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[personal profile] luinaldawen posting in [community profile] 120_minuten
Team: Kaléko
Challenge: h/c, angst: Ausnahmezustand (für mich)
Fandom: Sailor Moon
Charaktere: Yaten, Seiya, Taiki (Neo-Queen Serenity)
Widmung: [livejournal.com profile] maddle als Bestechung. XD Sie weiß wofür *g*
Wörter: 1079


Yaten begriff nicht, warum sie ausgerechnet jetzt zur Erde reisen mussten. Oder eher: Warum Seiya darauf bestanden hatte, dass man diese diplomatische Mission ihr anvertraute. Und wenn Seiya ging, kamen ihre Schwestern selbstverständlich mit. Was sie im Moment ehrlich bedauerte.
„Dir ist aber klar, dass du mit der Königin nicht flirten solltest, oder?“, ermahnte Taiki die aufgeregte Seiya, die nur abwinkte. „Natürlich.“
„Und dass sie verheiratet ist. Und jetzt eine Tochter hat“, konnte Yaten es sich nicht verkneifen hinzuzufügen und auf den Grund ihres Hierseins hinzuweisen.
„Haltet ihr mich für einen verliebten Teenager?“
Yaten sah Taiki an und beide nickte. „Ja.“
In letzter Sekunde konnte sie einen Schritt zurückweichen, als Seiya versuchte, sich auf sie zu stürzen, aber das aufwändige, zeremonielle Kleid war beiden im Weg, sodass sie am Ende doch in einem Gewirr aus Stoff und Bändern übereinanderfielen und erst mit Taikis Hilfe wieder aufstehen konnten.
„Kann mir mal jemand erklären, warum auf Kinmoku seit Jahren keiner auf die Idee gekommen ist, die Klamotten praktischer zu machen?“
„Also unsere Prinzessin hat keine Probleme...“ Taiki auch nicht. Darum konnte sie auch grinsen.
Wenigstens war es ihr gelungen, Seiya von der dämlichen Idee abzubringen, als Mann aufzukreuzen. Man musste sich schließlich nicht mehr quälen als notwenig.
„Man“ war hier Seiya. Die immer noch in ihrer hoffnungslosen Liebe zu Königin Serenity feststeckte und der verqueren Idee nachhing, als Kerl hätte sie vielleicht doch noch eine Chance bei ihr.
Was Yaten für vollkommen Schwachsinn hielt. Taiki erst recht. Aber die hielt sich eigentlich aus der ganzen Geschichte heraus, solange Yaten nicht beschloss, dass es vernünftige Argumente brauchte um Seiya wieder auf den Boden der Tatsachen zu herunterzuholen.
Blöderweise hatte Seiya in dieser Sache jetzt ausgerechnet Hilfe von Prinzessin Kakyuu bekommen. Hoffentlich sorgte das für keinen diplomatischen Zwischenfall. Möglichkeiten gäbe es da wirklich genug. Bedauerlicherweise.
Sie gähnte und sie sich zum x-ten Mal um.
Der Raum, in den irgendein katzbuckelnder Diener ihnen zugewiesen hatte, um darauf zu warten, dass die königliche Familie sie empfing, war sicher gemütlich, wenn man den richtigen fragte, sie aber fand es nur kitschig. Sicher hatte Sailor Jupiter ihre Finger im Spiel gehabt.
War es hier üblich, alle so lange warten zu lassen?
Seiya hatte inzwischen auf einem der plüschigen Sofas Platz genommen und wirkte nun wieder etwas bleich. Das ging schon eine Stunde so. Herumwandern, dumme Sprüche reißen und dann wieder aussehen als ginge sie zu ihrer Hinrichtung.
„Seiya... Taiki und ich können das auch alleine machen. Wir müssen schließlich nur die besten Wünsche der Prinzessin überbringen.“
„Nein.“ Seiya sah auf und ihre blauen Augen blitzen auf.
„Sei doch nicht so stur.“ Am liebsten wäre Yaten Taiki um den Hals gefallen, weil die ihr den Rest abnahm.
„Ich bin nicht stur! Wir sind mit der Königin befreundet, falls ihr das vergessen haben solltet!“
„Es ist jetzt nicht so, als hätten wir eine innige Brieffreundschaft gehabt, nachdem wie nach Hause zurückgekehrt sind.“ Yaten wusste, sie wollte weniger bissig klingen, aber sie konnte einfach nicht anders. Seiya musste doch endlich mal aufwachen! Das ging so nicht weiter.
Wenigstens schwieg sie jetzt und Yaten war sich nicht ganz sicher, ob sie schmollte oder nachdachte. Seiya war in der Hinsicht nicht immer ganz einfach. Vor allem nicht, wenn Königin Serenity das Problem war... also immer eigentlich.
Zwischendurch war es auch Sailor Uranus gewesen. Was auch immer Seiya an der gefunden hatte. Sie hatte wohl einfach ein Talent, sich in vergebene Frauen zu verlieben. Wenigstens musste sie Uranus und Neptun zugute halten, dass sie sich mal auf Kinmoku hatten blicken lassen. Regelmäßig sogar. Was auch daran liegen konnte, dass die beiden die offiziellen Botschafterinnen geworden waren.
„Ist es eigentlich üblich, uns so lange warten zu lassen?“ Yaten ließ sich neben Seiya auf das viel zu weiche Sofa fallen und stützte den Kopf auf die Hände. Wenigstens Zeitschriften hätte man ihnen hinlegen können, auch wenn sie sich dann vielleicht eher wie im Wartezimmer beim Arzt vorgekommen wäre. Aber nein, auf dem zierlichen Tischchen standen nur eine Schale mit Keksen und Getränke. Keiner von ihnen hatte sie angerührt.
Taiki, weil sie das überzuckerte Zeug nicht mochte, Yaten weil sie hier schon aus Prinzip nichts essen würde und Seiya weil sie sich ganz sicher übergeben würde, wenn sie nur irgendetwas zu sich nahm. Prüfend sah Yaten ihre Schwester an. Die war erschreckend grün im Gesicht geworden. „Seiya?“
„Mir geht’s gut!“
„Du siehst aber nicht so aus.“
„Das ist nur die schlechte Luft.“
Taiki sah zum geöffneten Fenster, durch das eine warme Sommerbrise hereinwehte. Irgendwie war die Erde zu einem Kitschfilm mutiert, nachdem Usagi Königin geworden war.
„Wir gehen etwas an die frische Luft“, beschloss Yaten. Seiya schien den offenen Himmer über sich und etwas Bewegung wirklich zu brauchen. „Taiki, bleibst du hier, falls sich die Königin bequemt, uns zu empfangen?“
„Schaffst du das alleine?“ Der zweifelnde Blick der Ältesten in der Runde sprach Bände und sorgte schon deswegen dafür, dass Yaten nickte. „Klar. Seiya wird uns wohl hoffentlich nicht blamieren, indem sie einfach umkippt...“ Die Betonung lag auf 'hoffentlich'.
„Werd ich auch mal gefragt?“, mischte sich Seiya an und Yaten und Taiki antworteten Unisono: „Nein." "Du bist nicht zurechnungsfähig.“
„Na hört mal!“
Sie wollte offenbar aufspringen, aber gerade jetzt öffnete sich die Tür und Sailor Merkur trat ein. Überrascht hielt sie inne, starrte ein paar Sekunden und verschwand wieder, während Seiya unelegant auf ihren Platz zurückfiel.
Die drei sahen sich an. Was war das denn jetzt gewesen?
Sie mussten ungefähr eine Minute warten, bis die Tür wieder aufging, eher aufflog, und ein in weiße Seide gekleidetes Etwas Seiya um den Hals fiel.
„Man hat mir nicht gesagt, das ihr es seid! Euch hätte ich nie so lange warten lassen! Warum habt ihr mir nicht Bescheid gesagt, dass Kakyuu euch schickt?“
„Welche Frage sollen wir zuerst beantworten?“, fragte Yaten etwas genervt. Seiya dagegen machte eher den Eindruck, das sie sich im siebten Himmel wähnte. Kein Wunder.
„Was hast du denn erwartet, wer kommt, Schätzchen?“, fragte sie schließlich, während Yaten sich eher ignoriert vorkam.
Serenity ließ Seiya los und lächelte. „Ich habe dich vermisst, Seiya... kommt, ich stelle euch meine kleine Lady vor!“ Nun strahlte sie übers ganze Gesicht.
Yaten hoffte eher, dass sie dem armen Kind einen vernünftigen Namen gegeben hatte. Und dass Seiya sich nicht wieder irgendwelche Hoffnungen machte, die ihr nur wieder das Herz brechen würden.
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