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Team: Dickinson
Autor: Jenchan
Titel: Nachtisch gefällig?
Challenge: Kink - Pannen
Fandom: Original
Charaktere: Leonhart und Geraldine
Wörter: ~1700
Warnings: unbetaed, nicht Korrektur gelesen
Disclaimer: Alles meins.

Kommentar: Äh ja ^^*** Ich hoffe, es ist kinkig und pannig genug. Ich hatte auf jeden Fall Spaß beim Schreiben und Plotten. Sonntag früh ist so wenig los - eigentlich wollte ich mit dem zweiten Beitrag noch warten, aber irgendwie habe ich dann doch meine Ungeduld nicht mehr zügeln können.




Nachtisch gefällig?

Als er in das verschmitzt grinsende Gesicht seiner Freundin kuckte, musste sich Leo skeptisch umsehen. Es war reiner Reflex, denn durch die kupferfarbenen Locken und die vielen Sommersprossen sah Dinchen ziemlich teuflisch aus. Er hielt zwar nichts von diesen alten Vorurteilen und er wusste schon, dass Geraldine eigentlich eine sehr liebe Person war, die sich genauso über den Fehlgriff ihrer Eltern bei der Namensgebung ärgerte wie er sich über den der seinen. Heutzutage wollte niemand Leonhart oder Geraldine heißen.
Deshalb stellte sich seine Freundin allen gegenüber immer mit Dine und ihre Freunde dürfen sie alle Dinchen nennen. Er selbst wurde nur von seinen Eltern Leonhart gerufen, alle anderen hatten sich auf Leo oder Leon fixiert. Er hatte auch viele, die sich auf die englische Variante eingeschossen haben. Ihn störte es nicht, solang er nicht seinen Namen in voller Länge hören musste.
"Kuck doch nicht so. Du tust ja fast so, als hätte ich etwas Böses im Sinn", lachte Dinchen und drückte ihm einen Kuss auf die Wange.
"Das war keine Absicht", verteidigte er sich und sah sie trotzdem noch einen Moment misstrauisch an. Leise fragte er nach, nur um sicher zu gehen: "Du hast doch nichts Böses vor?"
Dinchen schlug ihn gegen den Hinterkopf und vergrub dann gleich ihre schlanken Finger in seinen dunkelblonden Haaren. Das machte ihm immer eine wohlige Gänsehaut und er schloss seine Augen. Nach einem harten Arbeitstag freute er sich immer, wenn er sich mit Dinchen treffen konnte.
Zwei Jahre waren sie schon zusammen und er fand es immer noch sehr schön mit ihr. In den letzten Wochen hatten sie zwar nicht besonders viel Zeit gemeinsam gehabt, aber jeden Abend, den sie für ihn gekocht hatte, hatte er in vollen Zügen ausgekostet.
Sie war eine wundervolle Frau und eigentlich war das Leben mit ihr ziemlich spannend. Sie steckte voller Überraschungen und immer wenn sie so verdammt gute Laune hatte, dass sie ihn mit so einem Grinsen an der Türe Willkommen hieß, bedeutete, dass sie wieder etwas ausgeheckt hatte.
"Tut das gut?", fragte Dinchen und ihm entwischte ein leises Schnurren. Dann zog er sie in seine Arme und vergrub seine Nase in ihrer Halsbeuge.
"Das weißt du doch...", murmelte er und sie lachte leise. Er mochte das. Er mochte genau das an ihrer Beziehung. Natürlich auch vieles andere, aber wenn sie ihn so begrüßte, da war die Welt für ihn einfach in Ordnung.
"Na komm, das Essen ist schon fertig und wartet nur auf dich. Schlag dir richtig den Bauch voll, du wirst die Energie heute noch brauchen." Dinchen löste sich von ihm, nahm ihn bei der Hand und zog ihn in die Küche. Auf dem Tisch in der Essecke stand tatsächlich eine wohlduftende Mahlzeit und ließ Leo vergessen, dass Dinchen ihm gerade Matratzensport versprochen hatte.
"Das sieht lecker aus", lobte er das Essen noch bevor er es probiert hatte. Es würde auch lecker schmecken, immerhin war Dinchen eine sehr gute Köchin und in dem Fall ging Liebe auch ein wenig durch den Magen.
"Dann Mahlzeit", setzte sich Dinchen zu ihm und sie eröffneten die angenehme Zeitspanne des Abendessens.

Als Leo fertig war, lehnte er sich auf dem Stuhl zurück und rieb sich ein wenig seinen Bauch, der unmittelbar nach einem Essen bei seiner Freundin immer eine leichte Wölbung aufwies. "Das war wieder einmal unglaublich deliziös", meinte er und lächelte Dinchen glücklich an. Zu schwer, um sich großartig zu bewegen, winkte er sie zu sich, um sie gebührend dafür zu belohnen.
Sie stand auf, stellte die Teller zusammen und trat an seinen Stuhl heran, sodass er mit den Händen ihren Seiten entlangfahren konnte und ihr so das T-Shirt ein wenig nach oben schob. Dabei entblößte sich ihr schlanker Bauch und er sah fasziniert auf das glitzernde Nabelpiercing. Es war ein in silber gefasster gelber Stein und er fand, dass Dinchen das Teil verdammt gut stand.
Leo küsste sie auf die helle Haut knapp neben dem Nabel und schmiegte sich ein wenig an. "Womit habe ich eigentlich so eine wundervolle Freundin wie dich verdient?", fragte er sie und eine Hand wanderte in ihr Kreuz und ein wenig die Wirbelsäule entlang nach oben. Er mochte das Gefühl ihrer weichen Haut unter seinen rauhen Händen.
Er war Mechaniker, aber seit er Dinchen kannte, hatte er zumindest gelernt, sich ordentlich die Hände zu waschen. Zumindest an den Tagen, an denen er nach der Arbeit ein Date mit der Rothaarigen hatte.
Dinchen hatte sich ganz zu anfang schon bei ihm beschwert, wenn er mit noch schmutzigen und oder öligen Händen bei ihr aufgetaucht war. Sie hatte zu ihm gesagt, dass sie kein Problem damit hatte, dass er Mechaniker war und mit Flecken auf seiner Kleidung herumlief oder nach der Arbeit nach Schweiß und Dreck stank. Aber sie hatte etwas dagegen, wenn er sie mit schmutzigen Händen anfasste.
Also waren seine Hände immer sauber - naja, von dem Schmutz unter den Fingernägeln mal abgesehen.

Als Leo zu ihm aufsah, hatte Dinchen allerdings wieder dieses verschmitzte Grinsen in ihrem Gesicht und in seinem gefüllten Magen setzte sich ein kleiner skeptischer Knoten fest.
"Irgendwas heckst du doch aus", sprach er seine Zweifel an und Dinchen lächelte ihn so breit an, dass ihre rehbraunen Augen regelrecht funkelten, wie die Sterne am Nachthimmel.
"Ich habe noch Nachtisch gemacht. Dafür hast du doch noch Platz oder?", fragte sie in einem Tonfall, der wohl als unschuldig gelten sollte, aber bei ihr... irgendwie verrucht klang.
"Willst du, das ich platze oder hast du vor, mich zu vergiften?", konterte er also löste sich aber von ihr. "Okay, ich bin bereit. Was hast du diesmal gemacht?"
Natürlich würde er einen Nachtisch von Dinchen nicht verschmähen - das kam gar nicht Frage, egal wie satt er sich vom Hauptgang fühlte.
"Super." Dinchen hüpfte freudig und begann emsig den Tisch abzuräumen. Bevor sie ihm allerdings ganz den Rücken zuwandte, sah sie ihn noch einmal an und Leo fragte sich, was jetzt kam.
"Das dauert jetzt ein bisschen. Wieso... wieso setzt du dich nicht ins Wohnzimmer und entspannst ein wenig. Ich bring dir gerne auch etwas zu trinken." Das Lächeln, das Leo bekam war eins von der besonders süßen Sorte, die ihn in vielen Fällen einfach nur zum Schmelzen brachte, obwohl er ein stahlharter Mann war. Oder sich zumindest wie einer fühlte.
"Kann ich dir nicht dabei zusehen? Was hast du denn gemacht?", fragte der Mechaniker nun besonders neugierig auf die Nachspeise. Etwas Neues und scheibar sehr aufwendiges. Etwas, das er nicht jetzt schon sehen durfte?
Wie sollte er sich da mit einem Bierchen und dem Fernsehen entspannen können.
Besonders wo Dinchen nun auch rot anlief. "Ich... muss mich auf die letzten Schritte konzentrieren. Sonst wird es nicht gut. Ich hab Bier eingekühlt. Geh schon mal, ich bring es dir gleich."
"Dinchen?" Leo wurde wieder skeptischer und er stand auf und wollte zu seiner Freundin gehen, die nun wirklich in Verlegenheit geraten war. Dabei war es nur ein Nachtisch.
Dinchen hob die Hand und lächelte gequält. "Bitte, Leo. Es wird dir schmecken. Da bin ich sicher. Aber lass mich das machen."
Musternd sah Leo seine Freundin an, bevor er sein Seufzen ausstieß. "Fein. Ich hol mir das Bier selbst, setz mich ins Wohnzimmer und warte. Aber wenns zu lang dauert, werde ich spionieren kommen - du hast mich jetzt viel zu neugierig gemacht."
Dinchen lächelte versöhnlich. "Ich werde wohl nicht länger als ne halbe Stunde brauchen. Solange hast du Küchenverbot." Leo konnte sich damit arrangieren, wenn es Dinchen glücklich machte. Er holte sich das Bier aus dem Kühlschrank und trollte sich aus der Küche.

Nach fünfzehn Minuten angenehm spannender Stille, in der gelegentlich Geschirr klimpern und Wasser rauschen hörte (ein deutliches Anzeichen, dass Dinchen erst noch die Küche sauber machen wollte), hörte er ein Quietschen. "Alles in Ordnung, bleib nur im Wohnzimmer", streckte Dinchen kurz darauf ihren Kopf ins Wohnzimmer, scheinbar um ihn zu beruhigen. Aber es hatte ihn so erschrocken, dass sein Adrenalinpegel deutlich gestiegen war.
Dinchen war auch schnell wieder in der Küche verschwunden, so dass er nicht nachhaken konnte. Er beschloss ihr einen Vertrauensbonus zu geben und ließ sich langsam wieder aufs Sofa sinken, von dem er bei dem lauten Quietschen aufgesprungen war.
Sein Blick wurde immer besorgter, als er Klirren, Klappern und leises Fluchen vernehmen konnte. Möglicherweise war es unfair von ihm, aber um sein Gewissen zu beruhigen, war er letztlich doch aufgestanden und an die Küchentüre lauschen gegangen.
"Verdammt.... woah.... NEIN!" Das nächste Klirren ließ ihn zusammenfahren und als sich danach Stille ausbreitete, konnte er nicht mehr anders und öffnete leise die Türe.
In der Küche herrschte Chaos und Dinchen kniete mit nackten Oberkörper am Tisch und angelte scheinbar nach einer Schüssel. Auf dem Boden lagen Früchte verteilt und Leo wusste einen Moment wirklich nicht, wie er darauf reagieren sollte.
Dinchen schien ihn eindeutig nicht bemerkt zu haben. Sie streckte sich weiter und weiter und er wollte sie gerade warnen, dass sie sich nicht so weit vorbeugen sollte, da war es schon passiert und mit einem weiteren aufgerechten Quietschen, purzelte Dinchen von dem Tisch.
Mitfühlend zuckte er zusammen und sah seine Freundin betroffen an. Ein Teil von ihm war amüsiert darüber, aber er wollte es dem rothaarigen, schusseligen Lockenkopf nicht antun und lachen, auch wenn es tief in seinem Magen hochblubbern wollte.
"Was machst du denn da?", fragte er und ging vor Dinchen in die Hocke, die ihn den Tränen Nahe ansah. Die rehbraunen Augen schimmerten feucht und sein Herz zog sich zusammen. Eigentlich war es ja ein äußerst verführerischer Anblick, aber Leo hielt sich brav zurück.
Aber einen musternden Blick konnte er nicht verhindern und dabei fielen ihm auch die weißen Spuren auf ihrer Haut auf. Er hob seine Hand und strich mit einem Finger darüber. "Schlagsahne?", fragte er uns sah Dinchen überrascht und verwirrt an, nachdem er an dem Zeug gerochen und es probiert hatte.
Dinchen sah verlegen weg. "Tut mir Leid. Ich glaube, ich habe den Nachttisch doch versaut?"
Jetzt konnte Leo ein Lachen doch nicht mehr verhindern und er zog Dinchen auf die Beine. Dann hob er sie hoch und setzte sie auf den Tisch. Er passte genau auf seine Schritte auf, den das letzte, was er wollte, war auf dem glitschigen, früchteübersäten Boden auszurutschen.
"Das ist nicht schlimm. Ich wollte ohnehin nichts mehr essen. Und ganz ehrlich..." Sein Blick wanderte amüsiert von ihrem Gesicht zu ihren nackten Brüsten. "Ich glaube, du hast mir gerade unglaublichen Hunger auf etwas ganz anderes gemacht."



Date: 2012-07-01 12:06 pm (UTC)
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Wie niedlich. :)
Und ich hab zwar kein Recht dazu, aber ich entscheide einfach mal ganz pauschal: Das trifft die Challenge absolut. - Freu mich mehr von den beiden zu sehen (Punkteeeeeee!).^^

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