Team: Ovid
Challenge: "Du hast mich gebissen" [Kink- Für mich]
Fandom: Digimon 02
Pairing: Student!Takeru/Student!Daisuke
Wörter: 1.510
Warnung: Rating R, kinky, handjob, generelles nicht-für-Minderjährige
Kommentar: Daisuke hat komische Pläne, wenn er betrunken ist. Takeru ist sexuell frustriert. Eins führt zum anderen. Erwartet nichts allzu Kultiviertes. Potentielles tbc.
Es ist eine dieser übertrunkenen Parties. Natürlich. So fangen diese Geschichten doch immer an.
Obwohl er es schon längst besser wissen sollte. Obwohl er seine ersten Saufparties an der Uni schon hinter sich hat. Zwanzig Jahre und keinen Deut klüger. Insgeheim versiegelt er diese Nacht in den Tiefen seines vom Alkohol verdunkelten Kopfes noch bevor sie überhaupt so richtig angefangen hat.
Saufgelage von Daisukes Fußballclub und seinem Basketballclub. Allein das klingt nach einer schlechten Idee. Der reservierte Raum ist voll mit 40 halbstarken Studenten, roten Köpfen, schwitzenden Gesichtern, triefenden T-Shirts. In der einen Ecke liegt Kawamura auf dem Rücken wie ein Käfer und lacht sich in die Bewusstlosigkeit, neben sich zwei Fußballer, deren Namen Takeru nicht kennt, und die mit Esstäbchen nach Kawamura werfen. Vier Meter daneben versuchen drei weitere Jungs Karten zu spielen und Takeru ist erleichtert für sie, dass man Skatkarten nicht falsch herum halten kann. In der Ecke gegenüber sitzt Trainer Hongo und faltet Kraniche aus durchgeweichten Servietten.
Zwischen all dem lauten, bunten, lallenden Chaos huschen kleine, dünne Kellnerinnen hin und her, notieren Bestellungen und schleppen eimerweise Bier, Sake und Cocktails heran. Takeru fühlt sich schuldig.
Er nippt geistesabwesend an seinem Bier als er eine heiße Hand auf seiner Schulter spürt und Daisuke in sein Ohr säuselt.
„Ich muss pissen!“
„Romantisch. Erzähl mir doch noch etwas mehr aus deinem Repertoire.“
„Mann, jetzt lass do' mal den arroganten Kack! Ich kann nicht mehr alleine aufsteh'n! Du mussmir helfen!“
Seufzend stellt er sein Bier ab und lässt Daisuke den Arm um seine Schulter legen. Es ist als würde man einen Ofen umarmen.
„Was ich nicht alles für dich mache. Irgendwie rentiert sich das nie.“
Für drei Ecken zu den Toiletten brauchen sie gefühlte fünf Minuten. Daisuke ist ein putzmunterer Betrunkener, doch seine Grobmotorik lässt zu wünschen übrig.
Takeru folgt ihm auf die Toilette, schließt die Tür hinter Daisuke, kaum dass dieser in eine Kabine gewankt ist und beschließt zu warten. Vergebens.
„Du mussmir helf'n!“, jammert Daisuke auf der anderen Seite.
„Mir is' so scheiße schwindlig! Ich kann nicht zielen!“
„Alle Welt macht daneben, da macht dieses eine Mal auch keinen Unterschied mehr.“
„Ich will aber nich'! Denkst du, ich hab keine Kinderstube?!“
„Dann hock dich eben hin!“ Takeru wühlt sich durch die Haare. Frust.
„Ich bin do' kein Mädchen!“
Er zieht die Luft scharf ein und hebt in einer stillen, anklagenden Geste die Hände gen Decke.
„Fein, ich komm ja schon! Aber ich halte nicht deinen Schwanz und ich werde nicht für dich zielen! Ich halte nur dich fest, damit das klar ist!“
Es ist ein japanisches Toilettenbecken, halb eingelassen in den Boden. Natürlich ist es für Daisuke da schwierig, irgendwohin zu treffen, was nicht der Fußboden ist. Oder seine eigenen Schuhe. Oder seine Hose. Takeru prüft drei Mal nach, ob die Tür auch wirklich verriegelt ist, ehe er sich Schulter an Schulter mit Daisuke stellt und seine rechte Hand um dessen Hüfte schlingt.
Sekundenlang ist es still. Das einzige Geräusch ist das Plätschern auf Porzellan. Takeru verfolgt aus den Augenwinkeln im Halbdunklen den Strahl um sich zu vergewissern, dass der dahingeht, wo er hin soll. Daisuke hat den Kopf auf seiner Schulter abgelegt und sabbert ihm aufs T-Shirt. Absolut idyllisch.
Das Bier lässt ihn sich wohlig und müde fühlen. Eingehüllt in das gedämmte Licht in dem Raum bemerkt Takeru einige Augenblicke lang nicht, wie die Zeit vergeht.
Bis er es spürt.
Es schießt durch seine müden Nervenbahnen wie zuckende Blitze.
Er weicht nach links aus, weg von Daisuke, mit geweiteten Augen und wild pochendem Herzen. Einem viel zu wild pochenden Herzen.
„Du hast mich gebissen!“, ruft er entsetzt.
„Ja, hab ich.“
Daisuke tritt mit dem rechten Fuß auf die Spülung und zerrt an seiner Hose um sich irgendwie wieder anzuziehen.
Neben Takeru ist er warm und weich und warm. Viel zu warm.
„Äh. Darf man fragen, warum?“
Er hebt den dunklen, geröteten Blick aus zwei unfokussierten Augen und grinst dreckig.
„Weil du drauf stehst.“
„Blödsinn.“
„Na klar. Wie lang kenn ich dich jetzt?“
Daisuke schaut an die Decke und bewegt Finger hin und her, als würde er Jahre abzählen.
„Jedenfalls schon eine Weile. Ich hab's auch niemandem weitererzählt, versproch'n. Und der einzige, der noch davon wissen könn'e, is' Ken. Aber der hat das garantiert wieder vergessen.“
Takeru tritt einen Schritt zurück. Wenn sein verdammtes Herz doch nur ein klein weniger aufgeregter schlagen könnte. Es sitzt in seinem Brustkorb und spielt Death Metal mit seinen Nerven, verräterisch und brüllt 'Endlich, endlich, endlich!' Das Miststück.
„Es is' ewig her. Weissu nicht mehr? Hast es mir do' selbst erzählt.“
Daisuke schlingt seine Arme um Takerus Hüften und rutscht ganz nah heran.
„Der Digimonkaiser und seine bescheuerte Peitsche. Der Schnitt an deiner Wange? Die Narbe hast du doch auch noch.“
Takeru weiß nicht, was er davon halten soll.
Daisuke, der zu besoffen ist, mit seinem eigenen Schwanz zu zielen, aber der hinterlistig so etwas mit ihm, einem seiner besten Freunde, abzieht.
„Mit dir geh ich nie wieder feiern“, murmelt er.
Daisuke lächelt.
„Is' doch nix dabei. 'Ne Menge Leute haben solche Vorlieben. Ich wollte dir nur helfen. Du hast doch vorhin selbst gesagt, das mit mir würde sich nich' rentieren.“
„Was du so unter Hilfe verstehst. Aber vielleicht möchte ich die Hilfe ja gar nicht.“
„Doch, möchtest du.“
„Sagt wer?“
„Sagt Klein-Takeru.“
Daisuke drückt sich noch ein Stück gegen ihn und dann erst kann Takeru es fühlen. Er muss sich sogar ein klein wenig zusammenreißen, ob der Reibung nicht das Gesicht zu verziehen. Einmal hat er sich beim Masturbieren im Spiegel gesehen. Es war kein schöner Anblick.
„Du bist ein Wichser“, spuckt er Daisuke entgegen.
„Um mich demütigen zu lassen, brauche ich Freunde wie dich nicht.“
Beim Anblick von Daisukes zögerndem Ausdruck tut es ihm fast wieder leid.
„Ich meinte das nich' so“, sagt Daisuke leise.
Zögernd fährt er sich durch die dunklen Haare.
„Ich wollte doch nur...“
Plötzlich ist das sehr viel mehr. Ein ganzes Universum an Gefühlen, an Möglichkeiten tut sich vor Takeru auf, eine Ahnung von Oh, ach so ist das.
Doch ehe er etwas dagegen tun kann, hat Daisuke ihn schon gegen die Wand gedrängt.
„Probier es wenigstens einmal aus.“
Damit fasst er nach Takerus Shirt, zieht den Ärmel über dessen Schulter weg und senkt den Kopf. Ehe Takeru irgendetwas sagen kann, schließt er die Augen. Denn wirklich, es geht nicht anders. Er spürt Daisukes Zähne an seiner Haut, heiß und hart und spitz. Sie graben sich tief ein und senden Schmerz, oh so wohligen Schmerz in alle Richtungen über seinen Leib. Heißer, stoßender Atem heizt Takeru auf und dann fühlt er eine Zunge warm und weich über die Stelle gleiten, schnappt kurz nach Luft und reißt den Mund auf, als ihn sein Freund in die Halsbeuge beißt.
Dunkelbunte Funken tanzen vor seinen zusammengekniffenen Augen und er denkt zurück an Nächte, die er allein unter deiner Bettdecke verbrachte, sich in die Oberarme beißend und frustriert, weil das nun mal nicht dasselbe ist.
Daisukes Hand gleitet am Saum seiner Hose vorbei als sei es das Selbstverständlichste der Welt, vorbei an seiner Unterhose und fasst ihn an, langsam, ja, fast schon genüsslich. Als sie sich an ihm hoch- und runter zu bewegen beginnt, ist es um Takeru geschehen. Er registriert sehr wohl -irgendwo im plötzlich so verschwindend kleinen rationalen Teil seines Hirns- dass er in einer Kneipe in einer keimigen Toilette mit Daisuke – Daisuke!- steht und sich einen runterholen lässt. Und dass seine Beine um Gottes Willen nicht nachgeben dürfen.
Dann fasst Daisuke gleichzeitig mit der freien Hand unter sein Shirt, zerrt er hoch bis Takerus Kinn, greift an seine Hüfte und beginnt erbarmungslos mit Daumen und Zeigefinger zu kneifen; sein Mund findet eine Stelle schräg über Takerus linker Brust und er beißt und saugt und leckt als wolle er Blut sehen.
Der Zauber ist schnell vorbei. Takerus Grenze ist schnell gefunden und er muss sich an seinem Freund festhalten um nicht in den Knien einzuknicken, als er zitternd und schaudernd kommt.
Es fühlt sich an, würde sich sein ganzer Brustkorb aufpumpen müssen. Luft, oh Gott, viel zu wenig Luft. Er öffnet die Augen und schaut in ein betrunken-zufriedenes Gesicht.
Nur langsam verschwindet das Flimmern und Brennen zwischen ihnen.
„Halt die Klappe“, murmelt er in die Stille hinein.
Er blinzelt und Daisuke beugt sich ein letztes Mal zaghaft vor. Seine Lippen auf Takerus sind ganz sanft und sachte.
„Ich geh schon mal vor“, flüsterte er und macht sich langsam los.
Als Takeru allein in dieser Toilettenkabine steht und den torkelnden, sich entfernenden Schritten seines Freundes lauscht, wünscht sich ein Teil von ihm, dass das eben nicht passiert ist.
Daisuke hat seinen Fetisch enttarnt, aber sich selbst weitaus mehr entblößt. Als habe er seine Brust aufgerissen und Takeru für den Bruchteil einer Sekunde sein schlagendes Herz gezeigt, blutrot und verletzlich. Es war der zerstörerische Plan eines absoluten Idioten.
Seufzend fährt Takeru sich über die Bisspuren.
Was nun?
Challenge: "Du hast mich gebissen" [Kink- Für mich]
Fandom: Digimon 02
Pairing: Student!Takeru/Student!Daisuke
Wörter: 1.510
Warnung: Rating R, kinky, handjob, generelles nicht-für-Minderjährige
Kommentar: Daisuke hat komische Pläne, wenn er betrunken ist. Takeru ist sexuell frustriert. Eins führt zum anderen. Erwartet nichts allzu Kultiviertes. Potentielles tbc.
Es ist eine dieser übertrunkenen Parties. Natürlich. So fangen diese Geschichten doch immer an.
Obwohl er es schon längst besser wissen sollte. Obwohl er seine ersten Saufparties an der Uni schon hinter sich hat. Zwanzig Jahre und keinen Deut klüger. Insgeheim versiegelt er diese Nacht in den Tiefen seines vom Alkohol verdunkelten Kopfes noch bevor sie überhaupt so richtig angefangen hat.
Saufgelage von Daisukes Fußballclub und seinem Basketballclub. Allein das klingt nach einer schlechten Idee. Der reservierte Raum ist voll mit 40 halbstarken Studenten, roten Köpfen, schwitzenden Gesichtern, triefenden T-Shirts. In der einen Ecke liegt Kawamura auf dem Rücken wie ein Käfer und lacht sich in die Bewusstlosigkeit, neben sich zwei Fußballer, deren Namen Takeru nicht kennt, und die mit Esstäbchen nach Kawamura werfen. Vier Meter daneben versuchen drei weitere Jungs Karten zu spielen und Takeru ist erleichtert für sie, dass man Skatkarten nicht falsch herum halten kann. In der Ecke gegenüber sitzt Trainer Hongo und faltet Kraniche aus durchgeweichten Servietten.
Zwischen all dem lauten, bunten, lallenden Chaos huschen kleine, dünne Kellnerinnen hin und her, notieren Bestellungen und schleppen eimerweise Bier, Sake und Cocktails heran. Takeru fühlt sich schuldig.
Er nippt geistesabwesend an seinem Bier als er eine heiße Hand auf seiner Schulter spürt und Daisuke in sein Ohr säuselt.
„Ich muss pissen!“
„Romantisch. Erzähl mir doch noch etwas mehr aus deinem Repertoire.“
„Mann, jetzt lass do' mal den arroganten Kack! Ich kann nicht mehr alleine aufsteh'n! Du mussmir helfen!“
Seufzend stellt er sein Bier ab und lässt Daisuke den Arm um seine Schulter legen. Es ist als würde man einen Ofen umarmen.
„Was ich nicht alles für dich mache. Irgendwie rentiert sich das nie.“
Für drei Ecken zu den Toiletten brauchen sie gefühlte fünf Minuten. Daisuke ist ein putzmunterer Betrunkener, doch seine Grobmotorik lässt zu wünschen übrig.
Takeru folgt ihm auf die Toilette, schließt die Tür hinter Daisuke, kaum dass dieser in eine Kabine gewankt ist und beschließt zu warten. Vergebens.
„Du mussmir helf'n!“, jammert Daisuke auf der anderen Seite.
„Mir is' so scheiße schwindlig! Ich kann nicht zielen!“
„Alle Welt macht daneben, da macht dieses eine Mal auch keinen Unterschied mehr.“
„Ich will aber nich'! Denkst du, ich hab keine Kinderstube?!“
„Dann hock dich eben hin!“ Takeru wühlt sich durch die Haare. Frust.
„Ich bin do' kein Mädchen!“
Er zieht die Luft scharf ein und hebt in einer stillen, anklagenden Geste die Hände gen Decke.
„Fein, ich komm ja schon! Aber ich halte nicht deinen Schwanz und ich werde nicht für dich zielen! Ich halte nur dich fest, damit das klar ist!“
Es ist ein japanisches Toilettenbecken, halb eingelassen in den Boden. Natürlich ist es für Daisuke da schwierig, irgendwohin zu treffen, was nicht der Fußboden ist. Oder seine eigenen Schuhe. Oder seine Hose. Takeru prüft drei Mal nach, ob die Tür auch wirklich verriegelt ist, ehe er sich Schulter an Schulter mit Daisuke stellt und seine rechte Hand um dessen Hüfte schlingt.
Sekundenlang ist es still. Das einzige Geräusch ist das Plätschern auf Porzellan. Takeru verfolgt aus den Augenwinkeln im Halbdunklen den Strahl um sich zu vergewissern, dass der dahingeht, wo er hin soll. Daisuke hat den Kopf auf seiner Schulter abgelegt und sabbert ihm aufs T-Shirt. Absolut idyllisch.
Das Bier lässt ihn sich wohlig und müde fühlen. Eingehüllt in das gedämmte Licht in dem Raum bemerkt Takeru einige Augenblicke lang nicht, wie die Zeit vergeht.
Bis er es spürt.
Es schießt durch seine müden Nervenbahnen wie zuckende Blitze.
Er weicht nach links aus, weg von Daisuke, mit geweiteten Augen und wild pochendem Herzen. Einem viel zu wild pochenden Herzen.
„Du hast mich gebissen!“, ruft er entsetzt.
„Ja, hab ich.“
Daisuke tritt mit dem rechten Fuß auf die Spülung und zerrt an seiner Hose um sich irgendwie wieder anzuziehen.
Neben Takeru ist er warm und weich und warm. Viel zu warm.
„Äh. Darf man fragen, warum?“
Er hebt den dunklen, geröteten Blick aus zwei unfokussierten Augen und grinst dreckig.
„Weil du drauf stehst.“
„Blödsinn.“
„Na klar. Wie lang kenn ich dich jetzt?“
Daisuke schaut an die Decke und bewegt Finger hin und her, als würde er Jahre abzählen.
„Jedenfalls schon eine Weile. Ich hab's auch niemandem weitererzählt, versproch'n. Und der einzige, der noch davon wissen könn'e, is' Ken. Aber der hat das garantiert wieder vergessen.“
Takeru tritt einen Schritt zurück. Wenn sein verdammtes Herz doch nur ein klein weniger aufgeregter schlagen könnte. Es sitzt in seinem Brustkorb und spielt Death Metal mit seinen Nerven, verräterisch und brüllt 'Endlich, endlich, endlich!' Das Miststück.
„Es is' ewig her. Weissu nicht mehr? Hast es mir do' selbst erzählt.“
Daisuke schlingt seine Arme um Takerus Hüften und rutscht ganz nah heran.
„Der Digimonkaiser und seine bescheuerte Peitsche. Der Schnitt an deiner Wange? Die Narbe hast du doch auch noch.“
Takeru weiß nicht, was er davon halten soll.
Daisuke, der zu besoffen ist, mit seinem eigenen Schwanz zu zielen, aber der hinterlistig so etwas mit ihm, einem seiner besten Freunde, abzieht.
„Mit dir geh ich nie wieder feiern“, murmelt er.
Daisuke lächelt.
„Is' doch nix dabei. 'Ne Menge Leute haben solche Vorlieben. Ich wollte dir nur helfen. Du hast doch vorhin selbst gesagt, das mit mir würde sich nich' rentieren.“
„Was du so unter Hilfe verstehst. Aber vielleicht möchte ich die Hilfe ja gar nicht.“
„Doch, möchtest du.“
„Sagt wer?“
„Sagt Klein-Takeru.“
Daisuke drückt sich noch ein Stück gegen ihn und dann erst kann Takeru es fühlen. Er muss sich sogar ein klein wenig zusammenreißen, ob der Reibung nicht das Gesicht zu verziehen. Einmal hat er sich beim Masturbieren im Spiegel gesehen. Es war kein schöner Anblick.
„Du bist ein Wichser“, spuckt er Daisuke entgegen.
„Um mich demütigen zu lassen, brauche ich Freunde wie dich nicht.“
Beim Anblick von Daisukes zögerndem Ausdruck tut es ihm fast wieder leid.
„Ich meinte das nich' so“, sagt Daisuke leise.
Zögernd fährt er sich durch die dunklen Haare.
„Ich wollte doch nur...“
Plötzlich ist das sehr viel mehr. Ein ganzes Universum an Gefühlen, an Möglichkeiten tut sich vor Takeru auf, eine Ahnung von Oh, ach so ist das.
Doch ehe er etwas dagegen tun kann, hat Daisuke ihn schon gegen die Wand gedrängt.
„Probier es wenigstens einmal aus.“
Damit fasst er nach Takerus Shirt, zieht den Ärmel über dessen Schulter weg und senkt den Kopf. Ehe Takeru irgendetwas sagen kann, schließt er die Augen. Denn wirklich, es geht nicht anders. Er spürt Daisukes Zähne an seiner Haut, heiß und hart und spitz. Sie graben sich tief ein und senden Schmerz, oh so wohligen Schmerz in alle Richtungen über seinen Leib. Heißer, stoßender Atem heizt Takeru auf und dann fühlt er eine Zunge warm und weich über die Stelle gleiten, schnappt kurz nach Luft und reißt den Mund auf, als ihn sein Freund in die Halsbeuge beißt.
Dunkelbunte Funken tanzen vor seinen zusammengekniffenen Augen und er denkt zurück an Nächte, die er allein unter deiner Bettdecke verbrachte, sich in die Oberarme beißend und frustriert, weil das nun mal nicht dasselbe ist.
Daisukes Hand gleitet am Saum seiner Hose vorbei als sei es das Selbstverständlichste der Welt, vorbei an seiner Unterhose und fasst ihn an, langsam, ja, fast schon genüsslich. Als sie sich an ihm hoch- und runter zu bewegen beginnt, ist es um Takeru geschehen. Er registriert sehr wohl -irgendwo im plötzlich so verschwindend kleinen rationalen Teil seines Hirns- dass er in einer Kneipe in einer keimigen Toilette mit Daisuke – Daisuke!- steht und sich einen runterholen lässt. Und dass seine Beine um Gottes Willen nicht nachgeben dürfen.
Dann fasst Daisuke gleichzeitig mit der freien Hand unter sein Shirt, zerrt er hoch bis Takerus Kinn, greift an seine Hüfte und beginnt erbarmungslos mit Daumen und Zeigefinger zu kneifen; sein Mund findet eine Stelle schräg über Takerus linker Brust und er beißt und saugt und leckt als wolle er Blut sehen.
Der Zauber ist schnell vorbei. Takerus Grenze ist schnell gefunden und er muss sich an seinem Freund festhalten um nicht in den Knien einzuknicken, als er zitternd und schaudernd kommt.
Es fühlt sich an, würde sich sein ganzer Brustkorb aufpumpen müssen. Luft, oh Gott, viel zu wenig Luft. Er öffnet die Augen und schaut in ein betrunken-zufriedenes Gesicht.
Nur langsam verschwindet das Flimmern und Brennen zwischen ihnen.
„Halt die Klappe“, murmelt er in die Stille hinein.
Er blinzelt und Daisuke beugt sich ein letztes Mal zaghaft vor. Seine Lippen auf Takerus sind ganz sanft und sachte.
„Ich geh schon mal vor“, flüsterte er und macht sich langsam los.
Als Takeru allein in dieser Toilettenkabine steht und den torkelnden, sich entfernenden Schritten seines Freundes lauscht, wünscht sich ein Teil von ihm, dass das eben nicht passiert ist.
Daisuke hat seinen Fetisch enttarnt, aber sich selbst weitaus mehr entblößt. Als habe er seine Brust aufgerissen und Takeru für den Bruchteil einer Sekunde sein schlagendes Herz gezeigt, blutrot und verletzlich. Es war der zerstörerische Plan eines absoluten Idioten.
Seufzend fährt Takeru sich über die Bisspuren.
Was nun?
no subject
Date: 2012-07-04 09:53 pm (UTC)Die ist wirklich großartig! Authentische Szene, coole Beschreibung und zwei sehr männliche Charaktere. Gefällt mir ^^
no subject
Date: 2012-07-05 07:23 pm (UTC)Dankesehr =)
no subject
Date: 2012-07-06 12:57 pm (UTC)Die beiden sind sehr authentisch, so was kann man sich tatsächlich vorstellen. Das finde ich sehr beeindruckend.
no subject
Date: 2012-07-05 09:55 am (UTC)Ich vote für einen Dreier mit Ken, das nächste Mal! Aber wahrscheinlich fällt das flach, wenn Daisuke in diesem Universum zu sehr in TK verknallt ist... schade eigentlich, die Dynamik zwischen den dreien war im Original sehr interessant~ (und dass Ken selbst ganz schön hardcore unterwegs ist- zumindest wenn ihn gesellschaftliche Zwänge und Selbstzweifel nicht davon abhalten- ist ja sowas von canon xD)
Jedenfalls, super geschriebenes Stückchen. Sehr sexy! Dass das alles in ner öffentlichen Toilette passiert macht es irgendwie noch so viel besser. <3
no subject
Date: 2012-07-05 07:25 pm (UTC)Ist aber tatsächlich wirklich 'ne gute Idee für die Dreier-Challenge, da hast du Recht *g* Na mal schauen, vielleicht kann ich dir das ja bieten :D
no subject
Date: 2012-07-05 02:55 pm (UTC)Tjaja, Takeru... alles was du sagst, kann und wird gegen dich verwendet werden. *g*
Aber ich stimme dem letzten Satz zu: Was nun? Gehts weiter?
Hach, ich bin in einem Zwiespalt... ich würde so gerne eine Fortsetzung zu der Mimi/Jou lesen, bin kurz davor dich anzuflehen, mal eine Taito zu schreiben (mein OTP braucht doch Liebe ;_;), aber hier würd ich ja auch gerne wissen, wie es weitergeht, wenn die beiden wieder nüchtern sind. Schwer... aber die Sommerchallenge dauert ja noch ein wenig. XD
no subject
Date: 2012-07-05 07:26 pm (UTC)Och, wer sagt, dass ich nur eine Fortsetzung zu einem davon schreiben kann? *g*
Mensch, Taito muss auch noch drin sein, einfach der Tradition wegen <3 Ich geh mal meine Muse wecken und trete ihr ein bisschen in ihren hübschen Knackarsch. Da lässt sich bestimmt was machen!