihm der Schädel und er fühlte sich sehr seltsam. Die Kopfschmerzen pochten so heftig, dass ihm richtig flau im Magen wurde, aber am irritierendsten fand er, dass er sich nicht erinnern konnte. Oder zumindest konnte er im Moment nicht die Konzentration aufbringen, sich die jüngsten Ereignisse ins Gedächtnis zu rufen.
Er war eindeutig nicht in seinem Zimmer und er fühlte sich, als wäre er aus Blei. Er konnte nicht einmal nach seiner Brille tasten, die doch sicher irgendwo hier sein musste.
Müde fielen ihm wieder die Augen zu.

Dann hörte er Stimmen. Sie kamen ihm bekannt vor, aber aus den Worten konnte er nicht fiel machen.
"Tezuka-san, gut dass Sie hier sind. Die Ärzte lassen mich nicht zu ihm. Aber sie sagen, dass er stabil ist."
"Fuji-kun. Geht es dir denn auch gut? Du siehst aus, als hättest du die letzten Tage gar nicht geschlafen."
Dann verschwammen die Worte wieder und er konnte nichts mehr verstehen. Ein grauer Schleier legte sich über seine pochenden Kopfschmerzen und dann war wieder alles schwarz.

Als er das nächste Mal erwachte, war es im Zimmer dunkel. Das war für seine Augen wesentlich angenehmer. Auch die Kopfschmerzen quälten ihn nun nicht mehr so sehr, dafür fühlte er sich noch orientierungsloser als zuvor.
Er konnte sich keinen Reim daraus machen, was passiert war und wo er überhaupt war, aber die Dunkelheit machte es ihm einfacher, zumindest darüber nachzudenken.
Fragmente blitzten auf von ihm und einem anderen Mann.
Von Schnee und Kälte.
Von einem Kaminfeuer und Gemütlichkeit.
Dann wurde er wieder Müde und bemerkte fast zu spät, dass er wieder wegdämmerte. Diesmal wollte er das nicht tun. Er wollte endlich Klarheit haben, was passiert war und zwang seine Augen, sich wieder zu öffnen.
Er spürte, dass seine Lippen ganz trocken waren, aber er schaffte es nicht, sie zu befeuchten.

Plötzlich ging das Licht an und das grelle Blenden stach so heftig zwischen seinen Augenbrauen, dass er leise aufstöhnte.
"Oh, Sie sind wach", meinte eine Frauenstimme, aber Kunimitsu wünschte sich nichts sehnlicher, als wieder zu schlafen und die Schmerzen nicht mitzubekommen. Er war kein Jammerlappen und beschwerte sich nie, wenn er mal wirklich Schmerzen hatte. Er ertrug es, wie ein Mann.
Aber das hieß ja nicht, dass er das alles angenehm empfinden musste.
"Ich hole einen Arzt. Bitte bleiben Sie solange liegen."
Die Dame hatte gut reden. Er nahm nicht an, dass er aussah, als würde er sofort aufspringen und das Zimmer verlassen. Der Gedanke hatte durchaus etwas Verlockendes, aber das bleierne Gefühl hielt ihn an Ort und Stelle fest.
"Er ist wach! Bitte lassen Sie mich zu ihm!" Die Stimme war verzweifelter als gestern und etwas wacher, aber er konnte sie dem Mann zuordnen, den er gestern - oder wann immer das auch gewesen war; sein Zeitgefühl war vollkommen durcheinander - vor der Türe sprechen hörte.
"Fuji-san, das geht nicht. Wir haben es Ihnen doch schon erklärt, dass nur Familienmitglieder zu dem Patienten dürfen. Bitte gehen Sie nach Hause."
"Nein. Ich werde nicht von seiner Seite weichen!" Das klang hochgradig irrational und plötzlich musste er wieder an den Mann denken, den er zuvor in den Fragmenten seiner Erinnerungen gefunden hatte.
Er hatte den anderen Mann selten so sprechen gehört. Aber er erinnerte sich an ein geschocktes "Tezuka" und Schmerzen in seiner Schulter. Aber die Erinnerung fühlte sich anders an. Abgestanden und Alt.
Er glaubte nicht, dass es etwas mit den jüngsten Ereignissen zu tun hatte, aber ihm wurde klar, dass der Mann - Fuji? Hieß er so? - ihn offenbar mehr als nur hoch schätzte.
Er würde nachher fragen. Wenn die Person wiederkam, würde er sie bitten, den Mann hineinzulassen. Bestimmt konnte er ihm helfen, die Ereignisse in eine richtige Reihenfolge zu bringen.

Draußen gab es einen kleinen Tumult, bevor sich die Türe öffnete. Kunimitsu schlug die Augen wieder auf und bemerkte erst jetzt, dass er offenbar wieder weggedämmert war. Er hatte sich in seinem Leben noch nie so schwach gefühlt.
"Tezuka-san? Sind sie wach? Wie fühlen Sie sich?"
Kunimitsu versuchte den Mann, der nun mit ihm sprach, besser zu erkennen, aber er hatte keine Brille auf und so blieben ihm nur verschwommene Silouetten. Er versuchte Worte zu formen, aber er brachte nur ein leichtes Krächzen zustande. Das heißere Husten, das danach seinen Körper erschütterte, schickte heiße Schmerzwellen durch seinen Körper und in diesem Moment hatte er das Gefühl, in Flammen aufzugehen.
"Sie hatten unglaubliches Glück, Tezuka-san. Dieses Jahr gab es schon einige Tote auf den Berghängen. Der Schnee dort ist heuer besonders tückisch. Aber ihr Freund hat Alarm geschlagen und so konnten sie schnell gerettet werden."
Schnee! Da war ein Fragment gewesen, dass damit zu tun hatte. Aber wirklich folgen konnte er den Worten des Arztes nicht. Er kam einfach nicht dahinter, was dieser ihm damit sagen wollte, während er ihn untersuchte.
Er musste endlich Klarheit bekommen!
Er versuchte seinen Gaumen anzufeuchten und hustete noch einmal leicht. Aber er schaffte es, Worte zu formen. Er wollte fragen, was passiert war und dann würde sich diese Verwirrung endlich legen.
Die Frage, die er stattdessen hervorbrachte, war allerdings eine ganz andere: "Wo ist Shuusuke...?"




Date: 2012-09-05 09:21 am (UTC)
From: [identity profile] ina-chan0808.livejournal.com
allein vom lesen fühl ich mich schon wieder wie im krankenhaus XD sehr realitätsnah!
ich war die ganze zeit damit beschäftigt rauszufinden was eigentlich passiert sein könnte, die meiste zeit hab ich irgendeinen auto unfall im kopf gehabt @__@
armer fuji :( nach so einem erlebnis will man natürlich zu dem menschen den man verunglücken sehen hat, umso schlimmer wenn man weiß es geht ihm mies und man kann nicht zu ihm...
und glücklicherweise weiß tezukas mund viel besser als sein kopf was er eigentlich fragen wollte <3

fortsetzung?

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