Schokowürmchen
Jun. 29th, 2007 12:25 amChallenge: #3 "She fucking hates me"
Fandom: NGE
Charaktere: Kensuke, Natsuko (Nyx und ich haben Toujis kleine Schwester so genannt, da das arme Kind in der Serie nicht mal mit Namen erwähnt wird), Touji, Asuka (indirekt)
Pairing: Kensuke x Asuka, Natsu -->Ken (angedeutet)
Kommentar: Lange Rede, gar kein Sinn. Irgendwie ist das auch mal wieder nicht so geworden wie ich das wollte. Naja. XD
„Also, ich mach da noch die Milch dazu und dann können wir es ausstechen.“
Natsuko faltete den Zettel mit dem Rezept wieder zusammen und drehte das kücheneigene Radio ein wenig auf. Wie gut dass Nii-chan gerade schlief. Wahrscheinlich hätte er einen halben Herzinfarkt bekommen, wenn er gesehen hätte, in was für ein Chaos sie und Kensuke den Herd und Umgebung verwandelt hatten.
Kensuke stand am anderen Ende des kleinen Tisches. Mehl klebte ihm an der Nasenspitze und an der linken Wange und seine Sommersprossen sahen aus wie unliebsame dunkle Flecken, wie immer, wenn er traurig war. Er nickte langsam und versuchte, enthusiastisch zu wirken, doch es klappte nicht.
Natsuko war sich nicht sicher, ob es ratsam war, mit einem Jungen, der inmitten von glühendem Liebesschmerz gefangen war, Kekse zu backen.
Sie war aus der Schule gekommen und er hatte auf der Couch gesessen. Nii-chan hatte daneben gehockt und völlig verzweifelt ausgesehen, zum einen weil er die ganze Nacht über einem vergessenen Referat gehockt und nicht geschlafen hatte, und zum anderen, weil er nicht wusste, wie man Kensuke tröstete, wenn er von Asuka-san verstoßen wurde. Seine Augen hatten ganz schwarze Ringe gehabt und dann hatte er sie, Natsuko, neben Kensuke auf die Couch gedrückt und war schlafen gegangen.
Vielleicht waren ihr deswegen nur Schokokekse eingefallen.
Das Radio spielte ein neues Lied an und sie wippte ein bisschen mit der Hüfte, oder dem, was davon schon zu sehen war, denn mit zwölf Jahren hatte sie eben noch nicht so viel Hüfte. Das Gitarrenintro brachte sie dazu, mit dem Kopf zu nicken.
„Das wird echt lecker, ich versprech es dir!“, sagte sie und lächelte ihn aufmunternd an.
Zucker enthielt Glücksstoffe, das hatte sie irgendwann mal gelernt. Und Schokolade auch. Da würde es ihm doch zwangsläufig hinterher besser gehen!
Dann fiel ihr der Spruch „Liebe geht durch den Magen“ ein und sie fühlte sich nicht mehr so siegessicher.
Sie rührte den Schokoteig unter halbtanzenden Bewegungen zuende und verteilte einen Klumpen davon auf dem Tisch, das Nudelholz quietschte. Kensuke schaute ihn an als wäre er ein totgefahrenes Häschen.
Es war ja nicht das erste Mal, dass Asuka-san ihn davongejagt hatte. Nur hatte sie ihm diesmal eine Ohrfeige gegeben. Eine richtige, schallende Ohrfeige. Und ihm gesagt, er könne auf sie warten bis die Hölle zufriere, oder so ähnlich. Seltsames deutsches Sprichwort.
Natsuko drückte ihm zwei-drei Plätzchenformen in die Hand und nickte ihn aufmunternd an.
Er wischte sich kurz mit dem Rücken seines Zeigefingers die Nase ab, sodass ihm noch mehr Mehl klebenblieb. Sein Kopf nickte nun ebenfalls rhythmisch auf und ab, ganz leicht. Er betrachtete den Schokoteig nachdenklich als müsste er ein Kunstwerk daraus formen.
Das Mädchen musste sich vorstellen wie er vor Asuka-sans Tür kratzte und sie bat, ihn wieder hereinzulassen. Ob sie ein ernstes Wörtchen mit der Frau reden sollte? Man konnte Kensuke doch nicht wie einen streunenden Hund behandeln.
„She fucking hates me!“, kreischte der Sänger im Radio und Kensuke hob, hellhörig geworden, den Kopf. Irgendetwas Helles war durch seine Augen gehuscht.
„She fucking hates me! Lalala!”
Natsuko spürte wie ihr rechter Mudnwinkel hochgeschnellt war und tat so, als würde sie rein aus Zufall das Radio lauter drehen. Eine Prinzessin sorgte für ihren Ritter, egal wie seltsam die Hilfe auch wirken mochte.
Sie stachen an dem Teig herum und blieben stumm während die zweite Strophe durchlief. Bei jedem weiteren gesungenen Wort, hatte Natsuko das Gefühl, rammte Kensuke die Form tiefer in den Teig. Vielleicht war das jetzt kein überfahrenes Kaninchen mehr.
„Sing mit!“, munterte sie den Junge auf.
Kekse hatten keine Wichtigkeit mehr.
„She fucking hates me!“, grölte er entfesselt und hackte am Teig herum, ganz so als wäre er ein Sandsack oder ein Punching Ball.
„She fucking fucking hates me!“
Seine Finger verguben sich im Teig und formten Würstchen statt Mond und Sterne, kleine Schokowürmchen zwischen den Fingerkuppen.
„Weiter, weiter!“, kreischte Natsuko begeistert.
Er nahm das Mehl und schüttete es über dem Teig aus, ließ seine Finger hineinfahren, ließ sich von ihr damit bewerfen. Ein Glas Nutella, was am Rande stand, wurde involviert bis dunkle, fast schwarze Flecken in ihren Haaren verteilt waren.
„Wo ich doch alles gemacht habe!“, klagte Kensuke und ließ seiner Frustration freien Lauf.
„Wenn sie mir wenigstens erklären würde, was ich immer falsch mache!“
Natsuko bot ihm einen Apfel an und er rammte ihn so lange gegen die Tischkante bis das Obst daran hängen blieb.
„Wenn sie´s mir doch nur einmal erklären würde, verdammich!“
Sie reichte ihm mehr Mehl. Man konnte nicht genug Mehl haben, fand sie.
Er verstreute Reis und Kakaopulver über den Boden, ließ sich von ihr mit Sahne garnieren und formte noch mehr Schokowürmchen.
„She fucking hates me!“, kreischte er und holte tief Luft dabei.
„Lalalaa!“
~~~*~~~
„Weißt du.“, sagte Natsuko, als sie später geduscht und gebadet auf der Couch saßen.
„Du warst davor richtig unheimlich. Wie ein Vulkan vor dem Ausbruch.“
Sie beugte sich zu ihm herüber und rubbelte mit ihrem Handtuch seine Haare trocken.
„Aber danach hast du wieder gestrahlt. Da warst du wieder Kensuke!“
Sie knuddelte ihn und quietschte vergnügt als er sie zurückknuddelte.
„Ja, ich glaube, es war wichtig, mal Dampf abzulassen.“, nickte er als er unter dem Handtuch wieder zum Vorschein kam.
„Danke, dass du mir dabei geholfen hast, Natsu-chan!“
Er grinste sie an und das Helle in seinen Augen schien bis in das Innerstes ihres Herzens, ach was, ihrer Sehnen, ihres Knochenmarks durchzudringen. Das war einer dieser komischen Momente, in denen er sie anlächelte und ihr Herz ganz schnell zu klopfen begann.
Wie konnte Asuka-san ihn nur so gemein behandeln...?
Sie kam nicht dazu, länger darüber nachzudenken. In der Küche hatte es kurz rumort und dann geschrien, und nun kam Nii-chan mit hochrotem Kopf ins Wohnzimmer gestampft, so dass die frisch gebackenen Schokowürmchen in der Schüssel vibrierten.
„Kensuke!“
Seine Stimme lag zwei Oktaven über dem Normal-Level.
„Was hast du mit der Küche gemacht??“
Natsuko musste leicht kichern.
„Ich äh....“
Kensuke legte den Kopf schief und lächelte seinen Freund lieb an, ihm ein Würmchen hinhaltend;
„...magst du kosten?“
Fandom: NGE
Charaktere: Kensuke, Natsuko (Nyx und ich haben Toujis kleine Schwester so genannt, da das arme Kind in der Serie nicht mal mit Namen erwähnt wird), Touji, Asuka (indirekt)
Pairing: Kensuke x Asuka, Natsu -->Ken (angedeutet)
Kommentar: Lange Rede, gar kein Sinn. Irgendwie ist das auch mal wieder nicht so geworden wie ich das wollte. Naja. XD
„Also, ich mach da noch die Milch dazu und dann können wir es ausstechen.“
Natsuko faltete den Zettel mit dem Rezept wieder zusammen und drehte das kücheneigene Radio ein wenig auf. Wie gut dass Nii-chan gerade schlief. Wahrscheinlich hätte er einen halben Herzinfarkt bekommen, wenn er gesehen hätte, in was für ein Chaos sie und Kensuke den Herd und Umgebung verwandelt hatten.
Kensuke stand am anderen Ende des kleinen Tisches. Mehl klebte ihm an der Nasenspitze und an der linken Wange und seine Sommersprossen sahen aus wie unliebsame dunkle Flecken, wie immer, wenn er traurig war. Er nickte langsam und versuchte, enthusiastisch zu wirken, doch es klappte nicht.
Natsuko war sich nicht sicher, ob es ratsam war, mit einem Jungen, der inmitten von glühendem Liebesschmerz gefangen war, Kekse zu backen.
Sie war aus der Schule gekommen und er hatte auf der Couch gesessen. Nii-chan hatte daneben gehockt und völlig verzweifelt ausgesehen, zum einen weil er die ganze Nacht über einem vergessenen Referat gehockt und nicht geschlafen hatte, und zum anderen, weil er nicht wusste, wie man Kensuke tröstete, wenn er von Asuka-san verstoßen wurde. Seine Augen hatten ganz schwarze Ringe gehabt und dann hatte er sie, Natsuko, neben Kensuke auf die Couch gedrückt und war schlafen gegangen.
Vielleicht waren ihr deswegen nur Schokokekse eingefallen.
Das Radio spielte ein neues Lied an und sie wippte ein bisschen mit der Hüfte, oder dem, was davon schon zu sehen war, denn mit zwölf Jahren hatte sie eben noch nicht so viel Hüfte. Das Gitarrenintro brachte sie dazu, mit dem Kopf zu nicken.
„Das wird echt lecker, ich versprech es dir!“, sagte sie und lächelte ihn aufmunternd an.
Zucker enthielt Glücksstoffe, das hatte sie irgendwann mal gelernt. Und Schokolade auch. Da würde es ihm doch zwangsläufig hinterher besser gehen!
Dann fiel ihr der Spruch „Liebe geht durch den Magen“ ein und sie fühlte sich nicht mehr so siegessicher.
Sie rührte den Schokoteig unter halbtanzenden Bewegungen zuende und verteilte einen Klumpen davon auf dem Tisch, das Nudelholz quietschte. Kensuke schaute ihn an als wäre er ein totgefahrenes Häschen.
Es war ja nicht das erste Mal, dass Asuka-san ihn davongejagt hatte. Nur hatte sie ihm diesmal eine Ohrfeige gegeben. Eine richtige, schallende Ohrfeige. Und ihm gesagt, er könne auf sie warten bis die Hölle zufriere, oder so ähnlich. Seltsames deutsches Sprichwort.
Natsuko drückte ihm zwei-drei Plätzchenformen in die Hand und nickte ihn aufmunternd an.
Er wischte sich kurz mit dem Rücken seines Zeigefingers die Nase ab, sodass ihm noch mehr Mehl klebenblieb. Sein Kopf nickte nun ebenfalls rhythmisch auf und ab, ganz leicht. Er betrachtete den Schokoteig nachdenklich als müsste er ein Kunstwerk daraus formen.
Das Mädchen musste sich vorstellen wie er vor Asuka-sans Tür kratzte und sie bat, ihn wieder hereinzulassen. Ob sie ein ernstes Wörtchen mit der Frau reden sollte? Man konnte Kensuke doch nicht wie einen streunenden Hund behandeln.
„She fucking hates me!“, kreischte der Sänger im Radio und Kensuke hob, hellhörig geworden, den Kopf. Irgendetwas Helles war durch seine Augen gehuscht.
„She fucking hates me! Lalala!”
Natsuko spürte wie ihr rechter Mudnwinkel hochgeschnellt war und tat so, als würde sie rein aus Zufall das Radio lauter drehen. Eine Prinzessin sorgte für ihren Ritter, egal wie seltsam die Hilfe auch wirken mochte.
Sie stachen an dem Teig herum und blieben stumm während die zweite Strophe durchlief. Bei jedem weiteren gesungenen Wort, hatte Natsuko das Gefühl, rammte Kensuke die Form tiefer in den Teig. Vielleicht war das jetzt kein überfahrenes Kaninchen mehr.
„Sing mit!“, munterte sie den Junge auf.
Kekse hatten keine Wichtigkeit mehr.
„She fucking hates me!“, grölte er entfesselt und hackte am Teig herum, ganz so als wäre er ein Sandsack oder ein Punching Ball.
„She fucking fucking hates me!“
Seine Finger verguben sich im Teig und formten Würstchen statt Mond und Sterne, kleine Schokowürmchen zwischen den Fingerkuppen.
„Weiter, weiter!“, kreischte Natsuko begeistert.
Er nahm das Mehl und schüttete es über dem Teig aus, ließ seine Finger hineinfahren, ließ sich von ihr damit bewerfen. Ein Glas Nutella, was am Rande stand, wurde involviert bis dunkle, fast schwarze Flecken in ihren Haaren verteilt waren.
„Wo ich doch alles gemacht habe!“, klagte Kensuke und ließ seiner Frustration freien Lauf.
„Wenn sie mir wenigstens erklären würde, was ich immer falsch mache!“
Natsuko bot ihm einen Apfel an und er rammte ihn so lange gegen die Tischkante bis das Obst daran hängen blieb.
„Wenn sie´s mir doch nur einmal erklären würde, verdammich!“
Sie reichte ihm mehr Mehl. Man konnte nicht genug Mehl haben, fand sie.
Er verstreute Reis und Kakaopulver über den Boden, ließ sich von ihr mit Sahne garnieren und formte noch mehr Schokowürmchen.
„She fucking hates me!“, kreischte er und holte tief Luft dabei.
„Lalalaa!“
~~~*~~~
„Weißt du.“, sagte Natsuko, als sie später geduscht und gebadet auf der Couch saßen.
„Du warst davor richtig unheimlich. Wie ein Vulkan vor dem Ausbruch.“
Sie beugte sich zu ihm herüber und rubbelte mit ihrem Handtuch seine Haare trocken.
„Aber danach hast du wieder gestrahlt. Da warst du wieder Kensuke!“
Sie knuddelte ihn und quietschte vergnügt als er sie zurückknuddelte.
„Ja, ich glaube, es war wichtig, mal Dampf abzulassen.“, nickte er als er unter dem Handtuch wieder zum Vorschein kam.
„Danke, dass du mir dabei geholfen hast, Natsu-chan!“
Er grinste sie an und das Helle in seinen Augen schien bis in das Innerstes ihres Herzens, ach was, ihrer Sehnen, ihres Knochenmarks durchzudringen. Das war einer dieser komischen Momente, in denen er sie anlächelte und ihr Herz ganz schnell zu klopfen begann.
Wie konnte Asuka-san ihn nur so gemein behandeln...?
Sie kam nicht dazu, länger darüber nachzudenken. In der Küche hatte es kurz rumort und dann geschrien, und nun kam Nii-chan mit hochrotem Kopf ins Wohnzimmer gestampft, so dass die frisch gebackenen Schokowürmchen in der Schüssel vibrierten.
„Kensuke!“
Seine Stimme lag zwei Oktaven über dem Normal-Level.
„Was hast du mit der Küche gemacht??“
Natsuko musste leicht kichern.
„Ich äh....“
Kensuke legte den Kopf schief und lächelte seinen Freund lieb an, ihm ein Würmchen hinhaltend;
„...magst du kosten?“
no subject
Date: 2007-06-28 10:47 pm (UTC)ich liebe sie alle! OMK! Ich wollte Kensuke knuddeln, und knuddeln und ich habe bei solchen Sachen ja immer unsere Idee im Kopf, wie das Prozedere Jahre später wäre *lol*
OMK, ich kriege Lust, wieder einen angefuckten, leidenden, zerschlissenen, sterbenen Kensuke zu spielen!! *___*
das Häschen! Ah, ich wurde für diese Ff überfahren! YAY!! *___*
Aaaah, ich liebe es, ich liebe ihnm, ich lieeb sie - alles meins! *umarmt und kndudelt* (Ich liebe unsere kleine Rosa-Prinzessin mit ihrem Traumprinzen *--*)
Nya, ich halt X'D
no subject
Date: 2008-07-27 08:33 pm (UTC)das is sooo cool zu lesen, wirklich sehr gelungen der text!