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Team: Dickinson
Autor: Jenchan
Titel: Jump no more
Challenge: AU - Sport (fürs Team)
Fandom: Digimon
Charaktere: Yamato, Taichi
Wörter: ~860
Warnings: unbetaed, nicht Korrektur gelesen
Disclaimer: T-T Ich hab vergessen, wem sie gehören, aber sie gehören nicht mir!

Kommentar: Entstanden aus einem skurilen Traum heraus, der eigentlich Kikumaru, Tezuka und Fuji beinhaltet hatte. Mir ging das dann nicht mehr aus dem Kopf und hab es solange zerdacht, bis das hier rauskam. Ob's ne Fortsetzung geben wird, weiß ich nicht.



Jump no more

"Bitte, Yamato, bring ihn wieder davon ab", hatte Hikari ihn regelrecht angefleht. "Auf uns hört er nicht."
Yamato bezweifelte, dass Taichi auch nur ansatzweise auf ihn hören würde, aber er hatte die kleine Schwester seines besten Freundes auch noch nie so aufgewühlt gesehen. Kein Wunder, nach allem was passiert war. Sie hatten sich alle geschworen, diesen Sport sein zu lassen, weil es zu gefährlich war. Nach diesem katastrophalen Sommercamp, hatten selbst ihre Eltern - abgesehen von seinem Vater - alle erleichtert gewirkt, als sie von selbst verkündet hatten, dass sie den Sport nicht mehr ausüben würden.
Mittlerweile fand er auch gar keinen Reiz mehr darin, sich überhaupt etwas darüber anzusehen. Er hatte heute noch, viele Jahre später, Alpträume davon.
Natürlich hatte er Hikari diese flehende Bitte nicht abgeschlagen. Er hatte ihr aber kein versprechen gegeben, denn er wusste doch genauso gut wie jeder andere, dass Taichi sehr stur war, wenn er sich einmal etwas in den Kopf gesetzt hatte.
Damals doch auch.

Sie waren die Besten gewesen. Deshalb waren sie in dieses Camp überhaupt eingeladen worden. Letztlich hätten sie Japan international in den Kinderbewerben vertreten sollen und das Sommercamp war darauf ausgelegt, den Parcour zu trainieren, denn sie letztlich in derselben oder anderer Art absolvieren sollten.
Letztlich waren viele verletzt worden, weil bei der Sicherheit geschlampt worden war. Ihre kleine Gruppe hatte den Betreuern die Stirn geboten, die auch noch alles vertuschen wollten. Es waren die schlimmsten Wochen seines Lebens gewesen.
Sie hätte auch alle schwer verletzt bis tot sein können, wäre die Sache nicht doch irgendwie zu den Medien durchgesickert. Danach hatten sie sich in der Schule und außerhalb immer wieder getroffen, obwohl sie ganz unterschiedliche Richtungen eingeschlagen hatten.
Sie hatten sich ruhigere Hobbies gesucht und keine ausgefallenen Sportarten mehr gewählt. Sie hatten sehr früh ihre Lektion gelernt, dass Profisport nicht unbedingt das war, was man sich darunter vorstellte.
Er selbst hatte ohnehin nichts darauf gegeben, umjubelt zu werden und hatte es eigentlich auch immer gehasst, wenn die Leute ihn so hochlobten und betüdelten, als wäre er etwas besonderes.
Sein Vater hatte sich nie dafür interessiert, was sein Sohn tat und Yamato hatte bis zu einem gewissen Grad diese ungewöhnliche Freiheit genossen. Bis er feststellen musste, dass das Leben allein eigentlich ziemlich einsam war.

Seine Hände hatte er tief in den Hosentaschen vergraben, als er zu dem Trainingsplatz ging, den Hikaru ihm genannt hatte. Taichi war nicht der einzige, der hier war, aber er fand seinen Besten Freund trotzdem recht schnell zwischen all den anderen Sportlern.
Wohl fühlte er sich hier nicht und er sah sich Taichis waghalsige Sprünge auch mit wachsender Besorgnis an. Eine tiefe Besorgnis, die als Ärger an die Oberfläche blubberte.
Es dauerte nicht lange, da hatte Taichi ihn auch entdeckt und hüpfte mit graziler Leichtigkeit vom Trampolin. "Woah, Yamato, mit dir hab ich ja überhaupt nicht gerechnet."
Diese Begrüßung war die falsche und bevor sich Yamato zurückhalten konnte, hatte er seinem besten Freund auch schon zu Boden geschickt, der sich benommen und verwirrt das Kinn rieb.
Aber er war noch nicht fertig mit Taichi. "Sag einmal spinnst du! Ich weiß ja, dass du nicht gerade der Hellste bist, aber so bescheuert kannst du doch nicht sein! Hast du vergessen, was damals passiert ist?"
Taichi sah verlegen weg und wurde ungewöhnlich ernst. Dann sah er ihn Yamato gleichermaßen verärgert an.
"Nein, ich habs nicht vergessen! Aber das Leben geht weiter, Yamato! Wir sind alt genug und warum sollte ich etwas aufgeben, was mir Spaß macht? Du kannst mir nicht erzählen, dass es dich nie wieder gereizt hat, auf ein Trampolin zu steigen, dass du nicht manchmal an dieses tolle Gefühl denkst, wie es ist, wenn man springt!"
Yamato knirschte mit den Zähnen. "Nein, selbst wenn ich an diesen Sport denke, dann habe ich daran keine guten Erinnerungen. Aber mehr noch bin ich enttäuscht von dir, dass die nicht einen Gedanken daran verlierst, wie WIR uns dabei fühlen, wenn du dein Leben riskierst. Ist dir das wirklich Wert? Wenn ja, sollte dir bewusst werden, dass weder ich noch sonst irgendjemand von uns dir auch nur ansatzweise zusehen werden."

Die Stille, die auf diese Worte folgte, machte den Temperaturen auf den Polen alle Ehre. Sie war so eisig, dass Yamato einen Arm um sich schlang und darauf wartete, dass Taichi reagierte.
Der stand schließlich auf und klopfte sich ein wenig ab. Dann schüttelte er enttäuscht den Kopf und erwiderte: "Echt, das hätte ich jetzt von dir nicht erwartet. Wir sind beste Freunde, eigentlich solltest du zu mir halten."
Yamato schloss die Augen und wandte sich ab. "Dann hast du nichts begriffen, Taichi. Wenn du weitermachst, sind wir keine besten Freunde mehr, so kindisch das auch klingt. Ich kann und werde mir das nicht mitansehen. Du solltest eigentlich wissen, warum." Dann verließ er das Trainingsgelände der Trampolinspringer wieder, ohne den ganzen Geräten auch nur einen Blick zu würdigen.
Er sah auch nicht zurück, obwohl es ziemlich wehtat, Taichi einfach stehen zu lassen. Aber er sah auch keine andere Möglichkeit, seinen besten Freund zur Besinnung zu bringen. Ihm zu zeigen, dass es keine Basis zwischen ihnen gab, wenn er wieder mit Trampolin anfing.
Er hoffte, dass Taichi schnell begriff.



Schlussbemerkung: Die Sportart ist quasi eine Art Extrem-Trampolinspringen und existiert glaub ich gar nicht. Keine Ahnung. Jedenfalls gehts darum, auf Trampoline verschiedene "Kunststücke" vorzuführen und bei der angesprochenen Parcour-Sache darum, dass in verschiedenen Höhen und Entfernungen Trampolins aufgebaut sind und man quasi das Ziel erreichen muss.




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