Team: Dickinson
Autor: Jenchan
Titel: Das Interview
Challenge: Romantik/Intimität - Blicke (für mich)
Fandom: *gasp* 50 shades of grey
Charaktere: Christian und Ana
Wörter: ~1630
Warnings: unbetaed, nicht Korrektur gelesen
Disclaimer: EL James hats erfunden - ich habs nur verbessert - einigermaßen - hoff ich.
Kommentar: Oh Gott! Ich habs getan! Ich bin... schrecklich!!!11elf
Schon seit ich den ersten Teil begonnen habe, steht in mir der Drang, es neu zu schreiben. Es logischer zu machen als es ist. Heute morgen ist es dann passiert... ich bin aufgewacht und MUSSTE es schreiben. Es hat mich einfach nicht losgelassen und ich habe alle angefaucht, die mich gestört haben. Obs besser ist, weiß ich nicht. Obs gilt? Keine Ahnung. Aber das ist halt, was mir zu der Challenge eingefallen ist.
Btw - Weltherrschaft Nr. 2 für mich ^.~
Das Interview
Im Grunde ist es ein ganz normaler Arbeitstag. Der Terminkalender ist voll und ich bin im normalen Maß gestresst. Das lasse ich mir natürlich nicht ansehen, denn als junger Leiter eines großen Konzerns muss man einfach ein stahlhartes Auftreten haben. Das kann manchmal recht anstrengend sein, besonders wenn ich schon eine Weile nicht mehr richtig Frust abbauen konnte.
In meinem Büro sitzt gerade ein Geschäftspartner und wir sprechen eigentlich über recht belangloses. Die Projektdetails machen sich andere aus und unser Treffen dient einzig und allein der Festigung der Geschäftsbindung. Ohne sozialen Kontakt zu den Leuten, die für einen Gewinn bringen sollen, gibt es auch keinen großen Gewinn. Ich wäre nicht so erfolgreich, wenn ich mich nicht an ein paar sehr fundamentale Regeln halten würde.
Leise klopft meine Sekretärin und betritt das Büro. Die Unterbrechung tut auf gewisse Weise gut, da sie mich daran erinnert, dass der nächste Termin näher rückt. In dem Fall saß er bereits im Warteraum meines Stockwerks.
Ich verabschiede mich von dem dunkelhäutigen Mann, der mich beim Hinausgehen noch daran erinnerte, dass wir zum Golfspielen verabredet waren. Etwas, dass ich nie verstehen werde. Warum musste man, wenn man Reich war und mit anderen Geschäfte machen wollte, Golfspielen können? Aber ich habe es gelernt und ich kann es und es ist eine unumstößliche Tatsache, dass ich die größten und lukrativsten Aufträge am Golfplatz geschlossen hatte.
Also werde ich wieder spielen gehen.
Die Türe ließ ich einen Spalt offen, auch um meiner Sekretärin anzuzeigen, dass sie den nächsten Termin reinschicken konnte. Miss Kavanagh war in den letzten Monaten so penetrant gewesen, dass ich schließlich nachgegeben habe. Dieser Termin findet eigentlich in der zehnminütigen Pause statt, die ich mir gelegentlich zwischen meinen Terminen einräume.
Für eine Studentenzeitung musste das auch wirklich reichen. Es ist für mich schon großzügig genug gewesen, diesem Interview überhaupt zuzustimmen.
Allerdings bin ich etwas erstaunt, als mir eine junge Dame regelrecht vor die Füße fliegt. So schusselig hat Miss Kavanagh eigentlich nicht geklungen, als sie wöchentlich und letztlich fast täglich in der PR-Abteilung angerufen hatte und es immer schwieriger geworden war, sie abzuwimmeln.
Ich trete auf die Dame, die nun auf allen Vieren auf meinem Teppichboden kniet, zu und reiche ihr eine Hand. "Miss Kavanagh. Ich bin Christian Grey. Ist alles in Ordnung? Möchten Sie sich setzen?"
Mit einer so hochnervösen Reaktion habe ich allerdings nicht gerechnet. Als die Miss Kavanagh aufgestanden war und sich schnell imaginären Staub von der Kleidung putzte - ich sollte eigentlich beleidigt sein - starrt sich mich regelrecht überrascht an.
Dann beginnt sie rot zu werden und zu stottern. Ich warte ab und schließlich bringt sie doch heraus: "Miss Kavanagh konnte heute leider nicht kommen und bat mich an ihrer Stelle zu übernehmen. Ich hoffe, das ist in Ordnung für Sie, Mr. Grey."
Interessant. Meine Sekretärin hätte mich zumindest darüber in Kenntnis setzen können, dass nicht Miss Kavangh in mein Büro kommt. Da die Rezeption eine Besucherkarte ausgestellt hat, muss sie es gewusst haben. Wenn ich eines nicht mag, dann ist es als dumm dazustehen. Aber darum werde ich mich nachher noch kümmern.
"Und Sie sind?", hake ich nach, als die Dame keine Anstalten machte, sich vorzustellen. Ich frage mich, was sich Miss Kavanagh dabei gedacht hatte, eine derart inkompetente Person zu schicken. Daran erkannte man Amateure.
Natürlich bleibe ich höflich, aber ich wende den Blick auch nicht mehr von dieser jungen Frau ab. Irgendwas hat sie an sich, das mein Interesse weckt. Wahrscheinlich pure Neugier, was eine so offensichtlich inkompetente Person dazu bewogen haben mochte, sich derartig selbst zu überschätzen und mit mir ein Interview zu machen. Vielleicht werden so die nächsten zehn Minuten doch etwas entspannter als ich erst vermutet hatte.
"Anastasia Steele. Ich studiere Englische Literatur mit Kate... äh, Kathrine... ich meine, Miss Kavanagh auf der Washington State", bekomme ich meine Antwort und es fällt mir schwer, nicht zu grinsen.
Irgendwie war es ja fast ein wenig niedlich wie jungfräulich sich diese Person anstellt und scheinbar nicht weiß, ob sie mich jetzt bewundern anhimmeln soll oder im Boden versinken.
"Verstehe", antworte ich immer noch höflich und deute auf eine L-förmige Sitzecke. "Möchten Sie sich setzen?"
Erneut werde ich ignoriert, als sich Miss Steele in meinem Büro umsieht und schließlich bewundernd an den Gemälden hängen bleibt. Dann eben Smalltalk zuerst, wobei ich mich wirklich frage, wie sie soviel Zeit vertrödeln kann. Eigentlich sollte ich sie ja daran erinnern, dass sie nicht zuviel Zeit hatte, aber irgendwie beginnt mir das Ganze doch ein wenig Spaß zu machen.
Anastasia Steele war auf eine gewisse Art und Weise ziemlich faszinierend.
"Die sind von einem lokalen Künstler, Trouton", erkläre ich ihr und bekomme ihre Meinung zu hören, die meiner ansich recht ähnlich ist.
"Da stimme ich ihnen zu", meinte ich in einem gedämpften Tonfall und ergötze mich daran, wie sie wieder rot anläuft. Schüchternes kleines Ding, wie konnte deine Studienkollegin dir das nur antun?
Endlich setzen wir uns, obgleich Miss Steele mich wieder regelrecht anstarrt. Sag bloß, sie hat sich jetzt schon in mich verkuckt? Ganz schlecht sah sie ja nicht aus, aber eigentlich ist sie nicht mein Typ. Sie ist zu schlank und etwas sehr tollpatisch.
"Entschuldigen Sie, ich bin das nicht gewöhnt", meint sie schließlich nervös zu mir und ich schüttele leicht den Kopf. Ich beobachte sie recht interessiert, weil es etwas unbeschreiblich faszinierendes hat, wie schusselig eine Person sein kann.
"Nehmen Sie sich alle Zeit, die sie brauchen." Zehn Minuten können schnell vergehen und so erpicht darauf, Fragen zu beantworten bin ich ohnehin nicht. So inkompetent wie Miss Steele sich verhält, ist es sicher nicht so schwer, den Spieß auch mal umzudrehen. Umso weniger ich beantworten muss, desto angenehmer ist es mir.
Da kommt es mir nur zu Gute, dass ich sie offensichtlich einfach nur die ganze Zeit ansehen muss, um sie noch nervöser zu machen. Sie baut einen kleinen Recorder auf und fragt mich schließlich: "Ist es Ihnen Recht, wenn ich die Antworten aufzeichne?"
Irgendwie falschrum, Kleine. "Das fragen Sie mich jetzt, nachdem sie sich schon die Mühe gemacht haben, ihn aufzustellen?" Das amüsiert mich. Aber natürlich habe ich nichts dagegen und das Interview kann beginnen.
Nur dass ich gleich feststellen muss, dass sie gar keine Ahnung hat, worum es überhaupt gehen soll. Hat Miss Kavanagh ihr so gar nichts gesagt? Miststück. Irgendwie kann mir Miss Steele ja leid tun. Da hat sie ihre Freundin wohl einfach ins kalte Wasser geworfen.
Da war es ja wirklich ein Wunder, dass diese junge Studentin überhaupt irgendetwas zustande brachte. Irgendwie mutig, dass sie sich das antut.
Mein Interesse wächst in den nächsten Minuten drastisch. Miss Steele bemüht sich wirklich das Interview gut über die Bühne zu bringen und ich muss gestehen, ich bin ein wenig fies. Immer wieder sage oder tu ich etwas, um sie aus der Bahn zu werfen. Sie flammt jedes Mal auf, wie eine reife Tomate und ich finde Gefallen daran, ihr seltsame Reaktionen zu entlocken.
Ich habe schon festgestellt, dass sie mich attraktiv findet und sie keine Ahnung davon hat, wer vor ihr sitzt. Das macht es umso spannender und ohne mich wirklich aufhalten zu können, beginne ich mit ihr zu flirten. Weil ich es kann und weil ihre Reaktionen herzallerliebst waren.
Es war eigenartig, weil ich mich eigentlich nicht für andere Menschen interessiere, aber mitunter liegt es an der ganzen Situation. Unter Druck gesetzt, kommt sie doch mit ein paar sehr interessanten Erwiderungen um die Ecke. Scheinbar lässt sie sich sehr leicht von Oberflächlichkeiten blenden.
Sie findet, ich sehe toll aus, aber mit einigen Antworten zu meiner Person ist sie ganz und gar nicht zufrieden. Sie ist so einfach zu lesen, wie ein Kinderbuch und wäre es nicht der fast schon patzig-pikierten Antworten wegen, ich hätte sie wahrscheinlich sterbenslangweilig gefunden.
"Sind Sie schwul, Mr. Grey?", fragt sie mich plötzlich und erschrickt sichtlich über die eigene Frage. Ich kann nur lachen und den Kopf schütteln, bevor ich sie intensiver ansehe. "Nein, Anastasia, bin ich nicht", sage ich in einem eindeutigen Tonfall und in mir entsteht der Entschluss, dass ich versuchen werde, diese Person zu meinem nächsten Sexpartner zu machen. Es war mal etwas anderes, keinen Profi zu engagieren und vielleicht wurde es dadurch wieder etwas aufregender.
"Entschuldigen Sie, das steht da auf dem Fragenkatalog", rechtfertigt sie sich sofort und schlug sich innerlich offenbar selbst. Alles kein Thema, kleine Missi. Du hast genau die richtigen Fragen gestellt, du deine Angel auszuwerfen, ob du willst oder nicht.
"Das sind nicht Ihre Fragen?", starte ich nun einen Angriff, um etwas mehr von dieser Person zu erfahren und es ist wirklich erstaunlich wie leicht es ist, den Spieß umzudrehen. Sie ist eigentlich perfekt für das, was ich alles mit ihr tun möchte. Nur etwas mehr essen muss sie, sonst würde sie das wohl nicht lange durchhalten.
Aber alles zu seiner Zeit. Zuerst frage ich sie ein bisschen aus, aber schließlich werden wir von Andrea unterbrochen. Meine Sekretärin entschuldigt sich und erinnert mich daran, dass mein nächster Termin in zwei Minuten ist. Diesmal bin ich über die Störung nicht begeistert und fahre sie unwirsch an: "Wir sind hier noch nicht fertig. Sagen Sie das Meeting ab."
Natürlich gehorcht mir meine Sekretärin und nun etwas aufgekratzter, werde ich auch etwas direkter.
"Wo waren wir, Miss Steele?", wende ich mich ihr wieder zu und sie wehrt ab.
"Ich möchte Sie wirklich nicht aufhalten", sträubt sie sich, aber mir ist das eigentlich egal. Sie hat mein Interesse geweckt, jetzt muss sie auch bleiben.
"Ich möchte mehr über Sie erfahren. Das ist doch nur fair, finden Sie nicht?" Immerhin hat sie mir ja auch allerhand persönliche Fragen gestellt und so wie meinen Mund anstarrt, ist es ja wohl offensichtlich, dass sie gegen etwas mehr Nähe nicht abgeneigt wäre. Es wird zwar eine Herausforderung werden, aber bisher hat sich mir noch nie jemand entzogen. Nicht seit ich so erfolgreich wurde.
Liebe Mods? Ich möchte das nicht taggen >.< (muss wirklich nicht sein, dass es zu 50 shades n tag gibt)
Autor: Jenchan
Titel: Das Interview
Challenge: Romantik/Intimität - Blicke (für mich)
Fandom: *gasp* 50 shades of grey
Charaktere: Christian und Ana
Wörter: ~1630
Warnings: unbetaed, nicht Korrektur gelesen
Disclaimer: EL James hats erfunden - ich habs nur verbessert - einigermaßen - hoff ich.
Kommentar: Oh Gott! Ich habs getan! Ich bin... schrecklich!!!11elf
Schon seit ich den ersten Teil begonnen habe, steht in mir der Drang, es neu zu schreiben. Es logischer zu machen als es ist. Heute morgen ist es dann passiert... ich bin aufgewacht und MUSSTE es schreiben. Es hat mich einfach nicht losgelassen und ich habe alle angefaucht, die mich gestört haben. Obs besser ist, weiß ich nicht. Obs gilt? Keine Ahnung. Aber das ist halt, was mir zu der Challenge eingefallen ist.
Btw - Weltherrschaft Nr. 2 für mich ^.~
Das Interview
Im Grunde ist es ein ganz normaler Arbeitstag. Der Terminkalender ist voll und ich bin im normalen Maß gestresst. Das lasse ich mir natürlich nicht ansehen, denn als junger Leiter eines großen Konzerns muss man einfach ein stahlhartes Auftreten haben. Das kann manchmal recht anstrengend sein, besonders wenn ich schon eine Weile nicht mehr richtig Frust abbauen konnte.
In meinem Büro sitzt gerade ein Geschäftspartner und wir sprechen eigentlich über recht belangloses. Die Projektdetails machen sich andere aus und unser Treffen dient einzig und allein der Festigung der Geschäftsbindung. Ohne sozialen Kontakt zu den Leuten, die für einen Gewinn bringen sollen, gibt es auch keinen großen Gewinn. Ich wäre nicht so erfolgreich, wenn ich mich nicht an ein paar sehr fundamentale Regeln halten würde.
Leise klopft meine Sekretärin und betritt das Büro. Die Unterbrechung tut auf gewisse Weise gut, da sie mich daran erinnert, dass der nächste Termin näher rückt. In dem Fall saß er bereits im Warteraum meines Stockwerks.
Ich verabschiede mich von dem dunkelhäutigen Mann, der mich beim Hinausgehen noch daran erinnerte, dass wir zum Golfspielen verabredet waren. Etwas, dass ich nie verstehen werde. Warum musste man, wenn man Reich war und mit anderen Geschäfte machen wollte, Golfspielen können? Aber ich habe es gelernt und ich kann es und es ist eine unumstößliche Tatsache, dass ich die größten und lukrativsten Aufträge am Golfplatz geschlossen hatte.
Also werde ich wieder spielen gehen.
Die Türe ließ ich einen Spalt offen, auch um meiner Sekretärin anzuzeigen, dass sie den nächsten Termin reinschicken konnte. Miss Kavanagh war in den letzten Monaten so penetrant gewesen, dass ich schließlich nachgegeben habe. Dieser Termin findet eigentlich in der zehnminütigen Pause statt, die ich mir gelegentlich zwischen meinen Terminen einräume.
Für eine Studentenzeitung musste das auch wirklich reichen. Es ist für mich schon großzügig genug gewesen, diesem Interview überhaupt zuzustimmen.
Allerdings bin ich etwas erstaunt, als mir eine junge Dame regelrecht vor die Füße fliegt. So schusselig hat Miss Kavanagh eigentlich nicht geklungen, als sie wöchentlich und letztlich fast täglich in der PR-Abteilung angerufen hatte und es immer schwieriger geworden war, sie abzuwimmeln.
Ich trete auf die Dame, die nun auf allen Vieren auf meinem Teppichboden kniet, zu und reiche ihr eine Hand. "Miss Kavanagh. Ich bin Christian Grey. Ist alles in Ordnung? Möchten Sie sich setzen?"
Mit einer so hochnervösen Reaktion habe ich allerdings nicht gerechnet. Als die Miss Kavanagh aufgestanden war und sich schnell imaginären Staub von der Kleidung putzte - ich sollte eigentlich beleidigt sein - starrt sich mich regelrecht überrascht an.
Dann beginnt sie rot zu werden und zu stottern. Ich warte ab und schließlich bringt sie doch heraus: "Miss Kavanagh konnte heute leider nicht kommen und bat mich an ihrer Stelle zu übernehmen. Ich hoffe, das ist in Ordnung für Sie, Mr. Grey."
Interessant. Meine Sekretärin hätte mich zumindest darüber in Kenntnis setzen können, dass nicht Miss Kavangh in mein Büro kommt. Da die Rezeption eine Besucherkarte ausgestellt hat, muss sie es gewusst haben. Wenn ich eines nicht mag, dann ist es als dumm dazustehen. Aber darum werde ich mich nachher noch kümmern.
"Und Sie sind?", hake ich nach, als die Dame keine Anstalten machte, sich vorzustellen. Ich frage mich, was sich Miss Kavanagh dabei gedacht hatte, eine derart inkompetente Person zu schicken. Daran erkannte man Amateure.
Natürlich bleibe ich höflich, aber ich wende den Blick auch nicht mehr von dieser jungen Frau ab. Irgendwas hat sie an sich, das mein Interesse weckt. Wahrscheinlich pure Neugier, was eine so offensichtlich inkompetente Person dazu bewogen haben mochte, sich derartig selbst zu überschätzen und mit mir ein Interview zu machen. Vielleicht werden so die nächsten zehn Minuten doch etwas entspannter als ich erst vermutet hatte.
"Anastasia Steele. Ich studiere Englische Literatur mit Kate... äh, Kathrine... ich meine, Miss Kavanagh auf der Washington State", bekomme ich meine Antwort und es fällt mir schwer, nicht zu grinsen.
Irgendwie war es ja fast ein wenig niedlich wie jungfräulich sich diese Person anstellt und scheinbar nicht weiß, ob sie mich jetzt bewundern anhimmeln soll oder im Boden versinken.
"Verstehe", antworte ich immer noch höflich und deute auf eine L-förmige Sitzecke. "Möchten Sie sich setzen?"
Erneut werde ich ignoriert, als sich Miss Steele in meinem Büro umsieht und schließlich bewundernd an den Gemälden hängen bleibt. Dann eben Smalltalk zuerst, wobei ich mich wirklich frage, wie sie soviel Zeit vertrödeln kann. Eigentlich sollte ich sie ja daran erinnern, dass sie nicht zuviel Zeit hatte, aber irgendwie beginnt mir das Ganze doch ein wenig Spaß zu machen.
Anastasia Steele war auf eine gewisse Art und Weise ziemlich faszinierend.
"Die sind von einem lokalen Künstler, Trouton", erkläre ich ihr und bekomme ihre Meinung zu hören, die meiner ansich recht ähnlich ist.
"Da stimme ich ihnen zu", meinte ich in einem gedämpften Tonfall und ergötze mich daran, wie sie wieder rot anläuft. Schüchternes kleines Ding, wie konnte deine Studienkollegin dir das nur antun?
Endlich setzen wir uns, obgleich Miss Steele mich wieder regelrecht anstarrt. Sag bloß, sie hat sich jetzt schon in mich verkuckt? Ganz schlecht sah sie ja nicht aus, aber eigentlich ist sie nicht mein Typ. Sie ist zu schlank und etwas sehr tollpatisch.
"Entschuldigen Sie, ich bin das nicht gewöhnt", meint sie schließlich nervös zu mir und ich schüttele leicht den Kopf. Ich beobachte sie recht interessiert, weil es etwas unbeschreiblich faszinierendes hat, wie schusselig eine Person sein kann.
"Nehmen Sie sich alle Zeit, die sie brauchen." Zehn Minuten können schnell vergehen und so erpicht darauf, Fragen zu beantworten bin ich ohnehin nicht. So inkompetent wie Miss Steele sich verhält, ist es sicher nicht so schwer, den Spieß auch mal umzudrehen. Umso weniger ich beantworten muss, desto angenehmer ist es mir.
Da kommt es mir nur zu Gute, dass ich sie offensichtlich einfach nur die ganze Zeit ansehen muss, um sie noch nervöser zu machen. Sie baut einen kleinen Recorder auf und fragt mich schließlich: "Ist es Ihnen Recht, wenn ich die Antworten aufzeichne?"
Irgendwie falschrum, Kleine. "Das fragen Sie mich jetzt, nachdem sie sich schon die Mühe gemacht haben, ihn aufzustellen?" Das amüsiert mich. Aber natürlich habe ich nichts dagegen und das Interview kann beginnen.
Nur dass ich gleich feststellen muss, dass sie gar keine Ahnung hat, worum es überhaupt gehen soll. Hat Miss Kavanagh ihr so gar nichts gesagt? Miststück. Irgendwie kann mir Miss Steele ja leid tun. Da hat sie ihre Freundin wohl einfach ins kalte Wasser geworfen.
Da war es ja wirklich ein Wunder, dass diese junge Studentin überhaupt irgendetwas zustande brachte. Irgendwie mutig, dass sie sich das antut.
Mein Interesse wächst in den nächsten Minuten drastisch. Miss Steele bemüht sich wirklich das Interview gut über die Bühne zu bringen und ich muss gestehen, ich bin ein wenig fies. Immer wieder sage oder tu ich etwas, um sie aus der Bahn zu werfen. Sie flammt jedes Mal auf, wie eine reife Tomate und ich finde Gefallen daran, ihr seltsame Reaktionen zu entlocken.
Ich habe schon festgestellt, dass sie mich attraktiv findet und sie keine Ahnung davon hat, wer vor ihr sitzt. Das macht es umso spannender und ohne mich wirklich aufhalten zu können, beginne ich mit ihr zu flirten. Weil ich es kann und weil ihre Reaktionen herzallerliebst waren.
Es war eigenartig, weil ich mich eigentlich nicht für andere Menschen interessiere, aber mitunter liegt es an der ganzen Situation. Unter Druck gesetzt, kommt sie doch mit ein paar sehr interessanten Erwiderungen um die Ecke. Scheinbar lässt sie sich sehr leicht von Oberflächlichkeiten blenden.
Sie findet, ich sehe toll aus, aber mit einigen Antworten zu meiner Person ist sie ganz und gar nicht zufrieden. Sie ist so einfach zu lesen, wie ein Kinderbuch und wäre es nicht der fast schon patzig-pikierten Antworten wegen, ich hätte sie wahrscheinlich sterbenslangweilig gefunden.
"Sind Sie schwul, Mr. Grey?", fragt sie mich plötzlich und erschrickt sichtlich über die eigene Frage. Ich kann nur lachen und den Kopf schütteln, bevor ich sie intensiver ansehe. "Nein, Anastasia, bin ich nicht", sage ich in einem eindeutigen Tonfall und in mir entsteht der Entschluss, dass ich versuchen werde, diese Person zu meinem nächsten Sexpartner zu machen. Es war mal etwas anderes, keinen Profi zu engagieren und vielleicht wurde es dadurch wieder etwas aufregender.
"Entschuldigen Sie, das steht da auf dem Fragenkatalog", rechtfertigt sie sich sofort und schlug sich innerlich offenbar selbst. Alles kein Thema, kleine Missi. Du hast genau die richtigen Fragen gestellt, du deine Angel auszuwerfen, ob du willst oder nicht.
"Das sind nicht Ihre Fragen?", starte ich nun einen Angriff, um etwas mehr von dieser Person zu erfahren und es ist wirklich erstaunlich wie leicht es ist, den Spieß umzudrehen. Sie ist eigentlich perfekt für das, was ich alles mit ihr tun möchte. Nur etwas mehr essen muss sie, sonst würde sie das wohl nicht lange durchhalten.
Aber alles zu seiner Zeit. Zuerst frage ich sie ein bisschen aus, aber schließlich werden wir von Andrea unterbrochen. Meine Sekretärin entschuldigt sich und erinnert mich daran, dass mein nächster Termin in zwei Minuten ist. Diesmal bin ich über die Störung nicht begeistert und fahre sie unwirsch an: "Wir sind hier noch nicht fertig. Sagen Sie das Meeting ab."
Natürlich gehorcht mir meine Sekretärin und nun etwas aufgekratzter, werde ich auch etwas direkter.
"Wo waren wir, Miss Steele?", wende ich mich ihr wieder zu und sie wehrt ab.
"Ich möchte Sie wirklich nicht aufhalten", sträubt sie sich, aber mir ist das eigentlich egal. Sie hat mein Interesse geweckt, jetzt muss sie auch bleiben.
"Ich möchte mehr über Sie erfahren. Das ist doch nur fair, finden Sie nicht?" Immerhin hat sie mir ja auch allerhand persönliche Fragen gestellt und so wie meinen Mund anstarrt, ist es ja wohl offensichtlich, dass sie gegen etwas mehr Nähe nicht abgeneigt wäre. Es wird zwar eine Herausforderung werden, aber bisher hat sich mir noch nie jemand entzogen. Nicht seit ich so erfolgreich wurde.
Liebe Mods? Ich möchte das nicht taggen >.< (muss wirklich nicht sein, dass es zu 50 shades n tag gibt)
no subject
Date: 2012-08-27 03:16 pm (UTC)no subject
Date: 2012-08-28 10:36 pm (UTC)(sorry, ich bin derzeit nicht wirklich viel online!)
Ich bin wirklich kein Ordnungsfanatiker, aber es wäre mir schon wichtig, dass die FF getaggt wird. Immerhin hast du sie geschrieben und sie ist eindeutig zu 50 shades zugehörig. Ich hab dir den tag angelegt (50_shades_of_grey), damit kannst du also nachtaggen.
no subject
Date: 2012-08-29 03:48 pm (UTC)