Team: Ovid
Challenge: Kink- ...made them do it [Für mich]
Fandom: Original ("Böse, schöne Welt")
Wörter: 1.026
Warnung: Rating R, dubcon (mehr oder weniger), desperate sex
Kommentar: Keine Ahnung, ob Menschen so etwas tun. Womöglich hab ich ein paar FFs zuviel gelesen.
Bis vor wenigen Minuten hatte Masa an der verschlossenen Tür gerissen wie ein Besessener. Solveigh hatte ihn nur in Umrissen gesehen, zuckende Schatten, die sich ein klein wenig dunkler von der Finsternis abhoben, sein Körper aus tanzenden Teilchen bestehend, die das Sonnenlicht, welches durch die Ritzen des Holzschuppens drangen, verdeckten und wieder freigaben wie in einem simplen Lichtspiel.
Die Männer hatten die Tür verriegelt und waren gegangen. Von dem, was sie vorher gesagt, nein, gebrüllt hatten, hatte sie nicht viel verstanden. Einzig „Wir sind bald wieder da“ hatte sich in ihr Hirn gebrannt.
Das war's. Endstation. Sie waren weit gekommen. Nun hatten sie sie beide, hübsch weggepackt und eingeschnürt wie in Geschenkpapier. Sie würden wiederkommen und Baseballschläger mitbringen, glühende Kohlen, Messer, wonach auch immer ihnen der Sinn stand.
Masas Körper hatte sich zu einem wimmernden Klumpen auf der staubigen, glattgetrampelten Erde verformt. Mit rundem Rücken, auf das Gesicht beide Hände gepresst, stieß er ein markerschütterndes Schluchzen aus.
Sie ließ sich neben ihm nieder und legte die Hand auf seinen zitternden Rücken. Darauf, dass sie selbst auch Todesangst haben musste, wies sie nur ihr hyperventilierender Atem hin, der sie langsam mit viel zuviel Sauerstoff vollpumpte.
Masa schoss hoch wie ein Derwisch, beide Hände an ihren Schultern.
„Es tut mir leid“, rief er außer sich, die Stimme viel zu hoch,
„Es tut mir so leid. Oh, Solveigh, ich will nicht sterben! Wieso müssen wir jetzt sterben?“
Der Schuppen roch nach altem Öl und Schimmel, feuchter Sommerluft und verbranntem Gummi.
Was, wenn sie sich einfach dazu entschlossen, ihn anzuzünden?
Solveigh stellte sich vor, wie es wäre zu verbrennen. Wenn sich Hitze und Glut durch ihre Kleider, durch ihre Haut fressen bis auf die Knochen, das Blut und das Wasser in ihrem Mark zischen ließen und ihre Augen zerplatzen und aus den Höhlen eitern würden.
Nein, das würde sie alles nicht mehr spüren. Sie würde schon vorher an einer Rauchvergiftung sterben. Hoffentlich. Wieso hoffentlich? Woran dachte sie hier?
Sie riss Masa an sich und klammerte sich an ihm fest. Vor ihren Augen tanzten weiße Flecken, doch sie erleuchteten den pechschwarzen Schuppen nicht. Sie suchte nach den schmalen Lichtritzen zwischen einigen losen Brettern, dem Spalt unter der Tür und alle Gefühle wichen aus ihr.
Einige Gedanken überkamen sie mit geisterhafter Ruhe. Wenn sie Masa jetzt erwürgte, musste er da nicht durch. Immerhin war man zunächst hinter ihm her. Sie hatten gesehen, was die Rebellen mit den anderen angestellt hatten- manche der Leichen waren nicht mehr identifizierbar gewesen- was also, wenn sie ihn hier und jetzt einfach erlöste? Würde man sie hinterher wiederfinden? Würde man ihre Leiche nach Hause transportieren? Was würde Mutter sagen?
Eine halbe Ohnmacht wusch mit der Gewalt einer Sturmwelle über sie hinweg und sie kippte, den schluchzenden Masa in ihren Armen, zur Seite weg, dann auf den Rücken und presste sich mit letzter Kraft die Hand auf Mund und Nase um die Sauerstoffzufuhr zu verringern.
Tränen prickelten heiß in ihren Augen und mit einem Mal hatte sie das Gefühl zu wissen, was wahrer Wahnsinn war.
Ein letztes Mal fühlen, nur ein allerletztes Mal.
Mit schier gewaltsamer Kraft drückte sie Masa an sich. Ein Schluchzen blieb ihm im Halse stecken und er schaut auf, in ihr Gesicht. Ein wenig Licht spiegelte sich in seinen Augen und seinem nassgeheulten Gesicht wieder. Sie wusste, dass er verstand. Was spielte es für eine Rolle? Entsetzen und Gewalt, Vergebung, Liebe und Verzweiflungsakt - was machte das nun noch?
Sie nahm die Hand von ihrem Mund und fuhr in seine verdreckten Haare, riss daran und drücke ihn zu sich hinunter. Ihre Zähne klackten gewaltsam aufeinander, schmerzend, irgendwo riss eine Lippe ein – er war so nahe, dass sie nicht zu sagen vermochte, ob es seine oder ihre war. Mit der anderen Hand griff sie nach seinem Hinterteil, schlüpfte unter seine Hose und Unterwäsche und krallte sich ein im weichfesten Fleisch, das sie dort fand. Er stieß heißen Atem in ihren Mund, gefolgt von einem Wimmern, welches wie das eines Kindes klang, das seine Mutter verloren hatte und ziellos durch Straßen wanderte. Solveigh war geistesgegenwärtig genug um zu wissen, dass es nicht ihr galt.
Es war egal. Darum ging es nicht.
Alles, was zählte, war das Fühlen, das Beisammensein, die Wärme und die Angst, die zwischen ihnen hin- und herflackerte.
Endlich spürte sie ihn langsam hart werden, durch vier Lagen Stoff, drückte ihn noch näher zwischen ihre Beine. Es war unendlich beschwerlich, so einandergedreht und auf dem Boden liegend, diese vier Lagen an ihren Beinen herabzuziehen. Staub wirbelte auf, Kieselsteinchen flogen gegen in der Dunkelheit unsichtbare Benzinkanister. Masa atmete gegen Solveighs Wange; Tränen und Dreck schmierten und dann zuckte er in sie hinein mit der Verzweiflung eines Ertrinkenden.
Es tat weh.
Und obwohl sie wusste, dass er keinen besonders großen Anteil daran hatte, war sie ihm dankbar. Ein letztes Mal ließ er sie Blut und Schmerz und Knochen sein, selbst ein bebendes Bündel an Mensch und Emotionen, sich mehr in ihr wiegend als alles andere, ohne ein besonderes Ziel.
Der regelmäßige Schmerz und die Gewöhnung daran beruhigten sie ein wenig.
Sie legte den Kopf in den Nacken und lauschte Masas Untröstlichkeiten; einem Mann, der womöglich vorher noch nie gleichzeitig gevögelt und geflennt hatte und spürte ihn langsam Küsse zwischen ihre Schultern und auf ihre Wangen setzen als würden sie eine romantische Nacht in einem Hotelbett verbringen.
Er krampfte zusammen, spastisch zuckend, rutschte aus ihr heraus und kam unbeholfen zwischen Boden, ihren und seinen Beinen, kurz und quietschend.
Es war eine ekelhafte Trivialität, doch das Groteske des Momentes verrückte die Realität, die Gerüche, das Licht und das nervöse Flimmern aus Eigengrau vor Solveighs Augen.
Sie konnte beinahe hören, wie etwas, was sich im Leerlauf befunden hatte in dieser Maschinerie, die mit Millionen von Teilchen ihre Welt, das Schicksal, schier alles bewegte, wieder einrastete und klickte.
“Sollen sie sich ins Knie ficken.“
Masa wischte sich müde, schwer atmend, über das Gesicht.
„Was?“
„Was machen wir hier überhaupt?!“
„...was? Du hast doch damit angefangen...“
Er war erschöpft. Verständlicherweise.
Sie fuhr im Dunkeln halbblind über seine Haare.
„Noch ist es nicht vorbei. Lass es uns noch einmal versuchen. Nur ein einziges Mal.“
Challenge: Kink- ...made them do it [Für mich]
Fandom: Original ("Böse, schöne Welt")
Wörter: 1.026
Warnung: Rating R, dubcon (mehr oder weniger), desperate sex
Kommentar: Keine Ahnung, ob Menschen so etwas tun. Womöglich hab ich ein paar FFs zuviel gelesen.
Bis vor wenigen Minuten hatte Masa an der verschlossenen Tür gerissen wie ein Besessener. Solveigh hatte ihn nur in Umrissen gesehen, zuckende Schatten, die sich ein klein wenig dunkler von der Finsternis abhoben, sein Körper aus tanzenden Teilchen bestehend, die das Sonnenlicht, welches durch die Ritzen des Holzschuppens drangen, verdeckten und wieder freigaben wie in einem simplen Lichtspiel.
Die Männer hatten die Tür verriegelt und waren gegangen. Von dem, was sie vorher gesagt, nein, gebrüllt hatten, hatte sie nicht viel verstanden. Einzig „Wir sind bald wieder da“ hatte sich in ihr Hirn gebrannt.
Das war's. Endstation. Sie waren weit gekommen. Nun hatten sie sie beide, hübsch weggepackt und eingeschnürt wie in Geschenkpapier. Sie würden wiederkommen und Baseballschläger mitbringen, glühende Kohlen, Messer, wonach auch immer ihnen der Sinn stand.
Masas Körper hatte sich zu einem wimmernden Klumpen auf der staubigen, glattgetrampelten Erde verformt. Mit rundem Rücken, auf das Gesicht beide Hände gepresst, stieß er ein markerschütterndes Schluchzen aus.
Sie ließ sich neben ihm nieder und legte die Hand auf seinen zitternden Rücken. Darauf, dass sie selbst auch Todesangst haben musste, wies sie nur ihr hyperventilierender Atem hin, der sie langsam mit viel zuviel Sauerstoff vollpumpte.
Masa schoss hoch wie ein Derwisch, beide Hände an ihren Schultern.
„Es tut mir leid“, rief er außer sich, die Stimme viel zu hoch,
„Es tut mir so leid. Oh, Solveigh, ich will nicht sterben! Wieso müssen wir jetzt sterben?“
Der Schuppen roch nach altem Öl und Schimmel, feuchter Sommerluft und verbranntem Gummi.
Was, wenn sie sich einfach dazu entschlossen, ihn anzuzünden?
Solveigh stellte sich vor, wie es wäre zu verbrennen. Wenn sich Hitze und Glut durch ihre Kleider, durch ihre Haut fressen bis auf die Knochen, das Blut und das Wasser in ihrem Mark zischen ließen und ihre Augen zerplatzen und aus den Höhlen eitern würden.
Nein, das würde sie alles nicht mehr spüren. Sie würde schon vorher an einer Rauchvergiftung sterben. Hoffentlich. Wieso hoffentlich? Woran dachte sie hier?
Sie riss Masa an sich und klammerte sich an ihm fest. Vor ihren Augen tanzten weiße Flecken, doch sie erleuchteten den pechschwarzen Schuppen nicht. Sie suchte nach den schmalen Lichtritzen zwischen einigen losen Brettern, dem Spalt unter der Tür und alle Gefühle wichen aus ihr.
Einige Gedanken überkamen sie mit geisterhafter Ruhe. Wenn sie Masa jetzt erwürgte, musste er da nicht durch. Immerhin war man zunächst hinter ihm her. Sie hatten gesehen, was die Rebellen mit den anderen angestellt hatten- manche der Leichen waren nicht mehr identifizierbar gewesen- was also, wenn sie ihn hier und jetzt einfach erlöste? Würde man sie hinterher wiederfinden? Würde man ihre Leiche nach Hause transportieren? Was würde Mutter sagen?
Eine halbe Ohnmacht wusch mit der Gewalt einer Sturmwelle über sie hinweg und sie kippte, den schluchzenden Masa in ihren Armen, zur Seite weg, dann auf den Rücken und presste sich mit letzter Kraft die Hand auf Mund und Nase um die Sauerstoffzufuhr zu verringern.
Tränen prickelten heiß in ihren Augen und mit einem Mal hatte sie das Gefühl zu wissen, was wahrer Wahnsinn war.
Ein letztes Mal fühlen, nur ein allerletztes Mal.
Mit schier gewaltsamer Kraft drückte sie Masa an sich. Ein Schluchzen blieb ihm im Halse stecken und er schaut auf, in ihr Gesicht. Ein wenig Licht spiegelte sich in seinen Augen und seinem nassgeheulten Gesicht wieder. Sie wusste, dass er verstand. Was spielte es für eine Rolle? Entsetzen und Gewalt, Vergebung, Liebe und Verzweiflungsakt - was machte das nun noch?
Sie nahm die Hand von ihrem Mund und fuhr in seine verdreckten Haare, riss daran und drücke ihn zu sich hinunter. Ihre Zähne klackten gewaltsam aufeinander, schmerzend, irgendwo riss eine Lippe ein – er war so nahe, dass sie nicht zu sagen vermochte, ob es seine oder ihre war. Mit der anderen Hand griff sie nach seinem Hinterteil, schlüpfte unter seine Hose und Unterwäsche und krallte sich ein im weichfesten Fleisch, das sie dort fand. Er stieß heißen Atem in ihren Mund, gefolgt von einem Wimmern, welches wie das eines Kindes klang, das seine Mutter verloren hatte und ziellos durch Straßen wanderte. Solveigh war geistesgegenwärtig genug um zu wissen, dass es nicht ihr galt.
Es war egal. Darum ging es nicht.
Alles, was zählte, war das Fühlen, das Beisammensein, die Wärme und die Angst, die zwischen ihnen hin- und herflackerte.
Endlich spürte sie ihn langsam hart werden, durch vier Lagen Stoff, drückte ihn noch näher zwischen ihre Beine. Es war unendlich beschwerlich, so einandergedreht und auf dem Boden liegend, diese vier Lagen an ihren Beinen herabzuziehen. Staub wirbelte auf, Kieselsteinchen flogen gegen in der Dunkelheit unsichtbare Benzinkanister. Masa atmete gegen Solveighs Wange; Tränen und Dreck schmierten und dann zuckte er in sie hinein mit der Verzweiflung eines Ertrinkenden.
Es tat weh.
Und obwohl sie wusste, dass er keinen besonders großen Anteil daran hatte, war sie ihm dankbar. Ein letztes Mal ließ er sie Blut und Schmerz und Knochen sein, selbst ein bebendes Bündel an Mensch und Emotionen, sich mehr in ihr wiegend als alles andere, ohne ein besonderes Ziel.
Der regelmäßige Schmerz und die Gewöhnung daran beruhigten sie ein wenig.
Sie legte den Kopf in den Nacken und lauschte Masas Untröstlichkeiten; einem Mann, der womöglich vorher noch nie gleichzeitig gevögelt und geflennt hatte und spürte ihn langsam Küsse zwischen ihre Schultern und auf ihre Wangen setzen als würden sie eine romantische Nacht in einem Hotelbett verbringen.
Er krampfte zusammen, spastisch zuckend, rutschte aus ihr heraus und kam unbeholfen zwischen Boden, ihren und seinen Beinen, kurz und quietschend.
Es war eine ekelhafte Trivialität, doch das Groteske des Momentes verrückte die Realität, die Gerüche, das Licht und das nervöse Flimmern aus Eigengrau vor Solveighs Augen.
Sie konnte beinahe hören, wie etwas, was sich im Leerlauf befunden hatte in dieser Maschinerie, die mit Millionen von Teilchen ihre Welt, das Schicksal, schier alles bewegte, wieder einrastete und klickte.
“Sollen sie sich ins Knie ficken.“
Masa wischte sich müde, schwer atmend, über das Gesicht.
„Was?“
„Was machen wir hier überhaupt?!“
„...was? Du hast doch damit angefangen...“
Er war erschöpft. Verständlicherweise.
Sie fuhr im Dunkeln halbblind über seine Haare.
„Noch ist es nicht vorbei. Lass es uns noch einmal versuchen. Nur ein einziges Mal.“
no subject
Date: 2012-07-05 09:34 am (UTC)no subject
Date: 2012-07-05 07:28 pm (UTC)Aber danke =)
no subject
Date: 2012-07-05 03:45 pm (UTC)Ganz, ganz toll!
no subject
Date: 2012-07-05 07:29 pm (UTC)Danke für die Blumen <3