[identity profile] somali77.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten

Team: Kalèko
Challenge: Crack/Humor- "Bist du sicher, dass das da reingehört?" (fürs Team)
Fandom: Naruto- AU... Fortsetzung von http://120-minuten.livejournal.com/702130.html#cutid1
Charaktere: Sasuke, Kiba, Gaara, Rock Lee...




~

„Ufo- Watch!“, sang Rock Lee abends aus voller Kehle und hüpfte völlig überdreht in seinem grünen
Strampelanzug durch die Wohnung, „Ufo- Watch! Ihr kleinen grünen Männchen, kommt alle her zu
miiiir!“

Sasuke stand kopfschüttelnd und mit vor der Brust verschränkten Armen neben der Glasvitrine
voller Actionfiguren.
„So wie er aussieht betrachten sie ihn als Artgenossen“, bemerkte er und hoffte in Kiba den einzig
halbwegs normalen Menschen seiner Umgebung zu finden. Der Größere schnaubte belustigt. Sein
Grinsen zeigte die unnatürlich langen, spitzen Eckzähne.
Und Sasuke wurde mit Seitenblick darauf wieder bewusst, wie sehr man Ansprüche an Normalität
hier herunterschrauben musste. Dieser Freak hatte sich doch tatsächlich die Zähne machen lassen,
um noch mehr auszusehen wie ein... Freak.

… zugegeben, seine Freundin fand es sicher auf eine absurde Art sexy...
Hatte er überhaupt eine Freundin?

Er ließ einen skeptischen Blick über den zappelnden Froschmenschen mit den unglaublichen
Augenbrauen streifen und seinen Mitbewohner, den soziopathischen Hundefrisör mit der Vorliebe
für scharf geschliffenen Edelstahl. In ihrer hellen Dachwohnung reihten sich seltene Comicrelikte an
Vitrinen voller Plastikpüppchen und vergrößerte Fotos von seltsamen, verschwommenen
Lichtflecken die einem Ufo nicht ähnlicher sahen als ein zermatschtes Insekt auf der
Windschutzscheibe. Wenn hier irgendwer eine Freundin hatte, dann Kiba.

„Willst du wirklich nicht mitkommen, Sasuke?!“, Lees Augenbrauen, die tatsächlich den Eindruck
machten als könnten sie alleine ein Land regieren und Thronfolger zeugen, waren auf einmal so
nahe vor seinem Gesicht, dass Sasuke instinktiv mit dem Kopf zurück zuckte.
„Ugh“

Es war verdammt schwer eine Antwort zu formulieren, wenn das Gehirn dermaßen abgelenkt war.

„Wir fahren raus zum Stausee! Wusstest du, dass man da schon oft nicht identifizierte Flugobjekte
gesichtet hat? Das ist so cool! Wir haben Nachtsichtgeräte! Und Proviant! Und-...“

„Vielleicht interessiert er sich nicht für Ufos, Lee“, brummte Kiba, „Hör auf den Mann zu belästigen.
Vielleicht bleibt er ja lieber zuhause und sieht sich die Sexy Sport Clips an.“

Lees Miene wechselte in wenigen Momenten sehr anschaulich von ungläubig zu neidisch zu
ernsthaft irritiert.
„Wirklich?!“

„Tja, ich weiß auch nicht.“, Sasuke schob die Hände in die Hosentaschen und schaffte es, Rock
Lee und seine Augenbrauen mit völligem Pokerface anzusehen, „Die Sexy Sport Clips sind schon
ziemlich cool.“

Kiba prustete, brach in heulendes Gelächter aus und war eine Weile damit außer Gefecht gesetzt.

„Wo bleibt Neji?“, murrte Gaara von der anderen Ecke des Raumes her, der immer noch damit
beschäftigt war eine Menge hochtechnischer Geräte in einen Rucksack zu packen, „Er wollte um
Punkt neun Uhr hier sein. Jetzt ist bereits drei nach, das sieht ihm gar nicht ähnlich!“
„Whoa, halt Stopp, warte mal!“, versuchte Lee ihn zu bremsen, „Bist du sicher, dass das da rein
gehört?“

„Jedenfalls, Ladies“, Kiba wischte sich grinsend Lachtränen aus den Augenwinkeln und wich
zurück Richtung Tür, „Ich wünsch euch noch einen zauberhaften Abend!“, er hob zum Abschied die
Hand, „Meine Interessen sind weniger extraterrestrisch und mehr-... heiß, sexy und absolut
menschlich.“

Sasuke hob den Kopf in vagem Interesse. Es war Freitag Abend. Er hatte defnitiv keine Lust mit ein
paar asexuellen Freaks die X- Akten neu zu öffnen, aber Clubbing klang nach einer willkommenen
Möglichkeit, ein paar... Spannungen abzubauen.

„Wohin gehst du?“, wollte er deshalb mit skeptischem Blick zwischen tief dunklen Wimpern hervor
wissen. Kiba grinste ihn an, schlängelte den Arm langsam neben ihn an die Vitrine und kam näher,
so nah dass er sich spielerisch herunterbeugen konnte, seine Reißzähne knapp neben Sasukes
Ohr.

„Ins Darkside...“, raunte er verheißungsvoll und die Worte rollten weich und verboten von seiner
Zunge. „... Willst du mitkommen?“


„Kiba. Das gibt Flecken auf dem Glas“, bemerkte Gaara und brachte den Größeren damit zum
überraschten Zurückweichen, „Wann wirst du es endlich in deinen Synapsen verknüpfen, dass es
Dinge gibt, auf die deine Fingerabdrücke nicht hingehören?“

„Hey, kommt schon!“, Kiba hob beschwichtigend beide Hände, „Meine Fingerabdrücke tun eurer
Superhelden- Vitrine doch nichts. Ich wette, sie steht sogar heimlich drauf! Habt ihr nicht grade
auch Spiderman so verzückt ächzen gehört?“, Gaara trieb den lachenden Unruhestifter mit einem
bösen Blick auf Abstand, im selben Moment tauchte ein keuchender junger Mann mit
elfenbeinblasser Haut und langen, seidig schwarzen Haaren im Türrahmen auf.

„Tut mir leid, ich bin spät!“, schnaufte er.
„Neji!“, jubelte Rock Lee und reckte eine triumphierende Faust Richtung Himmel.

„Die Tür unten war offen, da bin ich gleich hoch... hey Kiba“

Sasuke machte große Augen. DAS war Neji?
Dieser Typ ging mit, Ufos gucken?
Er hatte sich einen Steve- Urkle- Verschnitt mit Hornbrille und Latzhosen vorgestellt.
Dieser Typ hier sah aus, als würde er Catwalks laufen.

„Lee, ich hab das Auto von meinem Pa. Ich bring dich um, wenn du Erdnussflips auf die Sitzpolster
krümelst!“
„Ist ja schon gut!“
„Können wir gehen?“

Gaara drückte dem Neuankömmling ohne weitere Umschweife eine der großen Taschen mit Gepäck
in die Hand und beim Weg zurück zur Tür hinaus traf der Blick des Fremden in Sasukes Augen. Einen
Moment blieb er stehen, sichtlich zögernd.

„Hallo...“, meinte er dann langsam. Seine Stimme war sanft, angenehm, er nickte höflich aber ein
wenig steif mit dem Kopf, „Neji Hyuga.“
„Mh“, meinte Sasuke wenig begeistert, mit abweisender Miene und ohne sich auch nur ein Stück zu
rühren.

Er spürte wie Kiba versuchte, den Arm auf seine Schulter zu lehnen und schüttelte ihn sofort ab.
„Das ist Sasuke“, grinste der Größere, unbeeindruckt von der Feindseligkeit und ließ die Silben
genüsslich über seine Lippen rollen, „Du weißt schon, -der- Sasuke... zur Zeit werter Gast in
unsrem bescheidenen Heim. Wir gehen heute ins Darkside... Da ist Show Night, wie du sicher
weißt... willst du nicht lieber mitkommen?“

Nejis Blick wurde noch ein Stück distanzierter, falls das möglich war. Er wich zurück, ließ seinen
Blick unverhohlen neugierig von Sasukes Augen an seinem Körper hinunter gleiten und schüttelte
dann den Kopf.

„Nein, danke“, murmelte er. „Viel Spaß“

Und dann waren sie weg.
Sasuke bekam ein merkwürdiges Gefühl, ein seltsames Kribbeln zwischen unguter Vorahnung und
Neugierde das in seinen Zehen anfing und langsam aber sicher seine Lenden erreichte.

Er wandte den Kopf zu Kiba.

„Was ist das Darkside?“, fragte er misstrauisch.

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