Team: kaleko
Challenge: Romantik/Intimität (?!)- Beschützerinstinkt (für mich)
Fandom: Naruto (AU), Fortsetzung von http://120-minuten.livejournal.com/700920.html#cutid1
Charaktere: Sasuke, Kiba
Anmerkung: Also Romantik nein, Intimität-... naja, im weitesten Sinne... irgendwie... schon... letztendlich...
~
Er wurde wieder von saugendem Schnüffeln und Hecheln geweckt. Eine lange, glitschige Zunge
schlabberte an seinem Ohr und kam in alle empfindlichen Winkel an denen er viel zu kitzelig war.
Sein Arm schoss nach oben, um was auch immer ihn so attackierte von sich zu stoßen. Er traf ins
Leere, die feuchte Schnauze war weg, dafür hallte dröhnendes, dunkles Bellen durch das kleine
Zimmer.
Sasuke zog die Decke von sich und hob den Kopf. Ein riesiges Biest von Hund stand in dem kleinen
Raum. Es war weiß mit dunklen Schlappohren und schien irgendein Bastard zu sein, in dessen
Ahnenreihe sich Doggen und anatolische Hirtenhunde befunden haben mussten. Sein langer,
buschiger Schweif rotierte aufgeregt und er tänzelte zu ein paar zusätzlichen, dröhnend hallenden
Belllauten von einer Pfote zur Anderen.
„Mach Platz, Akamaru“
Ein junger Mann schob sich durch die Eingangstür, drückte den breiten Kopf des Hundes mit der
Hand zur Seite und warf ein Kleidungsstück auf einen Sessel am Fußende des Bettes. Er trug nur
ein völlig transparentes, ärmelloses Netzshirt, ansonsten war der beeindruckend breite Oberkörper
frei. Zwei dicke, tiefschwarze Tribal- Tattoos rankten sich über beide Oberarme, in seinem Gesicht
zogen sich rote Spitzen von den Wangenknochen zum Unterkiefer wie Reißzähne. Wilde Augen mit
engen Pupillen flackerten zu Sasuke herüber.
„Na, aufgewacht?“, ätzte er.
Kiba.
Sasuke kannte ihn nicht besonders gut, aber es war definitiv kein Fremder. Seine Schmetterfaust
war im ganzen Viertel berüchtigt gewesen. Der Hund schien bester Laune zu sein. Oder nicht
wirklich ausgelastet. Er warf den Kopf zurück und stieß sein dunkel heulendes Bellen aus, das
sicher noch drei Zimmer weiter zu hören war.
„Akamaru!“, hielt sein Herrchen genervt dagegen. Der Hund schnaubte, trabte zwei Schritte in eine
Ecke um dort ein Plüschtier zwischen die gewaltigen Kiefer zu sammeln und es schweifwedelnd mit
sich herum zu schleppen.
„Hab gehört, dein Name ist Programm?“, Kiba hatte sich inzwischen in voller Größe neben dem Bett
aufgebaut und hantierte an einem Lederarmband, während er einen verächtlichen Blick auf das
Shirt um Sasukes Oberkörper geheftet hielt. „Hast es ganz schön krachen lassen, Psycho- Bitch.“
Sasuke verzog das Gesicht zu einer sauren Miene und griff in den blauen Stoff. Er überlegte einen
Moment ob es vorteilhafter war, das Shirt wieder loszuwerden und sich dem Fischernetz tragenden
Freak mit bloßem Oberkörper entgegen zu stellen. Falls es schon wieder zu körperlichen
Auseinandersetzungen kommen musste. Worauf er im Moment nun wirklich nicht scharf war. Sein
Körper fühlte sich an wie Blei, sein Mund war trocken und sein Magen ein winziger, schmerzender
Knoten.
Jetzt wurde ihm auch wieder bewusst, dass er seit mindestens drei Tagen nichts anderes mehr zu
sich genommen hatte als Red Bull und weißes, glitzerndes Teufelspulver. Er stützte seine Hand an
die Stirn, die Lippen zu einer blassen Linie zusammengepresst.
„Das hier ist dein Zimmer?“
Seine Stimme klang leise, genervt und am Rand jeder Toleranzgrenze. Soweit nichts Neues.
Unerfreulicher war, dass man ihm die Erschöpfung inzwischen auch anhören musste.
„So sieht´s aus.“
„Warum bin ich nicht bei...“
Wie war der Name noch gleich?
„Gaara...?“
Der Größere, mit dem Kreuz wie ein Gladiator hob herablassend eine Augenbraue.
„Sieh ihn dir an und überleg nochmal, ob es irgendwie seiner Resozialisierung guttut, Spinner wie
dich auf der Couch liegen zu haben.“
„Mh“ Sasuke rollte sich schwer auf die Seite. Er fuhr sich mit der Hand durchs Gesicht und gab sich
ein paar Sekunden um durchzuatmen.
„Also für´s Protokoll.“, grollte Kiba, „Du bist ein böser Junge, soviel ist mir klar. Ich will auch gar nicht
wissen, was du sonst so tust. Aber das hier ist unser Zuhause. Wenn du auch nur dran denkst,
hier eine Szene zu machen...“
Seine Stimme wurde leise und unverhohlen bedrohlich, die dunklen Augen funkelten
herausfordernd, „Dann legst du dich mit mir an, okay?“
Er stützte einen Arm aufs Bett und beugte den Kopf näher, seine Stimme war ein dunkles, kehliges
Grollen. „Und du willst dich nicht mit mir anlegen, glaub´s mir“
Sasuke sah ihn entgegen. Seine Mundwinkel zogen sich so schnell abwärts wie seine Augen
schmaler wurden. Von ihm aus hätte er auf Kämpfe vorerst verzichten können. Er fühlte sich so
zerschlagen und ausgepumpt als hätte er die letzten Jahre nichts anderes getan und im Grunde
war es auch so. Aber dieser arrogante, zähnefletschende Muskelberg vor ihm bettelte förmlich um
eine Lektion. Der schien wirklich nicht den Hauch einer Ahnung zu haben, wen er vor sich hatte.
Ein paar lange Sekunden dachte er nicht daran, zu reagieren, er erwiderte nur diesen hitzigen,
wilden Blick- Kalt und vollkommen unbeeindruckt. Und dann, ohne weitere Vorwarnung stach er mit
den Fingern direkt nach den Augen des Anderen. Der Angriff war normalerweise zu schnell und zu
drastisch für einen ersten Vorstoß. Er war völlig sicher gewesen, dass er treffen würde.
Umso verdutzter seine Miene, als die Hand von der Pranke des Anderen klatschend abgefangen
wurde. Und der Größere drückte zu, drehte blitzschnell das Handgelenk.
Einen überrumpelten Schmerzenslaut konnte Sasuke sich nicht verkneifen. Dieses Tier brach ihm
gerade die Finger, ohne mit der Wimper zu zucken! Jetzt schnappten sämtliche Muskeln zusammen,
er warf sich dem Anderen mit gefletschten Zähnen entgegen, aus dem Bett heraus-... und wurde
von einer mächtigen Faust gestoppt, die ihn am Kragen packte und mit Schwung zurück in die
Matratze warf, so dass es ihm alle Luft aus den Lungen trieb.
Verfluchter Mist.
Wie konnte man sich nur so verschätzen? Schien so, als zollte die dauernde Überanspruchung
seines Körpers ohne Treibstoffnachfuhr inzwischen doch ihren Tribut. Jeder Muskel tat weh.
Kopfschmerzen-... Durst-... das war Sand im Getriebe. Es funktionierte alles nicht mehr wie es
sollte.
„Bleib liegen.“, befahl Kiba grollend und nachdrücklich, „Bleib!“
Sasuke grub alle verfügbaren Fingernägel in den Arm auf seinem oberen Brustbein und zog die Knie
an, um wenigstens mit einem Fußtritt einen sauberen Treffer zu landen
„Ich... bin doch... kein Hund!“, gurgelte er zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor.
Kiba blieb völlig unberührt von den blutigen Striemen, die Sasuke in seinen Unterarm kratzte. Er
wickelte den Stoff des Shirts noch einmal um seine Hand und zog die Schlinge enger.
„Du bist Narutos Hübscher, ich weiß schon Bescheid“, knurrte er. „Trotzdem benimmst du dich in
meinem Bett. Verstehen wir uns?“
Sasuke würgte einen hasserfüllten Gurgellaut hervor.
Ohne weitere Vorwarnung ließ Kiba das Shirt los. Die ersten zwei Sekunden brauchte Sasuke, um
mit etwas mehr Sauerstoff die tanzenden bunten Punkte vor seinen Augen zu vertreiben.
Als er den nächsten Vorstoß startete, wurde er wieder ins Bett geworfen, genau wie davor.
Er gab einen frustrierten Wutschrei von sich.
Kiba grinste leicht und ließ ihn sofort wieder los.
„Macht schon Spaß“, meinte er trocken, „Ich könnte so was den ganzen Tag tun. Da ist richtig
Dampf dahinter... schätze, wenn du richtig fit bist hat keiner mehr was zu lachen. Du bleibst einfach
liegen und wir sind Freunde. Kapiert?“
Sasuke rang nach Luft. Alles drehte sich. Nachdem niemand mehr nach ihm packte und er endlich in
Ruhe gelassen wurde, verließ ihn die Kraft. Er krümmte sich auf die Seite und barg nur noch seinen
pochenden, dröhnenden Schädel im Unterarm.
„Nichts für ungut“, hörte er Kiba, der in der Zwischenzeit wohl vom Bett aufgestanden war,
„Nachdem wir das also geklärt hätten... Wenn du Duschen willst, zweite Tür links. In der Küche ist
Gulasch, bedien dich. Wasser gibt’s im Regal bei der Spüle so viel du willst.“
Im Moment war es schwer vorstellbar für Sasuke, überhaupt wieder aufzustehen. Wenigstens
waren die Finger doch noch heil. Er blieb auf der Seite liegen, krümmte sich in Embryonalstellung,
fühlte sich wund und entsetzlich und konzentrierte sich darauf, flach zu atmen, damit die Übelkeit
nicht noch stärker wurde. Irgendwie half es, den Kopf über die Bettkante zu schieben.
Wenn er sich übergeben musste, saute er so damit wenigstens nicht das Laken voll. Über dem
hölzernen Bettrost, direkt unter seiner Nase hing etwas silbern glitzerndes. Sasuke streckte irritiert
die Finger aus um es anzuheben.
Es war eine schmale Kette an der eine breite, schwarze Ledermanschette baumelte.
Was zum-...?
„Wenn du sonst nichts mehr brauchst, ruf ich jetzt deinen Chef an“, meldete Kiba.
Sasuke blinzelte mühsam, hob verständnislos den Kopf, sah ihn mit dem Rücken zu sich im Zimmer
stehen und auf einem uralten Handy herumtippen.
„Ich hab keinen Chef“, brachte er unter aufgesprungenen, trockenen Lippen hervor.
Der Größere warf ihm einen Blick zu.
„Natürlich nicht“, meinte er und warf ihm das Mobiltelefon entgegen.
~
Challenge: Romantik/Intimität (?!)- Beschützerinstinkt (für mich)
Fandom: Naruto (AU), Fortsetzung von http://120-minuten.livejournal.com/700920.html#cutid1
Charaktere: Sasuke, Kiba
Anmerkung: Also Romantik nein, Intimität-... naja, im weitesten Sinne... irgendwie... schon... letztendlich...
~
Er wurde wieder von saugendem Schnüffeln und Hecheln geweckt. Eine lange, glitschige Zunge
schlabberte an seinem Ohr und kam in alle empfindlichen Winkel an denen er viel zu kitzelig war.
Sein Arm schoss nach oben, um was auch immer ihn so attackierte von sich zu stoßen. Er traf ins
Leere, die feuchte Schnauze war weg, dafür hallte dröhnendes, dunkles Bellen durch das kleine
Zimmer.
Sasuke zog die Decke von sich und hob den Kopf. Ein riesiges Biest von Hund stand in dem kleinen
Raum. Es war weiß mit dunklen Schlappohren und schien irgendein Bastard zu sein, in dessen
Ahnenreihe sich Doggen und anatolische Hirtenhunde befunden haben mussten. Sein langer,
buschiger Schweif rotierte aufgeregt und er tänzelte zu ein paar zusätzlichen, dröhnend hallenden
Belllauten von einer Pfote zur Anderen.
„Mach Platz, Akamaru“
Ein junger Mann schob sich durch die Eingangstür, drückte den breiten Kopf des Hundes mit der
Hand zur Seite und warf ein Kleidungsstück auf einen Sessel am Fußende des Bettes. Er trug nur
ein völlig transparentes, ärmelloses Netzshirt, ansonsten war der beeindruckend breite Oberkörper
frei. Zwei dicke, tiefschwarze Tribal- Tattoos rankten sich über beide Oberarme, in seinem Gesicht
zogen sich rote Spitzen von den Wangenknochen zum Unterkiefer wie Reißzähne. Wilde Augen mit
engen Pupillen flackerten zu Sasuke herüber.
„Na, aufgewacht?“, ätzte er.
Kiba.
Sasuke kannte ihn nicht besonders gut, aber es war definitiv kein Fremder. Seine Schmetterfaust
war im ganzen Viertel berüchtigt gewesen. Der Hund schien bester Laune zu sein. Oder nicht
wirklich ausgelastet. Er warf den Kopf zurück und stieß sein dunkel heulendes Bellen aus, das
sicher noch drei Zimmer weiter zu hören war.
„Akamaru!“, hielt sein Herrchen genervt dagegen. Der Hund schnaubte, trabte zwei Schritte in eine
Ecke um dort ein Plüschtier zwischen die gewaltigen Kiefer zu sammeln und es schweifwedelnd mit
sich herum zu schleppen.
„Hab gehört, dein Name ist Programm?“, Kiba hatte sich inzwischen in voller Größe neben dem Bett
aufgebaut und hantierte an einem Lederarmband, während er einen verächtlichen Blick auf das
Shirt um Sasukes Oberkörper geheftet hielt. „Hast es ganz schön krachen lassen, Psycho- Bitch.“
Sasuke verzog das Gesicht zu einer sauren Miene und griff in den blauen Stoff. Er überlegte einen
Moment ob es vorteilhafter war, das Shirt wieder loszuwerden und sich dem Fischernetz tragenden
Freak mit bloßem Oberkörper entgegen zu stellen. Falls es schon wieder zu körperlichen
Auseinandersetzungen kommen musste. Worauf er im Moment nun wirklich nicht scharf war. Sein
Körper fühlte sich an wie Blei, sein Mund war trocken und sein Magen ein winziger, schmerzender
Knoten.
Jetzt wurde ihm auch wieder bewusst, dass er seit mindestens drei Tagen nichts anderes mehr zu
sich genommen hatte als Red Bull und weißes, glitzerndes Teufelspulver. Er stützte seine Hand an
die Stirn, die Lippen zu einer blassen Linie zusammengepresst.
„Das hier ist dein Zimmer?“
Seine Stimme klang leise, genervt und am Rand jeder Toleranzgrenze. Soweit nichts Neues.
Unerfreulicher war, dass man ihm die Erschöpfung inzwischen auch anhören musste.
„So sieht´s aus.“
„Warum bin ich nicht bei...“
Wie war der Name noch gleich?
„Gaara...?“
Der Größere, mit dem Kreuz wie ein Gladiator hob herablassend eine Augenbraue.
„Sieh ihn dir an und überleg nochmal, ob es irgendwie seiner Resozialisierung guttut, Spinner wie
dich auf der Couch liegen zu haben.“
„Mh“ Sasuke rollte sich schwer auf die Seite. Er fuhr sich mit der Hand durchs Gesicht und gab sich
ein paar Sekunden um durchzuatmen.
„Also für´s Protokoll.“, grollte Kiba, „Du bist ein böser Junge, soviel ist mir klar. Ich will auch gar nicht
wissen, was du sonst so tust. Aber das hier ist unser Zuhause. Wenn du auch nur dran denkst,
hier eine Szene zu machen...“
Seine Stimme wurde leise und unverhohlen bedrohlich, die dunklen Augen funkelten
herausfordernd, „Dann legst du dich mit mir an, okay?“
Er stützte einen Arm aufs Bett und beugte den Kopf näher, seine Stimme war ein dunkles, kehliges
Grollen. „Und du willst dich nicht mit mir anlegen, glaub´s mir“
Sasuke sah ihn entgegen. Seine Mundwinkel zogen sich so schnell abwärts wie seine Augen
schmaler wurden. Von ihm aus hätte er auf Kämpfe vorerst verzichten können. Er fühlte sich so
zerschlagen und ausgepumpt als hätte er die letzten Jahre nichts anderes getan und im Grunde
war es auch so. Aber dieser arrogante, zähnefletschende Muskelberg vor ihm bettelte förmlich um
eine Lektion. Der schien wirklich nicht den Hauch einer Ahnung zu haben, wen er vor sich hatte.
Ein paar lange Sekunden dachte er nicht daran, zu reagieren, er erwiderte nur diesen hitzigen,
wilden Blick- Kalt und vollkommen unbeeindruckt. Und dann, ohne weitere Vorwarnung stach er mit
den Fingern direkt nach den Augen des Anderen. Der Angriff war normalerweise zu schnell und zu
drastisch für einen ersten Vorstoß. Er war völlig sicher gewesen, dass er treffen würde.
Umso verdutzter seine Miene, als die Hand von der Pranke des Anderen klatschend abgefangen
wurde. Und der Größere drückte zu, drehte blitzschnell das Handgelenk.
Einen überrumpelten Schmerzenslaut konnte Sasuke sich nicht verkneifen. Dieses Tier brach ihm
gerade die Finger, ohne mit der Wimper zu zucken! Jetzt schnappten sämtliche Muskeln zusammen,
er warf sich dem Anderen mit gefletschten Zähnen entgegen, aus dem Bett heraus-... und wurde
von einer mächtigen Faust gestoppt, die ihn am Kragen packte und mit Schwung zurück in die
Matratze warf, so dass es ihm alle Luft aus den Lungen trieb.
Verfluchter Mist.
Wie konnte man sich nur so verschätzen? Schien so, als zollte die dauernde Überanspruchung
seines Körpers ohne Treibstoffnachfuhr inzwischen doch ihren Tribut. Jeder Muskel tat weh.
Kopfschmerzen-... Durst-... das war Sand im Getriebe. Es funktionierte alles nicht mehr wie es
sollte.
„Bleib liegen.“, befahl Kiba grollend und nachdrücklich, „Bleib!“
Sasuke grub alle verfügbaren Fingernägel in den Arm auf seinem oberen Brustbein und zog die Knie
an, um wenigstens mit einem Fußtritt einen sauberen Treffer zu landen
„Ich... bin doch... kein Hund!“, gurgelte er zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor.
Kiba blieb völlig unberührt von den blutigen Striemen, die Sasuke in seinen Unterarm kratzte. Er
wickelte den Stoff des Shirts noch einmal um seine Hand und zog die Schlinge enger.
„Du bist Narutos Hübscher, ich weiß schon Bescheid“, knurrte er. „Trotzdem benimmst du dich in
meinem Bett. Verstehen wir uns?“
Sasuke würgte einen hasserfüllten Gurgellaut hervor.
Ohne weitere Vorwarnung ließ Kiba das Shirt los. Die ersten zwei Sekunden brauchte Sasuke, um
mit etwas mehr Sauerstoff die tanzenden bunten Punkte vor seinen Augen zu vertreiben.
Als er den nächsten Vorstoß startete, wurde er wieder ins Bett geworfen, genau wie davor.
Er gab einen frustrierten Wutschrei von sich.
Kiba grinste leicht und ließ ihn sofort wieder los.
„Macht schon Spaß“, meinte er trocken, „Ich könnte so was den ganzen Tag tun. Da ist richtig
Dampf dahinter... schätze, wenn du richtig fit bist hat keiner mehr was zu lachen. Du bleibst einfach
liegen und wir sind Freunde. Kapiert?“
Sasuke rang nach Luft. Alles drehte sich. Nachdem niemand mehr nach ihm packte und er endlich in
Ruhe gelassen wurde, verließ ihn die Kraft. Er krümmte sich auf die Seite und barg nur noch seinen
pochenden, dröhnenden Schädel im Unterarm.
„Nichts für ungut“, hörte er Kiba, der in der Zwischenzeit wohl vom Bett aufgestanden war,
„Nachdem wir das also geklärt hätten... Wenn du Duschen willst, zweite Tür links. In der Küche ist
Gulasch, bedien dich. Wasser gibt’s im Regal bei der Spüle so viel du willst.“
Im Moment war es schwer vorstellbar für Sasuke, überhaupt wieder aufzustehen. Wenigstens
waren die Finger doch noch heil. Er blieb auf der Seite liegen, krümmte sich in Embryonalstellung,
fühlte sich wund und entsetzlich und konzentrierte sich darauf, flach zu atmen, damit die Übelkeit
nicht noch stärker wurde. Irgendwie half es, den Kopf über die Bettkante zu schieben.
Wenn er sich übergeben musste, saute er so damit wenigstens nicht das Laken voll. Über dem
hölzernen Bettrost, direkt unter seiner Nase hing etwas silbern glitzerndes. Sasuke streckte irritiert
die Finger aus um es anzuheben.
Es war eine schmale Kette an der eine breite, schwarze Ledermanschette baumelte.
Was zum-...?
„Wenn du sonst nichts mehr brauchst, ruf ich jetzt deinen Chef an“, meldete Kiba.
Sasuke blinzelte mühsam, hob verständnislos den Kopf, sah ihn mit dem Rücken zu sich im Zimmer
stehen und auf einem uralten Handy herumtippen.
„Ich hab keinen Chef“, brachte er unter aufgesprungenen, trockenen Lippen hervor.
Der Größere warf ihm einen Blick zu.
„Natürlich nicht“, meinte er und warf ihm das Mobiltelefon entgegen.
~