Team: Ovid
Challenge: Angst/h/c: Zu heiß/zu kalt [Für mich]
Wörter: 475
Fandom: Original
Kommentar: Ich kenn die beiden nicht, sie sind nur zu Besuch. Allgemein sollte ich allerdings versuchen, mich nicht zu sehr auf meinen Fetisch des flüchtenden (Irgendwie)Pärchens zu versteifen. Als Inspiration diente "S.O.S" von Subqay to Sally sowie "El manana" von den Gorillaz.
Die Steppe, welche in den geblendeten Augen so weiß wie Schnee erscheint, getupft mit kleinen, grauen Pflänzchen. Bei Nacht zu kalt, am Tage zu heiß.
Schon seit Tagen wird ihm speiübel vom Geräusch seiner eigenen Schritte, dem sanften Tapsen weichen Leders auf Steinchen, auf knirschendem Sand. Sand klebt ihm auch in den Nasenlöchern, zwischen den Zähnen, wo er gedankenlos auf ihm herumkaut um sich vom Hunger abzulenken.
Er ist eine laufende Statue. Nicht mehr, nicht weniger. Es ist, als wäre auch sein Herz verstaubt. Ihre Hand hat er seit Tagen, seit ewigen Stunden, nicht losgelassen und er ist bedacht darauf, seinen Schritt dem ihren anzupassen. Ab und an schließt sie ihre hellen Augen, weil die Sonne ihr alle Sinne nimmt. Hin und wieder fasst sie fester nach seinem Arm, wenn er stolpert und seine schwachen Beine einzuknicken drohen.
In seinen vom Sonnenstich gemarterten Gedanken fragt er sich, warum sie noch so viel mehr Kraft hat als er. Gegessen haben sie das gleiche, gelaufen sind sie die dieselbe Strecke. Ab und an stiehlt sich ein sehnsüchtig wirrer Gedanke dazwischen, der beim Anblick ihrer Brüste unter dem verstaubten Hemd Vergleiche mit Kamelhöckern zieht. Nur dann noch bemerkt er, dass er und sie, zwei namenlos gewordene Flüchtlinge, außer dem Leben am seidenen Faden nichts gemeinsam haben.
Verzweiflung vereint. Das zweifellos. Nachts liegen sie umschlungen, wenn die Luft beißt und sticht wie tausend Nadeln. Zu kalt, alles zu kalt, selbst ihre Herzen scheinen zu gefrieren.
Tagsüber knoten sie irgendwann die Hemden auf den Köpfen zusammen. Ein Sonnenbrand ist besser als ein gekochtes Gehirn. Dazwischen kleine Tümpel mit Wasser, das verdaut schmeckt.
Manchmal schaut er nach oben in den todbringenden Himmel und seine Augen schreiben S.O.S hinein.
Wie lange noch?
Sie lehnen an einem einsamen Baum und die Sonne geht unter.
Er ist dieses Mal wirklich eingeknickt, genau hier, und seine Beine wollen nicht mehr weiter.
In der Ferne flirren andere Bäume in der Hitze. Die Landschaft verändert sich. Ein Zeichen, dass sie nahe sind, dass sich dort hinten am Horizont bald erste Häuser der Städte erheben mögen. Doch er ist zu erschöpft um sich darüber freuen zu können.
Wenn der Weg nur lang genug ist, spielt das Ziel irgendwann keine Rolle mehr.
Es liegt kein Heil in alledem.
„Sollten wir es schaffen“, sagt sie mit seufzendem Tonfall,
„Werden wir uns nie wiedersehen.“
Er blinzelt müde und hat Angst, dass sein Herz zu langsam schlägt.
„Ein wir, das gibt es nur jetzt.“
Und sie wendet ihm den Blick zu. Als sie lächelt, zeichnet die Staubschicht auf ihrer Haut spitze Falten in ihr Gesicht.
„Aber solange bin ich froh darüber.“
Sie- ein davongelaufener Flüchtling zwischen Angst und Trotz. Er- ausgestoßener Sohn einer hohen Adelsfamilie.
Eigentlich, denkt er als ihm die Augen zufallen und er in einen finsteren, unruhigen Schlummer abdriftet, eigentlich würden sie doch ganz gut zusammenpassen.
Challenge: Angst/h/c: Zu heiß/zu kalt [Für mich]
Wörter: 475
Fandom: Original
Kommentar: Ich kenn die beiden nicht, sie sind nur zu Besuch. Allgemein sollte ich allerdings versuchen, mich nicht zu sehr auf meinen Fetisch des flüchtenden (Irgendwie)Pärchens zu versteifen. Als Inspiration diente "S.O.S" von Subqay to Sally sowie "El manana" von den Gorillaz.
Die Steppe, welche in den geblendeten Augen so weiß wie Schnee erscheint, getupft mit kleinen, grauen Pflänzchen. Bei Nacht zu kalt, am Tage zu heiß.
Schon seit Tagen wird ihm speiübel vom Geräusch seiner eigenen Schritte, dem sanften Tapsen weichen Leders auf Steinchen, auf knirschendem Sand. Sand klebt ihm auch in den Nasenlöchern, zwischen den Zähnen, wo er gedankenlos auf ihm herumkaut um sich vom Hunger abzulenken.
Er ist eine laufende Statue. Nicht mehr, nicht weniger. Es ist, als wäre auch sein Herz verstaubt. Ihre Hand hat er seit Tagen, seit ewigen Stunden, nicht losgelassen und er ist bedacht darauf, seinen Schritt dem ihren anzupassen. Ab und an schließt sie ihre hellen Augen, weil die Sonne ihr alle Sinne nimmt. Hin und wieder fasst sie fester nach seinem Arm, wenn er stolpert und seine schwachen Beine einzuknicken drohen.
In seinen vom Sonnenstich gemarterten Gedanken fragt er sich, warum sie noch so viel mehr Kraft hat als er. Gegessen haben sie das gleiche, gelaufen sind sie die dieselbe Strecke. Ab und an stiehlt sich ein sehnsüchtig wirrer Gedanke dazwischen, der beim Anblick ihrer Brüste unter dem verstaubten Hemd Vergleiche mit Kamelhöckern zieht. Nur dann noch bemerkt er, dass er und sie, zwei namenlos gewordene Flüchtlinge, außer dem Leben am seidenen Faden nichts gemeinsam haben.
Verzweiflung vereint. Das zweifellos. Nachts liegen sie umschlungen, wenn die Luft beißt und sticht wie tausend Nadeln. Zu kalt, alles zu kalt, selbst ihre Herzen scheinen zu gefrieren.
Tagsüber knoten sie irgendwann die Hemden auf den Köpfen zusammen. Ein Sonnenbrand ist besser als ein gekochtes Gehirn. Dazwischen kleine Tümpel mit Wasser, das verdaut schmeckt.
Manchmal schaut er nach oben in den todbringenden Himmel und seine Augen schreiben S.O.S hinein.
Wie lange noch?
Sie lehnen an einem einsamen Baum und die Sonne geht unter.
Er ist dieses Mal wirklich eingeknickt, genau hier, und seine Beine wollen nicht mehr weiter.
In der Ferne flirren andere Bäume in der Hitze. Die Landschaft verändert sich. Ein Zeichen, dass sie nahe sind, dass sich dort hinten am Horizont bald erste Häuser der Städte erheben mögen. Doch er ist zu erschöpft um sich darüber freuen zu können.
Wenn der Weg nur lang genug ist, spielt das Ziel irgendwann keine Rolle mehr.
Es liegt kein Heil in alledem.
„Sollten wir es schaffen“, sagt sie mit seufzendem Tonfall,
„Werden wir uns nie wiedersehen.“
Er blinzelt müde und hat Angst, dass sein Herz zu langsam schlägt.
„Ein wir, das gibt es nur jetzt.“
Und sie wendet ihm den Blick zu. Als sie lächelt, zeichnet die Staubschicht auf ihrer Haut spitze Falten in ihr Gesicht.
„Aber solange bin ich froh darüber.“
Sie- ein davongelaufener Flüchtling zwischen Angst und Trotz. Er- ausgestoßener Sohn einer hohen Adelsfamilie.
Eigentlich, denkt er als ihm die Augen zufallen und er in einen finsteren, unruhigen Schlummer abdriftet, eigentlich würden sie doch ganz gut zusammenpassen.
no subject
Date: 2012-07-19 06:47 pm (UTC)also zu fuß durch die wüste zu fliehen war ja noch nie eine gute idee *hust*
no subject
Date: 2012-07-20 10:03 am (UTC)..und trotzdem machen sie es immer wieder *kopfschüttel*
no subject
Date: 2012-07-23 12:38 pm (UTC)Jedenfalls eine sehr nahegehende Flucht! <3