Team: Novalis
Challenge: Romantik/Intimität - Hände (für mich)
Fandom: Original (noch ohne titel)
Charaktere: Elster, Rabe,
Wörter: 404
Anmerkung: 1 2 3
Steht nur bedingt im Zusammehang mit den Vorgängergeschichten.
......, mal sehen wie lange ich das mit der täglichen fic noch hinbekomme...
In ihrem Traum hat Elster Flügel. Echte Flügel – keine metaphysischen, nicht erklärbaren. Sie hat Flügel und Krallen und einen Schnabel. Im Gras liegt ein Stückchen Fleisch. Ganz frisch, ganz saftig. Sie hüpft darauf zu, flattert ein wenig. Sie muss sich beeilen, dass die anderen es nicht bemerken, nicht schneller sind als sie –
– das Schlagen einer Tür lässt sie aufschrecken.
Sie ist im Wohnzimmer. Halb sitzend, halb liegend, in einem Sessel zusammengerollt.
Im Abenddämmerlicht erkennt sie Rabe.
Er habe sie nicht wecken wollen, entschuldigt er sich. Sie schüttelt ihren Kopf. Hätte sie wirklich hätte die Absicht gehabt zu schlafen , wäre sie auf ihrem Zimmer, läge in ihrem Bett. Sie reibt sich ihre Menschenaugen, mit Menschenfingern, streckt ihren Menschenrücken der schmerzt, weil er nicht dazu gedacht ist sich halb sitzend, halb liegend, in einem Sessel zusammenzurollen.
„Glaubst du es stimmt?“, fragt sie. Ihre Stimme klingt heiser, fühlt sich fremd an.
„Dass sie sich verwandeln konnte? Dass sie ganz Tier geworden ist?“
Rabe zuckt mit den Schultern. Er schiebt ein paar kaffeesatzverkrustete Tassen zur Seite und setzt sich auf den kleinen Tisch vor ihrem Sessel. Seine Knie berühren die von Elster, nur einen Moment, dann zieht sie sie zurück.
„Möglich“, sagt er nach langem überlegen. Er mustert sie, und sie mustert ihn. Ein Menschengesicht, mit spitzer Nase und Dreitagebart und schlauen, grünen Augen, denen man nie so ganz ansieht, ob sie gerade scherzen oder nicht.
„Und warum können wir nicht-“, sie gähnt, streckt ihre Arme, will Flügel strecken, Federn spreizen, aber da sind nur Ellbogen und Fingerknöchel.
„Ich hasse diesen Körper!“
Sie hatte es nicht laut sagen wollen. Es ist ein ungeschriebenes Gesetz, dass sie nicht darüber sprechen. Was sie sind. Elster ist sich sicher, dass die Anderen auch darüber nachdenken, dass es ihnen ähnlich geht, dass sie sich – genau wie sie – jedes mal erschrecken, wenn sie ihr Spiegelbild ansehen müssen. Aber es stand nie zur Diskussion. Sie sind, was sie sind – was auch immer das sein mag – und daran kann weder sie, noch sonst jemand, etwas ändern.
Das hatte sie geglaubt.
Bis heute.
„Ich find' ihn ganz okay“, stellt Rabe mit einem halbe Lächeln fest.
Er nimmt ihre Hände. Die zittern ein wenig – weil sie die Tränen hinter ihren Augen spürt, aber nicht raus lassen will.
„Außerdem“, fügt er hinzu, während er seine Finger ganz nebenbei und wie selbstverständlich zwischen die ihren flechtet „gibt es sicherlich schlimmeres, als Mensch zu sein.“
Challenge: Romantik/Intimität - Hände (für mich)
Fandom: Original (noch ohne titel)
Charaktere: Elster, Rabe,
Wörter: 404
Anmerkung: 1 2 3
Steht nur bedingt im Zusammehang mit den Vorgängergeschichten.
......, mal sehen wie lange ich das mit der täglichen fic noch hinbekomme...
In ihrem Traum hat Elster Flügel. Echte Flügel – keine metaphysischen, nicht erklärbaren. Sie hat Flügel und Krallen und einen Schnabel. Im Gras liegt ein Stückchen Fleisch. Ganz frisch, ganz saftig. Sie hüpft darauf zu, flattert ein wenig. Sie muss sich beeilen, dass die anderen es nicht bemerken, nicht schneller sind als sie –
– das Schlagen einer Tür lässt sie aufschrecken.
Sie ist im Wohnzimmer. Halb sitzend, halb liegend, in einem Sessel zusammengerollt.
Im Abenddämmerlicht erkennt sie Rabe.
Er habe sie nicht wecken wollen, entschuldigt er sich. Sie schüttelt ihren Kopf. Hätte sie wirklich hätte die Absicht gehabt zu schlafen , wäre sie auf ihrem Zimmer, läge in ihrem Bett. Sie reibt sich ihre Menschenaugen, mit Menschenfingern, streckt ihren Menschenrücken der schmerzt, weil er nicht dazu gedacht ist sich halb sitzend, halb liegend, in einem Sessel zusammenzurollen.
„Glaubst du es stimmt?“, fragt sie. Ihre Stimme klingt heiser, fühlt sich fremd an.
„Dass sie sich verwandeln konnte? Dass sie ganz Tier geworden ist?“
Rabe zuckt mit den Schultern. Er schiebt ein paar kaffeesatzverkrustete Tassen zur Seite und setzt sich auf den kleinen Tisch vor ihrem Sessel. Seine Knie berühren die von Elster, nur einen Moment, dann zieht sie sie zurück.
„Möglich“, sagt er nach langem überlegen. Er mustert sie, und sie mustert ihn. Ein Menschengesicht, mit spitzer Nase und Dreitagebart und schlauen, grünen Augen, denen man nie so ganz ansieht, ob sie gerade scherzen oder nicht.
„Und warum können wir nicht-“, sie gähnt, streckt ihre Arme, will Flügel strecken, Federn spreizen, aber da sind nur Ellbogen und Fingerknöchel.
„Ich hasse diesen Körper!“
Sie hatte es nicht laut sagen wollen. Es ist ein ungeschriebenes Gesetz, dass sie nicht darüber sprechen. Was sie sind. Elster ist sich sicher, dass die Anderen auch darüber nachdenken, dass es ihnen ähnlich geht, dass sie sich – genau wie sie – jedes mal erschrecken, wenn sie ihr Spiegelbild ansehen müssen. Aber es stand nie zur Diskussion. Sie sind, was sie sind – was auch immer das sein mag – und daran kann weder sie, noch sonst jemand, etwas ändern.
Das hatte sie geglaubt.
Bis heute.
„Ich find' ihn ganz okay“, stellt Rabe mit einem halbe Lächeln fest.
Er nimmt ihre Hände. Die zittern ein wenig – weil sie die Tränen hinter ihren Augen spürt, aber nicht raus lassen will.
„Außerdem“, fügt er hinzu, während er seine Finger ganz nebenbei und wie selbstverständlich zwischen die ihren flechtet „gibt es sicherlich schlimmeres, als Mensch zu sein.“