[identity profile] tsutsumi.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Team: Ovid
Challenge: Kink- Dreier sind (k)einer zuviel [Für mich]
Fandom: Digimon 02
Pairing: Takeru/Daisuke/Ken
Wörter: 1.418
Warnung: Rating R-Nc17, handjob, Schmerz-Fetisch
Kommentar: Ich möchte nochmal betonen, dass alle drei Studenten und volljährig sind (dass mir hinterher keine Klagen kommen Oo). Fortsetzung zu zwei anderen Kink-Challenges, nachzulesen hier: 1., 2.
Das war das letzte Mal, dass ich einen Threesome schreibe, Himmel, war das anstrengend. xD

Sie sitzen eine Weile schweigend da, unbeholfen und mit gekreuzten Beinen.
Takeru hat Pizza bestellt; Hawaii und Salami. Und Cookies gekauft. Weniger aus Gastfreundschaft denn mehr aus Hilflosigkeit.
Weil sie unbedingt reden mussten, wie Ken betonte.
Normalerweise eine Sache, der Takeru jederzeit zustimmen würde. Man verschweigt Probleme nicht, sondern klärt sie möglichst schnell mit demjenigen, mit dem man besagte Probleme hat.
Normalerweise.

Das hier fühlt sich nicht normal an.

„Wir ähm...“, fängt Daisuke an und knabbert dabei gedankenverloren an einem Stück harten Pizzarands.
„Wir haben also alle drei ein gewisses Problem. Jetzt haben wir es uns erzählt, jeder weiß über jeden Bescheid. Das ist gut...glaube ich.“
Er schaut zu Ken herüber wie ein Patient seinen Gesprächstherapeuten anschaut.
„Und jetzt?“
Takeru möchte ihn ein bisschen herzen aus Sympathie.

„Korrektur“, sagt Ken sanft und schließt den Pizzakarton zwischen sich und den anderen beiden.
„Ihr beide habt ein Problem. Mir geht’s wunderbar.“
Er schichtet beide Kartons übereinander, legt sie beiseite und schiebt die Schüssel mit den Keksen stattdessen in die Mitte, ganz so als wäre es seine und nicht Takerus Wohnung. Am liebsten hätte Takeru diese improvisierte Selbsthilfegruppe auch gar nicht bei sich organisiert. Doch bei den Motomiyas ist an Ruhe nicht zu denken und Kens Eltern rücken noch immer jedem Gast unangenehm auf die Pelle in ihrer unbändigen Freude, dass „der Junge endlich Freunde hat“. Takerus Mutter hingegen ist bis morgen auf Dienstreise.

„Einzig und allein eure sexuelle Spannung stört mich ein wenig“, fährt Ken fort. Takeru ist sich nicht sicher, was für Reaktionen er sich erhofft hat. Daisuke jedenfalls guckt schnell auf den Boden und stopft sich zwei Kekse in den Mund, damit er auch ja nicht reden kann.
„Mit Verlaub“, sagt Takeru langsam und bemüht diplomatisch zu sein,
„Aber unsere sexuellen Spannungen gehen nur uns etwas an.“
„Aber ich bin euer Freund. Ich möchte euch doch nur helfen!“
Einen Moment lang schaut Ken aus großen, blanken Augen. Fast hätte Takeru ein hinterlistiges Fünkchen darin übersehen.
„Wieso nur hab ich das Gefühl, ich kann dir da nicht ganz trauen?“
Daisuke fängt an, wild herumzugestikulieren. Sie müssen sich etwas gedulden bis er seine Maulsperre heruntergekaut hat.
„Takeru hat Recht!“, ruft er aufgebracht.
„Du bist nur scharf auf ihn seit du über ihn Bescheid weißt. Aber Takeru gehört mir, damit das klar ist!“
Ken sieht entgeistert aus.
„Ich..ich habe nicht...Das war nicht wirklich meine Absicht, es tut mir leid!“
„Entschuldigung, aber könntet ihr aufhören, mich zwischen euch zu verteilen?“, fährt Takeru dazwischen.
„Es gibt nur einen Weg, wie wir hier weiterkommen!“, sagt Daisuke bestimmt.
„Eben auch für Takeru!“
„Danke Daisuke! Wenigstens einer, der mich versteht.“
„Genau. Wir probieren es einfach mal aus.“
„Äh-was? Was ausprobieren?“
„Na alles.“ Daisuke nickt sich selbst zu.
„Ich mach's dir, du machst es mir und Ken tut dir dabei weh. Ich bin von der letzten Idee zwar überhaupt nicht begeistert, aber hey, wenn du drauf stehst, werde ich dir bestimmt nicht reinreden.“

Das ist das Tolle an Daisuke, denkt sich Takeru als er seine Kinnlade wieder metaphorisch hochklappt.
Daisuke ist immer so...pragmatisch und praktisch veranlagt.

„Bist du dir auch wirklich bewusst, was du da grade sagst?“, fragt Ken vorsichtig.
„Klar, wieso denn nicht? Reden können wir viel, wenn wir's nicht ausprobieren, werden wir nie wissen, was wir damit machen sollen.“
Daisuke lehnt sich zurück, fährt sich durch die Wuschelhaare und zuckt mit den Schultern.

„Wenn wir Pizza essen können, können wir auch vögeln.“

~

Später wird Takeru wieder einmal bewusst, dass sein Freund noch immer ein größeres Mundwerk als Mut hat. Als er sich selbst in den weichen, weißen Stoff der Couch schmiegt, neben sich Ken, der ihm sanft das T-Shirt über den Kopf zieht (und es sogar zusammenzufalten beginnt), wirkt Daisuke auf Takerus anderer Seite plötzlich zusammengesunken und kleinlaut.
Keine Panik, schießt es Takeru durch den Kopf. Wir können jederzeit aufhören. Wir müssen das nicht tun.
Das Dumme ist nur, dass sein Herz von unten gegen seinen Kehlkopfdeckel schlägt und von der Idee hier verdammt viel zu halten scheint.

Sekunden vergehen, die sich zwischen ihnen ausdehnen wie ganze Galaxien, blinkend und schweigend, dann seufzt Takeru leise und zieht seinen Freund an sich heran.
„Kneif jetzt nicht“, flüstert er, küsst ihn und spürt sofort, wie Daisuke sich an schmiegt und sich anfühlt, als wolle er augenblicklich zerschmelzen.
Es ist angenehm, denkt Takeru. Wirklich auszuhalten. Nett. Ein wenig atemberaubend. Eine Weile passiert sonst nichts weiter zwischen ihnen. Von schräg hinten drückt Kens wärmender Körper und der ruhige Geruch vom Waschmittel der Ichijoujis (Ken scheint nichts von der Idee zu halten, sich auszuziehen), von vorne Daisukes Hitze, in Wellen über Takeru schwappend.
Takeru schließt die Augen, fährt zärtlich mit der Zunge über Daisukes Unterlippe und hört sofort etwas, was er irgendwo zwischen Seufzen, Schluchzen und Wimmern einordnen würde.

Die Zeit verschwimmt. In ihm rührt sich ein Gefühl, das er zuerst als Trägheit beschreiben würde, sich mit jedem Moment aber größer und überwältigender anfühlt. Dann rutscht Daisuke noch näher an ihn heran, sein Schritt berührt Takerus, und die Hitze explodiert zum ersten Mal.
Takeru schluckt zwischen glühenden Küssen schnappt er nach Luft und seine Gedanken schweifen ab zu dem Jungen hinter sich, flüstern Warum tut er nichts? Warum lässt er mich warten?.
Doch ihm bleibt keine Zeit, sich für diesen Egoismus zu schämen. Daisukes schlanke Finger nesteln an seiner Hose, schlüpfen hinein, tasten nach ihm und ziehen ans Tageslicht, was Takeru schon das letzte Mal nicht vor seinem Freund verbergen konnte.

Er spürt, wie Ken sanft nach seinen Oberarmen greift und ihn in seinen Schoß dirigiert, dann beide Hände nach unten wandern und seine Beine ein wenig mehr spreizen. Für einen Augenblick weiß Takeru nicht, zu wem welche Hand gehört, denn er traut sich nicht, die Augen zu öffnen. Seine Nervenenden flackern, kribbeln, prickeln. Beinahe im selben Augenblick, in welchem Daisuke die Hand um seinen und Takerus Schwanz legt und zu bewegen beginnt, durchfährt ein heißer Schmerz seine Schulterblätter. Kens Hände sind wieder nach oben gewandert und spitze Fingernägel graben sich in Takerus Haut, quälend, langsam.
Takeru macht ein ersticktes Geräusch. Die Reizüberflutung betäubt ihn geradezu, er hat das Gefühl, überall zu zucken, zu zittern und zu brennen.
Hilflos suchen seine Hände Halt an Daisukes Schultern und krallen sich dort ein.
„Vorsichtig“, wispert Daisuke und er lächelt zärtlich als Takeru die Augen endlich öffnet.
„Ich find' das nicht so geil wie du.“
„Entschuldige.“
Ken schweigt. Es ist, als ob er über allem schwebt, als würde beobachten, als wolle er Fäden ziehen, Hebel umlegen, irgendetwas, was Takeru in seinem vernebelten Gehirn nur als schlechte Technikmetapher formen kann.
Im nächsten Augenblick sind Kens Hände an seinem inzwischen nackten Hintern, streichen sanft über die empfindliche Haut und greifen plötzlich tief in sie hinein, kleine Hautareale zwischen Zeigefinger und Daumen zusammendrückend. Tränen schießen Takeru in die Augen, er wirft den Kopf in den Nacken, auf Kens linke Schulter und keucht atemlos.
Wie scharfe, heiße Blitze schießt der Schmerz durch seinen Körper.
Dann legt Daisuke an Geschwindigkeit zu, beinahe schon grob, Ken krallt seine spitzen, wunderbaren Finger ein in Takerus rechter Pobacke und versenkt seine Zähne in Takerus Schulter. Und obwohl es sich zuerst ähnlich anfühlt wie bei Daisuke vor ein paar Tagen, gibt es zwischen ihm und Ken einen entscheidenden Unterschied: Ken lässt nicht nach. Das ist es, was Takeru den Rest gibt. Angefacht durch den erbarmungslosen Schmerz, der sich dumpf durch seine Haut frisst, kommt er. Weiße Flecken tanzen vor seinen Augen und er hält sich an Daisuke fest, keuchend und wimmernd. Das nächste, was er wahrnimmt ist, wie sein Freund sich an ihm festhält und erschauert. Takeru hält ihn so gut er kann. Für den Bruchteil eines Momentes ist ihr Atem synchron und das ist wunderbar.

Sie liegen noch da und versuchen, zurück auf diese Welt zu kommen, als Ken sich langsam unter Takeru hervorschält, sich entschuldigt und mit eingezogenem Kopf in Richtung Bad verschwindet.
Daisuke und Takeru liegen schweigend lange nebeneinander, müde und gedankenleer.
Und je länger dieser Augenblick andauert, desto mehr wird Takeru klar, dass nichts von dem, was hier in den letzten fünf Minuten geschehen ist, zur Klärung irgendeines Problems beigetragen hat. Ganz im Gegenteil.
Er und Daisuke und Ken befinden sich nun auf Terra incongnita.

„Es lag an ihm“, murmelt Daisuke neben ihm und schließt die Augen.
„Nicht an mir. Stimmt's?“

Es klingt so verloren, dass Takeru es nicht einmal schafft, ihn um Verzeihung zu bitten.

Date: 2012-07-07 04:33 pm (UTC)
luinaldawen: (Default)
From: [personal profile] luinaldawen
Ach du... dieses Ende! Armer Daisuke ._. Er tut mir schon leid... So hat er es sich dann wohl doch nicht vorgestellt, als er den Vorschlag gemacht hat... (was ich sehr passend fand, übrigens XD)
Obwohl dir das Schreiben so schwer gefallen ist, liest es sich aber wirklich gut. =) Auch wenn es schon sehr ungewohnt ist, die drei auf diese Weise zu lesen. Oder sie überhaupt zu dritt zu lesen. Hoffentlich ist der Schaden zwischen ihnen allen nicht allzu groß, auch wenn ich mir schon vorstellen könnte, dass sie sich erstmal nicht ansehen können, wenn sie sich danach wieder treffen. *puschelt sie alle*

Date: 2012-07-07 06:21 pm (UTC)
From: [identity profile] somali77.livejournal.com
Ganz ehrlich, Daisuke? Was zur Hölle hast du erwartet, du Riesenvollidiot?! XD

Sich dem direkten Vergleich auszusetzen, mit jemandem der -ganz offensichtlich- mehr Erfahrung und Skillz darin hat, den größten Kink seines Schwarms zu bedienen? Klassisches Eigentor.

Aber aww... armes Baby. Das kann man ja kaum so stehen lassen... erstens- okay, Ken hat vielleicht rein technisch ein besseres Händchen für Takerus spezielle Bedürfnisse. Aber das sagt ja wohl wenig über die emotionale Komponente dabei aus! Zweitens, das erste Mal hat es auch mit Daisuke ganz gut geklappt und nur gestört hat er diesmal ja auch nicht! Drittens-... wenn Ken sich dazu überreden lassen würde, seine spezielle Technik vielleicht... unter bestimmten Umständen... an ganz besonders wissbegierige Schüler weiter zu vermitteln -... hrmm...... ^_____^

Ich würde sagen, da geht noch was!

Date: 2012-07-09 08:25 pm (UTC)
From: [identity profile] somali77.livejournal.com
lol, ich kann nix dafür, die Storys setzen so viel Kopfkino in Gang, da gehen mir zu viel Möglichkeiten durch den Kopf wie es weitergehen könnte-... z.B. was wäre wenn-..! ...Okay, es ist doof das in die Kommentare zu schreiben. Aber wenn du noch ne Idee bez. der Konstellation hören willst sag Bescheid, dann flüster ich dir was über PN... ^^

Ahh, es bleibt spannend! Aber japp. In seinem Kopf hat sich das bestimmt vielversprechend angehört. Logik war noch nie seine große Stärke...

Date: 2012-07-08 03:40 pm (UTC)
From: [identity profile] zerstreuung.livejournal.com
Also ich finde auch, es liest sich super. Man weiß, wer was macht ohne das es plump beschreibend ist. Das läuft ^^

Aber ich hätt mit Alk angefangen :D Männer und Alk wirkt besser als KEckse (obwohl... kommt drauf an was für keckse^^), aber das bringt diese ganze Verlegenheit des Augenblicks wesentlich besser raus, weil sie viel zu nüchtern für den Moment sind. Sehr interessant

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