Der Drachenreiter
Jul. 12th, 2012 12:36 amTeam: Novalis
Challenges: fantasy/mysetery - Schild und Schwert (für mich)
Fandom: Original
Wörter: 370
Anmerkung: Wie der Drachenreiter zu dem wurde, was er jetzt ist. (So, jetzt habe ich Zauberer, Hexen, Elfen, Shapeshifter, Geisterwesen und Drachen. Fehlen nur noch Vampire :D)
Es waren die Worte eines Kindes. „Ich will dein Schild sein und dein Schwert!“, hatte er versprochen, unter der Eibe, die ihre weichen Nadeln zu einer Höhle hatte wachsen lassen. Das war ihre Höhle gewesen, ihr Versteck. Hier konnten sie sich auch dann noch treffen, als man ihnen den Umgang miteinander verboten hatte.
Es waren die Worte eines Kindes, nur halb überlegt – wenn überhaupt – der Traum eines Stallburschen, seinem Prinzen irgendwann als Ritter zu dienen.
Es waren die Worte eines Kindes, die die Eibe gehört hatte, die Worte eines Kindes, die sie mit Nadeln und Wurzeln in sich aufsog, aufbewahrte. Auch dann noch, als die beiden Jungen zu Männern herangewachsen waren. Männer mit Pflichten und Verantwortung. Männer die sich nicht mehr an die Eibe, an ihre Höhle und alles was sie dort geteilt hatten erinnern durften.
Es waren die Worte eines Kindes, die funkensprühend, brennend, züngelnd aufschrien, als das Feuer über den Schlossgarten rollte und die Eibe verschlang, die Worte eines Kindes, die den Stallburschen hinauf zum Palast riefen, ihn durch die flackernde Schatten einer feuerhellen Nacht leiteten. Die Worte eines Kindes, die das Grollen und Kreischen über seinem Kopf verstummen ließen, die Angst in seinen Adern austrocknete, ihn Blind machte für all die Verletzten und Toten, über deren Körper er stolperte.
Es waren die Worte eines Kindes, die ihn wissen ließen wo sein Prinz – sein König – zu finden war, die ihn zwangen vor ihn zu treten. Sich unbewaffnet, ohne Rüstung, den Klauen, Zähnen, Flammen seines Gegners auszusetzen. Die Worte eines Kindes, die ihn im rechten Augenblick das Schwert vom Boden greifen machten. Ihm ins Ohr flüsterten, ihn wissen ließen – ihn, der nie mit mehr als Stöcken gekämpft hatte – die Worte eines Kindes, die ihn führten, sicher, zielgenau.
Es waren die Worte eines Kindes, die die Drachenkönigin erlegten, aus ihren Untertanen willenlose Kreaturen machten. Die Worte eines Kindes, die den einfachen Stallburschen in einen Helden verwandelten. Der Drachenbezwinger, der dem Reich seine mächtigsten und teuersten Waffen beschert hatte. Der Drachenreiter, der diese Waffen führen konnte.
Es waren die Worte eines Kindes, die dem Drachenreiter ins Herz stachen, jedes mal, wenn er an dem Gedenkstein seines Prinzen, seines Königs vorüber ging.
Challenges: fantasy/mysetery - Schild und Schwert (für mich)
Fandom: Original
Wörter: 370
Anmerkung: Wie der Drachenreiter zu dem wurde, was er jetzt ist. (So, jetzt habe ich Zauberer, Hexen, Elfen, Shapeshifter, Geisterwesen und Drachen. Fehlen nur noch Vampire :D)
Es waren die Worte eines Kindes. „Ich will dein Schild sein und dein Schwert!“, hatte er versprochen, unter der Eibe, die ihre weichen Nadeln zu einer Höhle hatte wachsen lassen. Das war ihre Höhle gewesen, ihr Versteck. Hier konnten sie sich auch dann noch treffen, als man ihnen den Umgang miteinander verboten hatte.
Es waren die Worte eines Kindes, nur halb überlegt – wenn überhaupt – der Traum eines Stallburschen, seinem Prinzen irgendwann als Ritter zu dienen.
Es waren die Worte eines Kindes, die die Eibe gehört hatte, die Worte eines Kindes, die sie mit Nadeln und Wurzeln in sich aufsog, aufbewahrte. Auch dann noch, als die beiden Jungen zu Männern herangewachsen waren. Männer mit Pflichten und Verantwortung. Männer die sich nicht mehr an die Eibe, an ihre Höhle und alles was sie dort geteilt hatten erinnern durften.
Es waren die Worte eines Kindes, die funkensprühend, brennend, züngelnd aufschrien, als das Feuer über den Schlossgarten rollte und die Eibe verschlang, die Worte eines Kindes, die den Stallburschen hinauf zum Palast riefen, ihn durch die flackernde Schatten einer feuerhellen Nacht leiteten. Die Worte eines Kindes, die das Grollen und Kreischen über seinem Kopf verstummen ließen, die Angst in seinen Adern austrocknete, ihn Blind machte für all die Verletzten und Toten, über deren Körper er stolperte.
Es waren die Worte eines Kindes, die ihn wissen ließen wo sein Prinz – sein König – zu finden war, die ihn zwangen vor ihn zu treten. Sich unbewaffnet, ohne Rüstung, den Klauen, Zähnen, Flammen seines Gegners auszusetzen. Die Worte eines Kindes, die ihn im rechten Augenblick das Schwert vom Boden greifen machten. Ihm ins Ohr flüsterten, ihn wissen ließen – ihn, der nie mit mehr als Stöcken gekämpft hatte – die Worte eines Kindes, die ihn führten, sicher, zielgenau.
Es waren die Worte eines Kindes, die die Drachenkönigin erlegten, aus ihren Untertanen willenlose Kreaturen machten. Die Worte eines Kindes, die den einfachen Stallburschen in einen Helden verwandelten. Der Drachenbezwinger, der dem Reich seine mächtigsten und teuersten Waffen beschert hatte. Der Drachenreiter, der diese Waffen führen konnte.
Es waren die Worte eines Kindes, die dem Drachenreiter ins Herz stachen, jedes mal, wenn er an dem Gedenkstein seines Prinzen, seines Königs vorüber ging.