Kink- Pannen (fürs Team)
Jul. 6th, 2012 02:18 pmTeam: Kaléko
Challenge: Kink- Pannen
Fandom: Digimon 02
Charaktere: Ken, Davis
Wörter: ~1100
Kommentar: Unmittelbare Fortsetzung von http://120-minuten.livejournal.com/669181.html#cutid1
Hält sich vom Ausgangspunkt her relativ genau an das Serienfinale; d.h. Davis ist Nudelsuppenking,
Ken ist bei der Kriminalpolizei...
Ich schreibe normalerweise die englische Namensversion, weil ich die Serie nie im Original gesehen hab.
Kann aber sein dass mir ab und zu die japanische Bezeichnung dazwischen rutscht.
Außerdem: Irgendwie lustig, dass wir jetzt zwei Versionen Digimon- Kink parallel laufen haben :D trotz gleicher Charas
total unterschiedlich!
~
Er spielte schon mit dem Gedanken aus den Hausschuhen zu schlüpfen und seinen Plan wahr zu machen,
als plötzlich die Haustür aufgeschlossen wurde.
Ken zuckte zusammen. Von einem Moment auf den anderen schoss Panik durch ihn hindurch.
Er hätte um ein Haar den Schlüssel aus den Fingern verloren und versuchte jetzt in zitternder,
schwitzender Hektik den winzigen Schlüssel ins Schloss zu bekommen und sich zu befreien,
was in der Lage nicht so einfach war. In dem Moment, in dem er die Metallfessel wieder durchs
Bettgitter zog, stand Davis in der offenen Schlafzimmertür und klopfte- überflüssigerweise.
„Hey Baby-...“
Sein Gesichtsausdruck änderte sich schlagartig.
„Was wird denn das hier?“
„Uh-... ähm-... guh-...“
Ken wäre am liebsten im Boden versunken vor Scham und Peinlichkeit. Was für eine Katastrophe.
Er fummelte mit dem zweiten Schloss und versuchte etwas zu hektisch, sein zweites Handgelenk
wieder zu befreien. Sein Gesicht brannte. Er musste so rot sein wie ein gekochter Shrimp.
„Wow“, Davis stand da wie angewurzelt, machte große Augen und schien unschlüssig zu sein
ob er lachen oder erschrocken sein sollte, „Hast du dich grade selbst mit deinen Handschellen
da ans Bett gefesselt?“
„Ich-... ich dachte sie wären vielleicht, uhm, kaputt ich-... wollte das nur überprüfen. Warum bist du
überhaupt schon hier, ich dachte die Konferenz dauert bis mindestens halb sechs?“
Ken floh vom Bett, fummelte seine Handschellen möglichst unauffällig wieder in seine Tasche
und wollte irgendwo in die Küche, wo er etwas tun und sein Gesicht mehr verstecken konnte.
Davis versperrte ihm grinsend den Weg.
„Hey!“, er schlang beide Arme um ihn, erst locker weil Ken zurückzuckte, dann fester und versöhnlich,
schob furchtlos seinen Kopf nach vorn und gab ihm einen innigen, kleinen Kuss auf die linke Wange,
„Hau nicht gleich ab. Wir sind früh fertig geworden! Und wo du schon mal Bürotag hast, wollte ich
ganz schnell heim und“, er drückte ihm noch einen Kuss in die Halsbeuge, „Mmmh, an dir schnuppern...
bevor ich wieder los muss!“, das Grinsen hörte man an der Stimme und Ken sträubte sich nicht ernsthaft.
Er hielt versöhnlich still und ließ sich seufzend durchknuddeln.
„Hast du schon was gegessen?“
„Nein“, Ken- endlich frei- strebte ohne sich umzusehen der Küche zu, „Soll ich uns was kochen?“
„Wenn du Lust hast- sonst würd ich dich zum Sushi einladen, unten um die Ecke. Ich muss später nochmal los,
die Geschäftspartner wollen den Deal beim gepflegten Besäufnis besprechen, aber“, er reckte siegessicher
die Faust, „Tschakka, ich hab ein gutes Gefühl!“
„Setz dich hin. Ich koch uns was.“, Ken streifte seine glatten, schwarzen Haare hinters Ohr,
wusch sich die Hände und setzte Reis auf.
Davis gab ein glückliches Seufzen von sich.
„Du bist so wunderbar. Ich kann im Moment keine Nudelsuppe mehr sehen.“
Er ließ sich auf den Küchenstuhl fallen, streckte die Beine von sich, rieb sich beide Hände durchs Gesicht
und stöhnte.
„Willst du reden? Wie dein... Tag war, meine ich?“, Ken nahm das große Messer aus der Schublade und
schnitt verunsichert Tofu in gleichmäßige Würfel.
Davis hob den Kopf und blinzelte. „... Reden?“, echote er.
„Ja, Yolei wollte immer... du weißt schon-... reden. Der Paartherapeut meint, das ist das wichtigste.
Kommunikation.“
Davis ließ seinen Blick an Kens Rückseite hinabgleiten, hängte beide Arme über die Lehnen und
legte den Kopf schief.
„Ihr habt euch grade erst getrennt, man!“
„Ja, aber das war weil ich-...“, Ken brach ab und biss sich auf die Unterlippe. „Du weißt schon“
Davis schüttelte lächelnd den Kopf.
„Mach dir keinen Kopf... wir sind zusammen damit es uns beiden besser geht, richtig?
Vergiss den Therapeuten. Im Kino läuft dieser neue Science- Fiction- Streifen, gehen wir rein?“
„Oh“, Ken goß Olivenöl in die Pfanne und schnippelte eifrig weiter. „Ja. Wenn ich nicht so viel
einspringen muss, nächste Woche?“
„Du bist echt zu gutmütig. Lass dich nicht immer so ausnutzen!“
„Was soll ich machen, die Grippe geht um! Ist jedes Jahr so.“
Davis seufzte. Aber er seufzte lächelnd und schloss die Augen.
„Drück mir die Daumen, dass ich nicht so lange bleiben muss... und dass kein irrer Psychopath fünfzehn
Touristen abknallt und du die ganze Nacht auf der Straße stehst“
Über Kens Miene huschte ein Lächeln, seine schlanken Hände verteilten Zwiebeln in der Pfanne.
Er hob eine Schulter, verlagerte sein Gewicht auf ein Bein, schob die Hüfte zur Seite und meinte leise:
„Ich fänds schön, wenn du heute Nacht heim kommst.“
Das Essen schmurgelte vor sich hin. Der Duft stieg zusammen mit Wasserdampf vom Herd auf,
wurde von dem alten, fauchenden Dunstabzug abgesaugt.
Davis sah ihm eine Weile zu- dann erhob er sich, tappte ein, zwei Schritte auf Ken zu,
schlang die Arme um seine Hüften und drückte ihm einen Kuss auf die Schulter,
dort wo das Shirt endete.
„Ich fänds schön heute Nacht bei dir zu sein“, flüsterte er, „Mmmh... und nicht bei ein paar alten,
besoffenen Säcken. Was soll man machen, die Arbeit ruft.“
„Stimmt...“
„Hast du nächsten Samstag die Kinder?“
„Ja genau.“
„Wenn ich genug Zeit frei schaufeln kann, könnten wir ins Aquarium gehen!“
Ken neigte skeptisch den Kopf zur Seite.
„Ich-... weiß nicht, ob das so eine gute Idee ist.“
„Richtig, sie sollten nach der ganzen Trennungsgeschichte nicht auch noch mit deinem Homo- Ich verwirrt werden...“
„Davis-...“
„Hey, entspann dich... ich versteh das. Und es ist vorbildlich von dir.“, Davis küsste ihn hinterm Ohr.
„So lange du selbst nicht mehr von deinem Homo- Ich verwirrt bist.“
~
Ken war nicht mehr verwirrt von seinem Homo- Ich. Er hatte damit seinen Frieden gemacht,
genau so wie mit anderen-... Bedürfnissen. Und es war eine Erleichterung.
Er war froh, dass er mit Yolei eine vernünftige Lösung gefunden hatte.
Aber trotzdem ging ihm die Sache mit den Handschellen auch dann noch nicht aus dem Kopf, als Davis schon lange
wieder weg war und er die Reste vom Abendessen im Kühlschrank unterbrachte.
Er war sich nicht sicher wie er das Thema anschneiden sollte. Ob Davis ihn für seltsam hielt?
Warum hatte er nichts mehr dazu gesagt?
Ken schämte sich.
Irgendwo im Netz hatte er gelesen, dass ein mutiger Hinweis für die Lust auf so eine Art von Spielen
die Taktik war, sich nackt im Bett zu drapieren und-... nunja, eben mit Handschellen ans Kopfende zu fesseln.
Aber erstens konnte er das nach der peinlichen Nummer heute Nachmittag nicht mehr machen und zweitens-...
Davis hätte vermutlich eher gedacht irgendein Irrer wäre eingebrochen und hätte ihn vergewaltigt,
als dass er auf die Idee gekommen wäre, dass es Kens eigener, kühner Einfall gewesen war.
Und es war ja nicht allein die Faszination an der Idee, sich fesseln zu lassen.
Aber er nahm einfach an, dass es am einfachsten war, damit einzusteigen...
~
no subject
Date: 2012-07-06 05:03 pm (UTC)Ich bin mal sehr gespannt, was da noch alles zutage tritt und ob Daisuke Ken mal den Gefallen tut, ihn zu fesseln. ;)
no subject
Date: 2012-07-06 09:48 pm (UTC)Aber psst, ich würds ja nicht schreiben wenn das Ganze nie auf nen glücklichen, gefesselten Ken rauslaufen würde xD~