Team: Ovid
Challenge: Angst/h/c- Falsche Zeit, falscher Ort [Für mich]
Fandom: Thor (Marvel)
Wörter: ~900
Kommentar: Erstmal vorweg: Ich hab von dem Universe keine Ahnung und bin nur ein dummes Fangirl, das lediglich die Filme kennt. Daher bitte ich, Ungenauigkeiten und evt. ooc zu entschuldigen. Ich bin nicht mal so ein großer Fan von Jane/Thor, aber ich mag die Art wie sie miteinander umgehen.
Das Klingeln ihres Handys riss sie so brutal aus dem Schlaf, dass sie ihren ersten Impuls- das Drecksteil gegen die Wand feuern- gewaltsam unterdrücken musste. Ein iPhone warf man nicht gegen die Wand. Sie hatte es sich erst vor einigen Wochen auf Drängen von Darcy gekauft. Darcy schwor auf Apple-Produkte und hatte am Abend des Tages, an dem Jane das Telefon gekauft hatte, noch stundenlang auf der Stufe des Eingangs ihres Wohnwagens gesessen und mit einer Computerstimme aus dem iPhone gesprochen. Siri. Oder irgendsoetwas.
Jane riss das Telefon vom Nachttisch und starrte mit geblendeten Augen auf das Display: Unbekannt. Mit schlaftrunkenen Fingern schob sie den unechten Riegel zur Seite. Jetzt war sie ohnehin wach, da konnte sie genauso gut rangehen.
„Hallo?“
In der Leitung knisterte es wie an einem Lagerfeuer.
„Hallo? Wer ist denn da?“
Es antwortete niemand.
„Sind Sie das, Mister Coulson? Hören Sie“,
Sie setzte sich missmutig im Bett auf.
„Was immer Sie an Informationen wollen, ich habe nichts. Jetzt antworten Sie oder hören Sie mich nicht mitten in der Nacht ab.“
„Jane Foster.“
Sie stockte. Nein, das war nicht Agent Coulson.
Aber diese bärige Stimme würde sie womöglich überall wiedererkennen.
Sie machte den Mund einmal auf ohne dass etwas herauskam, schloss sie ihn und öffnete ihn wieder.
„Woher hast du meine Nummer?“
Nicht ihre intelligenteste Art, das Gespräch zu beginnen. Zumindest nicht dieses. Zu ihrer Verteidigung, er war auch nicht besser.
„Dein Studiengefährte hat sie mir gegeben.“
„Wer? Erik? Wann?“
„Als ich ihn das letzte Mal traf. Ich bin mir nicht sicher, aber er ich glaube, das war seine Art, seinen Dank dafür auszudrücken, dass wir ihn von Lokis Bann befreit und die Erde gerettet haben.“
Sie blinzelte.
Es war inzwischen einige Monate her, dass die Typen von S.H.I.E.L.D gekommen waren und sie einfach so gegriffen und nach werwussteschonwohin verbracht hatten. Sie wäre in großer Gefahr. Es hätte mit den Ereignissen in New Mexico zu tun. Und das war alles gewesen.
Erst hinterher hatte sie aus dem Fernsehen und der Zeitung, dann schließlich von Erik selbst erfahren, was sich überhaupt abgespielt hatte in New York.
„Und jetzt bist du auf der Erde?“, fragte sie, mit einem Mal sehr wach, nach.
„Nein. Ich bin in Asgard. Heimdall, unser Wächter zwischen den Welten, konnte diese Verbindung herstellen, aber sie wird wohl nicht lange halten.“
Sie seufzte. Den Bruchteil einer Sekunde war sie versucht zu fragen, welche Vorwahl die Erde habe.
„Ein Ferngespräch also. Ich hoffe, das schlägt sich nicht in meiner Telefonrechnung nieder.“
„Du sagst schon wieder so seltsame Dinge. Wer rechnet?“
„Nein, nichts, alles ist in Ordnung. Also ähm...was ist der Anlass?“
Es war irgendwie einfacher, wenn er vor ihr stand. Mit einem Asen über Millionen von Lichtjahren zu telefonieren, das war seltsam.
„Ist irgendetwas passiert? Dein Bruder?“
„Nein, nein, sei unbesorgt. Auch hier ist alles in Ordnung. Ich...ich wollte nur...“
Er klang verlegen.
„Ich war ein wenig anderweitig beschäftigt bei meinem letzten Mal auf der Erde. Zu gern hätte ich dich aufgesucht, aber...“
„Kein Problem“, riegelte sie schnell ab,
„Ich glaube, die Existenz der Erde war wirklich wichtiger. Und Erik. Und die Sache mit deinem Bruder.“
Sie kaute auf ihrer Unterlippe herum.
Es war gar nicht so schwer auszukommen, wenn sie nicht daran dachte.
Doch nun, da sie ihn hören konnte, ihn sprechen und schlucken und atmen hören konnte, da merkte sie, dass sie Thor vermisste.
„Dennoch“, sagte er und das Knistern in der Leitung wurde lauter.
„Wisse, dass ich dich nicht vergessen habe. Und dass ich die nie vergessen werde, Jane Foster. Ich komme zurück, und wenn es das letzte ist, was ich tue.“
Sie unterdrückte ein Lachen ob seiner schwülstigen Ausdrucksweise.
So ganz war ihr immer noch nicht klar, was sie an diesem grobschlächtigen Kerl mit dem kratzigen Bart und dem kindischen Gemüt so mochte. Wahrscheinlich das Warmherzige und die entwaffnende Ehrlichkeit. Irgendetwas musste da ja sein, wenn sie hin und wieder neben der Arbeit das Foto aufrief, welches Darcy damals von ihm auf Facebook hochgeladen hatte. Dabei sah er darauf aus wie der letzte Idiot.
„Wann auch immer das ist“, murmelte sie und lächelte traurig.
„Ein Menschenleben ist nicht so lang, weißt du.“
Vor Jahren hatte sie eine Fernbeziehung geführt. Aber der Mann hatte in Florida gelebt. Asgard war nicht Florida.
„Wahrscheinlich sind wir immer zur falschen Zeit am falschen Ort. Millionen Lichtjahre entfernt. Oder nur ein paar hundert Kilometer. Trotzdem immer noch der falsche Ort.“
„Aber solange wir einander zustreben, gibt es doch Hoffnung.“
„Hoffnung bewegt nichts“, sagte sie.
„Wissenschaft bewegt Dinge. Und ehe ich damit aufhöre, muss schon noch einiges mehr passieren.“
Sie zuckte mit den Schultern.
„Was ist schon ein Universum?“
Jetzt lachte er.
„Ach, Jane Foster“, säuselte er. Sie hatte gar nicht gewusst, dass er säuseln konnte.
Dann folgte ein Satz, den sie nicht verstehen konnte. Das Knacken nahm Überhand.
„Sprich lauter, ich hör dich kaum noch!“
„Ich sagte, ich-“
Dann war der Kontakt abgebrochen.
Viel zu früh um überhaupt raten zu können, was er hatte sagen wollen.
Sie saß noch lange aufrecht im Bett, das dumme iPhone längst vergessen.
Wenn es einmal geklappt hatte, würde es wieder funktionieren.
Wenn ein Telefonat funktionierte, dann auch größere Dinge?
Und doch ergriff sie mit einem Mal die Angst, dass dies womöglich das letzte Mal gewesen war, dass sie irgendetwas von Thor gehört hatte.
Challenge: Angst/h/c- Falsche Zeit, falscher Ort [Für mich]
Fandom: Thor (Marvel)
Wörter: ~900
Kommentar: Erstmal vorweg: Ich hab von dem Universe keine Ahnung und bin nur ein dummes Fangirl, das lediglich die Filme kennt. Daher bitte ich, Ungenauigkeiten und evt. ooc zu entschuldigen. Ich bin nicht mal so ein großer Fan von Jane/Thor, aber ich mag die Art wie sie miteinander umgehen.
Das Klingeln ihres Handys riss sie so brutal aus dem Schlaf, dass sie ihren ersten Impuls- das Drecksteil gegen die Wand feuern- gewaltsam unterdrücken musste. Ein iPhone warf man nicht gegen die Wand. Sie hatte es sich erst vor einigen Wochen auf Drängen von Darcy gekauft. Darcy schwor auf Apple-Produkte und hatte am Abend des Tages, an dem Jane das Telefon gekauft hatte, noch stundenlang auf der Stufe des Eingangs ihres Wohnwagens gesessen und mit einer Computerstimme aus dem iPhone gesprochen. Siri. Oder irgendsoetwas.
Jane riss das Telefon vom Nachttisch und starrte mit geblendeten Augen auf das Display: Unbekannt. Mit schlaftrunkenen Fingern schob sie den unechten Riegel zur Seite. Jetzt war sie ohnehin wach, da konnte sie genauso gut rangehen.
„Hallo?“
In der Leitung knisterte es wie an einem Lagerfeuer.
„Hallo? Wer ist denn da?“
Es antwortete niemand.
„Sind Sie das, Mister Coulson? Hören Sie“,
Sie setzte sich missmutig im Bett auf.
„Was immer Sie an Informationen wollen, ich habe nichts. Jetzt antworten Sie oder hören Sie mich nicht mitten in der Nacht ab.“
„Jane Foster.“
Sie stockte. Nein, das war nicht Agent Coulson.
Aber diese bärige Stimme würde sie womöglich überall wiedererkennen.
Sie machte den Mund einmal auf ohne dass etwas herauskam, schloss sie ihn und öffnete ihn wieder.
„Woher hast du meine Nummer?“
Nicht ihre intelligenteste Art, das Gespräch zu beginnen. Zumindest nicht dieses. Zu ihrer Verteidigung, er war auch nicht besser.
„Dein Studiengefährte hat sie mir gegeben.“
„Wer? Erik? Wann?“
„Als ich ihn das letzte Mal traf. Ich bin mir nicht sicher, aber er ich glaube, das war seine Art, seinen Dank dafür auszudrücken, dass wir ihn von Lokis Bann befreit und die Erde gerettet haben.“
Sie blinzelte.
Es war inzwischen einige Monate her, dass die Typen von S.H.I.E.L.D gekommen waren und sie einfach so gegriffen und nach werwussteschonwohin verbracht hatten. Sie wäre in großer Gefahr. Es hätte mit den Ereignissen in New Mexico zu tun. Und das war alles gewesen.
Erst hinterher hatte sie aus dem Fernsehen und der Zeitung, dann schließlich von Erik selbst erfahren, was sich überhaupt abgespielt hatte in New York.
„Und jetzt bist du auf der Erde?“, fragte sie, mit einem Mal sehr wach, nach.
„Nein. Ich bin in Asgard. Heimdall, unser Wächter zwischen den Welten, konnte diese Verbindung herstellen, aber sie wird wohl nicht lange halten.“
Sie seufzte. Den Bruchteil einer Sekunde war sie versucht zu fragen, welche Vorwahl die Erde habe.
„Ein Ferngespräch also. Ich hoffe, das schlägt sich nicht in meiner Telefonrechnung nieder.“
„Du sagst schon wieder so seltsame Dinge. Wer rechnet?“
„Nein, nichts, alles ist in Ordnung. Also ähm...was ist der Anlass?“
Es war irgendwie einfacher, wenn er vor ihr stand. Mit einem Asen über Millionen von Lichtjahren zu telefonieren, das war seltsam.
„Ist irgendetwas passiert? Dein Bruder?“
„Nein, nein, sei unbesorgt. Auch hier ist alles in Ordnung. Ich...ich wollte nur...“
Er klang verlegen.
„Ich war ein wenig anderweitig beschäftigt bei meinem letzten Mal auf der Erde. Zu gern hätte ich dich aufgesucht, aber...“
„Kein Problem“, riegelte sie schnell ab,
„Ich glaube, die Existenz der Erde war wirklich wichtiger. Und Erik. Und die Sache mit deinem Bruder.“
Sie kaute auf ihrer Unterlippe herum.
Es war gar nicht so schwer auszukommen, wenn sie nicht daran dachte.
Doch nun, da sie ihn hören konnte, ihn sprechen und schlucken und atmen hören konnte, da merkte sie, dass sie Thor vermisste.
„Dennoch“, sagte er und das Knistern in der Leitung wurde lauter.
„Wisse, dass ich dich nicht vergessen habe. Und dass ich die nie vergessen werde, Jane Foster. Ich komme zurück, und wenn es das letzte ist, was ich tue.“
Sie unterdrückte ein Lachen ob seiner schwülstigen Ausdrucksweise.
So ganz war ihr immer noch nicht klar, was sie an diesem grobschlächtigen Kerl mit dem kratzigen Bart und dem kindischen Gemüt so mochte. Wahrscheinlich das Warmherzige und die entwaffnende Ehrlichkeit. Irgendetwas musste da ja sein, wenn sie hin und wieder neben der Arbeit das Foto aufrief, welches Darcy damals von ihm auf Facebook hochgeladen hatte. Dabei sah er darauf aus wie der letzte Idiot.
„Wann auch immer das ist“, murmelte sie und lächelte traurig.
„Ein Menschenleben ist nicht so lang, weißt du.“
Vor Jahren hatte sie eine Fernbeziehung geführt. Aber der Mann hatte in Florida gelebt. Asgard war nicht Florida.
„Wahrscheinlich sind wir immer zur falschen Zeit am falschen Ort. Millionen Lichtjahre entfernt. Oder nur ein paar hundert Kilometer. Trotzdem immer noch der falsche Ort.“
„Aber solange wir einander zustreben, gibt es doch Hoffnung.“
„Hoffnung bewegt nichts“, sagte sie.
„Wissenschaft bewegt Dinge. Und ehe ich damit aufhöre, muss schon noch einiges mehr passieren.“
Sie zuckte mit den Schultern.
„Was ist schon ein Universum?“
Jetzt lachte er.
„Ach, Jane Foster“, säuselte er. Sie hatte gar nicht gewusst, dass er säuseln konnte.
Dann folgte ein Satz, den sie nicht verstehen konnte. Das Knacken nahm Überhand.
„Sprich lauter, ich hör dich kaum noch!“
„Ich sagte, ich-“
Dann war der Kontakt abgebrochen.
Viel zu früh um überhaupt raten zu können, was er hatte sagen wollen.
Sie saß noch lange aufrecht im Bett, das dumme iPhone längst vergessen.
Wenn es einmal geklappt hatte, würde es wieder funktionieren.
Wenn ein Telefonat funktionierte, dann auch größere Dinge?
Und doch ergriff sie mit einem Mal die Angst, dass dies womöglich das letzte Mal gewesen war, dass sie irgendetwas von Thor gehört hatte.
no subject
Date: 2012-07-23 05:36 pm (UTC)Liebe. ♥
Und du ahst die Art der beiden wirklich gut getroffen (sag ich, die Thor nur im Dämmerschlaf geguckt hat... abe egal!). - Es war angstig aber gleichzeitig sehr amüsant sie.^^