5. Kink - Handschellen (für mich)
Jul. 5th, 2012 11:33 pmTeam: Dickinson
Autor: Jenchan
Titel: Untitled
Challenge: Kink - Handschellen (für mich)
Fandom: Prince of Tennis
Charaktere: Tezuka Kunimitsu, Fuji Syuusuke
Wörter: ~1450
Warnings: Post-Canon-AU-ish, Slash | unbetaed, nicht Korrektur gelesen
Disclaimer: Die Charas gehören Konomi, die Challenges der 120-Minuten-Community und der Plot ist meins XD
Kommentar: Irgendwie hat mich dieses Bunny angesprungen und ich hatte echt Spaß es zu schreiben, auch wenn es gar nicht so leicht war. Aber wann sich die beiden schon mal einfach?
Die alten Holzdielen knarrten leise und kündigten Bewegung in dem kleinen Raum an. Tezuka schenkte dem nicht viel Beachtung, denn es war nichts Ungewöhnliches. Wenn schon, nahm er es nur sehr periphär wahr.
Er saß auf seinem Bett, den Rücken an das Kopfende gelegt und ein Buch in seiner Hand. Konzentriert bewegten sich seine Augen und nahmen jedes wichtige Wort in sich auf, das in diesem Buch abgedruckt war. Dabei genoss er die Stille, die in seinem Zimmer herrschte, auch wenn er nicht allein war. Es war wieder einer der Tage, an denen sein langjähriger Freund aus Schultagen bei ihm war. Fuji verstand es, sich ruhig zu verhalten und das Verständnis, dass sich zwischen ihnen über die Jahre hinweg gebildet hatte, half dabei, sich nicht von trivialen Nebengeräuschen ablenken zu lassen, geschweigedenn der zusätzlichen Präsenz in dem Zimmer zuviel Beachtung zu schenken. Sie hatten beide ihre eigenen Sachen zu tun und damit gab es keinen Grund, sich gegenseitig im Weg zu sein.
Fuji hatte nur die Angewohnheit entwickelt manchmal einfach die Nacht bei ihm verbringen zu wollen. Tezuka sah ihm diese Anhänglichkeit nach, da sie mittlerweile Studenten waren und ihre gemeinsame Zeit auf ein kaum existentes Minimum gesunken war. Insofern fand er es manchmal doch recht angenehm, dass Fuji es übernahm, sich an seine Fersen zu heften, denn er vergaß viel zu oft, es von sich aus tun zu können. Er war einfach zu zukunftsorientiert eingestellt und in seinem Kopf schwirrten viel zu viele universitätsbezogene Themen herum, um überhaupt den Gedanken an ein Privatleben zuzulassen.
Kunimitsu ließ das Buch sinken, als sich Fuji zu ihm ans Bett setzte und ihn einfach nur nichts sagend anlächelte. Er hatte eine Hand halb gehoben und an seinem Finger baumelte etwas Silbern-glänzendes.
Skeptisch zog Tezuka die Augenbrauen zusammen, bevor er sich seine Brille in einer jahrelang geübten Bewegung zurechtschob. Zwischen ihnen war im Moment jedes Wort überflüssig. Fuji wusste genau, was er wissen wollte und er ahnte schon, dass er es wahrscheinlich nicht wirklich wissen wollte. Dass er nicht danach fragen sollte, non-verbal oder mit Worten, warum da Handschellen von dem schlanken Zeigefinger baumelten.
Er meinte sich zu erinnern, dass sie schon vor einigen Jahren zu der Einigung gelangt waren, dass sie keine abnormen Experimente in seinem Bett durchführen würden. Er brauchte seinen Schlaf, da es ohnehin immer nur recht wenige Stunden waren, die er bekam. Da wollte er nichts tun, was sich so sehr in seiner Erinnerung festsetzen würde, dass er es immer vor sich sehen würde, sobald er sich an diesen Ort begab. Sie waren jetzt erwachsen und jetzt kam es ihm nur noch seltsamer vor, dass sein Freund ihm Handschellen vor das Gesicht hielt und nicht verriet, was nun von ihm erwartet wurde.
Die Handschellen wanderten klimpernd wieder in Fujis viel zu femininen Hände und Kunimitsu wäre gern noch ein Stückchen weiter zurückgewichen, als sich sein braunhaariger Freund über ihn beugte und die Augen aufschlug. Das blaue strahlte wie der Himmel an einem wolkenlos heißen Sommertag. Das Funkeln hatte stets eine fast hypnotisierende Wirkung auf ihn und er schluckte. Er spürte eine nur all zu bekannte kribbelnde Nervösität in sich aufkeimen, die ihn unruhig werden ließ. Sein Griff verstärkte sich kaum merklich um die Ränder des Buches.
"Wovor hast du Angst, Kunimitsu", hauchte Fuji in dieser melodisch-erotischen Stimmlage, die ihm schon mehr als einmal in seine Träume verfolgt hatte. Was auch immer Fuji vorhatte, er würde auf der Hut bleiben. Er würde nicht...
Sein Vorsatz löste sich in heißen Rauch auf. Verpuffte wie ein Tropfen, der auf den heißen Aufgusssteinen in einer Sauna aufkam. Und alles nur, weil Fuji noch etwas näher gerückt war und die weichen Lippen beinahe schon schmecken konnte. Dabei berührten sie sich nicht. Fuji war ein Meister darin, einen verschwindend geringen Abstand zu halten.
Es waren immer nur ganz wenige Millimeter, die fehlten und es zeigte zu seinem Entsetzen immer wieder Wirkung. Es machte ihn wahnsinnig, wenn Fuji so begann. Sich immer zwischen ganz und gar nicht zu bewegen.
"Was hast du vor?", brachte Kunimitsu schließlich doch noch hervor. Seine Zunge war so schwer, wie ihm das Atmen fiel. Er schluckte erneut und sein Adamsapfel hüpfte deutlich sichtbar. Er lehnte sich nun doch zurück und versuchte so nun doch etwas Abstand zu gewinnen. Wenige Millimeter würden reichen. Dann konnte er Fujis heißen Atem nicht mehr so nahm an seinem Mund fühlen, der ihm Gedanken einhauchte, die ihn sein Studium so ganz und gar vergessen ließen.
"Das ist eine sehr gute Frage", erwiderte Fuji und Tezuka konnte sehen, wie das Blau amüsiert Aufflackerte. Syuusuke hatte seinen Spaß, aber dann wiederum wäre es wahrscheinlich verwunderlich, wenn er den nicht hatte. Fuji hatte nie einen Hehl daraus gemacht, dass er andere Menschen hin und wieder doch gerne leiden sah. Niemals gefährlich und niemals so, dass man ihm sehr böse sein konnte. Aber doch eindeutig sadistisch und Kunimitsu machte sich nun doch etwas Sorgen, denn er hatte die Handschellen in Fujis Hand nicht vergessen.
"Vielleicht kannst du es ja... erraten?" Fuji war beim letzten Wort nachgerückt und hatte es lasziv gegen seine Lippen gehaucht, die sofort zu beben begannen, wie alles andere in seinem Körper. Sein Blut wurde von seinem rasendenen Herzen heiß durch seine Adern gepumpt und er konnte sich nicht mehr von den blauen Augen loseisen, die ihn fixierten und scheinbar gar nicht beabsichtigten, ihn überhaupt freizulassen.
"Wir haben eine Abmachung, Fuji." Keine sexuellen Experimente in seinem Bett, bestimmt hatte es Fuji nicht vergessen. Auch wenn seine Eltern nicht zu Hause waren, war das noch lange kein Freibrief für irgendwas.
Doch Fuji lachte nur leise, nahm etwas Abstand und zog ihm das Buch aus den Händen. Er tat es mit solch einer Selbstverständlichkeit, dass Kunimitsu sich plötzlich wie ein kleiner Junge fühlte, der von seiner Mutter zu Bett gebracht wurde. Es irritierte ihn, weil es in einem so extremen Gegensatz zu der heißen, lodernden Leidenschaft stand, die sich in ihm langsam zusammenbraute.
"Weißt du, Kunimitsu, dass du mich immer nur dann beim Vornamen nennst, wenn du schläfst?", merkte Fuji in einem fast schon wissenschaftlichen Tonfall an und stand auf. Die Handschellen ließ er neben ihm auf dem Bett liegen und Tezuka schielte nervös auf die Teile. Wenn er schnell genug war, konnte er sie an sich nehmen, aber er war zu trainiert darauf, bei Fuji einfach abzuwarten. Darauf zu warten, ob er wirklich eine dumme Idee vereiteln musste, oder ob Fuji ihn nur wieder provozieren wollte. Gelegentlich tat sein Jugendfreund das unheimlich gerne, ihm eine Reaktion entlocken zu wollen.
Erneut wurde Tezuka unsanft aus seinen Gedanken gerissen, als seine Welt in Bewegung geriet und er nun auf dem Bett lag anstatt saß. Er hob seinen Kopf, um zu sehen, was Fuji nun vorhatte. Sein Partner hatte zwar eine eher schmächtigere Figur, aber er war dennoch überraschend kräftig. In Momenten wie diesen stellte er das immer wieder fest.
Aber es war nicht zwangsweise etwas schlechtes, schließlich waren sie beide Männer und darüber hinaus gingen sie oft genug auf den Tennisplatz, um gegeneinander zu spielen. Er wäre enttäuscht, wenn Fuji ihm nicht mehr die Stirn bieten könnte, weil er zu schwach war.
"Eigentlich müsste ich dich ja dafür bestrafen..." Dass er sich nicht dazu durchringen konnte, ihn beim Vornamen zu nennen?
"... dass du mir unterstellst, ich würde mich nicht an meine Versprechen halten", bekam Tezuka die Antwort und einmal mehr fragte er sich, ob seine Gedanken wirklich so offensichtlich waren. Ein wenig war es ihm schon unheimlich, wie akkurat manchmal Fuji reagierte. Vielleicht kannten sie sich aber auch einfach nur wirklich schon so lange.
Aber er konnte darüber jetzt nicht nachgrübeln, denn Fuji hatte sich nun über ihn gekniet und er spürte, wie weiche Hände seine etwas rauheren nahmen und sie sanft festhielten, sodass sich ihre Finger fast automatisch ineinander verschlangen und Tezuka sich nun furchtbar eingeschränkt vorkam.
"Du vertraust mir doch, Kunimitsu, nicht wahr?" Es war keine Frage, auf die Fuji eine Antwort haben wollte, denn die kannten sie beide. Nach all denn Jahren hatte er keinen Grund, seinem Freund wirklich zu misstrauen. Er war zwar sehr oft skeptisch, aber Fuji hatte seine Grenzen eigentlich immer eingehalten und niemals ein Versprechen gebrochen.
Tezuka leckte sich über die Lippen, ließ seinen Kopf ins Kissen unter ihm sinken, dass er dort eigentlich platziert hatte, um seinen Rücken ein wenig zu unterstützen, und schloss die Augen. Was auch immer Fuji vorhatte, wenn es zu weit ging, konnte er Fuji immer noch darauf hinweisen.
Dann klickten die Handschellen und fesselten ihn an sein eigenes Bett. Als er die Augen wieder aufschlug, waren die blauen Fujis wieder hinter den Augenlidern versteckt und ein zufriedenes Lächeln zierte das Gesicht des ehemaligen Seigaku-Tensais. Ein eindeutiges Zeichen, dass Fuji sein Versprechen halten würde. Sie würden hier keine sexuellen Experimente durchführen.
Nur warum enttäuschte ihn das jetzt?
Autor: Jenchan
Titel: Untitled
Challenge: Kink - Handschellen (für mich)
Fandom: Prince of Tennis
Charaktere: Tezuka Kunimitsu, Fuji Syuusuke
Wörter: ~1450
Warnings: Post-Canon-AU-ish, Slash | unbetaed, nicht Korrektur gelesen
Disclaimer: Die Charas gehören Konomi, die Challenges der 120-Minuten-Community und der Plot ist meins XD
Kommentar: Irgendwie hat mich dieses Bunny angesprungen und ich hatte echt Spaß es zu schreiben, auch wenn es gar nicht so leicht war. Aber wann sich die beiden schon mal einfach?
Die alten Holzdielen knarrten leise und kündigten Bewegung in dem kleinen Raum an. Tezuka schenkte dem nicht viel Beachtung, denn es war nichts Ungewöhnliches. Wenn schon, nahm er es nur sehr periphär wahr.
Er saß auf seinem Bett, den Rücken an das Kopfende gelegt und ein Buch in seiner Hand. Konzentriert bewegten sich seine Augen und nahmen jedes wichtige Wort in sich auf, das in diesem Buch abgedruckt war. Dabei genoss er die Stille, die in seinem Zimmer herrschte, auch wenn er nicht allein war. Es war wieder einer der Tage, an denen sein langjähriger Freund aus Schultagen bei ihm war. Fuji verstand es, sich ruhig zu verhalten und das Verständnis, dass sich zwischen ihnen über die Jahre hinweg gebildet hatte, half dabei, sich nicht von trivialen Nebengeräuschen ablenken zu lassen, geschweigedenn der zusätzlichen Präsenz in dem Zimmer zuviel Beachtung zu schenken. Sie hatten beide ihre eigenen Sachen zu tun und damit gab es keinen Grund, sich gegenseitig im Weg zu sein.
Fuji hatte nur die Angewohnheit entwickelt manchmal einfach die Nacht bei ihm verbringen zu wollen. Tezuka sah ihm diese Anhänglichkeit nach, da sie mittlerweile Studenten waren und ihre gemeinsame Zeit auf ein kaum existentes Minimum gesunken war. Insofern fand er es manchmal doch recht angenehm, dass Fuji es übernahm, sich an seine Fersen zu heften, denn er vergaß viel zu oft, es von sich aus tun zu können. Er war einfach zu zukunftsorientiert eingestellt und in seinem Kopf schwirrten viel zu viele universitätsbezogene Themen herum, um überhaupt den Gedanken an ein Privatleben zuzulassen.
Kunimitsu ließ das Buch sinken, als sich Fuji zu ihm ans Bett setzte und ihn einfach nur nichts sagend anlächelte. Er hatte eine Hand halb gehoben und an seinem Finger baumelte etwas Silbern-glänzendes.
Skeptisch zog Tezuka die Augenbrauen zusammen, bevor er sich seine Brille in einer jahrelang geübten Bewegung zurechtschob. Zwischen ihnen war im Moment jedes Wort überflüssig. Fuji wusste genau, was er wissen wollte und er ahnte schon, dass er es wahrscheinlich nicht wirklich wissen wollte. Dass er nicht danach fragen sollte, non-verbal oder mit Worten, warum da Handschellen von dem schlanken Zeigefinger baumelten.
Er meinte sich zu erinnern, dass sie schon vor einigen Jahren zu der Einigung gelangt waren, dass sie keine abnormen Experimente in seinem Bett durchführen würden. Er brauchte seinen Schlaf, da es ohnehin immer nur recht wenige Stunden waren, die er bekam. Da wollte er nichts tun, was sich so sehr in seiner Erinnerung festsetzen würde, dass er es immer vor sich sehen würde, sobald er sich an diesen Ort begab. Sie waren jetzt erwachsen und jetzt kam es ihm nur noch seltsamer vor, dass sein Freund ihm Handschellen vor das Gesicht hielt und nicht verriet, was nun von ihm erwartet wurde.
Die Handschellen wanderten klimpernd wieder in Fujis viel zu femininen Hände und Kunimitsu wäre gern noch ein Stückchen weiter zurückgewichen, als sich sein braunhaariger Freund über ihn beugte und die Augen aufschlug. Das blaue strahlte wie der Himmel an einem wolkenlos heißen Sommertag. Das Funkeln hatte stets eine fast hypnotisierende Wirkung auf ihn und er schluckte. Er spürte eine nur all zu bekannte kribbelnde Nervösität in sich aufkeimen, die ihn unruhig werden ließ. Sein Griff verstärkte sich kaum merklich um die Ränder des Buches.
"Wovor hast du Angst, Kunimitsu", hauchte Fuji in dieser melodisch-erotischen Stimmlage, die ihm schon mehr als einmal in seine Träume verfolgt hatte. Was auch immer Fuji vorhatte, er würde auf der Hut bleiben. Er würde nicht...
Sein Vorsatz löste sich in heißen Rauch auf. Verpuffte wie ein Tropfen, der auf den heißen Aufgusssteinen in einer Sauna aufkam. Und alles nur, weil Fuji noch etwas näher gerückt war und die weichen Lippen beinahe schon schmecken konnte. Dabei berührten sie sich nicht. Fuji war ein Meister darin, einen verschwindend geringen Abstand zu halten.
Es waren immer nur ganz wenige Millimeter, die fehlten und es zeigte zu seinem Entsetzen immer wieder Wirkung. Es machte ihn wahnsinnig, wenn Fuji so begann. Sich immer zwischen ganz und gar nicht zu bewegen.
"Was hast du vor?", brachte Kunimitsu schließlich doch noch hervor. Seine Zunge war so schwer, wie ihm das Atmen fiel. Er schluckte erneut und sein Adamsapfel hüpfte deutlich sichtbar. Er lehnte sich nun doch zurück und versuchte so nun doch etwas Abstand zu gewinnen. Wenige Millimeter würden reichen. Dann konnte er Fujis heißen Atem nicht mehr so nahm an seinem Mund fühlen, der ihm Gedanken einhauchte, die ihn sein Studium so ganz und gar vergessen ließen.
"Das ist eine sehr gute Frage", erwiderte Fuji und Tezuka konnte sehen, wie das Blau amüsiert Aufflackerte. Syuusuke hatte seinen Spaß, aber dann wiederum wäre es wahrscheinlich verwunderlich, wenn er den nicht hatte. Fuji hatte nie einen Hehl daraus gemacht, dass er andere Menschen hin und wieder doch gerne leiden sah. Niemals gefährlich und niemals so, dass man ihm sehr böse sein konnte. Aber doch eindeutig sadistisch und Kunimitsu machte sich nun doch etwas Sorgen, denn er hatte die Handschellen in Fujis Hand nicht vergessen.
"Vielleicht kannst du es ja... erraten?" Fuji war beim letzten Wort nachgerückt und hatte es lasziv gegen seine Lippen gehaucht, die sofort zu beben begannen, wie alles andere in seinem Körper. Sein Blut wurde von seinem rasendenen Herzen heiß durch seine Adern gepumpt und er konnte sich nicht mehr von den blauen Augen loseisen, die ihn fixierten und scheinbar gar nicht beabsichtigten, ihn überhaupt freizulassen.
"Wir haben eine Abmachung, Fuji." Keine sexuellen Experimente in seinem Bett, bestimmt hatte es Fuji nicht vergessen. Auch wenn seine Eltern nicht zu Hause waren, war das noch lange kein Freibrief für irgendwas.
Doch Fuji lachte nur leise, nahm etwas Abstand und zog ihm das Buch aus den Händen. Er tat es mit solch einer Selbstverständlichkeit, dass Kunimitsu sich plötzlich wie ein kleiner Junge fühlte, der von seiner Mutter zu Bett gebracht wurde. Es irritierte ihn, weil es in einem so extremen Gegensatz zu der heißen, lodernden Leidenschaft stand, die sich in ihm langsam zusammenbraute.
"Weißt du, Kunimitsu, dass du mich immer nur dann beim Vornamen nennst, wenn du schläfst?", merkte Fuji in einem fast schon wissenschaftlichen Tonfall an und stand auf. Die Handschellen ließ er neben ihm auf dem Bett liegen und Tezuka schielte nervös auf die Teile. Wenn er schnell genug war, konnte er sie an sich nehmen, aber er war zu trainiert darauf, bei Fuji einfach abzuwarten. Darauf zu warten, ob er wirklich eine dumme Idee vereiteln musste, oder ob Fuji ihn nur wieder provozieren wollte. Gelegentlich tat sein Jugendfreund das unheimlich gerne, ihm eine Reaktion entlocken zu wollen.
Erneut wurde Tezuka unsanft aus seinen Gedanken gerissen, als seine Welt in Bewegung geriet und er nun auf dem Bett lag anstatt saß. Er hob seinen Kopf, um zu sehen, was Fuji nun vorhatte. Sein Partner hatte zwar eine eher schmächtigere Figur, aber er war dennoch überraschend kräftig. In Momenten wie diesen stellte er das immer wieder fest.
Aber es war nicht zwangsweise etwas schlechtes, schließlich waren sie beide Männer und darüber hinaus gingen sie oft genug auf den Tennisplatz, um gegeneinander zu spielen. Er wäre enttäuscht, wenn Fuji ihm nicht mehr die Stirn bieten könnte, weil er zu schwach war.
"Eigentlich müsste ich dich ja dafür bestrafen..." Dass er sich nicht dazu durchringen konnte, ihn beim Vornamen zu nennen?
"... dass du mir unterstellst, ich würde mich nicht an meine Versprechen halten", bekam Tezuka die Antwort und einmal mehr fragte er sich, ob seine Gedanken wirklich so offensichtlich waren. Ein wenig war es ihm schon unheimlich, wie akkurat manchmal Fuji reagierte. Vielleicht kannten sie sich aber auch einfach nur wirklich schon so lange.
Aber er konnte darüber jetzt nicht nachgrübeln, denn Fuji hatte sich nun über ihn gekniet und er spürte, wie weiche Hände seine etwas rauheren nahmen und sie sanft festhielten, sodass sich ihre Finger fast automatisch ineinander verschlangen und Tezuka sich nun furchtbar eingeschränkt vorkam.
"Du vertraust mir doch, Kunimitsu, nicht wahr?" Es war keine Frage, auf die Fuji eine Antwort haben wollte, denn die kannten sie beide. Nach all denn Jahren hatte er keinen Grund, seinem Freund wirklich zu misstrauen. Er war zwar sehr oft skeptisch, aber Fuji hatte seine Grenzen eigentlich immer eingehalten und niemals ein Versprechen gebrochen.
Tezuka leckte sich über die Lippen, ließ seinen Kopf ins Kissen unter ihm sinken, dass er dort eigentlich platziert hatte, um seinen Rücken ein wenig zu unterstützen, und schloss die Augen. Was auch immer Fuji vorhatte, wenn es zu weit ging, konnte er Fuji immer noch darauf hinweisen.
Dann klickten die Handschellen und fesselten ihn an sein eigenes Bett. Als er die Augen wieder aufschlug, waren die blauen Fujis wieder hinter den Augenlidern versteckt und ein zufriedenes Lächeln zierte das Gesicht des ehemaligen Seigaku-Tensais. Ein eindeutiges Zeichen, dass Fuji sein Versprechen halten würde. Sie würden hier keine sexuellen Experimente durchführen.
Nur warum enttäuschte ihn das jetzt?