Team: Kaléko
Challenge: Fantasy/Mystery – Mond (fürs Team)
Fandom: Original (Nocturne Whispers, das rpg von
alea)
Charakter: Faith (mein Charakter aus dem rpg)
Wörter: 569
Anmerkung: Wenn ich mich schon nichts aufs Lernen konzentrieren kann, dann wenigstens aufs Schreiben. *seufz* Die Bemerkung für weibliche Werwölfe stammt übrigens aus dem rpg selbst, aber ich weiß beim besten Willen nicht mehr, wer sie gemacht hat. Aber sie gefiel mir so gut, dass ich sie einfach reinnehmen musste.
Es hatte eine Zeit gegeben, als sie den Mond geliebt hatte. Vor allem dann, wenn er groß und voll über den Dächern von New York hing. Das war vorher gewesen. Wie jung sie da noch gewesen war. Wie ahnunglos.
Heute konnte sie sich den Vollmond nicht mehr so ohne weiteres ansehen. Den Mond generell. Je weiter er zunahm, desto deutlicher machte er ihr klar, was in ihr schlummerte.
Die Bestie.
Den ganzen Monat über fürchtete sie das Monster in ihr. Fürchtete den vollen Mond, der unweigerlich kommen würde. Und wenn es dann so weit war, fühlte sie sich merkwürdig befreit. Wenn ihre tierischen Instinkte die Oberhand gewannen und die menschlichen Beschränkungen unwichtig wurden.
Ja, sie stand dem Mond ambivalent gegenüber.
Er weckte ihr zweites Ich aber er befreite sie auch von der Last, es kontrollieren zu müssen. Die Verwandlung würde kommen, komme was da wolle.
Faith hatte sich daran gewöhnt. Sie konnte nicht einmal sagen, dass es sie störte, ein Werwolf zu sein. Dinge, auf die sie keinen Einfluss nehmen konnte, waren es für sie nicht wert, damit zu hadern.
Trotzdem. Manchmal fragte sie sich, wie es wäre, wenn sie nicht gebissen worden wäre. Wenn sie eine ganz normale Frau geblieben wäre. Sie hätte weiter in ihrer Seifenblasenwelt gelebt in der es keine Vampire und Werwölfe gab. Keine Ahnung gehabt, was für Gefahren noch auf den nächtlichen Straßen New Yorks lauern könnten.
Stattdessen ärgerte sie sich über idiotische Artgenossen, die sich für superlustig hielten, wenn sie sagten, dass weibliche Werwölfe es wirklich besonders schwer hätten, schließlich wurden sie zweimal im Monat zu einem Monster. Haha.
Vermutlich hatte derjenige, der diese achso lustige Bemerkung gemacht hatte, in der Nacht auf dem Sofa schlafen müssen, seine Freundin hatte ihn schon so wütend angesehen...
Der vertraute Geruch von Wolf und Familie drang an ihre Nase und jemand setzte sich neben sie auf die nächtliche Parkbank. „Du solltest doch schon längst zu Hause sein...“, bemerkte Aidan und Faith sah ihn an. „Ich weiß. Aber Peter ist heute abend auch nicht da, er wird sich also keine Sorgen machen.“
„Bereust du es, mit ihm zusammengezogen zu sein?“
Sie schwieg eine Weile. Dann: „Nein. Nicht wirklich. Das einzige, was ich bedaure ist, dass er dadurch in die Schusslinie gerät.“ Wie bei diesem dreimal verfluchten Vampir mit Stalkereigenschaften. Wenn der es wagte, ihr auch nur einmal über den Weg zu laufen, würde sie ihn endgültig ins Jenseits verfrachten, das war amtlich! Niemand bedrohte ihre Familie, besonders nicht, wenn er spitze Zähne hatte und Leichengestank verströmte.
„Hast du noch was von dem Vampir gehört?“ Aidan hatte ihre Gedankengänge wie so oft erraten. Was aber nicht so schwer war, wenn man bedachte, dass es gerade mal ein paar Tage her war.
„Nein. Das ist auch besser so für ihn.“
„Warum ist er eigentlich zu dir gekommen? Ich habe doch viel bessere Kontakte...“, fragte sich Aidan laut.
„Ich glaub, er hat keine Ahnung, dass es dich gibt. Und dabei belassen wir es am besten erstmal.“
„Mir gefällt das nicht.“
„Meinst du, mir?“
Aidan antwortete nicht mehr. Worte waren zwischen ihnen meistens sowieso unnötig. Sie kannten sich zu gut. Hatten zu viel zusammen erlebt.
Der Mond hielt sie beide gefangen, aber er hatte sie auch zusammengeschweißt. Nur ein kleines Rudel, eins das die Bezeichnung eigentlich nicht einmal in Gedanken verdiente. Aber sie waren eine Familie. Und sie würden einander beschützen.
Challenge: Fantasy/Mystery – Mond (fürs Team)
Fandom: Original (Nocturne Whispers, das rpg von
Charakter: Faith (mein Charakter aus dem rpg)
Wörter: 569
Anmerkung: Wenn ich mich schon nichts aufs Lernen konzentrieren kann, dann wenigstens aufs Schreiben. *seufz* Die Bemerkung für weibliche Werwölfe stammt übrigens aus dem rpg selbst, aber ich weiß beim besten Willen nicht mehr, wer sie gemacht hat. Aber sie gefiel mir so gut, dass ich sie einfach reinnehmen musste.
Es hatte eine Zeit gegeben, als sie den Mond geliebt hatte. Vor allem dann, wenn er groß und voll über den Dächern von New York hing. Das war vorher gewesen. Wie jung sie da noch gewesen war. Wie ahnunglos.
Heute konnte sie sich den Vollmond nicht mehr so ohne weiteres ansehen. Den Mond generell. Je weiter er zunahm, desto deutlicher machte er ihr klar, was in ihr schlummerte.
Die Bestie.
Den ganzen Monat über fürchtete sie das Monster in ihr. Fürchtete den vollen Mond, der unweigerlich kommen würde. Und wenn es dann so weit war, fühlte sie sich merkwürdig befreit. Wenn ihre tierischen Instinkte die Oberhand gewannen und die menschlichen Beschränkungen unwichtig wurden.
Ja, sie stand dem Mond ambivalent gegenüber.
Er weckte ihr zweites Ich aber er befreite sie auch von der Last, es kontrollieren zu müssen. Die Verwandlung würde kommen, komme was da wolle.
Faith hatte sich daran gewöhnt. Sie konnte nicht einmal sagen, dass es sie störte, ein Werwolf zu sein. Dinge, auf die sie keinen Einfluss nehmen konnte, waren es für sie nicht wert, damit zu hadern.
Trotzdem. Manchmal fragte sie sich, wie es wäre, wenn sie nicht gebissen worden wäre. Wenn sie eine ganz normale Frau geblieben wäre. Sie hätte weiter in ihrer Seifenblasenwelt gelebt in der es keine Vampire und Werwölfe gab. Keine Ahnung gehabt, was für Gefahren noch auf den nächtlichen Straßen New Yorks lauern könnten.
Stattdessen ärgerte sie sich über idiotische Artgenossen, die sich für superlustig hielten, wenn sie sagten, dass weibliche Werwölfe es wirklich besonders schwer hätten, schließlich wurden sie zweimal im Monat zu einem Monster. Haha.
Vermutlich hatte derjenige, der diese achso lustige Bemerkung gemacht hatte, in der Nacht auf dem Sofa schlafen müssen, seine Freundin hatte ihn schon so wütend angesehen...
Der vertraute Geruch von Wolf und Familie drang an ihre Nase und jemand setzte sich neben sie auf die nächtliche Parkbank. „Du solltest doch schon längst zu Hause sein...“, bemerkte Aidan und Faith sah ihn an. „Ich weiß. Aber Peter ist heute abend auch nicht da, er wird sich also keine Sorgen machen.“
„Bereust du es, mit ihm zusammengezogen zu sein?“
Sie schwieg eine Weile. Dann: „Nein. Nicht wirklich. Das einzige, was ich bedaure ist, dass er dadurch in die Schusslinie gerät.“ Wie bei diesem dreimal verfluchten Vampir mit Stalkereigenschaften. Wenn der es wagte, ihr auch nur einmal über den Weg zu laufen, würde sie ihn endgültig ins Jenseits verfrachten, das war amtlich! Niemand bedrohte ihre Familie, besonders nicht, wenn er spitze Zähne hatte und Leichengestank verströmte.
„Hast du noch was von dem Vampir gehört?“ Aidan hatte ihre Gedankengänge wie so oft erraten. Was aber nicht so schwer war, wenn man bedachte, dass es gerade mal ein paar Tage her war.
„Nein. Das ist auch besser so für ihn.“
„Warum ist er eigentlich zu dir gekommen? Ich habe doch viel bessere Kontakte...“, fragte sich Aidan laut.
„Ich glaub, er hat keine Ahnung, dass es dich gibt. Und dabei belassen wir es am besten erstmal.“
„Mir gefällt das nicht.“
„Meinst du, mir?“
Aidan antwortete nicht mehr. Worte waren zwischen ihnen meistens sowieso unnötig. Sie kannten sich zu gut. Hatten zu viel zusammen erlebt.
Der Mond hielt sie beide gefangen, aber er hatte sie auch zusammengeschweißt. Nur ein kleines Rudel, eins das die Bezeichnung eigentlich nicht einmal in Gedanken verdiente. Aber sie waren eine Familie. Und sie würden einander beschützen.