Team: Dickinson
Autor: Jenchan
Titel: Alles hat seinen Preis
Challenge: H/C/Angst - Falsche Zeit, falscher Ort (für's Team)
Fandom: Original
Charaktere: Du (weiblich)
Wörter: ~780
Warnings: Prostitution | unbetaed, nicht Korrektur gelesen (weil ich in dieser Perspektive nicht oft schreibe, wahrscheinlich massig Fehler)
Disclaimer: Alles meins.
Continuation: Davon
Kommentar: Eigentlich war es ja schon gestern fertig, aber ich hab nicht die Motivation gefunden, es online zu stellen, zumal ich mitten in meinen Reisevorbereitungen steckte. Jetzt sitz ich im ICE und naja - um 7 Uhr ist noch niemand online. Ich habe also die Ruhe genutzt, um das noch hochzustellen.
Alles hat seinen Preis
Heute war definitiv nicht dein Tag, wobei du ja findest, dass es relativ war. Seit du ins Rotlicht-Milieu abgerutscht bist, hat sich deine Nacht zum Tag gewandelt. Es war die letzte Nacht, die dir nachhängt. Der Kunde war nicht gerade feinfühlig gewesen.
Schon die letzten Wochen bemerkst du immer häufiger, wie deine Gefühle abstumpfen und dieser Freier hatte dir nicht dabei geholfen, dass du diesen Prozess verlangsamst. Ihn zu stoppen war Utopie, das weißt du ganz genau.
Als du in den frühen Morgenstunden nach Hause gekommen bist, hast du alle deine Knochen gespürt. Du wolltest nur ins Bett, aber bevor du das tun kannst, musst du unbedingt duschen.
Deine schäbige Wohnung hat dir nur wieder vor Augen geführt, wie erbärmlich dein Leben geworden war. Ausgerechnet heute, wo du dringen eine heiße Dusche gebraucht hättest, fällt dann auch noch das Warmwasser aus. Das kalte Nass hat dich aufgeweckt und du lagst noch lange in deinem Bett wach.
Gerade als du es geschafft hattest, einzuschlafen, läutete dein Telefon. Es war nicht irgendwer - das erkanntest du am Klingelton. Das Handy bezahlte Er und Er war es auch, der dir die Kunden brachte. Von dem Geld siehst du nur einen kleinen Bruchteil - genug, dass du am Monatsende die Miete bezahlen konntest, aber viel zu wenig für das, was du dafür opferst.
Er verlangte von dir, dass du auf der Stelle zu ihm kommst und natürlich bist du sofort aufgesprungen. Einmal hast du den Fehler begangen, dass du ihn warten ließt und er ließ dich dafür büßen. So sehr, dass du dir geschworen hast, dich nie wieder seinen Forderungen zu widersetzen. Nicht, solange du keine Möglichkeit gefunden hast, wie du im Leben alleine zurecht kommen kannst - in deinem neuen Leben.
Ab dem Anruf ging einfach alles schief, was nur schief laufen konnte. Beim überstürzten Verlassen deiner Wohnung, brach dir ein Absatz ab. Reparieren konntest du ihn nicht mehr, also hast du die Schuhe auf deine Sportschuhe gewechselt. Natürlich passte das nicht zu deinem Outfit, aber du hattest keine Zeit mehr.
Vor der Nase fuhr dir dann der Bus davon, also musstest du zur nächsten Bahnstation laufen. Als du dort ankamst, erfuhrst du, dass die Bahn Verspätung hatte. Schweren Herzens riefst du ihn zurück, aber natürlich war er nicht begeistert.
Du solltest dich in ein Taxi setzen, er würde es dir bezahlen. Das tatest du und prompt bist du in einem Stau gelandet. Ab da war dir nur noch zum Heulen zumute. Aber du warst schon zu abgestumpft, als dass es dir wirklich schwer fiel, Tränen zurückzuhalten.
Auch wenn du wirklich nichts dafür konntest war er extrem wütend, dass du zu spät kamst und nachdem er dich recht grob zurechtgewiesen hatte, schickte er dich zu einer Adresse. Dort solltest du warten - ein Mann würde dich abholen.
Er war zwar nicht begeistert über dein Auftreten, aber er meinte, letztlich würden ja doch nur deine anderen Fähigkeiten zählen. Du solltest dich also besser heute noch mehr als sonst bemühen und sehr überzeugend sein.
Also machtest du dich auf den Weg, aber das Pech verfolgte dich. Du brauchtest eine gefühlte Ewigkeit, bis du dort ankamst. Nur um wieder wegzulaufen. Deine Nerven lagen blank, während du durch die Gassen hetztest und dich immer wieder nach deinen Verfolgern umsahst. Du hast Dinge beobachtet, die du nicht hättest sehen sollen, Dinge, mit denen du nichts zu tun haben wolltest.
Sie haben dich gesehen, aber die Angst ließ dir Flügel wachsen.
Vollkommen erschöpft konntest du dich hinter einen Müllcontainer kauern. Es stinkt verfault und nach Urin, ein Aroma-Mix der dir den Magen umdreht. Erst als einige Leute an der Straße vorbeilaufen, sinkst du in dich zusammen und beginnst zu schluchzten. Deine Nerven liegen blank und es ist das erste Mal, dass du dir den Tod herbeiwünschtest. Das oder zumindest irgendjemanden, der diese ganze Kacke beendete.
Du zuckst zusammen, als nicht weit von dir plötzlich eine Metalltüre quietschend aufschwingt. Ängstlich kuckst du hoch und heraus tritt ein Mann, den du nur zu gut kennst. Die Spinne ist überrascht, dass du hier hockst, merkt aber sofort, dass etwas nicht stimmt.
Ohne ein Wort zu sagen, kommt er auf dich zu und du siehst vor deinem inneren Auge die Spinne auf seiner Brust. Du hast das Gefühl, seine Bewegungen sind genauso leise und sanft wie seine ständige Begleiterin.
Dann streckte er die Hand aus und wie in Trance ergreifst du sie. Als er dir auf die Bein hilft, hast du das eigenartige Gefühl, gerettet zu werden. Aber du weißt genau, dass seine Geste nicht ein Akt der Nächstenliebe war. Du weißt, dass du ihm etwas dafür geben musst, aber vielleicht war das das kleinere Übel.
Autor: Jenchan
Titel: Alles hat seinen Preis
Challenge: H/C/Angst - Falsche Zeit, falscher Ort (für's Team)
Fandom: Original
Charaktere: Du (weiblich)
Wörter: ~780
Warnings: Prostitution | unbetaed, nicht Korrektur gelesen (weil ich in dieser Perspektive nicht oft schreibe, wahrscheinlich massig Fehler)
Disclaimer: Alles meins.
Continuation: Davon
Kommentar: Eigentlich war es ja schon gestern fertig, aber ich hab nicht die Motivation gefunden, es online zu stellen, zumal ich mitten in meinen Reisevorbereitungen steckte. Jetzt sitz ich im ICE und naja - um 7 Uhr ist noch niemand online. Ich habe also die Ruhe genutzt, um das noch hochzustellen.
Alles hat seinen Preis
Heute war definitiv nicht dein Tag, wobei du ja findest, dass es relativ war. Seit du ins Rotlicht-Milieu abgerutscht bist, hat sich deine Nacht zum Tag gewandelt. Es war die letzte Nacht, die dir nachhängt. Der Kunde war nicht gerade feinfühlig gewesen.
Schon die letzten Wochen bemerkst du immer häufiger, wie deine Gefühle abstumpfen und dieser Freier hatte dir nicht dabei geholfen, dass du diesen Prozess verlangsamst. Ihn zu stoppen war Utopie, das weißt du ganz genau.
Als du in den frühen Morgenstunden nach Hause gekommen bist, hast du alle deine Knochen gespürt. Du wolltest nur ins Bett, aber bevor du das tun kannst, musst du unbedingt duschen.
Deine schäbige Wohnung hat dir nur wieder vor Augen geführt, wie erbärmlich dein Leben geworden war. Ausgerechnet heute, wo du dringen eine heiße Dusche gebraucht hättest, fällt dann auch noch das Warmwasser aus. Das kalte Nass hat dich aufgeweckt und du lagst noch lange in deinem Bett wach.
Gerade als du es geschafft hattest, einzuschlafen, läutete dein Telefon. Es war nicht irgendwer - das erkanntest du am Klingelton. Das Handy bezahlte Er und Er war es auch, der dir die Kunden brachte. Von dem Geld siehst du nur einen kleinen Bruchteil - genug, dass du am Monatsende die Miete bezahlen konntest, aber viel zu wenig für das, was du dafür opferst.
Er verlangte von dir, dass du auf der Stelle zu ihm kommst und natürlich bist du sofort aufgesprungen. Einmal hast du den Fehler begangen, dass du ihn warten ließt und er ließ dich dafür büßen. So sehr, dass du dir geschworen hast, dich nie wieder seinen Forderungen zu widersetzen. Nicht, solange du keine Möglichkeit gefunden hast, wie du im Leben alleine zurecht kommen kannst - in deinem neuen Leben.
Ab dem Anruf ging einfach alles schief, was nur schief laufen konnte. Beim überstürzten Verlassen deiner Wohnung, brach dir ein Absatz ab. Reparieren konntest du ihn nicht mehr, also hast du die Schuhe auf deine Sportschuhe gewechselt. Natürlich passte das nicht zu deinem Outfit, aber du hattest keine Zeit mehr.
Vor der Nase fuhr dir dann der Bus davon, also musstest du zur nächsten Bahnstation laufen. Als du dort ankamst, erfuhrst du, dass die Bahn Verspätung hatte. Schweren Herzens riefst du ihn zurück, aber natürlich war er nicht begeistert.
Du solltest dich in ein Taxi setzen, er würde es dir bezahlen. Das tatest du und prompt bist du in einem Stau gelandet. Ab da war dir nur noch zum Heulen zumute. Aber du warst schon zu abgestumpft, als dass es dir wirklich schwer fiel, Tränen zurückzuhalten.
Auch wenn du wirklich nichts dafür konntest war er extrem wütend, dass du zu spät kamst und nachdem er dich recht grob zurechtgewiesen hatte, schickte er dich zu einer Adresse. Dort solltest du warten - ein Mann würde dich abholen.
Er war zwar nicht begeistert über dein Auftreten, aber er meinte, letztlich würden ja doch nur deine anderen Fähigkeiten zählen. Du solltest dich also besser heute noch mehr als sonst bemühen und sehr überzeugend sein.
Also machtest du dich auf den Weg, aber das Pech verfolgte dich. Du brauchtest eine gefühlte Ewigkeit, bis du dort ankamst. Nur um wieder wegzulaufen. Deine Nerven lagen blank, während du durch die Gassen hetztest und dich immer wieder nach deinen Verfolgern umsahst. Du hast Dinge beobachtet, die du nicht hättest sehen sollen, Dinge, mit denen du nichts zu tun haben wolltest.
Sie haben dich gesehen, aber die Angst ließ dir Flügel wachsen.
Vollkommen erschöpft konntest du dich hinter einen Müllcontainer kauern. Es stinkt verfault und nach Urin, ein Aroma-Mix der dir den Magen umdreht. Erst als einige Leute an der Straße vorbeilaufen, sinkst du in dich zusammen und beginnst zu schluchzten. Deine Nerven liegen blank und es ist das erste Mal, dass du dir den Tod herbeiwünschtest. Das oder zumindest irgendjemanden, der diese ganze Kacke beendete.
Du zuckst zusammen, als nicht weit von dir plötzlich eine Metalltüre quietschend aufschwingt. Ängstlich kuckst du hoch und heraus tritt ein Mann, den du nur zu gut kennst. Die Spinne ist überrascht, dass du hier hockst, merkt aber sofort, dass etwas nicht stimmt.
Ohne ein Wort zu sagen, kommt er auf dich zu und du siehst vor deinem inneren Auge die Spinne auf seiner Brust. Du hast das Gefühl, seine Bewegungen sind genauso leise und sanft wie seine ständige Begleiterin.
Dann streckte er die Hand aus und wie in Trance ergreifst du sie. Als er dir auf die Bein hilft, hast du das eigenartige Gefühl, gerettet zu werden. Aber du weißt genau, dass seine Geste nicht ein Akt der Nächstenliebe war. Du weißt, dass du ihm etwas dafür geben musst, aber vielleicht war das das kleinere Übel.