Hundefrisör!
Aug. 25th, 2012 09:25 pmTeam: Novalis
Challenge: AU - Hundefrisör (Team)
Fandom: Buffy the Vampire Slayer
Wörter: ~700
Anmerkung: Wo ich jetzt wieder Sailor Moon schaue fiel mir auf: Sailor Moon ist irgendwie das gleiche wie Buffy. Nur ganz anders. Und mit Giles als Katze.
Mit Giles als Katze...
(PS: Buffy auf deutsch fühlt sich ganz, ganz falsch an, aber irgendwie konnte ich die Worte auf Englisch nicht zum fließen kriegen...)
Sie hätte im Bett bleiben sollen. Buffy wusste es. Wusste es in dem Augenblick als sie den Aufschrei ihrer Mutter hörte, das klirren von Porzellan und bald darauf ihren Namen.
„Da ist wieder dieser Kater!“, rief ihre Mutter. Als hätte Buffy diesen Kater freiwillig in ihr Leben eingeladen. Als hätte sie darum gebettelt ihn als ständigen Besucher in ihrem neuen Zuhause begrüßen zu müssen.
„Schau dir an, was er mit den Vorhängen angestellt hat...“
Begrüßte ihre Mutter sie. Mit einem Handfeger in den Händen kniete sie in der Mitte des Wohnzimmers und fegte die kläglichen Überreste einer Vase zusammen, die ganz bestimmt eigentlich für irgendeine Ausstellung gedacht war.
„Vielleicht sollten wir ihn Ripper nennen“, schlug sie vor.
„Er heißt Giles“, antwortet Buffy trocken. Mit verschränkten Armen blieb sie im Türrahmen stehen und hielt nach dem Kater Ausschau. Der konnte sich auf was gefasst machen.
„Ach, du kennst also die Leute, zu denen er gehört?“
„Ich weiß, wer sie sind.“
Oder, jedenfalls, wissen sie wer ich bin, fügte sie in Gedanken hinzu.
„Giles...“, ihre Mutter ließ die Scherben nachdenklich auf ihrem Kehrblech hin und her rutschen.
„Seltsamer Name für einen Kater.“
„Na, es ist ja auch ein seltsamer Kater...“, und eine verschwundener dazu.
„Weißt du, wo er hin ist?“, fragte sie mit dem größten Bemühen so zu klingen, als würde es sie nicht im geringsten interessieren.
„Draußen, glaube ich. Ich muss ihm einen ziemlichen Schreck eingejagt haben... armes Ding.“
„Er hat es ganz bestimmt verdient...“
Buffy schloss die Terrassentür, versicherte sich mit einem Blick durchs Fenster, dass ihre Mutter ihr auch ganz sicher keine Aufmerksamkeit mehr schenkte, und beugte sich dann zu dem plumpen, braun-getigerten Kater hinunter.
„Was hab ich dir über Hausbesuche gesagt?“, zischte sie.
Giles blinzelte so gelangweilt, wie nur Katzen blinzeln können.
„Es handelt sich um eine Sache von großer Dringlichkeit“, teilte er ihr mit.
„Erwartest du von mir, dass ich hier draußen sitze – in der Hoffnung, dass es dir zufällig in den Sinn kommt die Blumen zu gießen?“
Buffy überlegte einen Moment und kam zu dem Entschluss, dass sie ihr Gesicht außer Reichweite seiner Krallen bringen würde, ehe sie antwortete:
„Ja. Immerhin bin ich die Jägerin. Also sollte ich auch bestimmen können, wann ich – AUA!“
Sie wollte ihn treten, sie hätte ihn getreten, aber da war er schon von der Terrasse und zum Gartentor hinaus gesprungen. Buffy rannte ihm nach.
„Also – Sache großer Dringlichkeit ist was?“
Aber sie sah nur noch seinen Schwanz um die nächste Straßenecke verschwinden.
Als Buffy nach Sunnydale gekommen war, hatte sie sich eingebildet hier ein normales Leben führen zu können. Und wenn nicht, dann doch wenigstens bei ihren Mitschülern als „normal“ zu gelten. Sonntagmorgens im Schlafanzug einer Katze durch die Fußgängerzone hinterher zu rennen würde ihr diesbezüglich sicherlich nicht helfen. (Die Notwendigkeit seine Kleidung an seine Umwelt anzupassen schien, auch für einen hochintelligenten Kater mit der Gabe menschlicher Sprache, schwer verständlich zu sein.)
„DA“
Vor einem großen Schaufenster blieben sie stehen.
„Ja und?“, Buffy versuchte irgendetwas bösartiges zu erkennen. Alles was sie sehen konnte war der überdimensional große Scherenschnitt eines Pudels. Ein bunter Zettel in der Tür verkündete die feierliche Eröffnung des Ladens am kommenden Montag.
„Ein Hundefrisör“, stellte Buffy fest.
Sie kniff ihre Augen zusammen um vielleicht etwas unentdeckbares zu entdecken.
„Ein Dämonischer Hundefrisör?“, fragte sie während sie ihre Nase gegen die Glasscheibe presste um Einblick in das Ladeninnere zu erhalten.
Giles schwieg.
„Ein Hundedämonenfrisör?“
Da war nichts dämonisches, nichts gruseliges, nichts das seltsamer war als die Vorstellung einen Hund zum Frisör zu schleppen.
„Ein Hundefrisör-Dämon?“
Giles schwieg.
„Ein Dämonischer – nein, den hatte ich schon. Also, was jetzt?“
Giles schwieg.
„Es ist einfach nur ein Hundefrisör, oder?“
„Das klingt schon dämonisch genug, wenn du mich fragst“, antwortete Giles mit der ganzen Autorität eines Wächters.
„Wenn es einen Hundefrisör in Sunnydale gibt, wird es bald auch mehr Hunde geben!“
„Tut mir leid, ich sehe da nichts dämonisches.“
„Aber...“
Buffy hörte ihm nicht mehr zu. Unter den verwirrten Blicken eines Obdachlosen, der wohl die ganze Szene beobachtet haben musste, machte sie sich auf den Heimweg.
Sie hatte geglaubt eine Krähe als Wächter zu haben wäre schlimm gewesen. Retrospektiv wirkte es gar nicht so fürchterlich.
Challenge: AU - Hundefrisör (Team)
Fandom: Buffy the Vampire Slayer
Wörter: ~700
Anmerkung: Wo ich jetzt wieder Sailor Moon schaue fiel mir auf: Sailor Moon ist irgendwie das gleiche wie Buffy. Nur ganz anders. Und mit Giles als Katze.
Mit Giles als Katze...
(PS: Buffy auf deutsch fühlt sich ganz, ganz falsch an, aber irgendwie konnte ich die Worte auf Englisch nicht zum fließen kriegen...)
Sie hätte im Bett bleiben sollen. Buffy wusste es. Wusste es in dem Augenblick als sie den Aufschrei ihrer Mutter hörte, das klirren von Porzellan und bald darauf ihren Namen.
„Da ist wieder dieser Kater!“, rief ihre Mutter. Als hätte Buffy diesen Kater freiwillig in ihr Leben eingeladen. Als hätte sie darum gebettelt ihn als ständigen Besucher in ihrem neuen Zuhause begrüßen zu müssen.
„Schau dir an, was er mit den Vorhängen angestellt hat...“
Begrüßte ihre Mutter sie. Mit einem Handfeger in den Händen kniete sie in der Mitte des Wohnzimmers und fegte die kläglichen Überreste einer Vase zusammen, die ganz bestimmt eigentlich für irgendeine Ausstellung gedacht war.
„Vielleicht sollten wir ihn Ripper nennen“, schlug sie vor.
„Er heißt Giles“, antwortet Buffy trocken. Mit verschränkten Armen blieb sie im Türrahmen stehen und hielt nach dem Kater Ausschau. Der konnte sich auf was gefasst machen.
„Ach, du kennst also die Leute, zu denen er gehört?“
„Ich weiß, wer sie sind.“
Oder, jedenfalls, wissen sie wer ich bin, fügte sie in Gedanken hinzu.
„Giles...“, ihre Mutter ließ die Scherben nachdenklich auf ihrem Kehrblech hin und her rutschen.
„Seltsamer Name für einen Kater.“
„Na, es ist ja auch ein seltsamer Kater...“, und eine verschwundener dazu.
„Weißt du, wo er hin ist?“, fragte sie mit dem größten Bemühen so zu klingen, als würde es sie nicht im geringsten interessieren.
„Draußen, glaube ich. Ich muss ihm einen ziemlichen Schreck eingejagt haben... armes Ding.“
„Er hat es ganz bestimmt verdient...“
Buffy schloss die Terrassentür, versicherte sich mit einem Blick durchs Fenster, dass ihre Mutter ihr auch ganz sicher keine Aufmerksamkeit mehr schenkte, und beugte sich dann zu dem plumpen, braun-getigerten Kater hinunter.
„Was hab ich dir über Hausbesuche gesagt?“, zischte sie.
Giles blinzelte so gelangweilt, wie nur Katzen blinzeln können.
„Es handelt sich um eine Sache von großer Dringlichkeit“, teilte er ihr mit.
„Erwartest du von mir, dass ich hier draußen sitze – in der Hoffnung, dass es dir zufällig in den Sinn kommt die Blumen zu gießen?“
Buffy überlegte einen Moment und kam zu dem Entschluss, dass sie ihr Gesicht außer Reichweite seiner Krallen bringen würde, ehe sie antwortete:
„Ja. Immerhin bin ich die Jägerin. Also sollte ich auch bestimmen können, wann ich – AUA!“
Sie wollte ihn treten, sie hätte ihn getreten, aber da war er schon von der Terrasse und zum Gartentor hinaus gesprungen. Buffy rannte ihm nach.
„Also – Sache großer Dringlichkeit ist was?“
Aber sie sah nur noch seinen Schwanz um die nächste Straßenecke verschwinden.
Als Buffy nach Sunnydale gekommen war, hatte sie sich eingebildet hier ein normales Leben führen zu können. Und wenn nicht, dann doch wenigstens bei ihren Mitschülern als „normal“ zu gelten. Sonntagmorgens im Schlafanzug einer Katze durch die Fußgängerzone hinterher zu rennen würde ihr diesbezüglich sicherlich nicht helfen. (Die Notwendigkeit seine Kleidung an seine Umwelt anzupassen schien, auch für einen hochintelligenten Kater mit der Gabe menschlicher Sprache, schwer verständlich zu sein.)
„DA“
Vor einem großen Schaufenster blieben sie stehen.
„Ja und?“, Buffy versuchte irgendetwas bösartiges zu erkennen. Alles was sie sehen konnte war der überdimensional große Scherenschnitt eines Pudels. Ein bunter Zettel in der Tür verkündete die feierliche Eröffnung des Ladens am kommenden Montag.
„Ein Hundefrisör“, stellte Buffy fest.
Sie kniff ihre Augen zusammen um vielleicht etwas unentdeckbares zu entdecken.
„Ein Dämonischer Hundefrisör?“, fragte sie während sie ihre Nase gegen die Glasscheibe presste um Einblick in das Ladeninnere zu erhalten.
Giles schwieg.
„Ein Hundedämonenfrisör?“
Da war nichts dämonisches, nichts gruseliges, nichts das seltsamer war als die Vorstellung einen Hund zum Frisör zu schleppen.
„Ein Hundefrisör-Dämon?“
Giles schwieg.
„Ein Dämonischer – nein, den hatte ich schon. Also, was jetzt?“
Giles schwieg.
„Es ist einfach nur ein Hundefrisör, oder?“
„Das klingt schon dämonisch genug, wenn du mich fragst“, antwortete Giles mit der ganzen Autorität eines Wächters.
„Wenn es einen Hundefrisör in Sunnydale gibt, wird es bald auch mehr Hunde geben!“
„Tut mir leid, ich sehe da nichts dämonisches.“
„Aber...“
Buffy hörte ihm nicht mehr zu. Unter den verwirrten Blicken eines Obdachlosen, der wohl die ganze Szene beobachtet haben musste, machte sie sich auf den Heimweg.
Sie hatte geglaubt eine Krähe als Wächter zu haben wäre schlimm gewesen. Retrospektiv wirkte es gar nicht so fürchterlich.
no subject
Date: 2012-08-27 03:19 pm (UTC)no subject
Date: 2012-08-28 06:17 pm (UTC)Jetzt wo ich die Fic geschrieben habe ist mir auch wieder seeehr nach einem Buffy-Marathon.