Team: Kaléko
Challenge: Crack/Humor - Brandflecken an der Decke
Genre: Original
Pairing: Lee/Ben (mein Fussballtyp mit Partner*g*)
Wörter: 829
Kommentar: es sind grad so 120 Minuten gewesen *hust*. Mal wieder etwas zu den beiden, meinem schwulen Fussballspieler mit seinem Partner. Old Trafford ist der liebevolle Name für das Stadion des Manchester United, für diejenigen, die es nicht wissen.
Der Dialogschwall so zum Ende hin muss so sein. Ich hoffe, ihr seid nicht all zu verwirrt.
und mal nicht auf Englisch, sondern auf Deutsch, was bedeutet, dass es ab und zu mal komisch klingen könnte.
„Es gefällt mir.“
„Hm ja.“
Es war Haus Nummer 5. Eine alte kleine Villa am Stadtrand, nicht zu weit von The Old Trafford entfernt.
Häuser 1 bis 4 waren ebenfalls Villen gewesen, das Geld wäre ja da. Villa Nummer 1 war beiden zu modern. So modern, dass selbst die Maklerin, die das Haus nun ja kennen sollte, beinahe das S.W.A.T.-Team der örtlichen Polizei herbeigerufen hätte mit der Knöpfe-Kombination, die ihre langen Fingernägel gedrückt hatten. Der Rest des Hauses wurde erst gar nicht begutachtet und die Maklerin schloss das Gebäude mit hängenden Schultern wieder ab.
Die Schultern zogen sich immer tiefer mit jedem Haus. Das zweite war so alt, dass Ben sich von vorne herein weigerte, es zu betreten, da er wusste, wenn es ihm gefalle, wäre es auch noch so egal, wie viele Reparaturen nötig sein würden, er würde es trotzdem haben wollen. Sich jahrelange Kämpfe mit Bohrmaschinen, Kreissägen und Bauschmutz zu ersparen, war letztendlich auch eine vollkommen rationale Entscheidung.
Haus 3 und 4 waren sowohl zu weit weg – Birmingham lag nun wirklich nicht um die Ecke von Manchester, egal wie die Maklerin auf die nur zweistellige Kilometerzahl hinwies – wie auch zu pompös. Eine Jacuzzi plus Pool plus Superdusche war nun wirklich nicht notwendig, genauso wenig wie ein extra Appartement für einen eventuellen Butler.
Bens einziger Kommentar war: „Das hier ist Birmingham, wer baut denn hier bitte solche Häuser? Da kann man doch auf Mallorca eins bauen, und viel billiger vermutlich bei der Finanzlage in Spanien derzeit.“
Nach den vier Misserfolgen und vielen sarkastischen Bemerkungen, war es nun kein wirkliches Wunder, dass die Schultern der Maklerin ihren Weg zurück nach oben fanden und ihre Augen mit hoffnungsvollem Glanz weit aufgerissen wurden.
„Dann lassen sie uns mal reingehen.“
Die Eingangshalle war klein und gemütlich, mit einer für britische Verhältnisse riesigen Treppe in die oberen Etagen und einem Flur, der nach hinten führte.
„Die Tapete lässt sich leicht abmachen?“ fragte Lee, der mit zweifelnden Augen auf das grau-gelbe Papier starrte.
„Natürlich,“ antwortete die Maklerin voller Begeisterung und demonstrierte die Richtigkeit ihrer Antwort sofort, indem sie eine ganze Ecke bei der Tür abriss. „Renovierungen würden eventuell auch anfallen bei diesem Haus. Es wurde 1978 erbaut.“
„Mein Geburtsjahr. Wir müssen es nehmen,“ sagte Ben gefühlslos. Sie mussten sich beide das Lachen verkneifen, als die Maklerin quasi in ein Häufchen aufgeregter Hyperventilation degradierte.
„Beginnen wir mit der Führung, also zu ihrer rechten wäre das Wohnzimmer. Es ist ungefähr-„
„Ich geh mal nach oben gucken,“ sagte Lee, küsste Ben kurz auf die Wange und stürmte die Treppe hoch.
Ben trottete genügsam hinter der Maklerin her, die es immer wieder schaffte den großartigen Kamin in ihren Sätzen unterzubringen, um so mehr oder minder erfolgreich von den undichten Fenstern abzulenken. Ben wusste, ein paar Reparaturen waren an jedem Haus nötig. Sie waren schließlich in Großbritannien, wo unter 100 Häusern gerade mal eines komplett abgedichtet und tatsächlich auch warm im Winter war.
„BEN! Komm hoch, ich muss dir was zeigen.“
Ben lächelte der Maklerin zu, die noch mit erhobenem Arm auf die Stuck-Decke deutete und drehte ihr den Rücken zu.
Er fand Lee im großen Schlafzimmer.
„Schönes Zimmer.“
„Ja. Guck mal.“ Lee ahmte die Maklerin nach und deutete ebenfalls zur Decke. Der Finger zeigte auf einen perfekten runden Brandfleck genau in der Mitte des Raumes. Ben reagierte sofort, ging zur Tür, zu der die Maklerin so eben heran geschnauft kam und schloss sie mit einem kurzen: „Wir müssen uns besprechen.“
Sie hörten wie die Maklerin die Treppe wieder hinunter schlurfte.
Lee begann die Diskussion: „Sexspiele mit Kerzen? Ein normales Feuer ist das nicht gewesen. So perfekt rund wie dieser Brandfleck ist.“
„Ich weiß nicht. Die Decken sind ganz schön hoch, das muss ‚ne riesige Kerze gewesen sein.“
„Ouch. Stell dir mal die Menge an Wachs vor, die da auf einmal auf dich rauftropfen würden.“
„Haben wir je Sex mit Wachs gehabt? Also mit Wachsspiel, also, du weißt, was ich meine.“
„Nein.“
„Wir sollten.“
„Zum Einzug.“
„Heißt das, wir ziehen hier ein?“
„Nach dem Fleck da oben zu urteilen, waren unsere Vormieter entweder Satanisten mit riesigen schwarzen Kerzen, um die sie herum geschlichen sind und irgendwelche Dämonen beschwört haben, oder sie hatten ein sehr interessantes Sexleben. Wer würde nicht hier wohnen wollen?“
„Oder sie hatten ein kleines Balg, das gern mit dem Chemiekasten experimentiert hat. Vielleicht war das das fehlgeschlagene Raketenexperiment.“
„Ui, die Idee mag ich auch.“
„Lass mich raten: Die Decke streichen wir nicht neu.“
„Natürlich nicht.“
„Alles klar.“
„Wie ist der Rest des Hauses?“
„Der Kamin ist schön.“
„Kamin, gut, ich mag Kamine.“
Ben küsste Lee, direkt unter dem Brandfleck an der Decke.
„Erstes gemeinsames Haus: Häkchen. Jetzt brauchen wir nur noch einen Hund,“ sagte Lee und Ben lachte auf.
„Bevor wir den neuen Teppich einlegen oder danach?“
Es klopfte an der Tür. Bewundernswert unbemerkt war die Maklerin wieder die Treppe hochgekrochen.
„Mr. Turner? Mr. Richardson? Ist alles in Ordnung?“
Lee öffnete die Tür, strahlte sie an und sah ihren Augen dabei zu, wie hoffnungsvoll größer wurden.
Challenge: Crack/Humor - Brandflecken an der Decke
Genre: Original
Pairing: Lee/Ben (mein Fussballtyp mit Partner*g*)
Wörter: 829
Kommentar: es sind grad so 120 Minuten gewesen *hust*. Mal wieder etwas zu den beiden, meinem schwulen Fussballspieler mit seinem Partner. Old Trafford ist der liebevolle Name für das Stadion des Manchester United, für diejenigen, die es nicht wissen.
Der Dialogschwall so zum Ende hin muss so sein. Ich hoffe, ihr seid nicht all zu verwirrt.
und mal nicht auf Englisch, sondern auf Deutsch, was bedeutet, dass es ab und zu mal komisch klingen könnte.
„Es gefällt mir.“
„Hm ja.“
Es war Haus Nummer 5. Eine alte kleine Villa am Stadtrand, nicht zu weit von The Old Trafford entfernt.
Häuser 1 bis 4 waren ebenfalls Villen gewesen, das Geld wäre ja da. Villa Nummer 1 war beiden zu modern. So modern, dass selbst die Maklerin, die das Haus nun ja kennen sollte, beinahe das S.W.A.T.-Team der örtlichen Polizei herbeigerufen hätte mit der Knöpfe-Kombination, die ihre langen Fingernägel gedrückt hatten. Der Rest des Hauses wurde erst gar nicht begutachtet und die Maklerin schloss das Gebäude mit hängenden Schultern wieder ab.
Die Schultern zogen sich immer tiefer mit jedem Haus. Das zweite war so alt, dass Ben sich von vorne herein weigerte, es zu betreten, da er wusste, wenn es ihm gefalle, wäre es auch noch so egal, wie viele Reparaturen nötig sein würden, er würde es trotzdem haben wollen. Sich jahrelange Kämpfe mit Bohrmaschinen, Kreissägen und Bauschmutz zu ersparen, war letztendlich auch eine vollkommen rationale Entscheidung.
Haus 3 und 4 waren sowohl zu weit weg – Birmingham lag nun wirklich nicht um die Ecke von Manchester, egal wie die Maklerin auf die nur zweistellige Kilometerzahl hinwies – wie auch zu pompös. Eine Jacuzzi plus Pool plus Superdusche war nun wirklich nicht notwendig, genauso wenig wie ein extra Appartement für einen eventuellen Butler.
Bens einziger Kommentar war: „Das hier ist Birmingham, wer baut denn hier bitte solche Häuser? Da kann man doch auf Mallorca eins bauen, und viel billiger vermutlich bei der Finanzlage in Spanien derzeit.“
Nach den vier Misserfolgen und vielen sarkastischen Bemerkungen, war es nun kein wirkliches Wunder, dass die Schultern der Maklerin ihren Weg zurück nach oben fanden und ihre Augen mit hoffnungsvollem Glanz weit aufgerissen wurden.
„Dann lassen sie uns mal reingehen.“
Die Eingangshalle war klein und gemütlich, mit einer für britische Verhältnisse riesigen Treppe in die oberen Etagen und einem Flur, der nach hinten führte.
„Die Tapete lässt sich leicht abmachen?“ fragte Lee, der mit zweifelnden Augen auf das grau-gelbe Papier starrte.
„Natürlich,“ antwortete die Maklerin voller Begeisterung und demonstrierte die Richtigkeit ihrer Antwort sofort, indem sie eine ganze Ecke bei der Tür abriss. „Renovierungen würden eventuell auch anfallen bei diesem Haus. Es wurde 1978 erbaut.“
„Mein Geburtsjahr. Wir müssen es nehmen,“ sagte Ben gefühlslos. Sie mussten sich beide das Lachen verkneifen, als die Maklerin quasi in ein Häufchen aufgeregter Hyperventilation degradierte.
„Beginnen wir mit der Führung, also zu ihrer rechten wäre das Wohnzimmer. Es ist ungefähr-„
„Ich geh mal nach oben gucken,“ sagte Lee, küsste Ben kurz auf die Wange und stürmte die Treppe hoch.
Ben trottete genügsam hinter der Maklerin her, die es immer wieder schaffte den großartigen Kamin in ihren Sätzen unterzubringen, um so mehr oder minder erfolgreich von den undichten Fenstern abzulenken. Ben wusste, ein paar Reparaturen waren an jedem Haus nötig. Sie waren schließlich in Großbritannien, wo unter 100 Häusern gerade mal eines komplett abgedichtet und tatsächlich auch warm im Winter war.
„BEN! Komm hoch, ich muss dir was zeigen.“
Ben lächelte der Maklerin zu, die noch mit erhobenem Arm auf die Stuck-Decke deutete und drehte ihr den Rücken zu.
Er fand Lee im großen Schlafzimmer.
„Schönes Zimmer.“
„Ja. Guck mal.“ Lee ahmte die Maklerin nach und deutete ebenfalls zur Decke. Der Finger zeigte auf einen perfekten runden Brandfleck genau in der Mitte des Raumes. Ben reagierte sofort, ging zur Tür, zu der die Maklerin so eben heran geschnauft kam und schloss sie mit einem kurzen: „Wir müssen uns besprechen.“
Sie hörten wie die Maklerin die Treppe wieder hinunter schlurfte.
Lee begann die Diskussion: „Sexspiele mit Kerzen? Ein normales Feuer ist das nicht gewesen. So perfekt rund wie dieser Brandfleck ist.“
„Ich weiß nicht. Die Decken sind ganz schön hoch, das muss ‚ne riesige Kerze gewesen sein.“
„Ouch. Stell dir mal die Menge an Wachs vor, die da auf einmal auf dich rauftropfen würden.“
„Haben wir je Sex mit Wachs gehabt? Also mit Wachsspiel, also, du weißt, was ich meine.“
„Nein.“
„Wir sollten.“
„Zum Einzug.“
„Heißt das, wir ziehen hier ein?“
„Nach dem Fleck da oben zu urteilen, waren unsere Vormieter entweder Satanisten mit riesigen schwarzen Kerzen, um die sie herum geschlichen sind und irgendwelche Dämonen beschwört haben, oder sie hatten ein sehr interessantes Sexleben. Wer würde nicht hier wohnen wollen?“
„Oder sie hatten ein kleines Balg, das gern mit dem Chemiekasten experimentiert hat. Vielleicht war das das fehlgeschlagene Raketenexperiment.“
„Ui, die Idee mag ich auch.“
„Lass mich raten: Die Decke streichen wir nicht neu.“
„Natürlich nicht.“
„Alles klar.“
„Wie ist der Rest des Hauses?“
„Der Kamin ist schön.“
„Kamin, gut, ich mag Kamine.“
Ben küsste Lee, direkt unter dem Brandfleck an der Decke.
„Erstes gemeinsames Haus: Häkchen. Jetzt brauchen wir nur noch einen Hund,“ sagte Lee und Ben lachte auf.
„Bevor wir den neuen Teppich einlegen oder danach?“
Es klopfte an der Tür. Bewundernswert unbemerkt war die Maklerin wieder die Treppe hochgekrochen.
„Mr. Turner? Mr. Richardson? Ist alles in Ordnung?“
Lee öffnete die Tür, strahlte sie an und sah ihren Augen dabei zu, wie hoffnungsvoll größer wurden.
no subject
Date: 2012-07-09 05:21 pm (UTC)Und dieser Satz
„Nach dem Fleck da oben zu urteilen, waren unsere Vormieter entweder Satanisten mit riesigen schwarzen Kerzen, um die sie herum geschlichen sind und irgendwelchen Dämonen beschwört haben, oder sie hatten ein sehr interessantes Sexleben. Wer würde nicht hier wohnen wollen?“
ist pure Perfektion. <3
no subject
Date: 2012-07-09 05:23 pm (UTC)und ja, ich meine, wer würde da nicht wohnen wollen?
no subject
Date: 2012-07-09 05:24 pm (UTC)