[identity profile] tanrien.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
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Anmerkung: RS-Prüfung und Absätze kommen gleich, ich muss was essen gehen. Das erste Mal, dass ich bei 120_minuten mitmache. Hat Spaß gemacht. Was ich geschrieben habe, ist: eine Spionage-Kurzgeschichte mit einer James Bond-artigen Agentin.


Lady's Club

„Danke, James.“

„Bitteschön, Madame.“

Ich streckte meine Hand in ihrem weißen Spitzenhandschuh, dessen kleine Fältchen mir fast bis zum Ellbogen reichten, nach dem schmalen, versilberten Griff aus. Die Tür schwang auf und ich schob mein Bein mit meinen schwarzen Schuhen und meiner Seidenstrumpfhose zuerst nach draußen, gestreckt und als ich den Fuß auf den Bürgersteig absetzte, rutschte auch mein cremefarbenes Kleid hinterher. Ich rückte mit den Fingern mein hochgestecktes Haar, das sonst in goldenen Wellen über meine schultern fiel, unter meinem Hut zurecht und stieg genau in dieser Pose aus dem Wagen heraus.

Dann trat ich zwei schnelle Schritte nach vorne und stieß mit einem Handschlag und gespreizten Fingern die Tür hinter mir zu. James startete den Wagen und ich konnte hören, wie er abfuhr, selbst meinen Blick nur auf die Männer gerichtet, die gerade den Club verließen. Ihre Anzüge waren steif und schwarz und einer von ihnen hob seine Augenbraue, als ich mit schwingenden Hüften zum Takt der Musik,, die aus dem Club drang, die wenigen Stufen hoch glitt.

Ich zwinkerte ihm zu.

Er stolperte beinahe über die Stufen, sicher empört über solche Anzüglichkeiten. Der Türöffner waltete seines Amtes und hielt die Tür vor mir auf. Er nahm seinen Zylinder vom Kopf und verneigte sich. Ich entfaltete meinen Fächer, ein scharfes Schnappen – warum dieses doch ungewöhnliche Geräusch an dieser Stelle erklang und genannt werden muss, werdet ihr später erfahren - und versteckte hinter ihm mein Lächeln.

„Lady“, sagte der Türöffner, als ich an ihm vorbei getreten war. Ich schob mit meiner freien Hand meinen ausschweifenden, mit Pfauenfedern besetzten Hut ein Stück nach oben. Seine Äußerung rief in mir ein zufriedenes, warmes Gefühl hervor und ich brauchte keine Rötung vorzutäuschen – weil meine Wangen mit Puder bestäubt waren.

Als ich nun in den Club eintrat, bot sich mir kein ungewöhnliches Bild. Im Vorraum, der länglich war und mit überaus schönen Wandbehängen gestaltet, schwebte eine dicke Rauchwolke, die von den dort stehenden und ihre Zigaretten rauchenden Männern hervorgerufen wurde., während sie Politik oder die wertesten Damen diskutierten, oder auch das neuste Pferderennen. Der Vorraum – mehr eine Halle , wenn ich es mir erlauben darf – führte, hinter einem brokaten Türrahmen verkrochen, in eine opulente Tanzhalle, mit kleinen weißen Tischen an den seiten, an denen sich Lords und Ladys ausruhen, ihre müden Füße schonen und den Freuden des Alkohols widmen konnten. Dies alles aber konnte ich noch nicht sehen, und obwohl ich die Tanzhalle noch nie betreten hatte, ebenso wenig wie den Club, wusste ich doch um ihr Aussehen und ihre Gepflogenheiten.

Ich schritt, Fuß vor Fuß, mit dem Touch in den Hüften, so dass sicher an mir mancher Blick hängen blieb, hindurch den Vorraum in die Tanzhalle hinein. Sofort lichteten sich die Rauchwölkchen über meinem Kopf und boten den Blick auf eben diese oben beschriebene Halle. Ich musste zugeben, dass sie in Natura noch faszinierender war, aber statt wie, wäre ich zur Freizeit und dem Vergnügen – fleischlich und kulturell – hier, an den großen Fenstern und dem goldenen Kronleuchter und dem leicht abgesenkten, mit einem hellroten Blumenmuster bedeckten Tanzfläche mit dem Blick hängen zu bleiben, wandte ich meine Aufmerksamkeit direkt zur Bar.

Drei muskulöse Männer in weißen Hemden, braunem Haar und mit sicherlich strahlend blauen Augen mischten schwungvoll die Getränke, neuartige Mischungen mit ausländischen Gewürzen, manche aus unseren Kolonien.

Ich ließ meine Augen durch die Runde schweifen, ein schneller Blick und sofort bemerkte ich einen Tisch mit mehreren Frauen und den darum sitzenden Männern, die zwar nicht in ein Gespräch vertieft, jedoch einander aufmerksam zu beobachten schienen. Ich wollte die Szenerie näher betrachten, wusste jedoch, dass ich in meiner jetzigen Position zu viel Aufsehen erregen würde. Mehrere Herren hatten schon ihre Köpfe von ihren jeweiligen Partnerinnen abgewendet, um zu mir zu sehen. Ich fächerte mit kurz zu, mehr zur Show als zu allem anderen und ging dann in einer leichten Kreisbahn zur Bar herüber, erlaubte mir sogar, kurz im Takt einen kleinen Schritt mehr zu tun und meine Schuhe auf den Boden klackern zu lassen.

An der Bar angekommen hob ich mich auf einen der Stühle und ließ meine Hand auf meinem Oberschenkel liegen, wohl wissend, wie mein berüschtes Kleid an meinem Unterschenkel hoch geschoben werde würde. Aber dazu später. Ich klackte meinen Fächer zusammen – und benutze hier wohl wissend klackte, als Mischung aus dem Geräusch selbst und dem eigentlichen Wort klappte um nicht nachher des Deus-Ex-Machina bezichtigt zu werden -, legte meinen Kopf in meine Hand und meinen Ellbogen auf den Tisch.

Der Barmann vor mir errötete leicht, was seinem Gesicht sicher stand, mit kleinen Sommersprossen, und wäre es ein anderer Abend gewesen..., denn der Ausschnitt, rund, ebenso mit feinsten Ornamenten verziert wie meine Handschuhe, aber gleichwohl gewagt für diese Gesellschaft, darein bot ihm meine Haltung einen vorzüglichen Blick in mein Dekolleté, den er freilich nutzte.

„Lady?“, fragte er, mit einem Lecken seiner kleinen rosa Zunge über seine Lippen.

„Was können Sie mir empfehlen?“, fragte ich, die Augenbrauen hochgezogen und die Lider gesenkt, um meinen dunkelblauen, fast schon ins Violettfarbige gehenden Lidschatten ihm zu präsentieren. Ein rauchiger Look, der mich sogleich an die Ladys an dem speziellen Tisch denken ließ.

„Brandy?“, hauchte der Mann atemlos und ich schmollte mit meinen vollen, roten Lippen und tippte mit meinen Fingern an meiner Wange, eine höchst erotische Geste. Schade, dass er es nicht war. Ich seufzte ein kurzes Seufzen aus den tiefsten Tiefen meines Herzens und wollte mich abwenden, da erklang eine tiefere, maskulinere Stimme:

„Die Lady möchte sicher einen Martini.“

Ich flatterte mit meinen Wimpern dem neuen Barmann entgegen, dem der andere – Sommersprosse – erschrocken Platz machte, anscheinend solche Grobheit nicht gewohnt.

„Geschüttelt, nicht gerührt“, erwiderte ich spielerisch und sah hoch in sein breites Gesicht mit einem kleinen Ansatz eines Bartes. Seine Haare waren blond, wenn auch ein dunkles, was mich meine Enttäuschung über diese Erkenntnis noch einmal überdenken ließ, die Augen braun, eine sanfte Farbe. Er warf mir zu meinem Entzücken ein kurzes Lächeln zu, das ich mit einem schmunzeln erwiderte und drehte sich dann um, um mir meinen Matrtini zuzubereiten.

Ich wandte meinen Kopf ab, denn, wie ich schon im Vorverlauf erwähnte, war mein Vergnügen heute an zweiter Stelle, und suchte mit meinen brillant schimmernden, dunkelblauen Augen wieder den Tisch mit den Frauen zu erfassen, die so im Mittelpunkt des Clubs zu stehen schienen, wurden ihnen doch auch von den anderen tischen ihnen wieder Blicke zugeworfen. Ich spitze meine Lippen und ein reizendes Stirnrunzeln machte sich bei meinen Überlegungen auf meinem Gesicht breit, sicher aber gewollt.

So, wie ich hier nun saß, und hinüber schaute, auf meinen Martini wartend, fing ich plötzlich das Auge eines Mannes, der direkt mit den Frauen am Tisch saß. Auf die Entfernung betrachtet konnte ich nur seine Haare erkennen – schwärzestes Schwarz wie die finsterste Mitternacht und ein perlweißes Lächeln. Erschrocken sah ich von ihm weg, wieder zurück auf die Tanzfläche, als an meinem Ellbogen, der noch auf der Bartheke lag, eine Hand mit einem Martini auftauchte.

Mit einem Lächeln auf meinen Lippen, zu dem ich mich wenig zwingen musste, drehte ich mich um und sah zu dem Barmann hin. Er lehnte sich fast unanständig weit nach vorne und zu meiner Enttäuschung blickte er nicht in mein Dekolleté, sondern kurz an mir vorbei. Als ich seinem Blick folgte, seufzte ich. Ein Männerliebhaber. Dennoch sah er nach dieser kurzen Sekunde, in denen er seine Intention verdeutlichte, ja, mein herz brach, wieder zu mir hin und flüsterte an mir vorbei, so dass er genau mein Ohr erreichte.

„Der Tisch dort hinten.“

„Ich weiß“, sagte ich, denn tatsächlich war es der Tisch, der mir schon beim Betreten ins Auge gefallen war.

„Die Frau--“

„Ja“, unterbrach ich wirsch und sicher nicht in feinster Lady-Manier.

Doch der Mann hinter mir verstummte, aber was sollte er auch sagen, wenn doch deutlich war, welche Frau heraus stand. Ich blickte zur Seite und entdeckte nun den wirklichen Grund für sein Verstummen. Der Mann vom Tisch dort drüben war herüber gekommen und streckte mir seine Hand entgegen.

„Darf ich sie um diesen Tanz bitten?“, fragte er mit einer kleinen Verbeugung und einem schelmenhaften Grinsen in den Augen.

„Sehr gerne“, erwiderte ich. Er war die Gelegenheit, an den Tisch zu kommen, wie gerufen. Ich leerte meinen Martini in einem Zug, was mit anerkennende Blicke der nebensitzenden Herren einbrachte und schob mich dann vom Stuhl herunter, um die Hand des Gentlemans zu ergreifen.

Mit wenigen Schritten waren wir auf der Tanzfläche, hatte er doch sacht an meine Hand gezogen und ich war nur gewillt, dieser Verlockung zu folgen. Auch, wenn Vergnügen nicht die Priorität war, so war es dennoch Vergnügen, auch, wenn es ein Mittel zum Zweck war. Er legte seine Hand auf meine Taille und mit seiner anderen ergriff er meine und mit einem schwungvollen Lächeln, begannen wir mit großen Schritten zu tanzen. Er lachte, nach der erste Drehung, als unsere ausschweifenden, lustvollen Bewegungen die andere Tänzerpaare zu stören schienen, wurde uns doch eine ums andere Mal ein böser Blick zu geworfen.

Ich sagte ihm dieses, ein leises, heiseres Flüstern über die schwungvolle Musik aus der Zugposaune, die das Orchester zu beherrschen schien, und er lachte und antwortete charmant, dass es wohl die Eifersucht auf ihn sei, dass er so eine schöne Tanzpartnerin gefunden hatte. Ich lächelte entzückt zu ihm hoch und als er eine weitere Drehung versuchte, um mich galant zurück fallen zu lassen, übernahm ich diese selbst und begann zu führen, hatten seine Fußspitzen doch schon öfters meine Zehen beinahe berührt. Mit einem leichten Lachen tief in seiner Brust, ließ er sich dieses gefallen.

Als schließlich die letzten töne erreicht waren – ein Schmettern, das, als ich hochsah, sogar die Fenster in der Decke, war die Halle offensichtlich so offen, ein Glaspalast, erschüttern ließ, da machten wir einige beherzte Schritte und er ließ sich zurücksinken mit seinem Oberkörper, während ich ihn auffangen konnte.

Als er sich wieder aufgerichtet hatte, ein wenig atemlos und mit leicht geröteten und glänzenden Wangen, führte er mich ohne große Worte herüber zu seinem Tisch und setzte mich gegenüber der Frau, die ich als Die Lady ausgemacht hatte. Die Unterhaltung am Tisch stoppte, aber das schien er nicht zu bemerken, als er fragte: „Soll ich Ihnen eine Erfrischung holen?“

Ich nickte erfreut, war mir doch tatsächlich ein wenig warm geworden. Daraufhin wandte er sich ab, doch mein Blick weilte nicht auf seiner wohlgeformten Rückseite mit seinen breiten Schultern, sondern drehte sich den Frauen an meinem neuen Tisch zu. Die Lady und die Frau zu ihrer Rechten nickten mir zu, während die Frau direkt neben mir sich mir zuwandte, während sich die andere abwandten und ab und an Blicke zu mir werfend, mit einem hässlichen Stirnrunzeln auf den Gesichtern sich Sätze zuzischten, die ich über die Musik nicht verstehen konnte. Die Frau neben mit legte ihre warme Hand auf meinen Arm und erkundigte sich, bloß mit einem leichten Nicken, nach meinem Namen.

„Lady Gwen“, antwortete ich, wohl wissend, dass weitere Titel in einem solchen Club nicht von Nöten waren. Glücklicherweise hatte die richtige Lady Gwen London nie besucht, sowie auch den Club nie betreten, aber anders hätten wir ihren Namen auch nicht als Alias benutzen können.

Die Frau neben mir nickte und ich blickte zur Lady herüber einer großen, schwarzen Frau mit schwarzen Augen, schwarzem Haar und schwarzem Herzen. Eine weitere Berührung an meiner Hand ließ mich meinen Kopf wieder zur Frau neben mit wenden. Ihre Augen waren grün und ihre Haare braun, eine ungewöhnliche Kombination, wie ich mir hatte versichern lassen, denn auch die Kinder meiner Schwester hatten solche Haare und Augen, beide aber noch jung genug, als dass sich dies vielleicht noch ändern mochte.

Ihr Gesicht hatte, wie das aller Frauen am Tisch, eine Härte in sich und ich fühlte mein herz angesichts dieser Härte hüpfen und schneller schlagen. Sie lächelte nicht, dennoch konnte ich Interesse in ihren Augen lesen, aber ebenso Vernunft und Vorsicht, eine sinnvolle Mischung für Frauen in diesen Kreisen und in unmittelbarer Nähe zu Der Lady sicher lebensnotwendig.

„Entschuldigt mich“, sagte Die Lady mit einem Blick zu mir. „ich werde eben den Toilettenraum aufsuchen.“
Damit drehte sie sich um und die Männer traten zurück, als sie vorbei schritt.

Ich beobachtete sie, als sie den halben weg zurückgelegt hatte, aber, erhob auch ich mich und sagte: „Ich werde folgen.“

Doch kaum, das sich mich in die Richtung gedreht hatte, spürte ich die Hand der Frau auf meiner Schulter, als harten Griff. „Ich werde Sie begleiten.“

Ich nickte langsam und befürchtete fast, dass diese Frau die Leibwächterin der Lady sein mochte, was sich aber später, nämlich kaum, dass wir den Toilettenraum betraten, als völlig unberechtigt erwies, wirbelte sie mich doch herum und stieß mich mit dem Rücken gegen die Wand hinter mir im leeren Waschbeckenzimmerchen. Ich öffnete meinen Mund, aber diesmal war jemand anders schneller als ich, beugte sie sich doch nach vorne, fuhr mit ihren Fingern über meinen Nacken und küsste mich, so dass ich um meine bemalten Lippen fürchtete.

Ich kann nicht leugnen, dass ich ihre Berührung genoß, genauso wenig wie ich meine Teilnahme leugnen kann, als wir aneinander gepresst im einen Augenblick auseinander fuhren im nächsten, als die Lady den Raum betrat. Ich nutze die Gelegenheit, packte sie beim Schopf geradezu wortwörtlich, indem ich die Frau vor mir mit ihrem Kopf gegen die Wand schlug und zu Der Lady herum wirbelte, während hinter mir meine mögliche zukünftige Geliebte an der Wand herunter sank.

Aber, so sagte ich mir, dass aus dieser Liaison nichts hätte werden können, war sie doch offensichtlich mit Der Lady im Bunde und damit wäre ihr das Gefängnis sicher, wenn man auch bedachte, wie oft sie er Polizei schon entkommen waren.

Die Lady blickte mich mit großen Augen an, dann sprang sie vorwärts – oftmals waren die Augen nur eine Ablenkung, aber das wusste ich, hatte ich diesen Trick doch schon selbst verwendet, und war deswegen auf diese Aktion vorbereitet. Ich ergriff meinen Fächer und zog daran, woraufhin ein Messer heraus glitt. Die Lady hatte selbst ein Messer in der Hand, und sicher noch weitere, folglich beschloss ich schnell zu handeln, warf das Messer – und als sie auswich, schlug ich sie mit meiner rechten Faust zu Boden. Ohne Bewusstsein blieb sie liegen.

Ich atmete aus und streckte meine Finger in ihren nun leicht schmutzigen Handschuhen. Gerade, als ich mich nun aber umdrehen wollte, war mein Messer doch abgeprallt und in eine andere Richtung gerutscht, sagte eine Stimme nah an meinem Ohr:

„Stehen geblieben! Einen Schritt und ich schneide dir die Kehle durch.“ Mit einem Schaudern erkannte ich neben mir die braunen Haare der so lustvollen Frau von vorher, die nun mit dem Messer in der Hand mich bedrohte – und mir war klar, dass ich in meiner Verblendung ihre Scheinheiligkeit nicht erkannt hatte, war es doch offensichtlich, dass sie selbst Die Lady war.

„Die Lady?“, fragte ich, um meine Vermutung bestätigt zu hören.

„Tatsächlich“, antwortete sie Lady mit Seide in der Stimme und ich fühlte wieder mein Herz einen Purzelbaum schlagen.

„Tut mir leid“, sagte ich zurück, mit einem kleinen wehmütigen seufzen, das ich mir nicht verkneifen konnte. Ich rammte meine Ellbogen nach oben, meinen Kopf nach hinten und obwohl ich sie nicht berührte, entkam ich so ihrem Griff.

„Die Lady, hier ist Die Lady!“, rief ich, als Die Lady schon wieder hervor schnellen wollte und sofort stürmten mehrere Leibwächter, die im Club aufgestellt waren, durch die Hintertür hinein in den Saal. Die Lady drehte sich um, dann machte sie mehrere Saltos rückwärts, bis sie auf einem der Tische landete. Die Männer umstellten sie, nur ich blickte aufs mehreren Metern Abstand auf sie.

„Wer bist du?“, sagte sie leise, und in einem Ton, als wären wir alleine.

„Jane, Agentin Jane“, antwortete ich und ich wusste, dass ich bald gehen müsste, wollte ich doch nicht wegen Waffenbesitzes festgenommen werden. „Im Auftrag ihrer Majestät von England.“

Die Lady lächelte, ein smirk, wenn ich es mal so bezeichnen darf. Dann hob sie ihren Arm und schnipste mit den Fingern. Mit einem lauten Klirren zerbrachen die Fenster an der Decke, und als wir alle unsere Augen hinter unseren Oberarmen verbargen, um kein Glas hinein zu bekommen, fiel eine Leiter herab. Ich blinzelte durch den Glasstaub nach vorne und als Die Lady meinen Blick sah, warf sie mir einen Kuss aus Luft zu.

„Wir werden uns wiedersehen, Jane!“, rief sie mit einem Lachen und ließ sich nach oben in den nun fensterlosen Sternenhimmel ziehen.

Ich blickte ihr hinterher, dann zog ich mich zurück, um meiner Vorgesetzten N Bericht über die Operation erstatten und gleichzeitig auf ein weiteres Treffen hoffen zu können. James parkte schon draußen vor den Türen und ich ließ mich in die weichen sitze meiner Limousine sinken.

Das nächste Mal, dachte ich, erwische ich dich!, just als zur Feierlichkeit des abends das Material des geplanten Feuerwerks, um das sich natürlich niemand mehr gekümmert hatte, in einem riesigen Feuerball explodierte.

Bamm, bamm, bamm.



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