Team: Dickinson
Challenge: Fantasy - Artefakt/Reliquie (für's Team)
Fandom: Original | Vinya Noré
Wörter: 540
Widmung:
nachanca für gelesenens Script und geschriebene Prüfung.
Kommentar: Die Frau am Ende ist die unentschlossene Elfenfürstin aus der letzten Geschichte. Der Rest ist zu verworren, um ihn zu erklären, ich hoffe, es ist trotzdem lesbar und ich erzähle (oder schreibe) gerne mehr Klärendes.
Wenn sie die Augen schließt, dann spürt sie ihn noch. Den Schmerz, als sich die glühend heißen Metallfäden in ihre Haut brannten. Die eisige Kälte des Steins auf ihrer Brust, der ihr einst so viel gegeben hat und ihr nun so viel nimmt. Sie sieht die Augen der Höchsten, so traurig, so mitleidig, so falsch und abstoßend. Einst ist sie eine von ihnen gewesen und mehr als sie, mächtiger und größer als sie alle. Und nun? Nicht mehr als ein Schatten ihrer selbst, ein schemenhaftes Abbild der, vor der sie einst alle erzittert waren. Aber das wird vorbei sein. Bald. So bald schon.
Sie streicht über die schwere Kette um ihren Hals. Der Schmerz ist gegangen, das Feuer ausgebrannt und die Kälte verflogen, aber das Band ist geblieben, das sie fesselt und ihr die Macht nimmt, die ihr zustand. Über die sie verfügen, die sie spüren muss, sie verzehrt sich danach, ihr Körper, ihre Seele, oder die Bruchstücke, die von ihr noch übrig sind, sie schreien, so laut, sie machten sie wahnsinnig mit ihrem Geschrei. Sie brauchte es.
„Mach.“
Die schmale Gestalt, die vor ihr im Gras kniet, zuckt erschreckt zusammen. So klein. So zerbrechlich. Wie anrührend.
Sie lächelt kalt. „Ich fordere dich kein drittes Mal auf.“
Wie leicht es gewesen ist, sie anzulocken. Wie willig sie ihrem Ruf gefolgt ist, wie ein Schaf seinem Hirten. Kleines, dummes Schaf. Aber was erwartet sie auch mehr von einem Menschenkind? Diese wertlosen, schwachen Geschöpfe sind nur zu einem Zweck gut.
Das Mädchen beginnt, etwas zu murmeln, und in ihren Händen züngelt eine kleine Flamme hoch.
Sie erschaudert wohlig, als sie die ersten Schwingungen spürte, die ersten herrlichen Tropfen kostet. „Mehr. Größer.“
Die Flamme erwächst, beginnt, sich um sich selbst zu drehen, schwillt an zu einem Ball. Verlässt die Hände des Mädchens und schießt auf sie zu.
Sie hebt die Hand, und es ist, als sauge sie die glühend heißen Flammen in sich hinein. Ein Seufzen entweicht ihr, als sie die Energie durch ihren Körper fließen fühlt, eindringen in jede Faser. Ihre Augen beginnen zu leuchten, als sie die Hand ausstreckt. „Noch einmal.“
„Ich…“, vor Angst kann dieses lächerliche kleine Ding kaum noch sprechen.
„Du kannst nicht? Oh, glaub mir, Menschlein. Du kannst.“
Diesmal ist es nicht mehr das Mädchen, das die Formeln spricht. Dunkel und schrecklich klingen die Worte aus ihrem Mund und das Mädchen schreit, als die Flammen aus ihm hervorbrechen, an seinen Kleidern, seinen Haaren leckten.
Genießerisch lächelnd betrachtet sie das Schauspiel, genießt den Strom von reiner Kraft, der sie durchflutet, während das Leben aus dem Menschlein weicht und es vergeht in Flammen und Kraft und reiner Energie.
Und der erste Faden der Kette reißt.
—
Schweißgebadet schreckt Nim’Meril aus dem Schlaf.
„Celetrial!“ Ihre Stimme ist rau und heiser, als hätte sie geschrien - oder gelacht. Sie schaudert.
Es dauert einen Augenblick, bis die schlaftrunkene Zofe aus ihrem kleinen Gemach kommt. „Lass einen Boten zu den Tirin schicken. Ich will wissen, wo sie ist.“
Und dann hört sie es. Das leise klingen zwei der Fäden, die sie immer gesponnen hält zu ihren Liebsten, wo immer diese auch sein mögen. Ihre Töne sind so verschieden und formen doch die gleichen Worte.
Schwester, ich hatte einen schrecklichen Traum.
„Beeil dich.“
Challenge: Fantasy - Artefakt/Reliquie (für's Team)
Fandom: Original | Vinya Noré
Wörter: 540
Widmung:
Kommentar: Die Frau am Ende ist die unentschlossene Elfenfürstin aus der letzten Geschichte. Der Rest ist zu verworren, um ihn zu erklären, ich hoffe, es ist trotzdem lesbar und ich erzähle (oder schreibe) gerne mehr Klärendes.
Wenn sie die Augen schließt, dann spürt sie ihn noch. Den Schmerz, als sich die glühend heißen Metallfäden in ihre Haut brannten. Die eisige Kälte des Steins auf ihrer Brust, der ihr einst so viel gegeben hat und ihr nun so viel nimmt. Sie sieht die Augen der Höchsten, so traurig, so mitleidig, so falsch und abstoßend. Einst ist sie eine von ihnen gewesen und mehr als sie, mächtiger und größer als sie alle. Und nun? Nicht mehr als ein Schatten ihrer selbst, ein schemenhaftes Abbild der, vor der sie einst alle erzittert waren. Aber das wird vorbei sein. Bald. So bald schon.
Sie streicht über die schwere Kette um ihren Hals. Der Schmerz ist gegangen, das Feuer ausgebrannt und die Kälte verflogen, aber das Band ist geblieben, das sie fesselt und ihr die Macht nimmt, die ihr zustand. Über die sie verfügen, die sie spüren muss, sie verzehrt sich danach, ihr Körper, ihre Seele, oder die Bruchstücke, die von ihr noch übrig sind, sie schreien, so laut, sie machten sie wahnsinnig mit ihrem Geschrei. Sie brauchte es.
„Mach.“
Die schmale Gestalt, die vor ihr im Gras kniet, zuckt erschreckt zusammen. So klein. So zerbrechlich. Wie anrührend.
Sie lächelt kalt. „Ich fordere dich kein drittes Mal auf.“
Wie leicht es gewesen ist, sie anzulocken. Wie willig sie ihrem Ruf gefolgt ist, wie ein Schaf seinem Hirten. Kleines, dummes Schaf. Aber was erwartet sie auch mehr von einem Menschenkind? Diese wertlosen, schwachen Geschöpfe sind nur zu einem Zweck gut.
Das Mädchen beginnt, etwas zu murmeln, und in ihren Händen züngelt eine kleine Flamme hoch.
Sie erschaudert wohlig, als sie die ersten Schwingungen spürte, die ersten herrlichen Tropfen kostet. „Mehr. Größer.“
Die Flamme erwächst, beginnt, sich um sich selbst zu drehen, schwillt an zu einem Ball. Verlässt die Hände des Mädchens und schießt auf sie zu.
Sie hebt die Hand, und es ist, als sauge sie die glühend heißen Flammen in sich hinein. Ein Seufzen entweicht ihr, als sie die Energie durch ihren Körper fließen fühlt, eindringen in jede Faser. Ihre Augen beginnen zu leuchten, als sie die Hand ausstreckt. „Noch einmal.“
„Ich…“, vor Angst kann dieses lächerliche kleine Ding kaum noch sprechen.
„Du kannst nicht? Oh, glaub mir, Menschlein. Du kannst.“
Diesmal ist es nicht mehr das Mädchen, das die Formeln spricht. Dunkel und schrecklich klingen die Worte aus ihrem Mund und das Mädchen schreit, als die Flammen aus ihm hervorbrechen, an seinen Kleidern, seinen Haaren leckten.
Genießerisch lächelnd betrachtet sie das Schauspiel, genießt den Strom von reiner Kraft, der sie durchflutet, während das Leben aus dem Menschlein weicht und es vergeht in Flammen und Kraft und reiner Energie.
Und der erste Faden der Kette reißt.
—
Schweißgebadet schreckt Nim’Meril aus dem Schlaf.
„Celetrial!“ Ihre Stimme ist rau und heiser, als hätte sie geschrien - oder gelacht. Sie schaudert.
Es dauert einen Augenblick, bis die schlaftrunkene Zofe aus ihrem kleinen Gemach kommt. „Lass einen Boten zu den Tirin schicken. Ich will wissen, wo sie ist.“
Und dann hört sie es. Das leise klingen zwei der Fäden, die sie immer gesponnen hält zu ihren Liebsten, wo immer diese auch sein mögen. Ihre Töne sind so verschieden und formen doch die gleichen Worte.
Schwester, ich hatte einen schrecklichen Traum.
„Beeil dich.“
no subject
Date: 2012-07-13 07:34 pm (UTC)no subject
Date: 2012-07-13 07:44 pm (UTC)no subject
Date: 2012-07-13 10:26 pm (UTC)Die Idee mit dem Menschenkind, das die Kette zerstört, fand ich auch sehr gelungen, und die Beschreibung der Kette am Anfang. ^_^