[identity profile] exiles-diary.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Team: Dickinson
Autor: Jenchan
Titel: Untitled
Challenge: Romantik/Intimität - Hände (für mich)
Fandom: Prince of Tennis
Charaktere: Tezuka Kunimitsu, Fuji Syuusuke
Wörter: ~850
Warnings: Post-Canon-AU-ish, Slash | unbetaed, nicht Korrektur gelesen
Disclaimer: Die Charas gehören Konomi, die Challenges der 120-Minuten-Community und der Plot ist meins XD
Continuation: Hiervon

Kommentar: Irgendwie ist es mir letztlich doch nicht ganz so gelungen, wie ich es gerne gehabt hätte. Besonders nicht der Schluss, aber ich habe noch eine andere Idee im Kopf, die von mir verlangt hat, dass ich das jetzt runtertippe. Also ja, es wird wohl noch eine Fortsetzung davon geben ^^*** (und sorry, sollte es etwas Out of Character wirken >.<)






Tezuka war dafür dankbar, dass Fuji darauf verzichtete, ihm die Brille wegzunehmen. Zumindest solange er noch wach war und er hatte so das Gefühl, dass er das noch eine Weile sein würde.
Ein Blick auf die Uhr lieferte ihm die Erklärung, warum seine Arme langsam zu kribbeln begannen und er innerlich etwas unruhiger wurde. Glücklicherweise nur innerlich, denn er hatte im Grund nicht vor, sich vor Fuji zu winden wie ein Aal.
"Erklär mir bitte noch einmal, warum du mich angekettet hast", verlangte er von Fuji und richtete seinen Blick auf seinen Jugendfreund, der am anderen Ende des Raumes hinter dem Schreibtisch Platz genommen hatte. Es war zwar ungewöhnlich für ihn, nicht beim ersten Mal eine Erklärung zu verstehen, aber diesmal überstieg es leicht seinen Horizont.
Er sah an dem aufblitzenden Blau, das unter Fujis Augenlidern hervorlugte, dass er mit der Anfrage auch bei ihm Überraschung ausgelöst hatte. Bevor Fuji sich noch neckend daran ergötzen konnte, fügte er also hinzu: "Mir erscheint es seltsam, dass du ein derartiges Projekt als Hausaufgabe hast."
Er war einfach skeptisch und die Geschichte, die Fuji ihm aufgetischt hatte, die klang in seinen Ohren einfach unlogisch. Vielleicht lag es daran, dass er an sein eigenes Bett gefesselt war und Fuji es auf so eine erotische Weise gemacht hatte, dass er immer wieder dessen säuselnde Stimme im Ohr hatte und vor seinem geistigen Augen Szenen aufblitzten, die nicht gerade dabei halfen, sich wirklich zu entspannen.
Fuji lachte leise und Kunimitsu presste die Lippen zusammen. "Wenn ich gelogen haben sollte, was hältst du dann für die Wahrheit?"
Tezuka schwieg. Er versuchte darüber nachzudenken, aber die Was-wäre-Wenns fielen ihm immer noch schwer. Es war nicht so, als war es sinnlos daran Gedanken zu verschwenden.
"Du lügst mich nicht an." Es war eine Feststellung, die er sich durchaus traute auszusprechen. Fuji kannte die Konsequenzen für Unehrlichkeit, denn das war etwas, dass Tezuka nicht ertragen konnte. Er war gerechtigkeitsliebend und Fuji hatte lange und hart daran gearbeitet, dass er ihm vertraute. Zumindest soweit vertraute, dass er es zuließ, an sein eigenes Bett gekettet zu werden, egal wie skeptisch sein Verstand dem gegenüberstand.
"Bist du dir da ganz sicher?" Tezuka warf einen trockenen Blick auf Fuji, der deutlich zeigte, dass er sich gerade nicht bereit war, provozieren zu lassen. Und Zweifel ließ er sich auch nicht einreden. Nicht in diesen wichtigen Punkten. Fuji stand lächelnd auf und kam wieder auf ihn zu. "Ich dachte mir, ich peppe die langweiligen Hausaufgaben ein wenig auf und mache sie interessanter für mich."
Das klang schon eher nach dem Fuji, den Tezuka kannte. Dem die Schule so leicht gefallen war, dass er immer wieder aus dem Fenster des Klassenzimmers gestarrt hatte und trotzdem zu den Besten der Besten gehört hatte.
Die braunen Augen bekamen wieder einen wachsameren Farbton, als Fuji sich zu ihm ans Bett setzte. In ihnen stand deutlich die Frage, die Tezuka sich nur dachte, aber keinesfalls aussprechen wollte: Warum machst du mich dann jetzt nicht los?
Er musste die Augen schließen, als Fuji vorsichtig seine Brille von der Nase zog und er hörte nur, wie sein Freund sie leise zur Seite legte. Er wollte schon die Augen wieder öffnen, da spürte er, wie ihm Fujis weiche Hände durch die Haare streichelten. Kribbelnd erhitzte sich sein Körper wieder und ihm lief eine Gänsehaut vom Haaransatz bis in den kleinen Zeh. Aber Fuji streichelte weiter und die kleinen Blitze wurde zu einem angenehmen Rauschen unter seiner Haut.
Er spürte, wie ihn etwas von seiner Anspannung verließ, wie die Skepsis in den wohligen Gefühlen ertränkt wurde. Wieder einmal spürte er, was Fujis Hände mit ihm anstellen konnten.
Die Hände, die nun von den Haaren zu seiner Wange wanderte und ein wenig über sein Gesicht tasteten. Fast schon erwartete er, dass er jetzt auch noch diese honigsüßen, weichen Lippen zu spüren bekam, aber das passierte nicht.
Das würde zu weit gehen, egal wie sehr er es in dieser Situation wahrscheinlich akzeptieren würde. Es gab immer ein Morgen.
"In letzter Zeit hast du zu oft die Nächte durchgearbeitet. Schlaf ein wenig." Fuji hatte nicht so unrecht und mit den Worten spürte er auch die Erschöpfung, die sich immer so leicht in den Hintergrund drängen ließ. Er wollte protestieren, da es ja noch gar noch so spät war und er bis eben auch noch nicht die Müdigkeit wahrgenommen hatte.
Aber die Proteste blieben in seinem Hals stecken, als ein Finger sanft über seine Lippen strich.
"Du hast dir etwas Entspannung verdient. Gute Nacht, Kunimitsu." Erst da wurde Kunimitsu klar, was wirklich hinter der Aktion steckte. Fuji hatte nicht nur seine Hausaufgaben aufpeppen wollen, ohne es wirklich zu bemerken, hatte er Fuji wohl große Sorgen bereitet. Die Erkenntnis ließ sein Herz wieder überquellen, weil es ihm zeigte, wie sehr Fuji ihn wirklich schätzte. Es war das perfekte Gefühl, um sich ein wenig fallen zu lassen und nachzugeben. Besonders als er spürte, dass seine Hände wieder Freiheit erlangten, zumindest die Rechte.
Die Linke war von diesen wundervollbringenden Händen in Empfang genommen worden und begannen nun auch die letzten Proteste aus ihm herauszukneten. Stufenlos glitt er von einem watteweichen Dämmerzustand in einen tiefen Schlaf.





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