[Angst/h/c- Joker- Für mich]
Jul. 17th, 2012 08:39 pmTeam: Ovid
Challenge: Angst/h/c- Joker (Challenge: "Das hast dir selbst zuzuschreiben" vom 05.06.12)- [Für mich]
Fandom: Digimon 02
Pairing: Taito
Kommentar: Fortsetzung zu Notausgang von letzter Woche. Nicht die tollste Fortsetzung, aber ich hatte den Drang, es irgendwie abzuschließen. (Daher auch dieser Titel, der total lame ist.)
Es half nicht, dass Taichi in Momenten von Sorge und Angst trotz seines Alters noch immer aussah wie ein verprügelter Welpe. Es half ebenso wenig, dass er anscheinend mit dem Kater seines Lebens neben Yamato aufgewacht und zur Toilette gerast war als ginge es um sein Leben; dass er auch dann noch über der Kloschüssel hing, als die Krämpfe nachgelassen hatten und stimmlos gegen das weiße Porzellan weinte, womöglich, weil ihm beim Kotzen die Geschehnisse von letzter Nacht wieder eingefallen waren.
Yamato stand in der Badezimmertür und schaute missbilligend herunter auf das Häuflein Elend. In seiner Kehle saßen noch immer böse Worte, viel zu viele gemeine, böse Worte. Was sollte das? Taichi hatte sich gestern selbst zum Affen gemacht, nicht ihn. Gab es nicht eigentlich eine bessere Zeit als jetzt, sich in seinem unnötigen Stolz gekränkt zu fühlen?
„Das hast du dir alles selbst zuzuschreiben“, war das einzige, was er sich nicht verkneifen konnte, und selbst das tat ihm sofort leid als Taichi ihn aus halboffenen, leidenden Augen von unten ansah.
Der verprügelte Welpe.
„Ja. Ich weiß. Ich weiß ja.“
Er nickte langsam.
„Ich kann verstehen, dass du sauer auf mich bist. Aber- aber wär's nicht besser gewesen, mich bei mir zu Hause ins Bett zu stecken? Ich hätte in dein Bett kotzen können.“
„Hast du aber nicht.“
Yamato ging langsam an ihm vorbei, betätigte die Klospülung und nahm einen sauberen Waschlappen aus dem Badezimmerschrank um ihn in warmes Wasser zu tränken.
„Ich konnte dich ja schließlich nicht alleinlassen in deinem Zustand.“
Taichi winkte ab;
„Du sagst es ja selbst; ich hab's nicht anders verdient.“
„Das hab ich nicht gesagt.“
Yamato ließ sich neben ihm nieder und begann in einer entschuldigenden Geste, Taichis Mund abzuwischen. Das Gesicht seines Freundes war blass und eingefallen, die typische post-Alkoholexzess-Erscheinung einer ganzen Generation.
Keiner der beiden erwähnte, dass Taichi sich die ganze Nacht lang in den Momenten, in denen sein Geist dem Bewusstsein näher als dem komaähnlichen Schlaf der Betrunkenen gewesen war, an Yamato festgeklammert hatte, ganz so als hätte er Angst gehabt, Yamato könnte jeden Augenblick verschwinden.
Mit müdem Blick legte Yamato eine Hand an Taichis Wange und spürte das noch immer nicht alt gewordenen, bekannte Flattern in seiner Magengegend als sein Freund seine Hand festhielt.
„Ich mach nicht Schluss“, sagte er, weil es das einzige war, was zu sagen wert war und er konnte sehen, wie Taichi förmlich ein Stein, nein, ein Gebirge vom Herzen fiel.
Im Normalfall hätte dieser sich wohl mit aller Wucht an ihn geworfen, so dass er hintenüber auf die kalten harten Fliesen gekippt wäre, doch nun beugte Taichi sich langsam nach vorne, schloss die rot geränderten Augen und drückte einen Kuss auf Yamatos Stirn.
Sie saßen lange schweigend da, halb ineinandergewunden bis ihnen die Beine einschliefen.
„Ich mach alles, was du willst“, beteuerte er, als sie sich wieder voneinander gelöst hatten.
„Solange du mir nur verzeihst.“
Dann wieder dieser Welpenblick.
„Soll ich mich outen? Vor dem Team?“
Yamato seufzte.
„Ich mach's!“
„Ich bin sauer“, sagte er,
„Kein Sadist. Ob du dich outen willst oder nicht, das sei dir überlassen.“
Er bedachte seinen Freund mit einem strengen Blick:
„Und ich möchte keine bescheuerten Beweise für deinen angeblichen Mut, indem du es doch tust! Ich kenne dich doch. Am Ende machst auch das wieder verkehrt und endest zusammengeschlagen irgendwo im Matsch.“
Taichi sah aus, als wolle er etwas sagen, presste dann aber die Lippen aufeinander.
Yamato holte tief Luft und seufzte erneut:
„Tut mir leid.“
Er legte den Arm um Taichi.
„Warum nochmal wollten wir das hier machen? Es ist verfickte Scheiße nochmal kompliziert.“
Er fluchte nicht oft – diese Gewohnheit überließ er tatsächlich eher Takeru, auch wenn ihm das selten jemand glaubte, aber dies war ein äußerst passender Augenblick.
Taichi lehnte sich an seiner Schulter an.
„Weil wir uns so entschieden haben“, nuschelte er.
„Und wenn du damit nicht aufhören willst, dann will ich das auch nicht.“
Sie gingen wieder ins Bett und versteckten sich vor Fußballteams und Alkohol bis der Abend anbrach.
Challenge: Angst/h/c- Joker (Challenge: "Das hast dir selbst zuzuschreiben" vom 05.06.12)- [Für mich]
Fandom: Digimon 02
Pairing: Taito
Kommentar: Fortsetzung zu Notausgang von letzter Woche. Nicht die tollste Fortsetzung, aber ich hatte den Drang, es irgendwie abzuschließen. (Daher auch dieser Titel, der total lame ist.)
Es half nicht, dass Taichi in Momenten von Sorge und Angst trotz seines Alters noch immer aussah wie ein verprügelter Welpe. Es half ebenso wenig, dass er anscheinend mit dem Kater seines Lebens neben Yamato aufgewacht und zur Toilette gerast war als ginge es um sein Leben; dass er auch dann noch über der Kloschüssel hing, als die Krämpfe nachgelassen hatten und stimmlos gegen das weiße Porzellan weinte, womöglich, weil ihm beim Kotzen die Geschehnisse von letzter Nacht wieder eingefallen waren.
Yamato stand in der Badezimmertür und schaute missbilligend herunter auf das Häuflein Elend. In seiner Kehle saßen noch immer böse Worte, viel zu viele gemeine, böse Worte. Was sollte das? Taichi hatte sich gestern selbst zum Affen gemacht, nicht ihn. Gab es nicht eigentlich eine bessere Zeit als jetzt, sich in seinem unnötigen Stolz gekränkt zu fühlen?
„Das hast du dir alles selbst zuzuschreiben“, war das einzige, was er sich nicht verkneifen konnte, und selbst das tat ihm sofort leid als Taichi ihn aus halboffenen, leidenden Augen von unten ansah.
Der verprügelte Welpe.
„Ja. Ich weiß. Ich weiß ja.“
Er nickte langsam.
„Ich kann verstehen, dass du sauer auf mich bist. Aber- aber wär's nicht besser gewesen, mich bei mir zu Hause ins Bett zu stecken? Ich hätte in dein Bett kotzen können.“
„Hast du aber nicht.“
Yamato ging langsam an ihm vorbei, betätigte die Klospülung und nahm einen sauberen Waschlappen aus dem Badezimmerschrank um ihn in warmes Wasser zu tränken.
„Ich konnte dich ja schließlich nicht alleinlassen in deinem Zustand.“
Taichi winkte ab;
„Du sagst es ja selbst; ich hab's nicht anders verdient.“
„Das hab ich nicht gesagt.“
Yamato ließ sich neben ihm nieder und begann in einer entschuldigenden Geste, Taichis Mund abzuwischen. Das Gesicht seines Freundes war blass und eingefallen, die typische post-Alkoholexzess-Erscheinung einer ganzen Generation.
Keiner der beiden erwähnte, dass Taichi sich die ganze Nacht lang in den Momenten, in denen sein Geist dem Bewusstsein näher als dem komaähnlichen Schlaf der Betrunkenen gewesen war, an Yamato festgeklammert hatte, ganz so als hätte er Angst gehabt, Yamato könnte jeden Augenblick verschwinden.
Mit müdem Blick legte Yamato eine Hand an Taichis Wange und spürte das noch immer nicht alt gewordenen, bekannte Flattern in seiner Magengegend als sein Freund seine Hand festhielt.
„Ich mach nicht Schluss“, sagte er, weil es das einzige war, was zu sagen wert war und er konnte sehen, wie Taichi förmlich ein Stein, nein, ein Gebirge vom Herzen fiel.
Im Normalfall hätte dieser sich wohl mit aller Wucht an ihn geworfen, so dass er hintenüber auf die kalten harten Fliesen gekippt wäre, doch nun beugte Taichi sich langsam nach vorne, schloss die rot geränderten Augen und drückte einen Kuss auf Yamatos Stirn.
Sie saßen lange schweigend da, halb ineinandergewunden bis ihnen die Beine einschliefen.
„Ich mach alles, was du willst“, beteuerte er, als sie sich wieder voneinander gelöst hatten.
„Solange du mir nur verzeihst.“
Dann wieder dieser Welpenblick.
„Soll ich mich outen? Vor dem Team?“
Yamato seufzte.
„Ich mach's!“
„Ich bin sauer“, sagte er,
„Kein Sadist. Ob du dich outen willst oder nicht, das sei dir überlassen.“
Er bedachte seinen Freund mit einem strengen Blick:
„Und ich möchte keine bescheuerten Beweise für deinen angeblichen Mut, indem du es doch tust! Ich kenne dich doch. Am Ende machst auch das wieder verkehrt und endest zusammengeschlagen irgendwo im Matsch.“
Taichi sah aus, als wolle er etwas sagen, presste dann aber die Lippen aufeinander.
Yamato holte tief Luft und seufzte erneut:
„Tut mir leid.“
Er legte den Arm um Taichi.
„Warum nochmal wollten wir das hier machen? Es ist verfickte Scheiße nochmal kompliziert.“
Er fluchte nicht oft – diese Gewohnheit überließ er tatsächlich eher Takeru, auch wenn ihm das selten jemand glaubte, aber dies war ein äußerst passender Augenblick.
Taichi lehnte sich an seiner Schulter an.
„Weil wir uns so entschieden haben“, nuschelte er.
„Und wenn du damit nicht aufhören willst, dann will ich das auch nicht.“
Sie gingen wieder ins Bett und versteckten sich vor Fußballteams und Alkohol bis der Abend anbrach.
no subject
Date: 2012-07-17 11:03 pm (UTC)wär doch eine schande wegen einmal besoffen-scheiße-reden eine schöne beziehung auseinanderbricht...
yamato ist einfach zu gut <3 hat seine wut auch nicht an einem...ähm...WEHRLOSEN ausgelassen (das macht man einfach nicht...wenn schon jemand sein innerstes der kloschüssel offenbart dann tritt man nicht auch noch nach ihm XD) sondern war ganz der traumfreund den man sich wünscht!
danke, dass du weitergeschrieben hast, im nachhinein betrachtet wärs ein wenig zu traurig gewesen ohne dieses kapitel!!!
(vor allem ohne den letzten satz <3)