Team: Kaléko
Challenge: Alpträume (und Wirklichkeit) hc/angst (für mich)
Fandom: Original
Wörter: 299
Die goldbraune Flüssigkeit floss langsam brennend seinen Hals hinunter. Er atmete tief ein und schloss die Augen.
Draußen durchriss eine Hupe die Stille und der Nachbarshund bellte als Antwort.
Seine Lider öffneten sich wieder schwer. Der Müdigkeitsschmerz in seinen Augen war nur noch schwer wegzubekommen. In manchen Nächten schaffte er fünf Stunden Schlaf, was ausreichte, um ihn halbwegs durch den Tag zu kriegen. Erst gegen spätnachmittags fing er an sich die Augen zu reiben und Kopfschmerztabletten einzuwerfen.
In anderen Nächten schlief er eine Stunde, vielleicht zwei, bevor die Träume sich in seinen Köpfen festsetzten.
Der Whisky half dann nur noch beim Vergessen. Anfangs hatte er es noch geschafft so besoffen zu werden, dass sein Kopf sich in dunkle Leere hüllte und Schlaf vortäuschte. Ausgeruhter war er dann nicht, aber zumindest spukten die Bilder dann nicht in seinem Kopf herum.
Er goss sich nochmals ein – ein halbes Glas voll – und trank in einem Zug aus. Der Whisky bahnte sich seinen bekannten Weg.
Er wurde angehalten zur Therapie zu gehen, aber die Therapeutin hatte noch weniger Ahnung von seinen Umständen, von den Ursachen seiner Träume, als ein Professor für Kunstgeschichte. Die Sitzungen waren eine Zeitverschwendung, die die Träume nur noch schlimmer machte. Sie holten Sachen hervor, die er erfolgreich verdrängt hatte und ein schlimmer Traum löste nun den anderen ab.
Seine Mutter hatte ihm Baldriantropfen gegeben. Er hatte ihr zurück gemeldet, dass seine Träume dadurch nur verlangsamt wurden, was sie nicht unbedingt weniger schrecklich machte. Es gab Dinge, die man ausnahmsweise nicht in Slow-Motion sehen musste.
Es blieb ihm der Whisky. In Maßen, die auch den Trinkfestesten vor Schock erstarren lassen würden.
Es blieb ihm der Whisky, und die Szenen im Kopf, die ihm den Schlaf raubten und das Wachsein unerträglich machten.
Es blieb ihm der Whisky.
Abwechselnd mit den Schmerztabletten.
Challenge: Alpträume (und Wirklichkeit) hc/angst (für mich)
Fandom: Original
Wörter: 299
Die goldbraune Flüssigkeit floss langsam brennend seinen Hals hinunter. Er atmete tief ein und schloss die Augen.
Draußen durchriss eine Hupe die Stille und der Nachbarshund bellte als Antwort.
Seine Lider öffneten sich wieder schwer. Der Müdigkeitsschmerz in seinen Augen war nur noch schwer wegzubekommen. In manchen Nächten schaffte er fünf Stunden Schlaf, was ausreichte, um ihn halbwegs durch den Tag zu kriegen. Erst gegen spätnachmittags fing er an sich die Augen zu reiben und Kopfschmerztabletten einzuwerfen.
In anderen Nächten schlief er eine Stunde, vielleicht zwei, bevor die Träume sich in seinen Köpfen festsetzten.
Der Whisky half dann nur noch beim Vergessen. Anfangs hatte er es noch geschafft so besoffen zu werden, dass sein Kopf sich in dunkle Leere hüllte und Schlaf vortäuschte. Ausgeruhter war er dann nicht, aber zumindest spukten die Bilder dann nicht in seinem Kopf herum.
Er goss sich nochmals ein – ein halbes Glas voll – und trank in einem Zug aus. Der Whisky bahnte sich seinen bekannten Weg.
Er wurde angehalten zur Therapie zu gehen, aber die Therapeutin hatte noch weniger Ahnung von seinen Umständen, von den Ursachen seiner Träume, als ein Professor für Kunstgeschichte. Die Sitzungen waren eine Zeitverschwendung, die die Träume nur noch schlimmer machte. Sie holten Sachen hervor, die er erfolgreich verdrängt hatte und ein schlimmer Traum löste nun den anderen ab.
Seine Mutter hatte ihm Baldriantropfen gegeben. Er hatte ihr zurück gemeldet, dass seine Träume dadurch nur verlangsamt wurden, was sie nicht unbedingt weniger schrecklich machte. Es gab Dinge, die man ausnahmsweise nicht in Slow-Motion sehen musste.
Es blieb ihm der Whisky. In Maßen, die auch den Trinkfestesten vor Schock erstarren lassen würden.
Es blieb ihm der Whisky, und die Szenen im Kopf, die ihm den Schlaf raubten und das Wachsein unerträglich machten.
Es blieb ihm der Whisky.
Abwechselnd mit den Schmerztabletten.