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Team: Dickinson
Autor: Jenchan
Titel: Unerwiderte Liebe (oder ohne Titel)
Challenge: Romantik/Intimität - Unerwiderte Liebe (für mich)
Fandom: Original
Charaktere: Ich (der Mond)
Wörter: ~470
Warnings: unbetaed, nicht Korrektur gelesen
Disclaimer: Alles meins.

Kommentar: Die Idee kam mir, nachdem ich die P.M. Dokumentation "Die geheimnisvolle Macht des Mondes" gesehen habe. Darin wurde erklärt, dass der Mond durch eine Kollision zwischen der jungen Erde und einem anderen, kleineren Planeten (Theia?? ich hab mir den Namen nicht gemerkt) entstanden ist.



Unerwiderte Liebe

Ich habe genug! Wieso nur, meine Liebste, bist du so grausam zu mir. Ich wollte nichts weiter, als mit dir zu verschmelzen, wie ein frischverliebtes, Liebeshungriges Paar. Du warst es doch zuerst, die mich angezogen hat, mit deiner wunderschön glänzenden orange-rotfarbenen Haut. Selbst deine dunklen Kraterpunkte sahen irgendwie wunderschön aus.
Wir waren jung. Uns hätte das Universum gehören können.
Doch schon beim ersten Kuss hast du mich schändlich zurückgewiesen. Du hast mich angewidert abgestoßen und ich musst die Teile meines Herzens flicken. Wieso nur kannst du nicht verstehen, wie tief ich für dich empfinde. Meine grenzenlose Liebe zu dir nicht akzeptieren. Wir sind doch perfekt füreinander.
Stattdessen wolltest du dich umsehen. Hast mit deiner Attraktivität soviele andere angezogen, ohne zu sehen, in was für eine Gefahr du dich begibst. Die rohen, wilden Brocken hätten dich umbringen können! Dein junges Leben zerstören können.
Ich, ICH war es, der dich vor schlimmeren Schäden bewahrt habe. ICH war es, der für dich, meine eigene Schönheit aufgegeben hat. Ich habe geschworen, dir nie wieder mein pockennarbiges Gesicht zu zeigen. Niemals will ich dir diese entstellte Seite von mir zeigen. Du verstehst mich ja doch nicht.
Du hast es noch nie zu würdigen gewusst und mich stattdessen angespuckt und mich zutiefst verletzt. Hätte ich auch nur ein Fünkchen Wasser, ich würde heulen. Meinen ganzen Kummer dir entgegenschluchzen.
Aber dafür bin ich mir zu Stolz. Du wirst mir nicht noch mehr meines Selbstbewusstseins rauben. Ich werde nicht zulassen, dass du mich noch mehr verletzt.
Nicht körperlich jedenfalls.
Ich verlasse dich, hörst du? Ich werde dich verlassen und nie wieder kommen. Egal wie schön du geworden bist. Wir blau und weiß und grün du mich anblitzt. Ich werde nich zu dir zurückkommen. Du weißt meine Liebe und Zuneigung zu dir ja gar nicht zu schätzen. Ich habe das Gefühl, dass du immer noch nach größerem nachjagst.
Ich kann mich wahrscheinlich schon glücklich schätzen, dass du nach endlosen Diskussionen zumindst ein paar Gänge runtergeschaltet hast, die Dinge nun langsamer angehst. Aber das reicht nicht. Das macht deinen Frevel nicht wieder gut. Ich vertraue dir nicht mehr genug, um mich dir wieder zu nähern.
Vielleicht, irgendwann, wenn wir beide Älter sind. Weise und erfahrener. Vielleicht können wir uns dann endlich vereinen. Aber jetzt muss ich weg. Weg von dir und den Schmerzen, die du mir zufügst. Weg von deiner hochnäsigen Arroganz, die oft genug meine Hilfe geringschätzt. Denn vergiss niemals, dass ich dir geholfen habe zu dem hübschen Planeten zu werden, der du heute bist. So voller blühendem Leben und ökologischer Wunder. Ich, dein pockennarbiger Gefährte, dem du das Herz entrissen hast, habe dir beigestanden und dir geholfen, wenn du in Not warst.
Und bis heute habe ich nicht ein Wort des Dankes erhalten.
Leb wohl, geliebte Erde, leb wohl. Irgendwann... treffen wir uns wieder.



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