[identity profile] exiles-diary.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Team: Dickinson
Autor: Jenchan
Titel: Kein Titel - soweit reicht meine Kreativität nicht.
Challenge: Romantik/Intimität - Regen (für mich)
Fandom: Original
Charaktere: Christine und Joshua
Wörter: ~890
Warnings: unbetaed, nicht Korrektur gelesen
Disclaimer: Alles meins.
Continuation: Teil 1 von 2

Kommentar: Der Kampf gegen das KreaTief-Monster geht weiter.




"Komm schon, lass uns rausgehen! Es ist so schönes Wetter!" Christine sah ihren Freund verzweifelt an. Schon gestern hatte er nichts mit ihr unternehmen wollen. Eigentlich war das schon eine ganze Weile der Fall.
Wenn sie recht zurückdachte, konnte sie den Zeitpunkt auf den Tag zurückdatieren, an dem er dieses Onlinespiel begonnen hatte.
Mittlerweile kam sie sich wirklich vernachlässigt vor.
Joshua fluchte und schob sich dann die Kopfhörer von einem Ohr, bevor er Christine einen kurzen Blick zuwarf. "Sorry, ich hab dir grad nicht zugehört. Was wolltest du?"
Sie rümpfte die Nase. "Ich sagte, lass uns rausgehen!" Langsam reichte es ihr wirklich.
"Warum bist du so gereizt?", fragte Joshua, hatte sich aber schon wieder seinem Spiel zugewendet.
"Du fragst das allen ernstes? Wann waren wir denn das letzte Mal gemeinsam weg? Erinnerst du dich noch dran?" Ihre Stimme klang giftig und sie war nun wirklich sauer. "Weißt du was, Josh? Eigentlich hab ich genug. Ich will einen Partner, der auch mal Zeit für mich hat und der mir Zeit, dass ich ihm etwas bedeute." Damit verließ Christine wieder das Zimmer und verschwand in die Küche, um sich ein wenig Proviant zusammen zu schustern. Wenn ihr Freund nicht wollte, dann würde sie eben allein rausgehen.

Josh bekam das gar nicht mit, dass seine Freundin tatsächlich gegangen war, ohne ihn. Er war vertieft ins Spielen und weil das ja dann noch viel einfacher und spaßiger war, telefonierte er mit seinen Freunden und Mitspielern später auch noch über Skype.
Er tat das solange, bis plötzlich alles dunkel war. Im ersten Moment fluchte Joshua natürlich, wie er es gerne tat, aber dann wurde ihm klar, egal wie nervig es auch war, er konnte nichts gegen den Stromausfall machen.
Draußen hatte es zu Regnen und Stürmen begonnen und wie die fetten Tropfen so gegen die Scheibe hämmerten, dachte er an Christine. Die war von ihrem Ausflug noch nicht wieder und in der Stille begann sich etwas zu regen, was er schon lange nicht mehr bewusst wahrgenommen hatte. Er begann sich Sorgen zu machen.
Er suchte sein Handy und wählte ihre Nummer an, während er begann nun immer unruhiger durch die Wohnung zu laufen. Aber Christine würde sicher Unterschlupf gesucht haben, sie war eine sehr schlaue Frau. Und einfach nur wunderbar. Gewiss hätte sie sofort einen Unterstand aufgesucht, als die Wolken aufgezogen waren.

Christine hatte Angst. Sie konnte gar nicht beschreiben, wie unheimlich es ihr war, aber zumindest saß sie im Trockenen. Das hieß nicht, dass sie trocken war, denn das Unwetter war so erschreckend schnell aufgezogen, dass sie es vor dem Wolkenbruch nicht mehr auf den Jägerhochstand geschafft hatte. Sie war also pitschnass und sie fror fürchterlich.
Da war es nur eine bedingte Erleichterung, als ihr Handy geklingelt hatte und Joshua sich völlig besorgt nach ihr erkundigt hatte. Die hatte ihm gesagt, wo sie war, wollte ihn aber noch sagen, dass er nicht kommen brauchte. Bevor sie die Worte allerdings formulieren hatte können, hatte er das schmalzigste und reichlich dämlichste rausgehauen, was sie aus seinem je vernommen hatte: "Halte durch, Baby. Ich rette dich."
Dann hatte er aufgelegt und sie wusste nicht, ob sie lachen oder heulen sollte. Sie fand es ja süß, dass er sich so um sie sorgte, aber deshalb musste er doch nun wirklich nicht bei Regen zu ihr kommen. Die Wege waren sicher schon mehr Matsch als Weg.
Christine zog ihre Beine näher an sich heran und schloss ihre Augen. Sie spürte schon, wie es in ihrer Nase zu kitzeln begann und sie noch heftiger zu frösteln begann. Aber noch war sie davon überzeugt, dass sie nicht krank werden würde.

Joshua beeilte sich, ja er raste regelrecht durch den Wald. Schnell wie der Wind lief er durch den Wald, in dem er so viele Spaziergänge mit seiner Freundin unternommen hatte. Er dachte an die Zeit zurück, während ihn die Sorge antrieb, noch schneller zu werden.
Der matschige Boden machte es nicht einfacher und auch der Regenschirm bildete sein übriges dazu, dass er sich immer wieder aufgehalten fühlte. Dabei wollte er seine Freundin einfach nur schnell abholen und ins Trockene bringen. Vielleicht war ja auch schon der Strom wieder da, wenn sie ankamen und wenn nicht, war das auch nicht so schlimm. Sie konnten sich auch so irgendwie aufwärmen. Ihnen würde gewiss etwas einfallen.
Schließlich fand er den Hochstand, den seine Freundin erwähnt hatte und sah nach oben. Sollte er rufen, oder einfach raufklettern?
Er entschied sich für beides: "Ich bin da, Chrissi-Hasi! Halte durch, ich komme hoch!"
Immer noch den Regenschirm fest in einer Hand haltend, begann er kompliziert die Leiter nach oben zu klettern und ächzte dabei: "Ich hab auch einen Regenschirm mitgebracht.
Das Lachen seiner Freundin, erleichterte und bestürzte ihn gleichermaßen, da er deutlich ihr Zähneklappern hören konnte. "Das seh ich. Ach, Josh. Danke, dass du gekommen bist, auch wenn das wirklich nicht notwendig war."
Josh setzte sich kurz in den Eingang des Hochstandes, spannte den Regenschirm ab und krabbelte dann zu seiner Freundin.
"Du bist ganz nass. Es war gut, dass ich dich holen komme!" Ohne darüber nachzudenken, schloss er sie in die Arme und sie lehnte sich an ihn. Er war warm und weich und im Grunde war dieser Moment gerade wunderschön.

Christine wusste nicht, warum sie plötzlich in Tränen ausbrach und sich an ihren Freund klammerte, aber sie war froh, dass er sie einfach nur festhielt und weinen ließ.




Date: 2012-08-21 05:58 pm (UTC)
servena: (Caroline)
From: [personal profile] servena
Aaaaaaaaw! <3 Sie sind ja niedlich. *puschel* Bei dem Anfang der Geschichte hätte ich nicht gedacht, dass das noch so gut ausgeht. xD

Date: 2012-08-23 09:32 pm (UTC)
der_jemand: (green)
From: [personal profile] der_jemand
Oh wie niedlich. Josh ist putzig. Diese "Oh, Stromausfall. Meine Freundin ist ja so toll."-Anwandlungen und dann heroische Rettungaktionen bei strömendem Regen. Wunderbar.^^

Profile

120_minuten: (Default)
Die Uhr läuft ... jetzt!

Most Popular Tags

January 2026

M T W T F S S
   1 234
567891011
12131415 161718
19202122232425
262728293031 

Style Credit

Powered by Dreamwidth Studios