13. Kink - JOKER (für mich)
Jul. 13th, 2012 09:56 amTeam: Dickinson
Autor: Jenchan
Titel: Die Spinne
Challenge: Kink - JOKER (Die Spinne in dieser Geschichte hat mich inspiriert - vielen Dank
keksdiebin)
Fandom: Original
Charaktere: Du (weiblich)
Wörter: ~630
Warnings: Prostitution | unbetaed, nicht Korrektur gelesen
Disclaimer: Alles meins.
Kommentar: Endlich ist mir auch noch das letzte Teil der Kink-Tabelle eingefallen. Als ich heute morgen durch den Inspirations-Pot gesurft bin, hat mich dieses Teil einfach angesprungen, hauptsächlich wegen der damals gestellten Challenge. Wenn ich etwas mehr Zeit habe, suche ich mir alle Teile von dieser Original heraus - der Teil hat mich doch etwas neugierig gemacht. Also in diesem Sinne einen zweifachen Dank an
keksdiebin, die mich nicht nur zu dieser Geschichte inspiriert hat, sondern mich auch mit ihren großartigen Geschichten unterhält.
Die Spinne
Manchmal fragst du dich, wie es so weit kommen hatte können. Dass du nie viel Geld oder Freiheit gehabt hast, hat dich nie gestört. An dir ist es abgeperlt wie Regen auf einer wasserabweisenden Oberfläche, wenn andere dich mit Mitleid oder Sticheleien bewarfen. Armut, hast du dir immer gesagt, ist keine Krankheit.
Aber mit den Jahren hast du festgestellt, dass mit Geldnot doch einige Gefahren verbunden waren. Gefahren, die man erst erkennen konnte, wenn man sich mittendrin befand und eine Umkehr ausgeschlossen war.
So wie jetzt. Viel zu spät hast du bemerkt, in welche Lage du dich begibst. Du hast den falschen Männern vertraut, Männer die dich nicht als Frau, sondern als Objekt wahrnahmen. Sie haben die ein besseres Leben versprochen. Zu dem Zeitpunkt hättest du wahrscheinlich für ein Stückchen Brot und etwas Wasser alles geglaubt.
Er hat dir einen Job versprochen, aber du wärst nie auf die Idee gekommen, dass dieser Job bedeutete, dass du deinen Körper verkaufen musst. Du dachtest eher an einen Supermarkt oder nötigenfalls sogar als Klofrau. Dich hätte es zwar davor geekelt, aber du wärst verzweifelt genug gewesen, selbst diesen Job zu machen und die Scheiße anderer wegzuputzen. Im wahrsten Sinne des Wortes.
Jetzt stellst du fest, dass es schlimmeres gibt, als für die Sauberkeit einer öffentlichen Toilette zuständig zu sein. Es ist dieser Moment, in dem dir klar wird, dass man immer noch tiefer sinken konnte, selbst wenn man dachte, schon am tiefsten Punkt angelangt zu sein.
Du sitzt in einem billigen Motelzimmer und es riecht nach scharfen Pestiziden. Aber das würde dich nicht stören. Du kennst diesen Geruch, als würde dieser Hand in Hand mit Armut gehen.
Du hast dich an den Bettrand gesetzt und gewartet, was nun auf dich zukommen würde. Der Mann, der vor kurzem das Zimmer betreten hatte, war um einiges Älter als du selbst. Er hatte starke Oberarme und einen Bierbauch. Er sah nicht sehr attraktiv aus mit seiner glänzenden Vollglatze. Er sah ein wenig aus, wie ein Schlägertyp. Jemand, der eine Waffe unter seinem Kopfkissen versteckt und viel mit Gewalt zu tun hatte.
Der Mann fackelte auch nicht lange und gebannt siehst du, wie er sich vor dir auszieht. In dem dämmrigen Zimmerlicht kamen immer mehr Tatoos zum Vorschein.
Auf seinem übertrainierten Brustkorb, prangte eine riesige Spinne, deren Netz sich über den Unterleib zog.
Du musst schlucken und verspürst ein gewisses Maß an Angst. Dein Blick hängt wie hypnotisiert an diesem riesigen unechten Vieh, von dem du glaubst, dass es dich anstarrt. Es lähmt dich und du registrierst nur periphär, wie er Seile aus seinen tiefen Taschen der Cargo-Hose zog. Dann ließ er er auch die Hose runter du kannst bereits sehen, wie sich die Unterwäsche leicht wölbte.
Du weißt genau, was von dir erwartet werden würde. Du hast schon tausendfach davon gehört. Aber es war immer ein Problem, wenn man selbst in so eine Situation kam. Umkehr ausgeschlossen, da musst du jetzt durch.
Als die Spinne, wie du ihn geistig taufst, näherkrabbelt, versuchst du dich schnell an den Gedanken zu gewöhnen, was ab heute zu deinem alltäglichen Leben werden würde.
Du versperrst dein Herz und deine Gefühle, denn in dieser Branche hatte beides nichts zu suchen, und setzt ein Lächeln auf, von dem du hoffst, dass es wenigstens etwas erotisch wird, auch wenn du tief in dir eine gewisse Übelkeit empfindest.
"Fesseln werden wohl kaum notwendig sein", säuselst du und streckst zögerlich die Hand aus, um sein Haustier zu streicheln.
"Das ist mir egal - ich habe dafür bezahlt", erwidert er und befreite sich von seiner Unterwäsche gerade soweit, dass seine Erektion sich dir entgegenrekte.
Du weißt, was du jetzt zu tun hast und so rutscht du von der Bettkante auf die Knie und verdrängst auch noch die letzte hochsteigende Übelkeit. Danach ist immer noch Zeit dafür.
Afterword: -.- ich hab für's Hochladen länger gebraucht als für's schreiben. Eine hart-verdiente Weltherrschaft...
Autor: Jenchan
Titel: Die Spinne
Challenge: Kink - JOKER (Die Spinne in dieser Geschichte hat mich inspiriert - vielen Dank
Fandom: Original
Charaktere: Du (weiblich)
Wörter: ~630
Warnings: Prostitution | unbetaed, nicht Korrektur gelesen
Disclaimer: Alles meins.
Kommentar: Endlich ist mir auch noch das letzte Teil der Kink-Tabelle eingefallen. Als ich heute morgen durch den Inspirations-Pot gesurft bin, hat mich dieses Teil einfach angesprungen, hauptsächlich wegen der damals gestellten Challenge. Wenn ich etwas mehr Zeit habe, suche ich mir alle Teile von dieser Original heraus - der Teil hat mich doch etwas neugierig gemacht. Also in diesem Sinne einen zweifachen Dank an
Die Spinne
Manchmal fragst du dich, wie es so weit kommen hatte können. Dass du nie viel Geld oder Freiheit gehabt hast, hat dich nie gestört. An dir ist es abgeperlt wie Regen auf einer wasserabweisenden Oberfläche, wenn andere dich mit Mitleid oder Sticheleien bewarfen. Armut, hast du dir immer gesagt, ist keine Krankheit.
Aber mit den Jahren hast du festgestellt, dass mit Geldnot doch einige Gefahren verbunden waren. Gefahren, die man erst erkennen konnte, wenn man sich mittendrin befand und eine Umkehr ausgeschlossen war.
So wie jetzt. Viel zu spät hast du bemerkt, in welche Lage du dich begibst. Du hast den falschen Männern vertraut, Männer die dich nicht als Frau, sondern als Objekt wahrnahmen. Sie haben die ein besseres Leben versprochen. Zu dem Zeitpunkt hättest du wahrscheinlich für ein Stückchen Brot und etwas Wasser alles geglaubt.
Er hat dir einen Job versprochen, aber du wärst nie auf die Idee gekommen, dass dieser Job bedeutete, dass du deinen Körper verkaufen musst. Du dachtest eher an einen Supermarkt oder nötigenfalls sogar als Klofrau. Dich hätte es zwar davor geekelt, aber du wärst verzweifelt genug gewesen, selbst diesen Job zu machen und die Scheiße anderer wegzuputzen. Im wahrsten Sinne des Wortes.
Jetzt stellst du fest, dass es schlimmeres gibt, als für die Sauberkeit einer öffentlichen Toilette zuständig zu sein. Es ist dieser Moment, in dem dir klar wird, dass man immer noch tiefer sinken konnte, selbst wenn man dachte, schon am tiefsten Punkt angelangt zu sein.
Du sitzt in einem billigen Motelzimmer und es riecht nach scharfen Pestiziden. Aber das würde dich nicht stören. Du kennst diesen Geruch, als würde dieser Hand in Hand mit Armut gehen.
Du hast dich an den Bettrand gesetzt und gewartet, was nun auf dich zukommen würde. Der Mann, der vor kurzem das Zimmer betreten hatte, war um einiges Älter als du selbst. Er hatte starke Oberarme und einen Bierbauch. Er sah nicht sehr attraktiv aus mit seiner glänzenden Vollglatze. Er sah ein wenig aus, wie ein Schlägertyp. Jemand, der eine Waffe unter seinem Kopfkissen versteckt und viel mit Gewalt zu tun hatte.
Der Mann fackelte auch nicht lange und gebannt siehst du, wie er sich vor dir auszieht. In dem dämmrigen Zimmerlicht kamen immer mehr Tatoos zum Vorschein.
Auf seinem übertrainierten Brustkorb, prangte eine riesige Spinne, deren Netz sich über den Unterleib zog.
Du musst schlucken und verspürst ein gewisses Maß an Angst. Dein Blick hängt wie hypnotisiert an diesem riesigen unechten Vieh, von dem du glaubst, dass es dich anstarrt. Es lähmt dich und du registrierst nur periphär, wie er Seile aus seinen tiefen Taschen der Cargo-Hose zog. Dann ließ er er auch die Hose runter du kannst bereits sehen, wie sich die Unterwäsche leicht wölbte.
Du weißt genau, was von dir erwartet werden würde. Du hast schon tausendfach davon gehört. Aber es war immer ein Problem, wenn man selbst in so eine Situation kam. Umkehr ausgeschlossen, da musst du jetzt durch.
Als die Spinne, wie du ihn geistig taufst, näherkrabbelt, versuchst du dich schnell an den Gedanken zu gewöhnen, was ab heute zu deinem alltäglichen Leben werden würde.
Du versperrst dein Herz und deine Gefühle, denn in dieser Branche hatte beides nichts zu suchen, und setzt ein Lächeln auf, von dem du hoffst, dass es wenigstens etwas erotisch wird, auch wenn du tief in dir eine gewisse Übelkeit empfindest.
"Fesseln werden wohl kaum notwendig sein", säuselst du und streckst zögerlich die Hand aus, um sein Haustier zu streicheln.
"Das ist mir egal - ich habe dafür bezahlt", erwidert er und befreite sich von seiner Unterwäsche gerade soweit, dass seine Erektion sich dir entgegenrekte.
Du weißt, was du jetzt zu tun hast und so rutscht du von der Bettkante auf die Knie und verdrängst auch noch die letzte hochsteigende Übelkeit. Danach ist immer noch Zeit dafür.
Afterword: -.- ich hab für's Hochladen länger gebraucht als für's schreiben. Eine hart-verdiente Weltherrschaft...
no subject
Date: 2012-07-13 04:30 pm (UTC)Und: Brrr, hab ich mich beim Lesen gegruselt. Die Atmosphäre ist dir echt gelungen. Allein schon diese auftättowierte Spinne und dann dieser Typ... >__< Also echt, ich konnte vollkommen mit ihr mitfühlen. Ich glaube, ich wäre schreiend davongerannt, und das nicht nur, weil ich Angst vor Spinnen habe...
Ich fand auch, du hast dieses Gefühl der Armut am Anfang sehr gut rübergebracht. Die Einleitung finde ich insgesamt sehr gelungen, das einzige, über das ich gestolpert bin, war "Manchmal fragst du dich, wie es so weit kommen hatte können", da fände ich 'hatte kommen können' besser. Irgendwo waren Zeitsprünge...Und in der Community-Ansicht fände ich weniger Leerzeilen um den LJ-Cut schöner, dann streckt sich der Eintrag nicht so. :)
no subject
Date: 2012-07-14 07:31 am (UTC)Danke für's lesen ^^ (ich weiß, ich hab gerade in solchen Perspektiven ziemliche Tempus-Probs, aber naja XD deshalb steht in der Warnung, dass ich das nicht nochmal korrigiert hab. Vielleicht macht ich's, wenn mir nochwas zu "der Spinne" einfällt.)
Ich weiß nie, wieviele leerzeichen ich machen muss >.< ich mag das nämlich nicht, wenn der Cut direkt am Header klebt... ich werds das nächste mal wieder mit weniger probieren ^^
Danke für die Kritik. (Man kann ja nur besser werden mit konstruktiver Kritik XD)
no subject
Date: 2012-07-14 09:33 am (UTC)Also ich finde eine Leerzeile zwischen Header und Cut ganz schön, und danach keine. Man kann's auch erst ausprobieren, posten, sich das angucken und dann noch fix editieren, das mach ich ganz oft. ^_^ (Auch z.B., wenn ich feststelle, dass ich mein Icon gar nicht geändert hab oder Tags vergessen oder so. XD)