Doppelt gemoppelt
Jul. 8th, 2007 04:41 pmHeute gleich mal mit zwei Sachen, weil ich vor lauter Enthusiasmus nicht aufhören konnte.
Einmal eine DaiKeru, weil es ja schon fast Tradition hat und zum anderen eine Art Weltpremiere für meine neue Original "Bend and break" (Arbeitstitel), für alle, die es interessiert.
Fandom: Digimon
Pairing: DaiKeru
Challenge: #2 Zeckenbiss (ausgedachtes Schwein muss sein)
„Was macht man da?“
Langsam beugte Daisuke sich mehr zu Takeru hin. Sein Atem streifte sanft über die fremde Schulter, wie eins mit dem warmen Sommerwind.
In der Sonne sah seine Haut noch dunkler und glatter aus.
„Gar nichts.“
Takeru zog seinen Arm wieder aus dem kalten Wasser und setzte sich wieder aufrecht auf den Bootssteg.
„Warten, ob das Nachwirkungen hat oder nicht.“
Er blinzelte in die Sonne.
„Aber.“, murmelte Daisuke leise.
„Muss man da nicht noch irgendwas machen? Das Gift raussaugen aus der Wunde oder irgendsowas?“
Er nahm Takerus kühlen Arm und heizte ihn mit seinen Sonnenfingern merklich auf. Neben ihm wirkte der andere Junge blass und beinahe krank.
„Dai, es war eine Zecke, keine Klapperschlange!“
Unter dem Steg schwappte das Wasser hin und her, kleine Wellen von vorbeifahrenden Booten.
„Aber du musst aufpassen!“, sagte Daisuke.
„Du kannst eine Hirnhautentzündung bekommen und dann wirst du vielleicht so dämlich, dass du keine Geschichten mehr schreiben kannst.“
Sein Blick fiel kurz auf den Ringblock, der neben seinem Freund lag. Irgendwo in der Mitte hörten die Schriftzeichen auf, an der Stelle, an der der Held der Heldin die Zunge rausstreckte und er die große, fette Zecke an Takerus Arm hatte sitzen sehen.
Er beugte sich noch ein wenig mehr zu Takeru hinüber und fuhr mit der Zungenspitze über die leicht gerötete Stelle.
Der Wind fuhr raschelnd durch das Schilf.
„Ich kann nicht glauben...“, flüsterte Takeru und unterdrückte ein erregtes Zittern,
„..dass du da entlangleckst, wo eben noch ein Zeckenhintern war!“
Fandom: Original (Bend and break)
Challenge: #3 "Ey, lass das"
Personen: Jeremia, Arne
Er steht auf der anderen Seite der Gleise, unbewegt und ungerührt. Jeden Moment könnte hinter den buschigen Kiefern in der Ferne ein ICE auftauchen. Die fahren bis zu 300 Kilometer in der Stunde, glaube ich. Keine Ahnung, ob man da noch so schnell wegspringen kann, wenn der um die Ecke gerast kommt.
Und Jeremia und ich bewegen uns nicht.
Ich weiß nicht mehr, wie ich ihn kennengelernt habe. Es ist, als hätten wir uns schon vorher gekannt, aus einem Alptraum oder einem Thriller. Jeremia war die Ahnung einer zerstörten Welt hinter dem Frieden, dem ich nie getraut habe. Und ich kann nicht aufhören, ihm hinterher zu laufen.
„Hast du Schiss, Malte?“, fragt er und schiebt sich die halblangen und hellblonden Haare hinter das Ohr. Er ist wie diese Bösewichte aus den Filmen, die psychopatisch lächeln, bevor sie einen abknallen.
„Ich heiße Arne.“, entgegne ich widerspenstig. Ich habe es ihm schon dreimal erzählt, mindestens.
„Merk´s dir endlich!“
Wir haben in den unbewachten Lagerhäusern hinter meinem Viertel gesessen, haben mit Steinen und Eisenstangen randaliert, obwohl es da nicht viel kaputtzumachen gab. In der Dunkelheit haben wir aneinander rumgezerrt, unsere T-Shirts beinahe zerrissen, ohne wirklich irgendetwas bestimmtes getan zu haben.
Ich verstehe Jeremia nicht, und wahrscheinlich macht er sich nicht einmal die Mühe, mich wirklich anzusehen.
Mit einem Ruck zieht er mich an meinem Pullover auf die Schienen.
„Solltest aber Schiss haben!“, knurrt er mir von hinten ins Ohr und umschließt meine Hände auf dem Rücken mit seinen starken Armen. Mein Herz beginnt ganz hart zu klopfen, und ich glaube, ich habe Angst.
„Ich bring dich jetzt um!“
In den Kiefern rauscht der Wind, still, ungerührt.
„Ey, lass das!“, murmele ich leise und versuche, halb zu lachen.
Doch ich kenne Jeremia eigentlich schon gut genug um zu wissen, dass das hier kaum ein Scherz ist. Mit einem Mal bekomme ich wirklich Angst vor ihm.
„Warum solltest du das tun?“, versuche ich, ein Gespräch aufzubauen.
„Ich hab dir nie was getan.“
Unter meinen Füßen meine ich, die Erde beben zu spüren. Vielleicht von meinem rasenden Puls.
„Einfach so.“
Jeremias Atem streift mein Ohr, meine Haare. In der Ferne ruft ein Kuckuck.
„Ich hab keine Ahnung, ob demnächst ein Zug kommt. Aber ich könnte es ja versuchen.“
„Ey..“ Wieder ertappe ich mich dabei, hilflos zu lächeln, auch wenn er es nicht sehen kann.
„Ey..lass das!“
Und ich erinnere mich. Damals in der Lagerhalle, als er mir hinterhergerufen hat, als er plötzlich genauso wie jetzt hinter mir gewesen ist und plötzlich seine Hand in meiner Hose gehabt hat, als wir bei ihm zu Hause gewesen sind, als wir uns in der Schule versteckt und mein Finger geblutet hat... Wannimmer er mich in seiner Hand hatte, habe ich immer nur „ey, lass das“ gesagt. Als ob er nur einen Scherz machen würde.
Jetzt, in diesem Moment wünsche ich mir, ich hätte ihn ziehenlassen. Nicht er verfolgt mich- es ist andersherum. Er hat immer versucht, vor mir zu fliehen.
All das denke ich innerhalb einer Sekunde als der ICE mit spitzer, grauer Schnauze um die Ecke gerast kommt und ich in die Scheinwerfer starre wie ein paralysiertes Reh.
Ich versuche, mich loszumachen, versuche, mich aus Jeremias eisernem Griff zu winden, doch er hat meine Arme festgemacht als würden sie in einem Schraubstock stecken.
Der Zug rast näher, schneller, heißer, ich spüre das Zittern und Beben in den Gleisen.
Und schreie.
Ich schreie mit einer Stimme, die ich selbst vorher noch nicht kannte, auch dann noch, als Jeremia mich mit sich von den Schienen reißt, wir die Erhöhung herunterstürzen und der Zug an uns vorbeidonnert, krachend und mit einem hohen Pfeifton im Wind, von der buchstäblich zerschnittenen Luft.
Meine Arme kommen frei, doch sie klammern sich gleich wieder an Jeremia.
Einen Moment liegen wir aufeinander, seine Beine zerquetschen mein Becken fast, sein Gesicht hebt sich nur langsam von meiner Brust.
Ich kann nur atmen und beben.
Der Kuckuck ruft, als wäre nichts geschehen.
Der Wind in den Kiefern beruhigt sich wieder. Viel zu schnell für meinen Geschmack. Ich spüre die harte Schotterwaldbodenmischung unter mir, meine Knochen fühlen sich weich und zerfasert an.
Es ist wie in der Lagerhalle, wie in der Schule zusammen.
Nein.. noch viel schlimmer.
Es ist Jeremia.
„Du hast Schiss.“, murmelt er und regt sich auf mir.
Vielleicht ist das die Strafe dafür, dass ich ihm so penetrant auf den Sack gegangen bin. Ich hätte es vielleicht ahnen sollen, man soll keinen Menschen bedrängen, wenn er nichts mit einem zu tun haben will. Ich liege unter ihm, keuche leise, habe Tränen in den Augen und das Gefühl, mir in die Hosen gemacht zu haben. Oder kurz davor zu sein.
„Du hast solchen Schiss!“
Und es klingt wie das Versprechen, mich beim nächsten Mal wirklich umzubringen.
Er beugt sich zu mir herunter und küsst meine vor Angst blutleeren Lippen.
„Ey...“, flüstere ich und spüre sein Knie zwischen meinen Beinen.
„Ey..lass das!“
Nein...ich kann nicht von ihm lassen.
Einmal eine DaiKeru, weil es ja schon fast Tradition hat und zum anderen eine Art Weltpremiere für meine neue Original "Bend and break" (Arbeitstitel), für alle, die es interessiert.
Fandom: Digimon
Pairing: DaiKeru
Challenge: #2 Zeckenbiss (ausgedachtes Schwein muss sein)
„Was macht man da?“
Langsam beugte Daisuke sich mehr zu Takeru hin. Sein Atem streifte sanft über die fremde Schulter, wie eins mit dem warmen Sommerwind.
In der Sonne sah seine Haut noch dunkler und glatter aus.
„Gar nichts.“
Takeru zog seinen Arm wieder aus dem kalten Wasser und setzte sich wieder aufrecht auf den Bootssteg.
„Warten, ob das Nachwirkungen hat oder nicht.“
Er blinzelte in die Sonne.
„Aber.“, murmelte Daisuke leise.
„Muss man da nicht noch irgendwas machen? Das Gift raussaugen aus der Wunde oder irgendsowas?“
Er nahm Takerus kühlen Arm und heizte ihn mit seinen Sonnenfingern merklich auf. Neben ihm wirkte der andere Junge blass und beinahe krank.
„Dai, es war eine Zecke, keine Klapperschlange!“
Unter dem Steg schwappte das Wasser hin und her, kleine Wellen von vorbeifahrenden Booten.
„Aber du musst aufpassen!“, sagte Daisuke.
„Du kannst eine Hirnhautentzündung bekommen und dann wirst du vielleicht so dämlich, dass du keine Geschichten mehr schreiben kannst.“
Sein Blick fiel kurz auf den Ringblock, der neben seinem Freund lag. Irgendwo in der Mitte hörten die Schriftzeichen auf, an der Stelle, an der der Held der Heldin die Zunge rausstreckte und er die große, fette Zecke an Takerus Arm hatte sitzen sehen.
Er beugte sich noch ein wenig mehr zu Takeru hinüber und fuhr mit der Zungenspitze über die leicht gerötete Stelle.
Der Wind fuhr raschelnd durch das Schilf.
„Ich kann nicht glauben...“, flüsterte Takeru und unterdrückte ein erregtes Zittern,
„..dass du da entlangleckst, wo eben noch ein Zeckenhintern war!“
Fandom: Original (Bend and break)
Challenge: #3 "Ey, lass das"
Personen: Jeremia, Arne
Er steht auf der anderen Seite der Gleise, unbewegt und ungerührt. Jeden Moment könnte hinter den buschigen Kiefern in der Ferne ein ICE auftauchen. Die fahren bis zu 300 Kilometer in der Stunde, glaube ich. Keine Ahnung, ob man da noch so schnell wegspringen kann, wenn der um die Ecke gerast kommt.
Und Jeremia und ich bewegen uns nicht.
Ich weiß nicht mehr, wie ich ihn kennengelernt habe. Es ist, als hätten wir uns schon vorher gekannt, aus einem Alptraum oder einem Thriller. Jeremia war die Ahnung einer zerstörten Welt hinter dem Frieden, dem ich nie getraut habe. Und ich kann nicht aufhören, ihm hinterher zu laufen.
„Hast du Schiss, Malte?“, fragt er und schiebt sich die halblangen und hellblonden Haare hinter das Ohr. Er ist wie diese Bösewichte aus den Filmen, die psychopatisch lächeln, bevor sie einen abknallen.
„Ich heiße Arne.“, entgegne ich widerspenstig. Ich habe es ihm schon dreimal erzählt, mindestens.
„Merk´s dir endlich!“
Wir haben in den unbewachten Lagerhäusern hinter meinem Viertel gesessen, haben mit Steinen und Eisenstangen randaliert, obwohl es da nicht viel kaputtzumachen gab. In der Dunkelheit haben wir aneinander rumgezerrt, unsere T-Shirts beinahe zerrissen, ohne wirklich irgendetwas bestimmtes getan zu haben.
Ich verstehe Jeremia nicht, und wahrscheinlich macht er sich nicht einmal die Mühe, mich wirklich anzusehen.
Mit einem Ruck zieht er mich an meinem Pullover auf die Schienen.
„Solltest aber Schiss haben!“, knurrt er mir von hinten ins Ohr und umschließt meine Hände auf dem Rücken mit seinen starken Armen. Mein Herz beginnt ganz hart zu klopfen, und ich glaube, ich habe Angst.
„Ich bring dich jetzt um!“
In den Kiefern rauscht der Wind, still, ungerührt.
„Ey, lass das!“, murmele ich leise und versuche, halb zu lachen.
Doch ich kenne Jeremia eigentlich schon gut genug um zu wissen, dass das hier kaum ein Scherz ist. Mit einem Mal bekomme ich wirklich Angst vor ihm.
„Warum solltest du das tun?“, versuche ich, ein Gespräch aufzubauen.
„Ich hab dir nie was getan.“
Unter meinen Füßen meine ich, die Erde beben zu spüren. Vielleicht von meinem rasenden Puls.
„Einfach so.“
Jeremias Atem streift mein Ohr, meine Haare. In der Ferne ruft ein Kuckuck.
„Ich hab keine Ahnung, ob demnächst ein Zug kommt. Aber ich könnte es ja versuchen.“
„Ey..“ Wieder ertappe ich mich dabei, hilflos zu lächeln, auch wenn er es nicht sehen kann.
„Ey..lass das!“
Und ich erinnere mich. Damals in der Lagerhalle, als er mir hinterhergerufen hat, als er plötzlich genauso wie jetzt hinter mir gewesen ist und plötzlich seine Hand in meiner Hose gehabt hat, als wir bei ihm zu Hause gewesen sind, als wir uns in der Schule versteckt und mein Finger geblutet hat... Wannimmer er mich in seiner Hand hatte, habe ich immer nur „ey, lass das“ gesagt. Als ob er nur einen Scherz machen würde.
Jetzt, in diesem Moment wünsche ich mir, ich hätte ihn ziehenlassen. Nicht er verfolgt mich- es ist andersherum. Er hat immer versucht, vor mir zu fliehen.
All das denke ich innerhalb einer Sekunde als der ICE mit spitzer, grauer Schnauze um die Ecke gerast kommt und ich in die Scheinwerfer starre wie ein paralysiertes Reh.
Ich versuche, mich loszumachen, versuche, mich aus Jeremias eisernem Griff zu winden, doch er hat meine Arme festgemacht als würden sie in einem Schraubstock stecken.
Der Zug rast näher, schneller, heißer, ich spüre das Zittern und Beben in den Gleisen.
Und schreie.
Ich schreie mit einer Stimme, die ich selbst vorher noch nicht kannte, auch dann noch, als Jeremia mich mit sich von den Schienen reißt, wir die Erhöhung herunterstürzen und der Zug an uns vorbeidonnert, krachend und mit einem hohen Pfeifton im Wind, von der buchstäblich zerschnittenen Luft.
Meine Arme kommen frei, doch sie klammern sich gleich wieder an Jeremia.
Einen Moment liegen wir aufeinander, seine Beine zerquetschen mein Becken fast, sein Gesicht hebt sich nur langsam von meiner Brust.
Ich kann nur atmen und beben.
Der Kuckuck ruft, als wäre nichts geschehen.
Der Wind in den Kiefern beruhigt sich wieder. Viel zu schnell für meinen Geschmack. Ich spüre die harte Schotterwaldbodenmischung unter mir, meine Knochen fühlen sich weich und zerfasert an.
Es ist wie in der Lagerhalle, wie in der Schule zusammen.
Nein.. noch viel schlimmer.
Es ist Jeremia.
„Du hast Schiss.“, murmelt er und regt sich auf mir.
Vielleicht ist das die Strafe dafür, dass ich ihm so penetrant auf den Sack gegangen bin. Ich hätte es vielleicht ahnen sollen, man soll keinen Menschen bedrängen, wenn er nichts mit einem zu tun haben will. Ich liege unter ihm, keuche leise, habe Tränen in den Augen und das Gefühl, mir in die Hosen gemacht zu haben. Oder kurz davor zu sein.
„Du hast solchen Schiss!“
Und es klingt wie das Versprechen, mich beim nächsten Mal wirklich umzubringen.
Er beugt sich zu mir herunter und küsst meine vor Angst blutleeren Lippen.
„Ey...“, flüstere ich und spüre sein Knie zwischen meinen Beinen.
„Ey..lass das!“
Nein...ich kann nicht von ihm lassen.