[identity profile] exiles-diary.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Team: Dickinson
Autor: Jenchan
Titel: Die Schöne vom Maskenball
Challenge: Kink - Genderswap (für mich)
Fandom: Prince of Tennis
Charaktere: Tezuka Kunimitsu, Fuji Syuusuke (Gastauftritte: Fuji Yoshiko, Fuji Yumiko, Inui Sadaharu)
Wörter: ~2730
Warnings: AU! | unbetaed, nicht Korrektur gelesen
Disclaimer: Die Charas gehören Konomi, die Challenges der 120-Minuten-Community und der Plot ist meins XD

Kommentar: Ich LIEBE Prinz!Tezuka. Er ist ein Schnuffel. Und ich hatte echt Spaß den Plot zu entwickeln und runterzuschreiben. Zu der Challenge ist mir auch wirklich nichts anderes eingefallen und ich bin mir nicht sicher, ob ich es richtig verstanden hab. Aber naja ^^*** so hab ichs halt ausgelegt.





Die Schöne vom Maskenball

Als Prinz Kunimitsu I. die Einladung zu einem Maskenball erhielt, war er sich nicht ganz sicher, ob er dort wirklich auftauchen wollte. Die Einladung war von ihren Nachbarn ausgesprochen und sollte offenbar ein Versuch sein, die Beziehungen beider Länder zu festigen. Sein Adjudant hatte ihm geflüstert, dass eine Verlobung mit der hiesigen Prinzessin im Gespräch war und das war für ihn mehr als Grund genug von der Feierlichkeit fern zu bleiben.
"Du kannst dich nicht vor deinen Verpflichtungen drücken, Sohn. Vergiss nicht, dass du die Zukunft unserer Landes bist!"
Sein Vater, König Kuniharu, hatte da natürlich ganz andere Pläne für ihn und der Tag war noch nicht gekommen, da er die Krone erben würde. Manchmal hatte Kunimitsu schon überlegt, die Angelegenheit zu beschleunigen. Sie lebten in unruhigen Zeiten und damit würde niemand ihn in Verdacht haben, wenn der König plötzlich sterben würde. Allerdings hatte er dann doch ein fitzelchen Ehrgefühl in sich und konnte es nicht einmal einem Söldner auftragen. Seine Eltern waren gute Regenten und hatten ihm eine sehr gute Erziehung zuteil werden lassen.
Er war ihnen dankbar und damit würde er sich wieder einmal fügen. Aber eine Liaison mit der Prinzessin lehnte er grundlegend ab. Es gab viele Wege die Nachbarn höflich abzuweisen.

Der Weg ins andere Land war ein Fünf-Tages-Ritt und dementsprechend früh brach Prinz Kunimitsu mit seinem Gefolge auf. Natürlich hatte sein Vater nicht an Personal gespart und Kunimitsu wusste, dass es notwendig war, um andere Menschen zu beeindrucken. Oder Angst einzujagen.
So ganz hatte der junge Prinz es noch nicht verstanden, aber wenn er erst einmal König war, würde er sicher wissen, was zu tun war. Sein Vater sparte schließlich nicht mit den Stunden, die er in der Regierung des Landes mithelfen musste.
Der Hof des anderen Königreichs lag auf dem Gipfel einer Anhöhe und vor den Mauern erstreckte sich eine prunkvolle Stadt. Sie hatten kaum Rast gemacht und damit waren die Pferde erschöpft, als sie vor den Toren der Stadt von den Pferden stiegen.
Als Kunimitsu losgeritten war, hatte er noch ausgesehen wie ein Prinz, aber kaum hatten sie die Hälfte des Weges hinter sich gelassen, hatte er die schweren Kleider gegen leichtere eingetauscht. König Kuniharu würde ihn schelten, wenn er es wüsste, aber keiner seiner Gefolgsleute würde es wagen, ihn auf diese schändliche Weise zu hintergehen. Er würde es mit dem Tod bestrafen, schon allein, weil er keine große Lust hatte, sich ewig über diese Angelegenheit zu ärgern.
"Wir werden hier einkehren und die Pferde verpflegen. Sie sind erschöpft", befahl er und führte seinen schwarzen Hengst zu einer kleinen Gaststätte, die im Moment nur von ein paar Trunkenbolden besetzt war. Er fing den besorgten Blick seines Adjudanten auf, kümmerte sich aber nicht weiter darum. Niemand würde ihn hier erkennen. Ihm reichte es, dass ihm die Bürger der Stadt schon allein deshalb seinen Respekt erwiesen, weil er aussah als wäre er Angehöriger des Adels. Es kam nicht stelten vor, dass Adelige sich in der Stadt herumtrieben.

"Guten Tag, die Herren. Meine Söhne werden Ihren Pferden Wasser und etwas Hafer bringen. Bitte kommen Sie weiter. Darf ich Ihnen etwas von unserem Hausbräu bringen?" Eine sichtlich in die Jahre gekommene Dame verbeugte sich vor Kunimitsu und der Prinz fragte sich, wo der Wirt war. Er sprach lieber mit Männern als mit Frauen, aber er kannte natürlich die Etikette.
"Bringen Sie jeden von uns einen Krug Bier." Sie würden nicht lange bleiben und am Hof würden sie ausreichend zu essen bekommen, dass eine Getränk nun vollauf reichen würde.
Sie setzten sich an einen großen Tisch aus Eichenholz und er ließ seinen Blick durch die Gaststube wandern. Dabei fiel ihm eine junge Dame auf, die wenig glücklich darüber schien, hier arbeiten zu müssen. Dem Aussehen nach nahm er an, dass es sich um eine Tochter handelte. Scheinbar auch noch unverheiratet, was ihn doch verwunderte. Wenn die Familie bisher keinen Mann für sie gefunden hatten, würde es wohl auch nichts mehr werden.
Aber es war kein Urteil, dass er zu treffen berechtigt war.
Serviert wurden ihnen die Getränke offenbar von einem Knaben. Er war recht schmächtig gebaut und hatte honigblonde Haare. Der junge Prinz wunderte sich, dass Kinder in diesem Alter bereits in einer derartigen Gaststube geduldet wurde, aber der Junge erwies sich als erstaunlich geschickt und kräftig.
Keinen einzigen Tropfen Bier verschüttete er, als er die Krüge vor ihnen aufstellte. Irritierend daran war das Lächeln, dass in dessen Gesicht klebte und die Tatsache, dass er die Augen geschlossen hielt. Als wäre er blind, aber das war natürlich unmöglich, das wusste sogar Kunimitsu.

Als der Junge wieder verschwunden war, trank der Prinz auf seine Gefolgsleute und den Erfolg ihrer Mission. Dass alles so laufen würde, wie es sich der König vorstellte, bezweifelte er schon dahingehend, dass er auf den Maskenball der hiesigen Prinzessin aus dem Weg gehen würde. Es wäre nicht schwer, sie unter all den Menschen zu erkennen - hoffte er.
Nach dem Getränk ließ er seinen Adjudanten bezahlen und verabschiedete. Er sah sich noch einmal um und sein Blick streifte dabei die blauesten Augen, die er in seinem Leben jemals gesehen hatte. Sie schienen regelrecht zu leuchten und es brauchte erst einen Moment, bis er die Person erkannte, zu denen diese Augen gehörten. Es war der Junge, der ihnen das Bier gebracht hatte.
Vielleicht würde er bei seiner Abreise noch einmal hier vorbeikommen. Irgendetwas faszinierte ihn an dem Knaben und bestimmt gab es eine Verwendung für ihn auf seinem Schloss. Irgendetwas gab es immer zu tun.

~*~

Prinz Kunimitsu hatte sich für den Maskenball in kunstvoll bestickte, schwere Kleider geworfen. Seine Maske bedeckte die obere Gesichtshälfte und sie störte ihn immens. Aber es sah natürlich ein, dass man auf einem Maskenball natürlich nicht ohne Maske auftauchen konnte. Nicht als Prinz eines fremden Landes.
Einen Bonus sprach er diesem eigenwilligen Fest zu: Es wussten nur ganz wenige im Saal, dass er Prinz Kunimitsu war. Er hatte erwirkt, dass sein Adjudant und sein erster Offizier ebenfalls auf dem Ball anwesend sein durften und damit fühlte er sich doch ein wenig sicherer.
Das Fest war dennoch langweilig und Kunimitsu fand es anstrengend mit all diesen Adeligen zu konferieren. Er war immer schon lieber stiller Beobachter gewesen.

Gerade als er genug von diesem langweiligen, heuchelnden Haufen hatte, entdeckte er etwas, dass mit einem Schlag seine ganze Aufmerksam auf sich zog. Es wäre wirklich auch schwer gewesen, dieses pompös blau glitzernde Kleid zu übersehen. Die Dame, deren Gesicht von einer befiederten Maske bedeckt war, war um gut einen Kopf kleiner als er, aber das tat ihrer Schönheit keinen Abbruch.
Die langen bunten Federn, die aus dem hübschen Kopfschmuck ragten, umrahmten das Bild der Weiblichkeit. Verwirrt sah er sich nach seinem Adjudanten um, der für ihn ja in Erfahrung bringen sollte, wer alles auf diesem Ball herumkroch. An eine derartige Schönheit hätte er ihn durchaus auch aufmerksam machen können.
Da er seinen Gefolgsmann nicht entdecken konnte, nahm er die Sache selbst in die Hand. Er schnappte sich ein Glas und bahnte sich einen Weg zu dieser Person, die höflich immer wieder mal den anderen Gästen zuknickste. Die Bewegungen waren sehr grazil und der junge Prinz spürte zum ersten Mal sein Herz flattern.
Er hatte zuvor noch nie eine derartige Begierde in sich aufkeimen gespürt. Die meisten Menschen langweilten ihn zu Tode. Da war das eine überraschende Abwechslung.
"My Lady", sprach er die Dame an, als er nah genug bei ihr war und reichte ihr das Glas.
"Oh Danke", lachte sie verhalten und Kunimitsu bekam ein seltsam schwindliches Gefühl. Der Klang ihrer Stimme war bezaubernd. Sie knickste vor ihm und stellte sich vor: "Lady Shuuka van Fuji."
Der Name sagte dem Prinzen nicht, aber er kannte ja auch nicht alle adeligen Geschlechter. Anderenfalls wäre sie ihm sicher schon aufgefallen. Diese Schönheit konnte man einfach nicht übersehen.
"Erfreut Sie kennen zu lernen", drückte er sich von einer gleichwertigen Vorstellung und fügte an: "Es würde mich freuen, wenn wir uns noch besser kennen lernen könnten. Würden Sie mich auf einen kleinen Spaziergang begleiten? Ich hörte, dass der Garten heute besonders schön beleuchtet sein soll."
Ein leise kicherndes Geräusch dieser bezaubernden Lady ließ seinen Unterleib verkrampfen und er erwartete schon fast eine höfliche Absage. "Wenn Sie mir dort Ihren Namen verraten, begleite ich Sie sehr gerne." Damit konnte Kunimitsu sich arrangieren und er führte Lady Shuuka galant nach draußen.

Es war bereits Nacht, aber das Gerücht schien wahr zu sein. Der Garten erstrahlte in wunderschönen Farben und ein wenig war selbst Kunimitsu begeistert, was in ihrer Zeit schon alles möglich war. Er musste morgen noch einmal mit dem Prinzen sprechen und ihn fragen, welcher Gärtnermeister das vollbringen hatte können. Er würde ihn für sich rekrutieren.
"Also?", fragte Lady Shuuka und sah zu ihm auf. Waren ihre Augen ebenfalls blau? Durch die Schlitze der Maske und die Dunkelheit der Nacht konnte er es kaum erkennen. "Mit wem habe ich die Ehre, diesen wunderschönen Abend zu genießen."
"Sind Ihnen Namen so wichtig, Lady Shuuka?", stellte Kunimitsu eine sanfte Gegenfrage und trank einen Schluck. "Ist das Prinzip eines Maskenballs nicht der, dass man sich unerkannt mit anderen unterhalten kann?"
Lady Shuuka stellte das Glas beiseite und raffte ein wenig ihr bauschiges Kleid. "Gutes Argument", erwiderte sie schließlich. "Nun denn, dann werde ich Sie 'mein Prinz' nennen, wenn sie gestatten.
Beinahe, aber wirklich nur beinahe wäre dem jungen Prinzen das Glas aus der Hand gerutscht. Dann hatte er sich gefasst und räusperte sich verhalten.
"Ein sehr schmeichelhafter Titel, den Sie sich für mich ausgesucht haben", merkte er an und sah Shuuka musternd an. Sie konnte es nicht wissen. Woher sollte sie es wissen, dass er wirklich ein Prinz war.
Dennoch wirkte ihr Lächeln sehr triumphierend. Kunimitsu konnte sich das unangenehme Gefühl nicht erklären.
"Darf ich fragen, woher Sie kommen, Lady Shuuka?", versuchte er noch mehr über diese mysteriöse Dame herauszufinden, die ihm allein mit ihrer Schönheit den Atem raubte.
"Sie sind ganz schön neugierig, mein Prinz", neckte sie ihn kichernd und zum ersten Mal fiel ihm auf, dass sie sich etwas seltsam verhielt. Er kannte die Etikette, aber für diesen Augenblick hatte Shuukas Verhalten etwas unverschämt lockeres gehabt. Ganz und gar nicht so steif, wie er die Gesellschaft bei Hofe kannte.
Es faszinierte ihn nur noch mehr.
"Nun, Sie erscheinen mir eine sehr interessante Frau zu sein, die es Wert ist, Näher betrachtet zu werden", verteidigte Kunimitsu sich und begann sich auf verquere Art und Weise entspannt zu fühlen. "Sie haben doch nichts dagegen, wenn ich Ihnen meine Aufwartung mache?"
Durch die Maske war es schwer abzuschätzen, was die Worte in seinem Gegenüber auslösten, aber nach endlosen Sekunden, schenkte Lady Shuuka ihm ein bezaubernd-betörendes Lächeln. Dann lachte Sie und meinte: "Dann strengen Sie sich an, mein Prinz. Ich bin kein leichtes Mädchen." Sie drehte sich um und schritt tiefer in den Garten.
Kunimitsu hatte das Gefühl vor Begehren platzen zu müssen. Diese Frau würde heute ihm gehören und wenn er seine Karten geschickt ausspielte, würde er sie vielleicht auch für immer bekommen.

~*~

Es war eine magische Nacht geworden, die viel zu schnell geendet hatte. Nachdem er Lady Shuuka soweit gehabt hatte, dass Worte für die restliche Nacht überflüssig wären, hatte sie sich schließlich von ihm losgerissen. Ihre Maske, die er nun gedankenverloren in seiner Hand drehte, war zu Boden gefallen.
"Mein Prinz. Die Zeit ist um, ich muss gehen", hatte sie panisch gestammelt. Es schien fast so, als hätte sie noch etwas sagen wollen. Ihre blauen Augen hatten in den Lichterketten des Garten so schön gefunkelt wie die Sterne über ihnen.
Diese so unglaublich blauen Augen, die die Schönheit des Kleides in den Schatten gestellt hatten. Er hatte sie aufhalten wollen, aber sie war ungewöhnlich schnell unterwegs. Letztlich hatte er sie nicht mehr gefunden.
Aber die Augen hatte er nicht vergessen und er nahm sich vor, sie auf der ganzen Welt zu suchen. Er würde sie finden. Es gab sicher niemanden sonst auf der Welt, der diese Augen hatte.
"Eure Hoheit? Die Pferde stehen bereit." Es war sein Adjudant, der ihn aus den Gedanken riss und Kunimitsu erhob sich. Er würde sie finden und er würde sie zu seiner Frau machen - egal, was sein Vater dazu sagte.
"Wir verzögern unsere Abreise noch. Es muss jemanden geben, der Lady Shuuka van Fuji kennt und weiß wo Sie sich aufhält. Fragen Sie jeden, den Sie treffen."
"Hoheit?" Sein Adjudant sah sehr besorgt aus, aber das war er von ihm gewöhnt. Nur gab es in diesem Punkt keine Kompromisse.
"Schicken Sie einen Kurier zu meinen Vater und informieren Sie ihn darüber, dass sich meine Heimkehr verzögern wird. Ich werde mich in der Stadt umsehen", machte er klar und verließ mit Shuukas Maske den Raum, den er im Schloss bewohnte.

In der Stadt lebten viele sonderbare Gestalten, aber bei der sonderbarsten stand er nun. Es war ein Laden, der viele Kuriositäten zu bieten hatte und der junge Prinz fühlte sich nicht sehr wohl.
Der Händler sah aus wie ein Igel und er konnte nicht in dessen Augen sehen, da er ein maskenartiges Gebilde davortrug. Aber er hatte in seinem Leben noch nie eine so viereckige Maske gesehen.
"Ich möchte nur wissen, ob sie Lady Shuuka van Fuji kennen?", versuchte er es noch einmal und die Maske blitzte in der Sonne auf. Bisher war dieser sonderbare Mensch auf frevelhafte Weise unkooperativ gewesen und langsam verlor er die Geduld.
"Es liegt mir Fern, Prinz Kunimitsu, Sie zu vergrämen. Ich kenne keine Lady Shuuka van Fuji, aber ich kann Ihnen meine Hilfe bei der Suche anbieten." Der Prinz wurde misstrauisch, denn eigentlich hatte er sich nicht vorgestellt und dennoch hatte ihn diese Person eindeutig identifiziert.
"Als ich heute in den Teeblättern gelesen habe, wusste ich bereits, dass unsere Wege sich unsere Wege heute kreuzen werden. Sie haben eine äußerst bemerkenswerte Zukunft vor sich. Aber wenn Sie die Liebe suchen, müssen Sie bereit sein, die Augen aufzumachen. Ich habe einen Trank, der Ihnen dabei helfen könnte." Der Händler griff nach einer Karaffe und schenkte ihn eine schäbige Blechtasse eine stinkende und rauchende Flüssigkeit.
Unwillkürlich hielt sich Kunimitsu eine Hand vor die Nase. "Vielen Dank, ich verzichte. Aber danke für die Auskunft", verabschiedete er sich höflich und entfernte sich von dem Händler.
Aber dessen Worte vergaß er nicht.
Er musste seine Augen öffnen, wenn er die Liebe suchte. Was auch immer das zu bedeuten hatte, aber er musste wieder an diese blauen Augen denken. Frustriert ging er weiter und kam dabei wieder an der Gaststube vorbei, die Nahe der Stadttore zu finden war. Er beschloss, dass eine Erfrischung nicht schaden konnte.

Er wurde wieder von der Wirtin begrüßt und erneut wurde ihm ein Hausbräu angeboten. Er setzte sich an einen Tisch und sah sich um, aber er konnte den Knaben nirgends entdecken. Dabei hatte er den Gedanken noch nicht aufgegeben, ihn für sich zu rekrutieren. Für einen Knappenausbildung war er vielleicht schon zu alt, aber irgendetwas würde ihm schon einfallen.
Er bekam das Bier von der alten Jungfrau serviert, doch heute waren ihre weiblichen Reize noch weniger vorhanden als noch am Tag zuvor. Er war auf der Suche nach Lady Shuuka, die ihm in wenigen Stunden sein Herz geraubt hatte.
"Ich habe eine Frage, Miss", wandte er sich an die Dame. "Ist Ihnen eine Dame Namens Lady Shuuka van Fuji bekannte. Sie hat Haare der Farbe von kristallinen Bienenhonigs und Augen, die dem Sommerhimmel alle Ehre machen." Das fand, beschrieb Shuuka doch sicher gut genug.
Er sah die Kellnerin an, die ihn verwirrt ansah, dann schien sich verstehen in ihr breit zu machen, denn sie schlug schockiert die Hände vor den Mund.
"Oh mein Gott. Er hatte Recht. Es ist eingetreten, was er prophezeit hat! Mutter! Mutter, komm schnell!", rief sie und die Wirtin eilte herbei.
"Was ist los Kind! Unsere andere Gäste wollen in Ruhe ihr Bier genießen", versuchte sie ihre Tochter zu beruhigen.
"Aber er ist es! Ich bin mir ganz sicher, dass Herr Inui von ihm gesprochen hat, als er gestern hier war!" Nun musterte ihn die Wirtin argwöhnisch und Kunimitsu erhob sich.
"Was ist hier los?", forderte der Prinz und seine Stimme hatte einen befehlenden Ton angenommen. Aber keiner schien den Mund aufzubringen.
Bis hinter sich eine Stimme meldete, so sanft wie der Sommerregen. Eine Stimme, deren Klang er genau kannte: "Die Person, die Sie suchen, bin ich, mein Prinz."
Er wandte sich um und vor ihm stand der Knabe, dessen Augen ihn ernst anstarrten. Augen so blau wie der sonnigste Sommerhimmel.




Afterword: Cinderella lässt grüßen XD


Profile

120_minuten: (Default)
Die Uhr läuft ... jetzt!

Most Popular Tags

January 2026

M T W T F S S
   1 234
567891011
12131415 161718
19202122232425
262728293031 

Style Credit

Powered by Dreamwidth Studios