(no subject)
Jun. 21st, 2007 09:42 pmFandom: Autorin.
Challenge: Abschlussball (+ Weltherrschaft und Wir müssen jetzt SOFORT Sex haben!)
Warnungen: Heute nicht.
Wörter: 784
Charaktere: Eine Autorin und ihr Zukünftiger.
A/N: Ich fühle mich grade wahnsinnig unsensibel. Oder zu sensibel. Oder beides in hübschem Mischungsverhältnis.
Aber ich konnte nicht anders. (Übrigens habe ich erst 20:20Uhr angefangen.)
Sie zupfte zum wahrscheinlich vierhundersten Mal in den letzten zehn Minuten an irgendeiner Falte ihre Kleides herum.
Ilja grinste. – Er hatte keine Ahnung, wie er das geschafft hatte, aber er hatte sie dazu gebracht, sich in ein tiefschwarzes Abendkleid zu zwängen und sich tatsächlich sogar die Haare hochstecken zu lassen.
Leider Gottes sah sie so verdammt gut aus.
„Gott, lass doch dein Kleid in Ruhe, es sitzt perfekt.“
Sie zog die Augenbrauen hoch und versuchte sich an einem schiefen Grinsen. „Es ist... unbequem.“ Ihr Blick schweifte wie immer zu ihr hinüber. Sie hatte kein Problem mit ihrem Kleid und schaffte es sogar entgegen die Gesetze der Physik so zu gehen, dass der Rock wie im Wind – der in der Stadthalle nur äußerst selten wehte – flatterte.
Ilja seufzte. – Was erwartete er denn auch? So langsam hätte er sich daran gewöhnt haben müssen.
„Geh zu ihr.“
„Hm? Wieso?“
„Weil du sie permanent anstarrst.“
Sie grinste. „Wie nicht, bei dem Kleid?“
„Zugegeben, du hast Geschmack. – Aber du wirst sie vielleicht nie wieder sehen.“
Ihr schlanker Arm schlang sich um seinen, sie zupfte wieder an ihrem Kleid und dann streckte sie ihm die Zunge raus. „Das hoffe ich. – Komm, ich will wenigstens noch bei Manuel vorbei, bevor wir uns in die Schlacht ums Buffet stürzen.“
„Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen, du stehst auf Manuel.“
Sie lachte. „Manuel ist toll.“
„Manuel ist gläubiger Katholik, ein Streber, Stufenbester, 1,64m groß und spielt Querflöte!“
„Ich sagte doch, er ist toll.“
„Das sagst du nur, weil du besser in Physik bist als er.“
„Und als du, Ilja.“
„Ich hasse dich.“
„Warum möchte ich dich küssen, wenn du das sagst?“ Sie schlörrte ihn inzwischen gewaltsam durch die Halle, zu dem Tisch an dem Manuel saß und an seiner Cola nippte.
„Tu es doch!“
Sie grinste. Ilja schüttelte den Kopf.
Welcher verdammte Zufall hatte nur dafür gesorgt, dass sie sich unabhängig voneinander an der selben Uni eingeschrieben hatten? – Das war einfach ungerecht. Warum hatte er sich überhaupt ausmustern lassen?
„Du freust dich, dass du die meisten der hier anwesenden Personen nie wieder sehen wirst?“, hakte er nach, nur um nicht noch tiefer in eine Materie einzudringen, über die er unter gar keinen Umständen sprechen wollte.
„Natürlich.“
„Süße, natürlich wäre es, wenn dich dieser Gedanke zumindest melancholisch machen würde.“
„Hey, alles geht vorbei. – Und wenn man Leute nicht mehr sieht, vergisst man sie vielleicht irgendwann.“ Sie schielte über die Schulter zurück zu ihr.
Ilja seufzte wieder. „Du bist ein hoffnungsloser Fall.“
„Japp.“
Er wusste, dass sie log. Und irgendwie war das viel Schlimmer als die Tatsache, dass er tatsächlich das dachte, was sie aussprach. – Er wollte eigentlich nur noch hier raus. Ironischerweise vor allem weg von ihr, der einzigen Person, von der er wohl aller Wahrscheinlichkeit nach nie loskommen würde.
Manuel fragte ihn etwas, er bemerkte es erst, als sie ihm den Ellbogen in die Seite stieß, und er stammelte ein „Ja“ und schüttelte den Kopf. – Sie lachte schallend, er grinste.
Eine halbe Minute später standen sie nebeneinander und noch immer untergehakt in der Schlange, die sich vor dem Buffet gebildet hatte.
„Ilja, was ist los mit dir?“
„Ich bin melancholisch, und das heißt, mit mir ist nichts los, aber bei dir stimmt etwas nicht.“
„Wir sollten doch heute Abend Spaß haben, oder habe ich wieder etwas falsch verstanden?“
Er zuckte mit den Achseln. „Manchmal machst du mir Angst.“
„Manchmal mag ich dich.“
„Das war eine Liebeserklärung, oder?“
„Wenn du sie gerne hören möchtest.“
Ilja konnte nicht anders. Er musste grinsen. „Süße, wir müssen jetzt sofort Sex haben.“
„Gerne. ...Aber erst holen wir uns was Essbares, bevor wir gar nichts mehr kriegen.“
„Gott, du weißt, wie man einen Kerl anmacht.“
Sie grinste. „Bisher hatte ich nicht das Bedürfnis, das zu üben.“
Jemand hinter ihnen hüstelte. Als Ilja sich umdrehte, lächelte ihn seine Deutschlehrerin an. Er strahlte zurück.
„Glückwunsch zum Abi, euch beiden. – Ich wusste ja gar nicht, dass ihr zusammen seid.“
Ilja wurde rot, sie lachte bloß. „Sind wir auch nicht. – Aber ich arbeite grade an meinem Heiratsantrag“, erklärte er schließlich.
„Definitiv zu viele Details, Schatz.“
„Stell dich nicht so an! – Ich bin eine gute Partie! ...Ich habe Geld, bin tier- und kinderlieb und werde ihn ungefähr drei Monaten die Weltherrschaft an mich gerissen haben.“
„Und ich stehe dann im hochgeschlitzten Ninjaanzug an deiner Seite und füttere deine weiße Perserkatze?“
„Das sieht der Plan vor, ja.“
Frau Brinkmann hatte sich inzwischen abgewandt und die Frau hinter sich in ein angeregtes Gespräch verwickelt.
„Ach, Ilja... Das ist so... romantisch.“
„Natürlich.“
„Vielleicht sollte ich dich wirklich heiraten.“
„Selbstverständlich solltest du das. – Sage ich doch.“
Sie grinste und zupfte sich schon wieder das Kleid zu recht. „Hey, dich würde ich wirklich vermissen.“
„Ich weiß.“
Challenge: Abschlussball (+ Weltherrschaft und Wir müssen jetzt SOFORT Sex haben!)
Warnungen: Heute nicht.
Wörter: 784
Charaktere: Eine Autorin und ihr Zukünftiger.
A/N: Ich fühle mich grade wahnsinnig unsensibel. Oder zu sensibel. Oder beides in hübschem Mischungsverhältnis.
Aber ich konnte nicht anders. (Übrigens habe ich erst 20:20Uhr angefangen.)
Raise your glasses
Think of the times we’ve had
Wash down your pride
Think of all the things
We should have said
[Donots - Bittersweet]
Think of the times we’ve had
Wash down your pride
Think of all the things
We should have said
[Donots - Bittersweet]
Sie zupfte zum wahrscheinlich vierhundersten Mal in den letzten zehn Minuten an irgendeiner Falte ihre Kleides herum.
Ilja grinste. – Er hatte keine Ahnung, wie er das geschafft hatte, aber er hatte sie dazu gebracht, sich in ein tiefschwarzes Abendkleid zu zwängen und sich tatsächlich sogar die Haare hochstecken zu lassen.
Leider Gottes sah sie so verdammt gut aus.
„Gott, lass doch dein Kleid in Ruhe, es sitzt perfekt.“
Sie zog die Augenbrauen hoch und versuchte sich an einem schiefen Grinsen. „Es ist... unbequem.“ Ihr Blick schweifte wie immer zu ihr hinüber. Sie hatte kein Problem mit ihrem Kleid und schaffte es sogar entgegen die Gesetze der Physik so zu gehen, dass der Rock wie im Wind – der in der Stadthalle nur äußerst selten wehte – flatterte.
Ilja seufzte. – Was erwartete er denn auch? So langsam hätte er sich daran gewöhnt haben müssen.
„Geh zu ihr.“
„Hm? Wieso?“
„Weil du sie permanent anstarrst.“
Sie grinste. „Wie nicht, bei dem Kleid?“
„Zugegeben, du hast Geschmack. – Aber du wirst sie vielleicht nie wieder sehen.“
Ihr schlanker Arm schlang sich um seinen, sie zupfte wieder an ihrem Kleid und dann streckte sie ihm die Zunge raus. „Das hoffe ich. – Komm, ich will wenigstens noch bei Manuel vorbei, bevor wir uns in die Schlacht ums Buffet stürzen.“
„Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen, du stehst auf Manuel.“
Sie lachte. „Manuel ist toll.“
„Manuel ist gläubiger Katholik, ein Streber, Stufenbester, 1,64m groß und spielt Querflöte!“
„Ich sagte doch, er ist toll.“
„Das sagst du nur, weil du besser in Physik bist als er.“
„Und als du, Ilja.“
„Ich hasse dich.“
„Warum möchte ich dich küssen, wenn du das sagst?“ Sie schlörrte ihn inzwischen gewaltsam durch die Halle, zu dem Tisch an dem Manuel saß und an seiner Cola nippte.
„Tu es doch!“
Sie grinste. Ilja schüttelte den Kopf.
Welcher verdammte Zufall hatte nur dafür gesorgt, dass sie sich unabhängig voneinander an der selben Uni eingeschrieben hatten? – Das war einfach ungerecht. Warum hatte er sich überhaupt ausmustern lassen?
„Du freust dich, dass du die meisten der hier anwesenden Personen nie wieder sehen wirst?“, hakte er nach, nur um nicht noch tiefer in eine Materie einzudringen, über die er unter gar keinen Umständen sprechen wollte.
„Natürlich.“
„Süße, natürlich wäre es, wenn dich dieser Gedanke zumindest melancholisch machen würde.“
„Hey, alles geht vorbei. – Und wenn man Leute nicht mehr sieht, vergisst man sie vielleicht irgendwann.“ Sie schielte über die Schulter zurück zu ihr.
Ilja seufzte wieder. „Du bist ein hoffnungsloser Fall.“
„Japp.“
Er wusste, dass sie log. Und irgendwie war das viel Schlimmer als die Tatsache, dass er tatsächlich das dachte, was sie aussprach. – Er wollte eigentlich nur noch hier raus. Ironischerweise vor allem weg von ihr, der einzigen Person, von der er wohl aller Wahrscheinlichkeit nach nie loskommen würde.
Manuel fragte ihn etwas, er bemerkte es erst, als sie ihm den Ellbogen in die Seite stieß, und er stammelte ein „Ja“ und schüttelte den Kopf. – Sie lachte schallend, er grinste.
Eine halbe Minute später standen sie nebeneinander und noch immer untergehakt in der Schlange, die sich vor dem Buffet gebildet hatte.
„Ilja, was ist los mit dir?“
„Ich bin melancholisch, und das heißt, mit mir ist nichts los, aber bei dir stimmt etwas nicht.“
„Wir sollten doch heute Abend Spaß haben, oder habe ich wieder etwas falsch verstanden?“
Er zuckte mit den Achseln. „Manchmal machst du mir Angst.“
„Manchmal mag ich dich.“
„Das war eine Liebeserklärung, oder?“
„Wenn du sie gerne hören möchtest.“
Ilja konnte nicht anders. Er musste grinsen. „Süße, wir müssen jetzt sofort Sex haben.“
„Gerne. ...Aber erst holen wir uns was Essbares, bevor wir gar nichts mehr kriegen.“
„Gott, du weißt, wie man einen Kerl anmacht.“
Sie grinste. „Bisher hatte ich nicht das Bedürfnis, das zu üben.“
Jemand hinter ihnen hüstelte. Als Ilja sich umdrehte, lächelte ihn seine Deutschlehrerin an. Er strahlte zurück.
„Glückwunsch zum Abi, euch beiden. – Ich wusste ja gar nicht, dass ihr zusammen seid.“
Ilja wurde rot, sie lachte bloß. „Sind wir auch nicht. – Aber ich arbeite grade an meinem Heiratsantrag“, erklärte er schließlich.
„Definitiv zu viele Details, Schatz.“
„Stell dich nicht so an! – Ich bin eine gute Partie! ...Ich habe Geld, bin tier- und kinderlieb und werde ihn ungefähr drei Monaten die Weltherrschaft an mich gerissen haben.“
„Und ich stehe dann im hochgeschlitzten Ninjaanzug an deiner Seite und füttere deine weiße Perserkatze?“
„Das sieht der Plan vor, ja.“
Frau Brinkmann hatte sich inzwischen abgewandt und die Frau hinter sich in ein angeregtes Gespräch verwickelt.
„Ach, Ilja... Das ist so... romantisch.“
„Natürlich.“
„Vielleicht sollte ich dich wirklich heiraten.“
„Selbstverständlich solltest du das. – Sage ich doch.“
Sie grinste und zupfte sich schon wieder das Kleid zu recht. „Hey, dich würde ich wirklich vermissen.“
„Ich weiß.“