Team: Dickinson
Autor: Jenchan
Titel: A new day has come
Challenge: H/C - "Es sieht schlimmer aus als es ist"
Fandom: Original
Charaktere: Sie
Wörter: ~620
Warnings: unbetaed, nicht Korrektur gelesen
Disclaimer: Alles meins.
Kommentar: So heißt ein Lied von Celine Dion, das mir das Bunny beschert hat. Es ist nicht ganz so geworden, wie ich es im Kopf hatte. Aber naja... ich find es trotzdem nicht ganz schlecht, weil ich genau weiß, dass ich schon ewig kein richtiges H/C mehr hinbekommen habe. Da ist das zumindest ein kläglicher Anfang.
A new day has come
Es hätte ein schöner Sommer werden sollen. Sie hatten sich darauf gefreut und schon wochen vorher zu packen begonnen. Sie hatten alles genau durchgeplant. Die Tickets waren gut aufgehoben bei ihren Pässen.
Es sollte ihr erster Urlaub werden. Ihr erster gemeinsamer Sommer, ganz für sie alleine.
Jetzt saß sie hier.
Und sie war allein.
Die Lichter hatten sie schon vor Stunden auf ein halbdunkel gestellt.
Durch die Fenster schien nur das Dunkel der Nacht.
Schon ewig war hier niemand mehr vorbeigekommen.
Die Hektik hatte sich genauso verkrümelt wie der Tag.
Dieser ganze beschissene Tag, den sie gerne vergessen würde. Aber das konnte sie nicht. Es war zu schrecklich. Es hatte alles kaputt gemacht.
Sie spürte wieder Tränen. Alles, wirklich alles hatte sie schon durch. Wut, Schmerz, Fassungslosigkeit, Angst, Bedauern, Trauer. Sie fühlte sich leer, ausgelaugt, erschöpft. Und immer wieder begann sie leise zu weinen.
Warten sollte sie.
Nur es brachte einer niemand bei, wie man wartete ohne verrückt zu werden. Ohne die Nerven zu verlieren. Ohne sich Gedanken zu machen.
Es würde alles gut.
Sie taten was sie konnten.
Worte an die sie sich zu gerne klammern wollte, aber es war schwer.
Niemand sagte ihr etwas.
Niemand kümmerte sich um sie.
Sie war allein.
Es hätte ein schöner Sommer werden sollen. Sie hatte die Hoffnung aufgegeben, als die Zeiger der Uhr weitertickten und die Nacht noch dunkler wurde. Die Stille lastete schwer auf ihr. So schwer, dass ihre Augenlider immer wieder zuvielen.
Dann kamen Erinnerungen. Sie durchlebte es immer wieder, die Katastrophe. Warum hatte es sie erwischt? Sie waren doch in Urlaubsstimmung. Sie hatten endlich FREI gehabt. Gemeinsam und es wäre nur eine Woche gewesen.
Sie lehnte sich zurück, legte den Kopf in den Nacken und versuchte so zu verhindern, dass wieder die Tränen kamen. Wollte sie Auffangen, als wären ihre Augen Behälter.
Aber es nützte nichts.
Sie bekam Kreuzschmerzen von der Haltung.
Warum kam den keiner?
Unruhe erfasste sie, wollte sie von dem unbequemen Plastikstuhl zerren. Aber Angst fesselte sie an Ort und Stelle. In dieser ganzen Zeit hatte sie den Mut verloren, es wirklich wissen zu wollen. Hieß es nicht, wenn sie so lange brauchten, dass es vorbei war?
Der Gedanke daran, dass sie vor dem Ende stand, war einfach unerträglich.
Furchtbar.
Undenkbar.
Sie wollte nicht so hoffnungslos sein.
Sie wollte nicht so erschüttert werden.
Sie wollte die Zeit zurückdrehen.
Aber Zeit hielt nicht einmal inne, um nach ihr zu sehen. Um ihr Hoffnung zu geben. Sie tickte weiter. Immer weiter.
Sekunden werden zu langen Minuten und ziehen sich zu noch längeren Stunden.
Warten war das schlimmste. Vor allem, wenn man erwarten musste, dass es keine guten Nachrichten geben würde. Nach dieser Katastrophe.
Wunder passierten nur anderen.
Nie einem selbst.
Sie musste eingeschlafen sein. Als sie die Augen öffnete, sah sie ein blasses Licht. Sie erkannte die Bäume vor dem Gebäude. Es hatte etwas tröstendes. Etwas unglaublich herzerwärmendes.
Sie war fasziniert und erhob sich leise.
Ihre Nase klebte beinahe an der kühlen scheibe und beobachtete, wie die Nacht dem Tag langsam Platz machte. War es wirklich schon so spät?
Schritte!
Sie wirbelte herum und sah den Mann an. Das weiß wirkte in dem dämmrigen Licht grau. Die Mimik war nichtssagend, hart. Ihr Blick wanderte wieder zu den weichen goldtönen der aufgehenden Sonne, die alles in bunte Farben tauchte.
Es brauchte, bis sie begriff, dass es wirklich vorbei war.
Sie durfte zu ihm.
Er lebte.
Ihm ging es gut.
Es hatte einfach nur schlimmer und trostloser ausgesehen.
Sie warf noch einmal einen Blick auf die Sonne und dankte ihr.
Dankte ihr, dass sie ihnen einen neuen Tag schenkte.
Ein Tag, der besser begann als der letzte aufgehört hatte.
Und vielleicht, ganz vielleicht bekamen sie doch noch ihren Sommer.
Ich hoffe, das war jetzt keine Challenge-Verfehlung >.<
Autor: Jenchan
Titel: A new day has come
Challenge: H/C - "Es sieht schlimmer aus als es ist"
Fandom: Original
Charaktere: Sie
Wörter: ~620
Warnings: unbetaed, nicht Korrektur gelesen
Disclaimer: Alles meins.
Kommentar: So heißt ein Lied von Celine Dion, das mir das Bunny beschert hat. Es ist nicht ganz so geworden, wie ich es im Kopf hatte. Aber naja... ich find es trotzdem nicht ganz schlecht, weil ich genau weiß, dass ich schon ewig kein richtiges H/C mehr hinbekommen habe. Da ist das zumindest ein kläglicher Anfang.
A new day has come
Es hätte ein schöner Sommer werden sollen. Sie hatten sich darauf gefreut und schon wochen vorher zu packen begonnen. Sie hatten alles genau durchgeplant. Die Tickets waren gut aufgehoben bei ihren Pässen.
Es sollte ihr erster Urlaub werden. Ihr erster gemeinsamer Sommer, ganz für sie alleine.
Jetzt saß sie hier.
Und sie war allein.
Die Lichter hatten sie schon vor Stunden auf ein halbdunkel gestellt.
Durch die Fenster schien nur das Dunkel der Nacht.
Schon ewig war hier niemand mehr vorbeigekommen.
Die Hektik hatte sich genauso verkrümelt wie der Tag.
Dieser ganze beschissene Tag, den sie gerne vergessen würde. Aber das konnte sie nicht. Es war zu schrecklich. Es hatte alles kaputt gemacht.
Sie spürte wieder Tränen. Alles, wirklich alles hatte sie schon durch. Wut, Schmerz, Fassungslosigkeit, Angst, Bedauern, Trauer. Sie fühlte sich leer, ausgelaugt, erschöpft. Und immer wieder begann sie leise zu weinen.
Warten sollte sie.
Nur es brachte einer niemand bei, wie man wartete ohne verrückt zu werden. Ohne die Nerven zu verlieren. Ohne sich Gedanken zu machen.
Es würde alles gut.
Sie taten was sie konnten.
Worte an die sie sich zu gerne klammern wollte, aber es war schwer.
Niemand sagte ihr etwas.
Niemand kümmerte sich um sie.
Sie war allein.
Es hätte ein schöner Sommer werden sollen. Sie hatte die Hoffnung aufgegeben, als die Zeiger der Uhr weitertickten und die Nacht noch dunkler wurde. Die Stille lastete schwer auf ihr. So schwer, dass ihre Augenlider immer wieder zuvielen.
Dann kamen Erinnerungen. Sie durchlebte es immer wieder, die Katastrophe. Warum hatte es sie erwischt? Sie waren doch in Urlaubsstimmung. Sie hatten endlich FREI gehabt. Gemeinsam und es wäre nur eine Woche gewesen.
Sie lehnte sich zurück, legte den Kopf in den Nacken und versuchte so zu verhindern, dass wieder die Tränen kamen. Wollte sie Auffangen, als wären ihre Augen Behälter.
Aber es nützte nichts.
Sie bekam Kreuzschmerzen von der Haltung.
Warum kam den keiner?
Unruhe erfasste sie, wollte sie von dem unbequemen Plastikstuhl zerren. Aber Angst fesselte sie an Ort und Stelle. In dieser ganzen Zeit hatte sie den Mut verloren, es wirklich wissen zu wollen. Hieß es nicht, wenn sie so lange brauchten, dass es vorbei war?
Der Gedanke daran, dass sie vor dem Ende stand, war einfach unerträglich.
Furchtbar.
Undenkbar.
Sie wollte nicht so hoffnungslos sein.
Sie wollte nicht so erschüttert werden.
Sie wollte die Zeit zurückdrehen.
Aber Zeit hielt nicht einmal inne, um nach ihr zu sehen. Um ihr Hoffnung zu geben. Sie tickte weiter. Immer weiter.
Sekunden werden zu langen Minuten und ziehen sich zu noch längeren Stunden.
Warten war das schlimmste. Vor allem, wenn man erwarten musste, dass es keine guten Nachrichten geben würde. Nach dieser Katastrophe.
Wunder passierten nur anderen.
Nie einem selbst.
Sie musste eingeschlafen sein. Als sie die Augen öffnete, sah sie ein blasses Licht. Sie erkannte die Bäume vor dem Gebäude. Es hatte etwas tröstendes. Etwas unglaublich herzerwärmendes.
Sie war fasziniert und erhob sich leise.
Ihre Nase klebte beinahe an der kühlen scheibe und beobachtete, wie die Nacht dem Tag langsam Platz machte. War es wirklich schon so spät?
Schritte!
Sie wirbelte herum und sah den Mann an. Das weiß wirkte in dem dämmrigen Licht grau. Die Mimik war nichtssagend, hart. Ihr Blick wanderte wieder zu den weichen goldtönen der aufgehenden Sonne, die alles in bunte Farben tauchte.
Es brauchte, bis sie begriff, dass es wirklich vorbei war.
Sie durfte zu ihm.
Er lebte.
Ihm ging es gut.
Es hatte einfach nur schlimmer und trostloser ausgesehen.
Sie warf noch einmal einen Blick auf die Sonne und dankte ihr.
Dankte ihr, dass sie ihnen einen neuen Tag schenkte.
Ein Tag, der besser begann als der letzte aufgehört hatte.
Und vielleicht, ganz vielleicht bekamen sie doch noch ihren Sommer.
Ich hoffe, das war jetzt keine Challenge-Verfehlung >.<