Team: Kaléko
Challenge: h/c, angst - zu heiß/zu kalt (für mich)
Fandom: Sailor Moon
Charaktere: Michiru, Haruka
Die Geige gab einen unangenehmen Misston von sich und Michiru senkte das Instrument. Sie konnte es nicht. Sie konnte nicht mehr spielen. Immer wieder hatte sie es versucht. Eine Melodie hervorzubringen, die ihren seelischen Zustand wiedergab.
Es war ihr nicht gelungen. Nichts war ihr gelungen.
Vielleicht war das das beste Zeichen.
Die beste Art.
Sie hatte niemals erwartet, jemals in so eine Situation zu geraten. Niemals...
Alles hatte immer so sicher gewirkt. Vielleicht war es gerade diese Sicherheit, die sie zu sehr eingelullt hatte. Sie beide.
Wenn man die Zukunft bereits kennt... welchen Sinn hatte es da noch, sich um sie bemühen?
Sie legte die Geige weg und ging zu dem geöffneten Fenster. Man konnte direkt auf den schillernden Kristallpalast sehen. Wie glücklich war die Königin mit ihrem Schicksal? Mit ihrem vorherbestimmten Leben? Sehnte sie sich auch nach einem Ausweg? Einer Alternative?
Sie würde sie nicht fragen können. Serenity wäre niemals ehrlich zu ihr. Nicht in dieser Sache.
Haruka hatte ihr ja auch nicht gesagt, dass ihr etwas in ihrer Beziehung fehlte. Stattdessen war sie zu Star Fighter gegangen. Wie lange lief das schon?
Was war die Ursache? Wer war die Ursache? Wie ernst war es?
So viele Fragen. Keine Antworten.
Sie fröstelte. Das war keine Jahreszeit für offene Fenster. Aber sie rührte sich nicht von der Stelle.
Star Fighter war immer noch in ihrer hoffnungslosen Liebe für Serenity gefangen. Das war ihr anzusehen. Immer wenn sie nach der Königin fragte, hatte sie diesen Blick. Sehnsucht.
Aber warum musste sie sich ausgerechnet mit Haruka trösten?
Warum hatte Haruka sich darauf eingelassen?
„Du solltest dir etwas überziehen... sonst erkältest du dich noch.“
Harukas Stimme ließ sie zusammenzucken. Sie hatte sie gar nicht hereinkommen gehört. „Wie lange?“, fragte sie aber nur leise und hinter ihr herrschte Stille.
„Es tut mir Leid...“ Harukas Stimme klang gepresst. Sie kannte sie lange und gut genug um zu die Reue herauszuhören. Das änderte aber für den Moment gar nichts.
„Das ist keine Antwort.“ Sie wusste genau, wie sie ihrer Stimme jegliche Emotion nehmen konnte. Und sie wusste um die Wirkung, die sie dann auf andere hatte.
„Ein Monat...“
Seit die Stralights auf die Erde gekommen waren um der Königin zur Geburt der Kleinen Lady zu gratulieren.
Sie rührte sich nicht, obwohl ihr klar war, dass Haruka eine Reaktion von ihr erwartete. Irgendeine. Aber wenn sie jetzt irgendetwas tat, würde sie entweder zusammenbrechen oder etwas tun oder sagen, was sie am Ende wirklich bereuen würde.
„Michiru... ich wollte dich nicht verletzen... es ist einfach... passiert... scheiße, ich weiß selbst wie dämlich das klingt. Aber Seiya... sie war so unglücklich. Und ich...“
„Ja?“ Kalt. Anklagend. Sie wollte Haruka nicht zeigen, wie sehr sie ihre Worte verletzten. Genauso viel wie ihre Taten. Für wen hielt sie sie, dass sie mit solchen schlechten Ausreden kam?
„Es tut mir Leid. Seiya weiß, dass ich nur dich liebe...“
„Das hat sie offenbar nicht davon abgehalten, mit dir...“ Sie verkniff sich den Rest des Satzes. Es würden nur noch Worte kommen, die sie nie wieder würde zurücknehmen können. Und so verlockend, das im Moment auch war, sie wollte Haruka nicht aufgeben. Ohne sie wäre auch ihr Lebenssinn verschwunden.
Haruka seufzte leise und verließ das Zimmer. Noch bevor Michiru sich fragen konnte, ob sie so schnell das Handtuch warf, war sie wieder da und legte ihr wortlos eine Jacke über die Schultern.
„Ich weiß nicht, ob ich das so einfach vergessen kann“, flüsterte Michiru.
„Das erwarte ich auch nicht. Gib uns nur nicht auf.“ Harukas Stimme klang so flehend, dass es ihr schwer fiel, regungslos stehen zu bleiben. Die Verletzung ging zu tief um einfach wieder zur Tagesordnung überzugehen.
Aber natürlich gab es nur eine Antwort auf diese Bitte. „Das werde ich nicht.“
Challenge: h/c, angst - zu heiß/zu kalt (für mich)
Fandom: Sailor Moon
Charaktere: Michiru, Haruka
Die Geige gab einen unangenehmen Misston von sich und Michiru senkte das Instrument. Sie konnte es nicht. Sie konnte nicht mehr spielen. Immer wieder hatte sie es versucht. Eine Melodie hervorzubringen, die ihren seelischen Zustand wiedergab.
Es war ihr nicht gelungen. Nichts war ihr gelungen.
Vielleicht war das das beste Zeichen.
Die beste Art.
Sie hatte niemals erwartet, jemals in so eine Situation zu geraten. Niemals...
Alles hatte immer so sicher gewirkt. Vielleicht war es gerade diese Sicherheit, die sie zu sehr eingelullt hatte. Sie beide.
Wenn man die Zukunft bereits kennt... welchen Sinn hatte es da noch, sich um sie bemühen?
Sie legte die Geige weg und ging zu dem geöffneten Fenster. Man konnte direkt auf den schillernden Kristallpalast sehen. Wie glücklich war die Königin mit ihrem Schicksal? Mit ihrem vorherbestimmten Leben? Sehnte sie sich auch nach einem Ausweg? Einer Alternative?
Sie würde sie nicht fragen können. Serenity wäre niemals ehrlich zu ihr. Nicht in dieser Sache.
Haruka hatte ihr ja auch nicht gesagt, dass ihr etwas in ihrer Beziehung fehlte. Stattdessen war sie zu Star Fighter gegangen. Wie lange lief das schon?
Was war die Ursache? Wer war die Ursache? Wie ernst war es?
So viele Fragen. Keine Antworten.
Sie fröstelte. Das war keine Jahreszeit für offene Fenster. Aber sie rührte sich nicht von der Stelle.
Star Fighter war immer noch in ihrer hoffnungslosen Liebe für Serenity gefangen. Das war ihr anzusehen. Immer wenn sie nach der Königin fragte, hatte sie diesen Blick. Sehnsucht.
Aber warum musste sie sich ausgerechnet mit Haruka trösten?
Warum hatte Haruka sich darauf eingelassen?
„Du solltest dir etwas überziehen... sonst erkältest du dich noch.“
Harukas Stimme ließ sie zusammenzucken. Sie hatte sie gar nicht hereinkommen gehört. „Wie lange?“, fragte sie aber nur leise und hinter ihr herrschte Stille.
„Es tut mir Leid...“ Harukas Stimme klang gepresst. Sie kannte sie lange und gut genug um zu die Reue herauszuhören. Das änderte aber für den Moment gar nichts.
„Das ist keine Antwort.“ Sie wusste genau, wie sie ihrer Stimme jegliche Emotion nehmen konnte. Und sie wusste um die Wirkung, die sie dann auf andere hatte.
„Ein Monat...“
Seit die Stralights auf die Erde gekommen waren um der Königin zur Geburt der Kleinen Lady zu gratulieren.
Sie rührte sich nicht, obwohl ihr klar war, dass Haruka eine Reaktion von ihr erwartete. Irgendeine. Aber wenn sie jetzt irgendetwas tat, würde sie entweder zusammenbrechen oder etwas tun oder sagen, was sie am Ende wirklich bereuen würde.
„Michiru... ich wollte dich nicht verletzen... es ist einfach... passiert... scheiße, ich weiß selbst wie dämlich das klingt. Aber Seiya... sie war so unglücklich. Und ich...“
„Ja?“ Kalt. Anklagend. Sie wollte Haruka nicht zeigen, wie sehr sie ihre Worte verletzten. Genauso viel wie ihre Taten. Für wen hielt sie sie, dass sie mit solchen schlechten Ausreden kam?
„Es tut mir Leid. Seiya weiß, dass ich nur dich liebe...“
„Das hat sie offenbar nicht davon abgehalten, mit dir...“ Sie verkniff sich den Rest des Satzes. Es würden nur noch Worte kommen, die sie nie wieder würde zurücknehmen können. Und so verlockend, das im Moment auch war, sie wollte Haruka nicht aufgeben. Ohne sie wäre auch ihr Lebenssinn verschwunden.
Haruka seufzte leise und verließ das Zimmer. Noch bevor Michiru sich fragen konnte, ob sie so schnell das Handtuch warf, war sie wieder da und legte ihr wortlos eine Jacke über die Schultern.
„Ich weiß nicht, ob ich das so einfach vergessen kann“, flüsterte Michiru.
„Das erwarte ich auch nicht. Gib uns nur nicht auf.“ Harukas Stimme klang so flehend, dass es ihr schwer fiel, regungslos stehen zu bleiben. Die Verletzung ging zu tief um einfach wieder zur Tagesordnung überzugehen.
Aber natürlich gab es nur eine Antwort auf diese Bitte. „Das werde ich nicht.“
no subject
Date: 2012-09-02 11:22 am (UTC)Du darfst dich aber gerne inspiriert fühlen, mich würde ja schon interessieren, was in Haruka und Seiya vor sich geht. *hust* Mal sehen, ob ich da noch eine Fortsetzung schreibe. Wenn Haruka die Affäre beendet, haben Michiru und sie auf jeden Fall noch ne echte Chance. Sie waren einfach zu lange zusammen um so "einfach" alles hinzuschmeißen. Auch wenn das den Vertrauensbruch natürlich umso stärker macht. Schwierig, schwierig...
Aber dankedankedanke! ^////^