4. Kink - "..." made them do it (für mich)
Jul. 4th, 2012 08:15 pmTeam: Dickinson
Autor: Jenchan
Titel: [Insert good title]
Challenge: Kink - "..." made them do it (für mich)
Fandom: Original
Charaktere: Leonhart und Geraldine
Wörter: ~1400
Warnings: unbetaed, nicht Korrektur gelesen
Disclaimer: Alles meins.
Continuation: 1. | 2. |
Kommentar: Ich weiß nicht, ob ich diese Challenge wirklich getroffen hab, aber zumindest hab ich die ganze Zeit dran gedacht. ^^*** Und mir ist beim besten Willen kein Titel für die Geschichte eingefallen. Vorschläge werden gerne entgegengenommen.
Es war lange her, dass Leo soviel Zeit hatte, sich mit Dinchen ein richtiges Date auszumachen. In der Werkstatt hatten sie die letzten zwei Monate viel zu viel zu tun gehabt und die ständigen Überstunden hatten ihn ausgelaugt und erschöpft.
Seinen Kollegen ging es da nicht anders und umso mehr freute sich die Belegschaft, dass sie nun wechselweise einen zusätzlichen Tag in der Woche frei machen konnten. Zumindest solange, bis die entstandenen Überstunden etwas reduziert waren.
Diese Woche war er dran und er hatte sich mit Dinchen ausgemacht, dass sie sich Freitag abends treffen würden, um wieder einmal richtig einen drauf zu machen. Schließlich hatten sie das ganze Wochenende, sich wieder auszunüchtern und er hatte vor, Samstag und Sonntag besonders faul zu sein.
Dinchen musste Freitags arbeiten und Leo hatte damit genug Zeit alles zu planen und sich innerlich darauf einzustellen, dass sie heute abend viel unterwegs sein würden.
Ihre Dates begannen meistens damit, dass sie irgendwo essen gingen. Anschließend war, wenn genügend Zeit blieb, Kino angesagt und wenn keine Zeit mehr war, schlenderten sie durch die Straßen oder setzten sich für einen Drink in eine gemütliche Bar.
Danach ging es meistens in einen Club ein wenig Tanzen und in den frühen Morgenstunden kamen sie dann nach Hause.
Er stellte sich vor, dass es diesmal so ähnlich werden würde und er suchte sich schon im Vorfeld eine gewisse Routen heraus, die sie einschlagen konnten. Er wollte nämlich nicht gerade irgendwo in der Stadt umherirren, bevor sie tanzen gingen oder sollten sie nach dem Club noch einen Spaziergang machen wollen.
Pünktlich holte Leo Dinchen dann auch von zu Hause ab und auf seinem Gesicht entstand ein freudiges Lächeln, als er sie so herausgeputzt sah. Er hatte wirklich eine ausgesprochen hübsche Freundin und er war immer sehr eifersüchtig, wenn andere Männer ihr ebenfalls schöne Augen machte. Er hatte sie für sich gewonnen und wollte sie auch für sich haben.
Natürlich vertraute er Dinchen und sie machte auch immer sofort klar, dass ihr Herz nur für ihn schlug. Das tat zwar seiner Eifersucht keinen Abbruch, aber es wärmte ihm doch das Herz und beruhigte ihn ein wenig.
"Ich hab heute total Bock auf Sushi", meinte Geraldine, nachdem sie Leo's schweigendes aber eindeutig bewunderndes Kompliment verlegen aufgenommen hatte. Leonhart konnte seiner Freundin genau ansehen, dass sie wusste, was er dachte und wahrscheinlich war es besser, dass sie euphorisch darauf hinwies, dass sie weg wollten.
"Dann machen wir doch das", nahm Leo Dinchens Hand und zog sie erst einmal in die Arme. "Aber vorher klau ich dir noch einen Kuss." Das tat er tatsächlich, war aber vorsichtig, nicht das dezente Make-Up seiner Freundin zu verwischen. Das hatte er einmal gemacht und Dinchen war darüber nicht sehr begeistert gewesen. Fast hätten sie damals das Date abbrechen müssen, aber irgendwie war es Leo dann doch gelungen, Dinchen zu besänftigen.
Es war dieses feurige Temperament, dass ihr gemeinsames Leben nicht langweilig werden ließ und dass er an Dinchen genauso sehr liebte wie hasste.
~*~
Wie Leonhart es sich dachte, waren sie zuerst ausgibig essen, danach im Kino und anschließend in einem Club. Dinchen hatte Spaß und wenn Dinchen den hatte, hatte er ihn auch. Sie tanzten und lachen und tranken und lachten noch mehr.
Auch wenn der Club recht voll war und die Luft immer stickiger wurde, tat es ihrem Spaß keinen Abbruch. Sie waren in absoluter Partystimmung und nutzten es aus, dass der Club doch recht lange offen hatte. Um fünf Uhr früh waren sie immer noch überdreht und ziemlich betrunken.
Nicht so betrunken, dass sie wie Schnapsleichen aussahen, aber doch schon so, dass Leo merkte, dass sein Verstand etwas vernebelt war. Aber nach Hause gehen wollten sie beide noch nicht und warteten deshalb eine halbe Stunde vor einer McDonald's-Filiale darauf, dass diese aufsperrten. Dort gab es dann erst einmal Frühstück und den vagen Versuch, mit Kaffee und Brötchen ein wenig nüchterner zu werden.
Viel half es nicht, weil sie es oft auch ohne Alkohol schafften, sich in so gute Stimmung zu versetzen, dass sie aus dem Lachen kaum rauskamen. Sie blieben lange in der Filiale sitzen und als sie sich endlich zum Gehen aufraffen konnten, war es schon halb neun Uhr morgens. Leo konnte sich nicht daran erinnern, dass sie es in ihrer Beziehung jemals ein Date gegeben hatte, das nicht und nicht enden wollte, weil keiner von ihnen beiden es beenden wollte.
Aber mitunter lag es ja diesmal daran, dass sie wirklich schon sehr lange nicht mehr richtig ausgegangen waren. Er fand es faszinierend, dass man Dinchen auch noch nicht ansehen konnte, dass sie die ganze Nacht getanzt und getrunken hatten. Natürlich hatte sie gewisse Erschöpfungsanzeichen, aber eigentlich... ganz eigentlich war sie immer noch sehr hübsch und er liebte es einfach, wenn sie mit diesen glasig glänzenden Augen Tränen lachte, weil er etwas gesagt hatte, was sie in ihrem betrunkenen Zustand noch witziger fand, als sie es ohnehin tun würde.
"Gehen wir noch spazieren", forderte Dinchen auf, als sie wieder an die frische Luft traten und er verschränkte seine Finger mit ihren und grinste wie eine Katze, die den Spatz gefressen hatte. Es war ja auch einfach ein wundervolles, erinnerungswürdiges Date.
Auf dem Weg durch die Straßen unterhielten sie sich und Leo hatte den Eindruck, dass sie schon ewig nicht mehr so viel geredet hatten, wie in den letzten zwölf Stunden. Er hatte bisher zwar auch nicht den Eindruck gehabt, dass sie sich anschwiegen, aber er spürte jetzt schön langsam, dass ihm mehr und mehr die Themen ausgingen. Dass sie wirklich über alles gesprochen hatte, über das sich ein Paar unterhalten konnte, ohne die Stimmung zu zerstören.
"HEY! Da gehen wir jetzt rein!" Dinchen blieb abrupt stehen und deutete auf einen großen Laden. Es war fünf nach neun und die Straßen wurden belebter. Leo dachte, es wäre ein Laden für Klamotten oder sonst irgendetwas, aber die Blicke, die er von den Passanten bekam, waren... seltsam und er versuchte sein vernebeltes Gehirn dazu zu bewegen, sich wieder etwas mehr zu konzentrieren.
Er sah gerade noch die Aufschrift des Ladens, als Dinchen ihn auch schon durch die automatische Schiebetür zog und ihm die kühle Luft des klimatisieren Ladens entgegenschlug. Es sah aus, wie ein Supermarkt, aber schnell wurde ihm klar, dass es wohl ein besonderer Supermarkt war und irgendwie spürte er gerade eine tiefe Verlegenheit in sich aufkochen.
"Dinchen?", flüsterte er leise, Angst, dass ihn mitunter jemand belauschen konnte. "Was machen wir hier?"
Dinchen, zu betrunken, um daran zu denken, etwas diskret zu sein, lachte und erwiderte in normaler Lautstärke, die Leo ein wenig in den Ohren dröhnte: "Na was wohl, wir gehen shoppen."
"Das ist kein Supermarkt", erwiderte Leo und zog ganz leicht an Dinchens Hand. "Ich glaube nicht, dass wir von hier etwas brauchen."
"Hmmm..." Dinchen zuckte mit den Schultern. "Umsehen kann ja nicht schaden, vielleicht finden wir ja was. Und ich würde es wohl eher als Drogeriemarkt oder so bezeichnen."
Leo sah sich um und stellte fest, dass sie wirklich die einzige im Laden waren. Kein Wunder - es war neun Uhr früh an einem Samstag. Niemand ging um diese Zeit in so einen Laden. Leonhart hatte ohnehin noch nie jemanden in so einen Laden gehen sehen.
"Ich bilde mir ein, Sex-Shops haben ne eigene Branchen-Kategorie...", murmelte er und gab Dinchen nach. Sie würden sich ein wenig hier umsehen und dann wieder verschwinden. War ja keine so große Sache.
"Wie geil. Leo - sieh dir das an!", rief Dinchen und Leo hatte das Gefühl, dass ihm die Ohren klingelten. Dabei hatte seine Freundin gewiss in normaler Lautstärke gesprochen. Er fragte sich, woher sie ihren Mut nahm, dann aber sah er ihn ihr sommersprochen beflecktes Gesicht und die glasigen rehbraunen Augen und erinnerte sich daran, dass sie beide noch genügend Restalkohol im Blut hatten, um keine besonders hohe Hemmschwelle mehr zu besitzen.
"Wenn du willst, können wir ja etwas kaufen und es ausprobieren...", murmelte er leise und erinnerte sich daran, dass Dinchen sich unlängst erst beschwert hatte, dass sie Angst vor einem stagnierendem Sexleben hatte. Vielleicht war das ja keine so schlechte Idee, ihr ein wenig den Pepp zu verschaffen, den sie sich wünschte.
"Wirklich?", hellte sich auch sofort Dinchens Gesicht auf und Leo fragte sich insgeheim, in was er sich da nun reingeritten hatte.
Er räusperte sich leise und nickte verlegen. "Aber übertreibs nicht!", bat er sie noch eindringlich, als sie die Hand von seiner löste und nun mit neuer Energie den Laden erkundete.
Autor: Jenchan
Titel: [Insert good title]
Challenge: Kink - "..." made them do it (für mich)
Fandom: Original
Charaktere: Leonhart und Geraldine
Wörter: ~1400
Warnings: unbetaed, nicht Korrektur gelesen
Disclaimer: Alles meins.
Continuation: 1. | 2. |
Kommentar: Ich weiß nicht, ob ich diese Challenge wirklich getroffen hab, aber zumindest hab ich die ganze Zeit dran gedacht. ^^*** Und mir ist beim besten Willen kein Titel für die Geschichte eingefallen. Vorschläge werden gerne entgegengenommen.
Es war lange her, dass Leo soviel Zeit hatte, sich mit Dinchen ein richtiges Date auszumachen. In der Werkstatt hatten sie die letzten zwei Monate viel zu viel zu tun gehabt und die ständigen Überstunden hatten ihn ausgelaugt und erschöpft.
Seinen Kollegen ging es da nicht anders und umso mehr freute sich die Belegschaft, dass sie nun wechselweise einen zusätzlichen Tag in der Woche frei machen konnten. Zumindest solange, bis die entstandenen Überstunden etwas reduziert waren.
Diese Woche war er dran und er hatte sich mit Dinchen ausgemacht, dass sie sich Freitag abends treffen würden, um wieder einmal richtig einen drauf zu machen. Schließlich hatten sie das ganze Wochenende, sich wieder auszunüchtern und er hatte vor, Samstag und Sonntag besonders faul zu sein.
Dinchen musste Freitags arbeiten und Leo hatte damit genug Zeit alles zu planen und sich innerlich darauf einzustellen, dass sie heute abend viel unterwegs sein würden.
Ihre Dates begannen meistens damit, dass sie irgendwo essen gingen. Anschließend war, wenn genügend Zeit blieb, Kino angesagt und wenn keine Zeit mehr war, schlenderten sie durch die Straßen oder setzten sich für einen Drink in eine gemütliche Bar.
Danach ging es meistens in einen Club ein wenig Tanzen und in den frühen Morgenstunden kamen sie dann nach Hause.
Er stellte sich vor, dass es diesmal so ähnlich werden würde und er suchte sich schon im Vorfeld eine gewisse Routen heraus, die sie einschlagen konnten. Er wollte nämlich nicht gerade irgendwo in der Stadt umherirren, bevor sie tanzen gingen oder sollten sie nach dem Club noch einen Spaziergang machen wollen.
Pünktlich holte Leo Dinchen dann auch von zu Hause ab und auf seinem Gesicht entstand ein freudiges Lächeln, als er sie so herausgeputzt sah. Er hatte wirklich eine ausgesprochen hübsche Freundin und er war immer sehr eifersüchtig, wenn andere Männer ihr ebenfalls schöne Augen machte. Er hatte sie für sich gewonnen und wollte sie auch für sich haben.
Natürlich vertraute er Dinchen und sie machte auch immer sofort klar, dass ihr Herz nur für ihn schlug. Das tat zwar seiner Eifersucht keinen Abbruch, aber es wärmte ihm doch das Herz und beruhigte ihn ein wenig.
"Ich hab heute total Bock auf Sushi", meinte Geraldine, nachdem sie Leo's schweigendes aber eindeutig bewunderndes Kompliment verlegen aufgenommen hatte. Leonhart konnte seiner Freundin genau ansehen, dass sie wusste, was er dachte und wahrscheinlich war es besser, dass sie euphorisch darauf hinwies, dass sie weg wollten.
"Dann machen wir doch das", nahm Leo Dinchens Hand und zog sie erst einmal in die Arme. "Aber vorher klau ich dir noch einen Kuss." Das tat er tatsächlich, war aber vorsichtig, nicht das dezente Make-Up seiner Freundin zu verwischen. Das hatte er einmal gemacht und Dinchen war darüber nicht sehr begeistert gewesen. Fast hätten sie damals das Date abbrechen müssen, aber irgendwie war es Leo dann doch gelungen, Dinchen zu besänftigen.
Es war dieses feurige Temperament, dass ihr gemeinsames Leben nicht langweilig werden ließ und dass er an Dinchen genauso sehr liebte wie hasste.
~*~
Wie Leonhart es sich dachte, waren sie zuerst ausgibig essen, danach im Kino und anschließend in einem Club. Dinchen hatte Spaß und wenn Dinchen den hatte, hatte er ihn auch. Sie tanzten und lachen und tranken und lachten noch mehr.
Auch wenn der Club recht voll war und die Luft immer stickiger wurde, tat es ihrem Spaß keinen Abbruch. Sie waren in absoluter Partystimmung und nutzten es aus, dass der Club doch recht lange offen hatte. Um fünf Uhr früh waren sie immer noch überdreht und ziemlich betrunken.
Nicht so betrunken, dass sie wie Schnapsleichen aussahen, aber doch schon so, dass Leo merkte, dass sein Verstand etwas vernebelt war. Aber nach Hause gehen wollten sie beide noch nicht und warteten deshalb eine halbe Stunde vor einer McDonald's-Filiale darauf, dass diese aufsperrten. Dort gab es dann erst einmal Frühstück und den vagen Versuch, mit Kaffee und Brötchen ein wenig nüchterner zu werden.
Viel half es nicht, weil sie es oft auch ohne Alkohol schafften, sich in so gute Stimmung zu versetzen, dass sie aus dem Lachen kaum rauskamen. Sie blieben lange in der Filiale sitzen und als sie sich endlich zum Gehen aufraffen konnten, war es schon halb neun Uhr morgens. Leo konnte sich nicht daran erinnern, dass sie es in ihrer Beziehung jemals ein Date gegeben hatte, das nicht und nicht enden wollte, weil keiner von ihnen beiden es beenden wollte.
Aber mitunter lag es ja diesmal daran, dass sie wirklich schon sehr lange nicht mehr richtig ausgegangen waren. Er fand es faszinierend, dass man Dinchen auch noch nicht ansehen konnte, dass sie die ganze Nacht getanzt und getrunken hatten. Natürlich hatte sie gewisse Erschöpfungsanzeichen, aber eigentlich... ganz eigentlich war sie immer noch sehr hübsch und er liebte es einfach, wenn sie mit diesen glasig glänzenden Augen Tränen lachte, weil er etwas gesagt hatte, was sie in ihrem betrunkenen Zustand noch witziger fand, als sie es ohnehin tun würde.
"Gehen wir noch spazieren", forderte Dinchen auf, als sie wieder an die frische Luft traten und er verschränkte seine Finger mit ihren und grinste wie eine Katze, die den Spatz gefressen hatte. Es war ja auch einfach ein wundervolles, erinnerungswürdiges Date.
Auf dem Weg durch die Straßen unterhielten sie sich und Leo hatte den Eindruck, dass sie schon ewig nicht mehr so viel geredet hatten, wie in den letzten zwölf Stunden. Er hatte bisher zwar auch nicht den Eindruck gehabt, dass sie sich anschwiegen, aber er spürte jetzt schön langsam, dass ihm mehr und mehr die Themen ausgingen. Dass sie wirklich über alles gesprochen hatte, über das sich ein Paar unterhalten konnte, ohne die Stimmung zu zerstören.
"HEY! Da gehen wir jetzt rein!" Dinchen blieb abrupt stehen und deutete auf einen großen Laden. Es war fünf nach neun und die Straßen wurden belebter. Leo dachte, es wäre ein Laden für Klamotten oder sonst irgendetwas, aber die Blicke, die er von den Passanten bekam, waren... seltsam und er versuchte sein vernebeltes Gehirn dazu zu bewegen, sich wieder etwas mehr zu konzentrieren.
Er sah gerade noch die Aufschrift des Ladens, als Dinchen ihn auch schon durch die automatische Schiebetür zog und ihm die kühle Luft des klimatisieren Ladens entgegenschlug. Es sah aus, wie ein Supermarkt, aber schnell wurde ihm klar, dass es wohl ein besonderer Supermarkt war und irgendwie spürte er gerade eine tiefe Verlegenheit in sich aufkochen.
"Dinchen?", flüsterte er leise, Angst, dass ihn mitunter jemand belauschen konnte. "Was machen wir hier?"
Dinchen, zu betrunken, um daran zu denken, etwas diskret zu sein, lachte und erwiderte in normaler Lautstärke, die Leo ein wenig in den Ohren dröhnte: "Na was wohl, wir gehen shoppen."
"Das ist kein Supermarkt", erwiderte Leo und zog ganz leicht an Dinchens Hand. "Ich glaube nicht, dass wir von hier etwas brauchen."
"Hmmm..." Dinchen zuckte mit den Schultern. "Umsehen kann ja nicht schaden, vielleicht finden wir ja was. Und ich würde es wohl eher als Drogeriemarkt oder so bezeichnen."
Leo sah sich um und stellte fest, dass sie wirklich die einzige im Laden waren. Kein Wunder - es war neun Uhr früh an einem Samstag. Niemand ging um diese Zeit in so einen Laden. Leonhart hatte ohnehin noch nie jemanden in so einen Laden gehen sehen.
"Ich bilde mir ein, Sex-Shops haben ne eigene Branchen-Kategorie...", murmelte er und gab Dinchen nach. Sie würden sich ein wenig hier umsehen und dann wieder verschwinden. War ja keine so große Sache.
"Wie geil. Leo - sieh dir das an!", rief Dinchen und Leo hatte das Gefühl, dass ihm die Ohren klingelten. Dabei hatte seine Freundin gewiss in normaler Lautstärke gesprochen. Er fragte sich, woher sie ihren Mut nahm, dann aber sah er ihn ihr sommersprochen beflecktes Gesicht und die glasigen rehbraunen Augen und erinnerte sich daran, dass sie beide noch genügend Restalkohol im Blut hatten, um keine besonders hohe Hemmschwelle mehr zu besitzen.
"Wenn du willst, können wir ja etwas kaufen und es ausprobieren...", murmelte er leise und erinnerte sich daran, dass Dinchen sich unlängst erst beschwert hatte, dass sie Angst vor einem stagnierendem Sexleben hatte. Vielleicht war das ja keine so schlechte Idee, ihr ein wenig den Pepp zu verschaffen, den sie sich wünschte.
"Wirklich?", hellte sich auch sofort Dinchens Gesicht auf und Leo fragte sich insgeheim, in was er sich da nun reingeritten hatte.
Er räusperte sich leise und nickte verlegen. "Aber übertreibs nicht!", bat er sie noch eindringlich, als sie die Hand von seiner löste und nun mit neuer Energie den Laden erkundete.