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Team: Dickinson
Autor: Jenchan
Titel: Decisions of life
Challenge: Romantik/Intimität - Wortlos (für mich)
Fandom: Original
Charaktere: Ich (geschlecht nicht definiert) + Du (weiblich)
Wörter: ~780
Warnings: unbetaed, nicht Korrektur gelesen
Disclaimer: Alles meins.

Kommentar: Geschrieben im Urlaub, in der Arbeit hochgeladen und Leipzig war toll *o* - irgendwann mach ich das wieder! Das hier ist für mein fleißiges Team, das meine Funktion als TC in meiner Abwesenheit gebührend vertreten hat. Danke! XD



Decisions of life

"Hey vorsicht!" Ich wurde angerempelt und der schöne, frisch gekaufte Kaffee landete auf meinem Hemd. "Kannst du nicht aufpassen?" Ich war ziemlich ungehalten, es war früh und ich wäre viel lieber im Bett geblieben. Mit meinem letzten Bargeld hatte ich mir also diesen Kaffee gekauft, in der Hoffnung, munterer zu werden.
Und du musstest mich ja anrempeln und ihn verschütten. Mein Hemd war auch schmutzig. Während ich dich anzetere und motze fällt mir erst gar nicht auf, dass du einfach nur schweigend dabei stehst ohne dem üblichen ewigen Entschuldigen, wie es die Leute sonst taten.
"Was hast du nun schon wieder angestellt! Das ist genau das, was ich meine. Wie kann man nur so dumm und schusselig sein?" Der Mann, der sich nun einmischte, brachte meine Aufmerksamkeit zurück in die Realität. Ich sah euch beide an und vergessen war dein Delikt.
Außerdem wurde ich gerade richtig kampflustig. Bevor ich richtig darüber nachdachte, was ich da tat, motzte ich den unfreundlichen Mann an: "Was mischen Sie sich da ein? Sie brauchen auch gar nicht so unfreundlich zu sein. Ist ja schließlich kein Weltuntergang."
Ihr wart beide ziemlich überrascht, dass ich, obwohl du meinen Kaffee verschüttet und mein Hemd ruiniert hast, dich in Schutz nahm. Ehrlich gesagt, war ich es selbst ein wenig, aber in der Situation konnte ich einfach nicht anders. Dein Blick allein hatte ihn töten wollen und die Tränen in deinen Augen hatten es nicht besser gemacht.
"Mir reichts. Verreck doch einfach irgendwo", schimpfte er dich und ging. Ich fand die Worte ziemlich heftig und so wie du zusammengezuckt bist, nahm ich an, dass es die ähnlich ging.
Ich zupfte ein Stofftaschentuch aus meiner Hosentasche und reichte es dir. "Mach dir nichts draus. Solche Arschlöcher laufen haufenweise hier rum." Im Trösten war ich nie besonders gut, aber bisher hatte ich das ja nicht gebraucht.
Du sahst mich überrascht an und nahmst das Taschentuch. Trotzdem hast du dir mit deiner Hand die Tränen weggewischt und versucht dich notdürftig wieder herzurichten. Es war spannend das zu beobachten und ich denke, das war auch der Beginn von allem.

Ich erinnere mich an diese Szene am Bahnhof als wäre sie gestern gewesen, dabei ist sie nun schon fünf Jahre her. Fünf Jahre, in denen ich dich um einiges besser kennenlernen konnte und ich dich immer noch faszinierend finde. Du weißt ganz genau, was du willst und was du überhaupt nicht ertragen kannst. Du... bist die wundervollste Frau, die ich in meinem Leben jemals getroffen habe.
Eigentlich hättest du dir ja denken können, dass ich demnächst zu so einem Entschluss komme. Eigentlich hätte ich das schon viel früher machen müssen, aber bei mir dauert das eben immer etwas länger und dann musste ich ja noch das richtige Schmuckstück auswählen.
Wortlos habe ich dir das kleine Schmucketui vom Juwelier hingeschoben und du starrst es immer noch an. Du fragst mich, was das ist, aber ehrlich, warum machst du es nicht auf.
Ich schubse es ein wenig näher und endlich nimmst du es. Du öffnest es, klappst es sofort wieder zu und siehst vorsichtig noch einmal hinein. Dann machst du es wieder zu und siehst mich verwirrt und fassungslos an, als würdest du meine Botschaft nicht verstehen.
Dann machst du dieses süße, eingeschnappte Gesicht und frage mich, was los ist. Dann plapperst du los, viel zu schnell, dass ich mitkommen würde, also bitte ich dich, langsamer zu machen.
Frustriert wirfst du die Hände in die Luft und meinst, dass das so nicht geht. Du willst es so nicht haben. Deine verschränkten Arme untermauern, dass ich nicht meinen Willen erreiche, wenn ich es nicht so mache, wie du es gerne willst.
Also versuche ich es nochmal. Allerdings siehst du mich nicht an, was meinen kläglichen Versuch, dir das Schmuckstück förmlicher zu überreichen etwas schwierig gestaltet. Dann erst verstehe ich, was du von mir willst.
"Sieh mich an", bitte ich dich und ich finde es immer noch seltsam, Worte zu benutzen, wenn ich mit dir zusammen bin. Aber du magst es so, als werde ich dir diesen kleinen Wunsch erfüllen. Ich bin schließlich ja nicht auf den Mund gefallen. "Möchtest du mich heiraten?", frage ich dich und du lächelst. Dann hältst du mir ungeduldig die Hand hin und bringst mich damit zum Lachen. Jetzt kannst du den Ring gar nicht mehr schnell genug am Finger haben und ich frage mich, wieviel Selbstbeherrschung es dir gekostet hat, darauf zu warten, dass ich verstehe, was du mir sagen wolltest.
Du fällst mir glücklich um den Hals und küsst mich. Genau so wie ich dich am liebsten mag. Und ehrlich, wer braucht schon Worte? Du bekommst das alles ganz gut ohne hin.



Date: 2012-07-25 03:50 pm (UTC)
der_jemand: (abby and kate)
From: [personal profile] der_jemand
Eeep, schöner letzter Satz. ♥

Und ich mag die Kennenlernsituation, der Umschwung macht den Erzähler gleich richtig sympathisch.^^
(Und schickes Blau, wollte ich doch noch erwähnt haben.^^)

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