[identity profile] exiles-diary.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Team: Dickinson
Autor: Jenchan
Titel: Untitled
Challenge: Kink - Erstes Mal (für mich)
Fandom: Prince of Tennis
Charaktere: Tezuka Kunimitsu, Fuji Syuusuke
Wörter: ~1700
Warnings: Post-Canon-AU-ish, Slash | unbetaed, nicht Korrektur gelesen
Disclaimer: Die Charas gehören Konomi, die Challenges der 120-Minuten-Community und der Plot ist meins XD
Continuation: Hiervon und davon

Kommentar: Es ist länger geworden, als ich erst geplant hatte und irgendwie - gefällt es mir so besser. Auch wenn ich mehr machen wollte, aber naja... man kann Geschichten nur so schreiben, wie sie sich schreiben lassen ^^*** (und ich hatte echt Spaß beim Schreiben XD)






An jenem Wochenende hatte Tezuka ein paar Dinge gelernt. Er war zwar schon erwachsen, aber er war immer noch jung und es gab gerade aus privater und zwischenmenschlicher Sicht genügend Dinge, die er so bisher nicht wahrgenommen hatte.
Eine Sache war, dass Fuji sich durchaus Sorgen um ihn machte. Er zeigte es nur nicht, wie er es von seinen Eltern gewöhnt war. Fujis Fürsorge war ein verwirrender Mix aus Provokation und Zärtlichkeiten. Und manchmal auch unsanftere Handgreiflichkeiten.
Wenn Tezuka über ihre gemeinsamen Begegnungen nachdachte, fand er eine Fülle an Situationen, die Syuusukes Sorge um ihn ausdrückten, aber die er damals nicht auf diese Weise wahrgenommen hatte.
Es brachte ihn zum Grübeln, ob er auch andere Handlungen seines Freundes bisher falsch eingeschätzt hatte. Ob er gewisse Dinge aus den Augen verlor, weil sie einfach viel zu selten oder gar nicht seine Gedanken kreuzten.
Als er am nächsten Morgen erwacht war, lag Fuji nicht mehr im Bett, aber er wusste, dass er bei ihm gelegen hatte. Er hatte es an der zweiten Delle im Kopfkissen gesehen. Das hieß auch, dass Fuji nicht allzu lange vor seinem Erwachen aufgestanden war.
Er hatte Fuji dann auch in der Küche gefunden, wo er für sie ein eher mageres Frühstück zubereitete. Dass es so dürftig ausfiel lag auch nur daran, dass sie beide nicht gut kochen konnten. In der Schule hatten sie nie Hauswirtschaft gehabt und zu Hause hatte zumindest er selbst nie die Gelegenheit bekommen, sich einiges abzukucken. Es galt ja ohnehin die gängige Meinung, dass Frauen für den Haushalt zuständig waren.
Bei einer Männerbeziehung konnte das natürlich zu einem Problem werden, aber Kunimitsu machte sich ohnehin keine Illusionen, dass sie noch früh genug auf größere Hindernisse stoßen würden. Spätestens wenn er mit dem Studium fertig war und seinen ersten Job beginnen würde, würde seine Mutter häufiger damit ankommen, dass er sich eine Frau suchte.
Jetzt nahm sie es noch hin, aber ein paar Mal hatte sie schon subtil in diese Richtung geschubst, was ihm deutlich zeigte, dass seine Eltern wohl keinen Verdacht schöpften, warum seine Freundschaft zu Fuji wirklich so fest war und er Syuusuke regelmäßig traf, während der Kontakt zum restlichen Seigaku-Team der Mittelschule eher abgeflaut war.

Er hatte sich allerdings auch über das magere Frühstück auf gewisse weise gefreut und Fuji hatte ihn den ganzen restlichen Tag so sehr auf Trab gehalten, dass er gar nicht zum Lernen kam. Sie hatten nichts erschöpfendes getan, aber er hatte auch keine Zeit über sein Studium nachzudenken. Den ganzen Tag hatten für ihn nur sie beide existiert und er konnte sich nicht wirklich daran erinnern, wie lange es her war, dass er sich so exzessiv um sein Privatleben gekümmert hatte.
Das war die zweite Sache, die ihm nachträglich klar wurde. Er hatte Fuji sträflich vernachlässigt und anstatt ihn mit irgendwelchen Dummheiten zu bestrafen, hatte Fuji diesmal darauf gesetzt, ihm einfach vor Augen zu führen, was er verpasste. Was er übersah, wenn er seine Nase immer nur in die Bücher vergrub.
Vielleicht war es von seinem Freund nicht so gedacht gewesen, aber Tezuka wollte es so glauben. Für ihn machte es auf diese Weise sehr viel Sinn und den Schluss, den er daraus zu ziehen hatte, war ihm dadurch auch nur viel bewusster. Es war wichtig, dass er Fuji etwas mehr das Gefühl gab, dass sie zusammen waren. Dass er für ihn mehr empfand als einfache Freundschaft. Denn zwischen ihnen war noch nie etwas einfach und unkompliziert gewesen. Sie wandelten immer zwischen allem und in der Mittelschule hatte es ihn noch so sehr irritiert, dass er nicht wirklich gewusst hatte, wie er darauf reagieren musste.
Heute war er schlauer und hatte mehr Erfahrung. Er hatte mehr erlebt, weil Fuji ihm immer wieder etwas neues gezeigt hatte. Immer Dinge initiiert hatte, auf die er von selbst nicht gekommen war. Fuji hatte es verdient, es ihm zu danken.
Er musste etwas tun, um Fuji zu zeigen, dass es zwar länger gebraucht hatte, aber er endlich verstand.

Aus diesem Grund ließ Tezuka es diesmal bleiben, nach den Vorlesungen noch in die Bibliothek zu gehen. Stattdessen suchte er nach einem nicht zu teuren Stundenhotel, in das er seinen Partner einladen konnte. Als er eines gefunden hatte, vergewisserte er sich, dass Fuji für ihn heute Zeit haben würde und organisierte sich anschließend noch die Sachen, die er für die Ausführung seines Plans brauchte.
Fünfzehn Minuten bevor sie sich trafen, nahm sich Kunimitsu dann ein Zimmer und schrieb Fuji eine Nachricht auf dessen Mobiltelefon, in welchem Hotel und in welchem Zimmer er auf ihn warten würde. Es war ihm ein wenig peinlich, aber das würde er nicht zugeben und während er auf Fuji wartete, hatte er genügend Zeit, sich an das Zimmer und die Situation zu gewöhnen.
Fuji würde ihm die Sache nicht leicht machen.
Pünktlich klopfte es an der Türe zu dem gemieteten Zimmer und riss Tezuka damit erfolgreich aus seinen Gedanken. Sofort stieg seine Anspannung wieder, aber er stand auf und ließ den Anderen eintreten. Er hatte das Gefühl, dass Fuji mehr grinste als lächelte, aber er konnte das nicht wirklich feststellen.
"Da hast du dir ja ein schickes Zimmer genommen", waren Fujis erste Worte und Tezuka wusste nicht ganz, ob es nun böse gemeint war, oder ihn einfach nur auf fuji-typische Art necken sollte. Sie waren beide einfache Studenten und seinen Eltern würde es auffallen, wenn er sie um Geld fragte, obwohl er immer sehr gut mit seinem Monatsbudget umging.
"Es war das günstigste Stundenhotel, das ich finden konnte und sauber genug ausgesehen hat", verteidigte er seine Entscheidung. Sie waren schon öfter intim geworden und es war nicht das erste Mal, dass sie dabei auf fremde Räumlichkeiten zurückgriffen.
Aber bisher war er nie bereit für Analsex gewesen. Sie waren auch so immer auf ihre Kosten gekommen, aber er hatte seit dem Wochenende viel nachgedacht und sich wieder daran erinnert, dass Fuji beinahe bei jedem Mal ihn irgendwie dazu hatte animieren wollen.
In den jeweiligen Situationen hatte er das nicht wahrgenommen, weil sich Fujis Hände auf seinen Körper einfach zu gut anfühlten - besonders wenn sie darauf aus waren, ihn sexuell zu reizen.
"Ich mag diese verruchte Seite an dir." Fuji lächelte jetzt breiter, schlug seine Augen allerdings auf und raubten ihm den Atem. Tezuka mochte diese spezielle Augenfarbe sehr, weil er fand, dass sie Fuji besonders gut stand. Sie machten Syuusuke zu etwas besonderes und wann immer er von diesen Augen fixiert wurde, vergaß er, dass er sich eigentlich ärgern sollte, egal wie sehr er die Neckereien gewöhnt war.
Es waren diese Neckereien, die es ihm umso schwieriger machten, das alles über die Bühne zu bringen. Die ihn hemmten und ihm den Mut nahmen.
Diesmal wollte er sich davon aber nicht einschüchtern lassen. Zuviel Zeit hatten sie nicht. Er hatte mit zwei Stunden gerechnet. Eine Dritte konnte er sich auch noch leisten, aber dann würde er für den restlichen Monat kaum noch Geld übrig haben und eigentlich hatte er schon gerne immer einen kleinen finanziellen Luftpolster. Schon allein, weil er sich gerne mit Fuji traf.

Um Fuji daran zu erinnern, dass sie nicht nur hier waren, damit Fuji wieder etwas zu seiner Belustigung hatte, begann er damit, sich auszuziehen. Dazu drehte er Fuji den Rücken zu, weil es ihn noch viel nervöser machte, wenn er den Kleineren dabei sehen konnte. Es reichte, dass er diese viel zu intensiven Blicke auf sich spüren konnte. Dass er einfach wusste, dass Fuji neugierig beobachtete, was er da tat.
Seine Hände zitterten leicht, als er Knopf für Knopf aus den Knopflöchern puhlte und sein Hemd schließlich in einer fließenden Bewegung von seinen Schultern rutschen ließ. Er zog es sich aus, wollte es gerade falten, als ihn eine leichte Berührung zusammenzucken ließ.
"Du bist ganz angespannt", flüsterte Fuji leise hinter ihm und Tezuka erschauderte als Fuji ihm einen Kuss auf sein linkes Schulterblatt hauchte. "Und du bist zu ordentlich."
Tezuka presste die Lippen zusammen und faltete sein Hemd, obgleich Fuji ihn gerade für dieses Vorhaben getadelt hatte. Er wollte neugierige Fragen vermeiden und da half es sicher nicht, wenn er total zerknittert nach Hause kam. Es würde bestimmt schon schwer genug zu verbergen sein, dass etwas passiert war. Wenn er sich nicht zu dumm anstellte, würde es offensichtlich werden, dass es was Gutes war.
"Du machst das wegen mir..." Es klang anklagend und es überraschte Tezuka derartig, dass er sich zu Fuji umdrehte. Nicht nur der Tonfall war anklagend, er konnte auch so etwas wie Enttäuschung in den blauen Augen sehen. Und ein Quentchen Ärger. Fuji hatte ihn durchschaut und scheinbar wollte es sein Partner unter dieser Premisse nicht akzeptieren.
Eine Weile entstand Stille zwischen ihnen und schließlich hob Kunimitsu seine Hand. Er streichelte über Fujis Wange und durch dessen Haare. Er kraulte ihn ein wenig am Hinterkopf, bevor er sich zu ihm beugte und einen zärtlichen Kuss initiierte. Manchmal hatte er das Gefühl, dass er sich unbeholfen anstellte. Dass er es nicht so gut konnte, wie vielleicht andere. Sehr oft fühlte es sich für ihn immer noch seltsam an, einen anderen Mann zu küssen.
Aber es mit Fuji zu tun fühlte sich einfach gut an, egal wie wenig Selbstbewusstsein er in seine eigene Technik hatte.
"Ich möchte es auch", sagte er dann und war sich sicher, es auch so zu meinen. Er wollte mit Fuji Liebe machen. Er wollte mit ihm eine Verbindung eingehen und ein erstes richtige Mal mit ihm kreiieren. "Darf ich?"
Das er Fuji nun um Erlaubnis fragte kam ihm im Nachhinein doch seltsam vor und das leise Lachen seines Freundes bestätigte es nur. Aber er bekam ein Nicken und diese Bestätigung erfüllte ihn mit immenser Erleichterung. Vielleicht war es ja wirklich einfach falsch angegangen, aber er hatte keine Ahnung, wie man einen Mann verführte.
Er hatte eine theoretische Ahnung, was er zu tun hatte, um Fuji nicht wehzutun, aber zu Intimitäten gehörte mehr. Es musste etwas Gemeinsames sein, soweit war er schon, aber kurzfristig hatte er das wieder aus den Augen verloren.
Jetzt hatte er den Faden wieder gefunden und er küsste Fuji noch einmal, dieses Mal intensiver. Als er begann Syuusuke auszuziehen und er wieder dessen Hände auf seiner nackten Haut fühlen konnte, verdrängte er, dass sie sich in einem Stundenhotel befanden. Jetzt waren nur sie beide wichtig und alles andere hatte in seinem Leben einfach keinen Platz.





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