Team: Ovid
Challenge: Angst/h/c: Alptraum (und Wirklichkeit) [Für mich]
Fandom: Arashi
Pairing: Aiba/Nino
Warnung: dark, Drogen, zuviel Kafka (unbeabsichtigt)
Wörter: 609
Nino liegt auf seiner Couch und klammert sich so fest an das kleine Glas, dass die Knöchel seiner rechten Hand weiß hervortreten.
An der Wand gleich neben ihm trieft Blut und macht Geräusche wie Stalaktiten in einer Tropfsteinhöhle. Auf dem Couchtisch auf der anderen Seite sitzt ein metallisch grüner Käfer von der Größe eines Schäferhundes und lutscht mit seinem dicken, staubsaugergleichen Rüssel die Glasplatte ab.
Blumenmuster flimmern über die Zimmerdecke wie in Computeranimationen. Dazwischen erscheint das Gesicht seines Vaters, ausgeschnitten aus der Erinnerung an ein altes Familienfoto.
Der Mund des Mannes bewegt sich, doch Nino hört nichts. Er hat ihn offenbar auf stumm geschaltet. Langsam richtet er sich auf. Unter seiner Haut bilden sich kleine Erhebungen, bewegen sich wie schwellende Quecksilberkügelchen, werden mit jedem Blinzeln größer und verschwinden wieder. In einer unachtsamen Sekunde lässt er das Glas fallen und es rollt klirrend unter die Couch.
In der Tür steht Masaki.
Als Nino ihn lange mit leicht geöffnetem Mund ansieht, verschränkt er die Arme und lehnt den Kopf gegen den Türrahmen.
„Was war es diesmal?“, fragt er.
Er blinzelt und seine Augen beginnen, in einem dunklen Grün zu leuchten.
Nino befeuchtet seine Lippen mit der Zunge. Es hilft nicht viel. Alles an ihm fühlt sich verwelkt und ausgedörrt an.
„Pilze“, sagt er und seine eigene Stimme ist schrill und verzerrt. Einen Augenblick lang muss er die Augen schließen.
Das Grün blutet aus Masakis Augen, tropft auf seine Wangen und rinnt wie kleine Wasserbächlein hinunter auf seine Schultern, seine Oberarme und beginnt dort, hübsche, verschnörkelte Muster zu formen. Erst jetzt fällt Nino auf, dass Masaki nur eine Jeans trägt.
„Pilze“, wiederholt Masaki tonlos.
„Die fehlten noch in meiner Sammlung.“
„Du könntest sterben.“
„Das Risiko geh ich ein.“
Er kann nicht echt sein. Nino verengt die Augen. Masaki so ernst? Nein, nein, das kann nicht echt sein. Er schaut den Käfer auf dem Tisch an und nickt ihm wie in einem stummen Zwiegespräch zu.
Der Käfer nickt zurück.
Die Luft zwischen ihnen verfärbt sich purpur, zieht Schwaden und sieht so giftig aus, dass man dem Drang widerstehen muss, den Atem anzuhalten. Durch die zugezogenen Vorhänge dröhnt heißes Sonnenlicht. Auf dem Teppich, über den sich Masakis Füße langsam schieben, liegen Gesichter, wie von Köpfen abgezogene lebendige Masken und schnappen nach ihm. Nino sieht ihnen zu. Sie bekommen zwei von Masakis Zehen zu fassen und beißen sie ab. Aus den Stümpfen quillt dunkelgrünes Blut.
Das ist die Welt ohne Filter.
„Wieso willst du, dass ich dich auch noch verliere?“, fragt Masaki und beugt sich über Nino. Kühle Hände berühren Ninos Wangen. Er sollte sich lieber Gedanken um seine Zehen machen. Der Käfer auf dem Tisch kichert summend und klappt seine Flügeldecken auf.
„Arashi zu verlieren reicht also nicht? Wieso?“
Masaki lässt sich halb auf, halb neben ihm nieder. Auf seiner nackten Brust tanzen Schattenformen.
Das letzte, was Nino sieht, als er auf den Boden schaut, ist, dass die Masken Masakis Füße bis zu den Knöcheln weggefressen haben. Dann zieht Masaki ihn in eine Umarmung, die so warm und weich ist, dass die Augen undicht werden.
„Weil ich nur ein Alptraum bin“, sagt Nino und klammert sich an ihm fest.
Der metallisch grüne Käfer hat sich in die Luft erhoben wie ein Helikopter. Er versucht, aus dem Raum zu fliegen, doch weil das Fenster geschlossen ist, stößt er immer wieder gegen von Vorhängen verhülltes Glas. Von der Decke regnet das Gesicht von Ninos Vater, zerspringt auf dem Boden in tausend Teile und setzt sich in der Luft wie sichtbare Gaspartikel wieder zusammen, immer wieder dieses eine, unhörbare Wort formend.
„Du musst aufwachen, Masaki!“, schluchzt Nino.
Challenge: Angst/h/c: Alptraum (und Wirklichkeit) [Für mich]
Fandom: Arashi
Pairing: Aiba/Nino
Warnung: dark, Drogen, zuviel Kafka (unbeabsichtigt)
Wörter: 609
Nino liegt auf seiner Couch und klammert sich so fest an das kleine Glas, dass die Knöchel seiner rechten Hand weiß hervortreten.
An der Wand gleich neben ihm trieft Blut und macht Geräusche wie Stalaktiten in einer Tropfsteinhöhle. Auf dem Couchtisch auf der anderen Seite sitzt ein metallisch grüner Käfer von der Größe eines Schäferhundes und lutscht mit seinem dicken, staubsaugergleichen Rüssel die Glasplatte ab.
Blumenmuster flimmern über die Zimmerdecke wie in Computeranimationen. Dazwischen erscheint das Gesicht seines Vaters, ausgeschnitten aus der Erinnerung an ein altes Familienfoto.
Der Mund des Mannes bewegt sich, doch Nino hört nichts. Er hat ihn offenbar auf stumm geschaltet. Langsam richtet er sich auf. Unter seiner Haut bilden sich kleine Erhebungen, bewegen sich wie schwellende Quecksilberkügelchen, werden mit jedem Blinzeln größer und verschwinden wieder. In einer unachtsamen Sekunde lässt er das Glas fallen und es rollt klirrend unter die Couch.
In der Tür steht Masaki.
Als Nino ihn lange mit leicht geöffnetem Mund ansieht, verschränkt er die Arme und lehnt den Kopf gegen den Türrahmen.
„Was war es diesmal?“, fragt er.
Er blinzelt und seine Augen beginnen, in einem dunklen Grün zu leuchten.
Nino befeuchtet seine Lippen mit der Zunge. Es hilft nicht viel. Alles an ihm fühlt sich verwelkt und ausgedörrt an.
„Pilze“, sagt er und seine eigene Stimme ist schrill und verzerrt. Einen Augenblick lang muss er die Augen schließen.
Das Grün blutet aus Masakis Augen, tropft auf seine Wangen und rinnt wie kleine Wasserbächlein hinunter auf seine Schultern, seine Oberarme und beginnt dort, hübsche, verschnörkelte Muster zu formen. Erst jetzt fällt Nino auf, dass Masaki nur eine Jeans trägt.
„Pilze“, wiederholt Masaki tonlos.
„Die fehlten noch in meiner Sammlung.“
„Du könntest sterben.“
„Das Risiko geh ich ein.“
Er kann nicht echt sein. Nino verengt die Augen. Masaki so ernst? Nein, nein, das kann nicht echt sein. Er schaut den Käfer auf dem Tisch an und nickt ihm wie in einem stummen Zwiegespräch zu.
Der Käfer nickt zurück.
Die Luft zwischen ihnen verfärbt sich purpur, zieht Schwaden und sieht so giftig aus, dass man dem Drang widerstehen muss, den Atem anzuhalten. Durch die zugezogenen Vorhänge dröhnt heißes Sonnenlicht. Auf dem Teppich, über den sich Masakis Füße langsam schieben, liegen Gesichter, wie von Köpfen abgezogene lebendige Masken und schnappen nach ihm. Nino sieht ihnen zu. Sie bekommen zwei von Masakis Zehen zu fassen und beißen sie ab. Aus den Stümpfen quillt dunkelgrünes Blut.
Das ist die Welt ohne Filter.
„Wieso willst du, dass ich dich auch noch verliere?“, fragt Masaki und beugt sich über Nino. Kühle Hände berühren Ninos Wangen. Er sollte sich lieber Gedanken um seine Zehen machen. Der Käfer auf dem Tisch kichert summend und klappt seine Flügeldecken auf.
„Arashi zu verlieren reicht also nicht? Wieso?“
Masaki lässt sich halb auf, halb neben ihm nieder. Auf seiner nackten Brust tanzen Schattenformen.
Das letzte, was Nino sieht, als er auf den Boden schaut, ist, dass die Masken Masakis Füße bis zu den Knöcheln weggefressen haben. Dann zieht Masaki ihn in eine Umarmung, die so warm und weich ist, dass die Augen undicht werden.
„Weil ich nur ein Alptraum bin“, sagt Nino und klammert sich an ihm fest.
Der metallisch grüne Käfer hat sich in die Luft erhoben wie ein Helikopter. Er versucht, aus dem Raum zu fliegen, doch weil das Fenster geschlossen ist, stößt er immer wieder gegen von Vorhängen verhülltes Glas. Von der Decke regnet das Gesicht von Ninos Vater, zerspringt auf dem Boden in tausend Teile und setzt sich in der Luft wie sichtbare Gaspartikel wieder zusammen, immer wieder dieses eine, unhörbare Wort formend.
„Du musst aufwachen, Masaki!“, schluchzt Nino.