Ohne Titel, weil unkreativ heute.
Jun. 28th, 2007 08:35 pmFandom: Original
Challenge: #2+#3
Warnungen: pöhse Wörter; Wir bitten Sie, jeglichen Verstand vor dem Lesen im Sinne ihrer eigenen Sicherheit bei einer Person ihres Vertrauens abzugeben.
A/N: Eigentlich wollte ich hierfür irgendein Fandom nehmen, aber dann hatte ich schon angefangen zu schreiben und irgendwie passte nichts so richtig. Jetzt müsst ihr euch mit einem unbekannten Hauptcharakter und einer jungen „Lady“ begnügen.
„Ich habe nicht gesagt, dass ich dich hasse!“
Sie rotzte in ihr gepunktetes Stofftaschentuch und sah ihn vorwurfsvoll an. „Hier geht es doch nicht um was du gesagt hast!“
Wenn sie weiter versuchen würde, ihn auf die Palme oder zum Weglaufen zu bringen, bitteschön, dann konnte sie das haben. Er war sich keiner Schuld bewusst. Schließlich hatte er nun wirklich nichts dergleichen gesagt. Und wenn er nichts gesagt hatte, dann waren ihre Anschuldigungen zweifellos ihrem irrigen Hirn entsprungen. Schließlich hatte sie auch ein Stofftaschentuch. Mit Punkten!
„Um was geht es denn dann?“, fragte er. Vielleicht hatte er sich einen Tick zu gelassen an die Laterne gelehnt. Wenigstens waren seine Reaktionen gut genug, dass er ihrem Tritt noch ausweichen konnte. Das verbog die Laterne, ließ ihn aber nicht den Kopf verlieren.
„Das weißt du so was von genau! Du Hirni!“
Da war es ja wieder. Ihr Lieblingswort. Na ja, Lieblingswort war vielleicht übertrieben, da sie nur ihn, dafür aber besonders häufig so betitelte. Er hatte sich schon daran gewöhnt und nahm es nicht mehr als Beleidigung war. Das führte häufig zu komischen Situationen. Erst am gestrigen Tag war ein Lehrer entsetzt gewesen, dass er auf „Hirni“ reagierte als wäre es sein Geburtsname. Auf die Nachfrage, ob er ihn das nächste Mal, wenn er in seinem Unterricht einschlief auch „Hirni“ rufen solle, hatte er aber mit einem klaren „Nein!“ geantwortet. Das durfte nur sie – die liebe Mary Clark-Suethor. Die Schulhu- ... Schulhumane, kinderfreundliche Mary war allseits bekannt, ihren Klassenkameraden den Namen zu verpassen, den sie für passend befand. Die Lehrer waren bisher, abgesehen von einem Anfänger, den sie vom ersten Tag an „armer kleiner Lehrermilchi“ rief, davon verschont geblieben.
„Hörst du Wichsgesicht mir eigentlich noch zu!?“
„Also mit meinem Gesicht hab ich es noch nicht getrieben. Ist allerdings eine Überlegung wert, wie ich finde.“ Dass das nicht gut ankommen würde, hatte er auch schon geahnt. Außergewöhnlicherweise aber beherrschte sie sich und setzte nicht wieder zum Schlag an. Ob das an der vorbeikommenden Kindergartengruppe lag, konnte er nicht mit Sicherheit sagen.
Sie baute sich vor ihm auf. Das war nicht schwer, denn sie war weit über 1,80m groß. „Jetzt pass mal auf, und ich meine echt, pass auf!“
Er schluckte; auf seiner Stirn bildeten sich feine Schweißperlen. Der Kragen seines Hemds war schon ganz nass und die Haare rollten sich gegen seinen Nacken. „Ja, mein Liebes?“
„Du hast gesagt ...“
„Gerade eben meintest du, es ginge nicht um das, was ich gesagt habe!“
„Jetzt halt doch mal die Fresse!“, schnauzte sie mehr die verbogene Laterne als ihn an. Um sich selbst davon abzuhalten, eine Prügelei mit ihm anzufangen, hatte sie augenscheinlich beschlossen, dass im Kreis zu gehen eine gute Beruhigungsmethode war. Die Nachzügler der Kindergartentruppe fuhren erschrocken zusammen. „Also“, meinte sie gedehnt, „du hast gesagt, ich würde kein gutes Bild abgeben.“
„Ach so!“ Ihm fiel der Groschen etwas zu spät, aber man wollte ja mitteilen, wenn man endlich wusste, um was es überhaupt ging.
„Ja, ach so!“ Sie stampfte mit den Füßen auf den Boden. Die Bordsteine krachten unter ihren Plateausohlen. „Aber das ist so gemein von dir!“
Wenn sie jetzt wieder zu schluchzen anfing, dann würde er den einfachen Weg nehmen, über die Absperrung springen und ins nächstbeste Auto laufen. Die Hauptstraße war in seinem Rücken, das war also nicht weiter das Problem. „Wieso ist es gemein von mir, wenn du so blöd sein musstest, ständig deinen wabbligen Arsch in die Kamera zu halten?“
„Ich wusste ja nicht, wo die was aufnimmt!“
Er biss sich auf die Lippe. „Na ja, gut. Stimmt schon, das hätte ich dir sagen können.“
„Na siehst du! Wenn man zusammen so was dreht, dann sagt man dem andern doch wohl sowieso und überhaupt, ne?!“
Jetzt fühlte er sich doch ein wenig schuldig. Aber nur ein klitzekleines bisschen. Selbst wenn sie nicht so blöd gewesen wäre, ihr Hinterteil direkt in die Kamera zu halten, mit ihren Minibrüsten hätte das Filmchen eh nach nichts ausgesehen. Nicht dass er gut bestückt wäre. Aber das sah man ja glücklicherweise nicht, wenn’s in irgendwas drinsteckte. „Es tut mir ehrlich leid.“
„Das ist ja wohl das mindeste!“
„Mit was kann ich dich wieder ...“
„Halt doch endlich mal deine scheißverfluchte Fresse. Ich muss nachdenken! Manche Leute denken nämlich, bevor sie was tun, wa ne?“
Er blies die Backen auf. Das hielt einen davon ab, etwas zu sagen, und sorgte beim Ausatmen auch noch für ein entspanntes Gefühl in der Herz-Rippengegend.
Irgendwann war sie dann fertig mit Denken. Lange hatte es gedauert, aber nicht lange genug, dass sich ein entrüsteter Laternenmann bei ihnen hatte beschweren können. „Also, du kaufst mir jetzt ein Eis.“
„Und dann?“ Das konnte nicht alles sein. Er kannte Mary. Ein Eis war eher ein Problem als eine Problemlösung. Ihm grauste schon jetzt vor der minutenlangen Schlacht mit dem Eisverkäufer. Sie wollte grundsätzlich die Sorte, die gerade aus war.
„Na ja, dann zahlst du Schmerzensgeld.“
Er konnte sich nur vorstellen, wie blöd er sie angucken musste, aber ihrem gelangweilten Blick zufolge ziemlich blöd. „Schmerzensgeld dafür, dass du in nem homemade Porno deinen Arsch zum Hauptdarsteller gemacht hast?“
„Nein. Dafür, dass ich die Eisdiele zerlegt habe. Und den Verkäufer gleich mit.“
Challenge: #2+#3
Warnungen: pöhse Wörter; Wir bitten Sie, jeglichen Verstand vor dem Lesen im Sinne ihrer eigenen Sicherheit bei einer Person ihres Vertrauens abzugeben.
A/N: Eigentlich wollte ich hierfür irgendein Fandom nehmen, aber dann hatte ich schon angefangen zu schreiben und irgendwie passte nichts so richtig. Jetzt müsst ihr euch mit einem unbekannten Hauptcharakter und einer jungen „Lady“ begnügen.
„Ich habe nicht gesagt, dass ich dich hasse!“
Sie rotzte in ihr gepunktetes Stofftaschentuch und sah ihn vorwurfsvoll an. „Hier geht es doch nicht um was du gesagt hast!“
Wenn sie weiter versuchen würde, ihn auf die Palme oder zum Weglaufen zu bringen, bitteschön, dann konnte sie das haben. Er war sich keiner Schuld bewusst. Schließlich hatte er nun wirklich nichts dergleichen gesagt. Und wenn er nichts gesagt hatte, dann waren ihre Anschuldigungen zweifellos ihrem irrigen Hirn entsprungen. Schließlich hatte sie auch ein Stofftaschentuch. Mit Punkten!
„Um was geht es denn dann?“, fragte er. Vielleicht hatte er sich einen Tick zu gelassen an die Laterne gelehnt. Wenigstens waren seine Reaktionen gut genug, dass er ihrem Tritt noch ausweichen konnte. Das verbog die Laterne, ließ ihn aber nicht den Kopf verlieren.
„Das weißt du so was von genau! Du Hirni!“
Da war es ja wieder. Ihr Lieblingswort. Na ja, Lieblingswort war vielleicht übertrieben, da sie nur ihn, dafür aber besonders häufig so betitelte. Er hatte sich schon daran gewöhnt und nahm es nicht mehr als Beleidigung war. Das führte häufig zu komischen Situationen. Erst am gestrigen Tag war ein Lehrer entsetzt gewesen, dass er auf „Hirni“ reagierte als wäre es sein Geburtsname. Auf die Nachfrage, ob er ihn das nächste Mal, wenn er in seinem Unterricht einschlief auch „Hirni“ rufen solle, hatte er aber mit einem klaren „Nein!“ geantwortet. Das durfte nur sie – die liebe Mary Clark-Suethor. Die Schulhu- ... Schulhumane, kinderfreundliche Mary war allseits bekannt, ihren Klassenkameraden den Namen zu verpassen, den sie für passend befand. Die Lehrer waren bisher, abgesehen von einem Anfänger, den sie vom ersten Tag an „armer kleiner Lehrermilchi“ rief, davon verschont geblieben.
„Hörst du Wichsgesicht mir eigentlich noch zu!?“
„Also mit meinem Gesicht hab ich es noch nicht getrieben. Ist allerdings eine Überlegung wert, wie ich finde.“ Dass das nicht gut ankommen würde, hatte er auch schon geahnt. Außergewöhnlicherweise aber beherrschte sie sich und setzte nicht wieder zum Schlag an. Ob das an der vorbeikommenden Kindergartengruppe lag, konnte er nicht mit Sicherheit sagen.
Sie baute sich vor ihm auf. Das war nicht schwer, denn sie war weit über 1,80m groß. „Jetzt pass mal auf, und ich meine echt, pass auf!“
Er schluckte; auf seiner Stirn bildeten sich feine Schweißperlen. Der Kragen seines Hemds war schon ganz nass und die Haare rollten sich gegen seinen Nacken. „Ja, mein Liebes?“
„Du hast gesagt ...“
„Gerade eben meintest du, es ginge nicht um das, was ich gesagt habe!“
„Jetzt halt doch mal die Fresse!“, schnauzte sie mehr die verbogene Laterne als ihn an. Um sich selbst davon abzuhalten, eine Prügelei mit ihm anzufangen, hatte sie augenscheinlich beschlossen, dass im Kreis zu gehen eine gute Beruhigungsmethode war. Die Nachzügler der Kindergartentruppe fuhren erschrocken zusammen. „Also“, meinte sie gedehnt, „du hast gesagt, ich würde kein gutes Bild abgeben.“
„Ach so!“ Ihm fiel der Groschen etwas zu spät, aber man wollte ja mitteilen, wenn man endlich wusste, um was es überhaupt ging.
„Ja, ach so!“ Sie stampfte mit den Füßen auf den Boden. Die Bordsteine krachten unter ihren Plateausohlen. „Aber das ist so gemein von dir!“
Wenn sie jetzt wieder zu schluchzen anfing, dann würde er den einfachen Weg nehmen, über die Absperrung springen und ins nächstbeste Auto laufen. Die Hauptstraße war in seinem Rücken, das war also nicht weiter das Problem. „Wieso ist es gemein von mir, wenn du so blöd sein musstest, ständig deinen wabbligen Arsch in die Kamera zu halten?“
„Ich wusste ja nicht, wo die was aufnimmt!“
Er biss sich auf die Lippe. „Na ja, gut. Stimmt schon, das hätte ich dir sagen können.“
„Na siehst du! Wenn man zusammen so was dreht, dann sagt man dem andern doch wohl sowieso und überhaupt, ne?!“
Jetzt fühlte er sich doch ein wenig schuldig. Aber nur ein klitzekleines bisschen. Selbst wenn sie nicht so blöd gewesen wäre, ihr Hinterteil direkt in die Kamera zu halten, mit ihren Minibrüsten hätte das Filmchen eh nach nichts ausgesehen. Nicht dass er gut bestückt wäre. Aber das sah man ja glücklicherweise nicht, wenn’s in irgendwas drinsteckte. „Es tut mir ehrlich leid.“
„Das ist ja wohl das mindeste!“
„Mit was kann ich dich wieder ...“
„Halt doch endlich mal deine scheißverfluchte Fresse. Ich muss nachdenken! Manche Leute denken nämlich, bevor sie was tun, wa ne?“
Er blies die Backen auf. Das hielt einen davon ab, etwas zu sagen, und sorgte beim Ausatmen auch noch für ein entspanntes Gefühl in der Herz-Rippengegend.
Irgendwann war sie dann fertig mit Denken. Lange hatte es gedauert, aber nicht lange genug, dass sich ein entrüsteter Laternenmann bei ihnen hatte beschweren können. „Also, du kaufst mir jetzt ein Eis.“
„Und dann?“ Das konnte nicht alles sein. Er kannte Mary. Ein Eis war eher ein Problem als eine Problemlösung. Ihm grauste schon jetzt vor der minutenlangen Schlacht mit dem Eisverkäufer. Sie wollte grundsätzlich die Sorte, die gerade aus war.
„Na ja, dann zahlst du Schmerzensgeld.“
Er konnte sich nur vorstellen, wie blöd er sie angucken musste, aber ihrem gelangweilten Blick zufolge ziemlich blöd. „Schmerzensgeld dafür, dass du in nem homemade Porno deinen Arsch zum Hauptdarsteller gemacht hast?“
„Nein. Dafür, dass ich die Eisdiele zerlegt habe. Und den Verkäufer gleich mit.“