Kuchenbuffet
Feb. 3rd, 2012 06:34 pmFandom: Original
Autor:
der_jemand
Genre: Klischee-High School-Boys Love
Pairing: Trotz des Genre... keines.
A/N: Okay, mein Hirn wollte gerne eine beliebter Sportler/Nerd-Boys Love-Geschichte. ...Ich hielt das für ne gute Idee, Logan und Patrick offenbar nicht und irgendwie mag ich es viel zu sehr und jetzt ist es hier. Tadaah.
Challenge: 3 Teile, nach der Schreib-Backmischung auf
120_minuten.
Sahnetorte
Patrick ließ sich auf den letzten freien Platz in der Bibliothek fallen. Der Junge ihm gegenüber hob kurz den Kopf, verdrehte die Augen und fuhr damit fort, mit einem Schraubenzieher in einem Laptop herumzustochern. Völlig unbeeindruckt zog Patrick eines der neongrünen Post-Its von dem vernachlässigten Collegeblock. "Englischhausaufgaben machen", las er vor. "Hast du den Kurs gewechselt, Deshaies?"
Logan Deshaies war seit Anfang diesen Jahres sein Laborpartner in Bio (sie waren beide eine Viertelstunde zu spät gekommen und Mrs. Brymer war Sadistin) und, hey, Kuhaugen zu zerschnipseln war offenbar ein verbindendes Erlebnis; Patrick mochte den Streber und seinen Elektronikschrott schon beinahe. - Nicht, dass er das öffentlich zugegeben hätte.
Außerdem konnte er niedlich verwirrt gucken. "Was?"
"Ich dachte, wir müssten 'A Streetcar Named Desire' lesen und nicht... einen Computer töten."
"Du suchst wirklich verzweifelt nach Entschuldigungen, mit mir zu reden, oder?"
Patrick zuckte mit den Achseln. "Nachdem du mich darauf aufmerksam gemacht hast, dass meine Football-Kumpels keine zweisilbigen Wörter kennen..."
"Ich wusste nicht, dass du Interesse an zweisilbigen Wörtern hast."
"Du wärst überrascht, ich arbeite sogar schon an den ersten dreisilbigen. Rück-wärts-pass, zum Beispiel."
Logan grinste für den Bruchteil einer Sekunde, bevor ihm wieder einfiel, dass das unter seiner Würde und ganz schlecht für seinen Indie-Slash-Streber-Ruf war. "Ich bin beeindruckt."
"Nicht wahr?" Er wandte sich wieder der neongrünen To-Do-Liste zu.
Mat CD zurückgeben.
Milch wegschütten.
Theorieteil für Physik.
Neue Milch kaufen.
"Oh guck mal, 'A Streetcar Named Desire ausleihen'. Du hast nicht mal das Buch?"
"Den Film. Ich leih mir den Film aus."
"Ist der nicht aus den Fünfzigern?" Patrick zog eine Augenbraue hoch. Da war die Indie-Credibility wieder. Musste harte Arbeit sein, sich so ein Image aufzubauen.
"Marlon Brando", sagte Logan, als würde das alles erklären, und löste vorsichtig den Prozessor aus seiner Halterung.
"Das ist mal ein Argument, das sogar ich verstehe."
"Du stehst auf Marlon Brando?"
"Wer steht nicht auf Marlon Brando?"
Jetzt sah Logan doch wieder auf und versuchte nicht einmal, sein idiotisch breites Grinsen zu verstecken. "Heterosexuelle Quarterbacks?"
Patrick schlug sich theatralisch beide Hände vor sein Herz. "Oh Treffer! Das tut weh..."Und ironischerweise tat es das nicht.
Logan erhob sich, den Schraubenzieher in der Hemdtasche und die sterblichen Überreste des Laptops und seine Unterlagen unter dem Arm. "Ich brauch die Liste noch."
"Vergiss nicht die Milch wegzuschütten", lächelte Patrick und pappte das Post-It zurück an den Block.
"Ja ja... Komm doch vorbei."
"Dir mit der Milch helfen?"
Logan verdrehte die Augen und schien sein seltsames Angebot schon wieder zu bereuen. "Heute abend. Nen paar Freunde und ich gucken den Film, du kannst auch kommen. Für Marlon Brando."
"Habt ihr Pizza?"
"Kann man Filme ohne Pizza gucken?"
Patrick lächelte. "Klar, ich komm gerne."
Logan zuckte mit den Achseln und wandte sich zum Gehen.
"Denk an die Milch!", rief Patrick ihm hinterher und fing an zu lachen als Logan ihm das zusammengeknüllte Post-It an den Kopf warf.
Mohnkuchen
Logan stand an die Wand neben dem Sofa gelehnt und hielt sich seit gefühlten Stunden an ein und der selben Flasche Bier fest. Es war nicht einmal gutes Bier.
Nicht, dass er auf einer Footballer-Party etwas anderes erwartet hätte. Ein kurzer Blick auf die Uhr teilte ihm mit, dass er noch nicht halb so lange hier war, wie es sich anfühlte, und dass der einzige Grund für seine Anwesenheit vor über zwanzig Minuten auf der Suche nach irgendwas fruchtigem und eklig süßem verschollen war. Die nächsten zehn Minuten verbrachte er damit, zu überlegen, ob er sich jetzt verlassen fühlen oder sich Sorgen um Miranda machen sollte. Letzten Endes entschied er sich für letzteres, parkte das Bier auf dem Couchtisch und warf sich in die Menge aus viel zu attraktiven, viel zu bemühten, viel zu betrunkenen Menschen.
Er fand Miranda schließlich in der Küche, aufgedreht gestikulierend und von einer Traube gackernder Cheerleader umringt. Logan schüttelte den Kopf. Warum genau war er noch einmal mit einem Cheerleader befreundet? Aber ihre Sorge, dass sie mit den anderen weitab von Menschenpyramiden und Pompoms nicht klarkommen würde, war offenbar unbegründet gewesen. Das war gut. Und ein bisschen erschreckend. Aber vor allem gut.
Achselzuckend wandte er sich wieder um, um sich ein neues Bier und vielleicht einen gemütlichen Platz auf einer Couch zu suchen.
Auf den Sofas hatten es sich inzwischen ein paar Footballer bequem gemacht. Logan hatte von den meisten die Namen schon wieder vergessen, aber auf einer Armlehne entdeckte er seinen Bio-Laborpartner Patrick Saulters, Quarterback, diese Saison Star der Schule und eigentlich ganz okay, wenn man es genau betrachtete, auch wenn er dann doch nicht zu dem Videoabend vor zwei Wochen gekommen war. Saulters Wangen waren gerötet, von der Hitze oder dem Alkohol, und er versuchte offenbar ihren Linebacker mit Blicken zu erdolchen.
"Ich meine, das ist doch krank!", verkündete der gerade und zog die Vokale dabei ineinander.
Zustimmendes Gemurmel erhob sich und Saulters presste die Kiefer aufeinander. Nun, das war ja interessant. Logan lehnte sich an die Wand und versuchte nicht einmal so zu tun, als würde er sie nicht beobachten.
"Und dann hab ich der kleinen Schwuchtel eine verpasst." Die anderen lachten. Logan verdrehte die Augen. Natürlich.
"Warum?" Das war Saulters.
Der Linebacker (Darren irgendwas?) sah ihn verwirrt an. Er war ein gutaussehender Kerl, aschblond, mit den ersten Lachfältchen an den Augen. "Weil er eine verdammte Tucke ist?"
"Und was geht dich das an?" Saulters Stimme bebte, aber keiner von seinen besoffenen Kumpels schien es zu bemerken. Jemand legte ihm eine Hand auf die Schulter.
"Pat, der Retter der Witwen und Waisen..." Sie lachten. Saulters schüttelte die Hand ab und stand auf. Der Linebacker murmelte irgendetwas und als Logan sich wieder umwandte, war Saulters verschwunden. - Er hatte wirklich ausgesucht beschissenen Geschmack was seine Freunde anging.
Nachdenklich nippte Logan an seinem Bier und sah erneut auf die Uhr. Eigentlich könnte er sich jetzt endlich auf die Socken machen. Der Höflichkeit war genüge getan und wenn er jetzt losging, könnte er noch ne Folge Stargate mit seinem Vater gucken... Aber er blieb stehen wo er war, ohne recht zu wissen, warum.
Er ließ den Blick über die versammelte Menge schweifen. Miranda hatte sich inzwischen zu einer Gruppe von Basketballern gesellt und lachte schallend über irgendeinen Witz. Saulters war und blieb verschwunden. Seltsam. Normalerweise konnte er keine fünf Minuten aushalten ohne dass ihm jeder im Raum seine Aufmerksamkeit schenkte...
Erst als Logan auf die Terrasse nach draußen trat, wurde ihm wirklich klar, dass er tatsächlich nach Saulters suchte. Dass er sich Sorgen um ihn machte. Der Gedanke war so lächerlich, dass er ein Kichern nicht unterdrücken konnte.
"Was ist so lustig?" Saulters saß auf einem der Gartenstühle und drehte eine leere Bierflasche zwischen den Händen.
"Nichts", grinste Logan und setze sich auf den Stuhl neben ihm. "Was treibst du hier draußen?"
"Was treibst du auf so einer Party?"
"Wie? Gehöre ich nicht zu deinen coolen Freunden?" Logan reichte ihm sein noch halbvolles Bier. "Nein, quatsch, ich bin mit Miranda hier."
Das schien Saulters wirklich zu beeindrucken. "Miranda Bradford?"
"Sie ist auch in der Theatergruppe."
"Du bist in der Theatergruppe? Ich dachte du bastelst Roboter oder so..."
Logan zuckte mit den Achseln. "Ich mach Effekte und Bühnentechnik. Nicht ganz so glamourös..."
"Cool." Saulters trank einen Schluck und begann an dem Flaschenetikett herumzuzupfen.
Logan legte den Kopf in den Nacken. "Also, was treibt dich nach hier draußen?"
"Die Leute, die drinnen sind."
"Deine Freunde, meinst du?"
Das schien einen wunden Punkt zu treffen, Saulters Schultern sackten nach unten und er sah beinahe klein aus. So weit durchtrainierte Ein Meter Neunzig-Kerle klein aussehen konnten.
Logan wollte ihm einen Arm um die Schultern legen oder vielleicht auch dem Linebacker eine verpassen. Stattdessen rutschte er an die Kante seines Stuhls. "Ziemlich cool, das du wenigstens versucht hast, ihm zu erzählen, was für ein Arsch er ist."
Saulters lachte auf. Kein bisschen fröhlich, aber seine Schultern strafften sich wieder. "Es ist nicht so, dass es etwas bringen würde, nicht wahr?"
"Manche Menschen sind nun mal Idioten."
Saulters nickte und nippte noch einmal an der Flasche. "Darren ist mein bester Freund, weißt du?"
Nein, das wusste Logan nicht. Aber er hatte das Gefühl, dass auf einmal alles sehr viel mehr Sinn machte, er konnte nur den Finger nicht drauf legen...
"Oder war das mal. Früher." Saulters fuhr sich fahrig durchs kurze Haar.
"Und jetzt...?"
"Jetzt ist er... ein Idiot. Der selbe Idiot, der er schon immer war, nur ich bin's halt nicht mehr. Das ist es, woran es letztlich immer scheitert..." Er reichte Logan die Bierflasche.
Logan trank einen Schluck und es machte wirklich Sinn."Wie lange schon?", fragte er vorsichtig und, Himmel, es war ein Schuss ins Blaue, aber Saulters Augen weiteten vor Schreck.
"So offensichtlich?" Jetzt sah er beinahe erleichtert aus.
"Gar nicht. Aber deine Reaktion grade... Warum sonst?"
"Weil ich ein guter Mensch bin?" Saulters grinste. Er grinste, verdammt, als wäre das alles ein Witz und als würde er nicht völlig fertig in einem fremden Garten sitzen. "Seit ein, zwei Jahren. Aber irgendwie habe ich's natürlich schon immer gewusst."
"Und keiner deiner Kumpel da drin weiß irgendwas?"
"Wir verbringen unglaublich viel Zeit in der selben Umkleide. - Sie würden mich lynchen."
"Du hast beschissene Freunde." Jetzt legte Logan ihm doch einen Arm um die Schulter und Saulters grinste ihn an.
"Ich weiß."
"Vielleicht solltest du mit diesem bescheuerten Sport aufhören und über eine Karriere beim Theater nachdenken, wir sind da irgendwie relaxter, du weißt schon, Bohème und so."
Saulters nahm ihm die Bierflasche wieder ab. "Ich bin der schlechteste Schauspieler aller Zeiten."
"Ich dachte mehr an Kulissenschieber." Logan ließ seine Schulter los und tippte ihm gegen den Oberarm. "Du bist groß und sportlich..."
Saulters lachte. "Klingt verführerisch."
"Komm, ich hatte erst ein Bier, ich fahr dich nach hause." Logan erhob sich und klimperte verführerisch mit den Autoschlüsseln.
Saulters blieb sitzen wo er war. "Ich glaub, ich geh wieder rein. Das sind schließlich meine Freunde..."
Logan zuckte mit den Achseln. "Dir ist nicht mehr zu helfen, oder?"
"Nicht wirklich. Aber danke für den Versuch."
"Immer wieder gern."
Bienenstich
Es war eine ausgesucht dumme Idee, stellte Patrick fest. Und "es" war dabei so ziemlich alles, aber vor allem, dass er tatsächlich Logan Deshaies zwischen Tür und Angel gegrinster Einladung zum Theater und der anschließenden Premierenfeier gefolgt war.
Er lehnte an der Wand direkt neben der Tür, weit weg vom eigentlichen Geschehen und bereit wegzulaufen. Niemand schien Notiz von ihm zu nehmen, und, wow, fühlte es sich armselig an, zuzugeben, dass er das nicht gewohnt war. - Er schob die Hände ich die Taschen seiner Jacke und wandte sich zum Gehen. Er wusste ohnehin nicht, was er hier sollte.
"Na, wenn das nicht nach Flucht aussieht."
Logan war hinter ihm aufgetaucht, hatte die Arme vor der Brust verschränkt und sein Grinsen verriet, dass er eindeutig zu viel Spaß an diesem Anblick hatte. Patrick konnte sich nicht helfen und grinste zurück.
"Das ist ein taktischer Rückzug, bitteschön."
"Woher kenn ich diese Ausrede nur?"
"Ja, woher nur?"
Logan streckte ihm die Zunge raus. "Ich glaub, ich lass dich noch ne Runde hier stehen und das Gefühl, ein Außenseiter zu sein, genießen."
"Ach, so fühlt sich das also an?", spottete Patrick, aber Logan zuckte bloß mit den Achseln.
"Woher soll ich das denn jetzt wissen? - Suchen wir Miranda, damit ihr euch daran erinnern könnt, dass ihr im echten Leben cool seid."
Patrick widerstand dem Drang, sich bei dem anderen einzuhaken. Das wäre... unangebracht. Und wahrscheinlich ein sicherer Weg, den Abend zu ruinieren, bevor er anfing.
"Und? Wie lange seid ihr beiden schon zusammen?"
Logan blieb wie angewurzelt stehen, Patrick rannte fast in ihn rein. "Wer?"
"Du und Miranda."
Der andere schüttelte den Kopf. "Was ist heute bloß los?"
"Hm?"
"Erst Miri, jetzt du... Miranda und ich sind nicht zusammen. Wir sind beste Freunde, seit sie mich im Sandkasten verprügelt hat."
"Du hast dich von Miranda Bradford verprügeln lassen?"
"Und du stehst auf Partys dumm in der Ecke rum..."
Patrick stieß ihm den Ellbogen in die Rippen. "Nein, ernsthaft?"
Logan verdrehte die Augen. "Sie hat mir ihre Schippe über den Kopf gezogen." So etwas wie ein verklärtes Lächeln machte sich auf seinen Lippen breit. "Und dann hat sie mir einen Sandkuchen als Entschuldigung gebacken. - Ich musste ihn essen."
Patrick brach in schallendes Gelächter aus. "Das ist die perfekte Kennenlerngeschichte."
"Ja, ich werde sie noch meinen Enkeln erzählen. - Miri!"
Miranda trug immer noch ihr Kostüm, ein viktorianisches Kleid, das effektvoll flatterte, als sie auf dem Absatz herumfuhr. Sie schenkte Patrick ein strahlendes, vielsagendes, undefinierbares Lächeln und drückte Logan einen Kuss direkt auf die Lippen. Er zuckte nicht einmal. "Miri, Schatz, ich habe grade erst versucht, unserem Gast hier zu erklären, dass wir nichts miteinander haben..." Er schüttelte den Kopf und klang ausgewählt nicht wütend, nur enttäuscht.
Dafür küsste Miranda ihn auf die Wange. "Keine Sorge", sagte sie und schlang einen Arm um Patricks Taille. "Ich werd ihn dir nicht wegnehmen. Sowas von nicht mein Typ."
Was zur Hölle? Patrick spürte, wie seine Wangen flammend heiß wurden. Er drehte sich zu Logan, der wieder nur die Augen verdrehte. "Und dass ich nicht mit ihm zusammen bin, haben wir doch eben schon geklärt... Ich geh jetzt, und lass mir SINGLE auf die Stirn tätowieren. Habt Spaß, ihr beiden."
Miranda grinste zu Patrick auf und verwuschelte beinahe nebensächlich Logans Haare. "Tut mir leid, aber es macht einfach viel zu viel Spaß ihn zu ärgern. Uuuuuund ich bin vielleicht ein bisschen betrunken. - Oh, man sieht sich!"
Damit verschwand sie in einem Wirbel aus blauem Leinen und schwarzen Haaren. Patrick sah ihr nicht nach, sondern fixierte wieder Logan. "Du hast es ihr erzählt?"
"Na ja..."
"Was heißt "na ja"?!"
"Sie hat mich gefragt ob wir zusammen sind. Und ich hab gesagt, dass ich nicht schwul bin, und irgendwie hat sie das aus dem fehlenden 'wir' geschlossen oder ich hab irgendwie geguckt oder... Scheiße, tut mir leid. Aber sie wird es niemandem sagen." Logan raufte sich mit den Händen durch die Haare. "Scheiße."
Patrick biss die Zähne aufeinander. "Und wie kannst du dir da so sicher sein?"
Logan zuckte mit den Achseln, sich offenbar in sein Schicksal ergebend und deutete auf etwas hinter Patrick.
"Hm?" Er drehte sich um und tatsächlich, da stand Miranda, auf den Zehenspitzen, und Janet, die Kapitänin der Lacrosse-Mannschaft, beugte sich zu ihr hinunter, hatte eine Hand auf ihre Wange gelegt und die andere in Mirandas tiefschwarzem Haar vergraben, und küsste sie.
"Oh..."
"Ja, oh. Und wenn das irgendjemand erfährt, bringe ich dich um." Logan hatte die Hände in die Taschen seiner Jeans geschoben und die Schultern hochgezogen, aber sein Blick ließ keinen Zweifel daran, dass er diese Drohung wahr machen würde.
"Natürlich..."
Sie starrten einander an und Patrick konnte spüren, wie seine Wut langsam aus ihm heraus lief, während Logan immer angespannter wirkte. Er grinste. "Sorry, ich hätte nicht..."
Logans Schultern sackten wieder nach unten. "Schon okay. Du hast ja recht... Also, lass uns was zu trinken suchen und dann stell ich dir den Rest unserer inoffiziellen LGBT-Gruppe vor."
"Was?", Patrick hatte sich wahrscheinlich verhört.
"Nur wenn du willst, heißt das, und selbstverständlich ohne Kurzzusammenfassung deines Sexlebens. ...Von dem ich bei genauerer Betrachtung gar nichts weiß." Als Patrick den Mund aufmachte, hob er die Hand. "Und wirklich nichts wissen will!"
"Wer hätte gedacht, dass du so prüde bist..." Patrick grinste und Logan schüttelte den Kopf.
"Du und Miranda, ihr werdet euch so großartig verstehen."
Und irgendwie klang das wie eine Einladung, die Patrick nicht ablehnen wollte.
Autor:
Genre: Klischee-High School-Boys Love
Pairing: Trotz des Genre... keines.
A/N: Okay, mein Hirn wollte gerne eine beliebter Sportler/Nerd-Boys Love-Geschichte. ...Ich hielt das für ne gute Idee, Logan und Patrick offenbar nicht und irgendwie mag ich es viel zu sehr und jetzt ist es hier. Tadaah.
Challenge: 3 Teile, nach der Schreib-Backmischung auf
Sahnetorte
Patrick ließ sich auf den letzten freien Platz in der Bibliothek fallen. Der Junge ihm gegenüber hob kurz den Kopf, verdrehte die Augen und fuhr damit fort, mit einem Schraubenzieher in einem Laptop herumzustochern. Völlig unbeeindruckt zog Patrick eines der neongrünen Post-Its von dem vernachlässigten Collegeblock. "Englischhausaufgaben machen", las er vor. "Hast du den Kurs gewechselt, Deshaies?"
Logan Deshaies war seit Anfang diesen Jahres sein Laborpartner in Bio (sie waren beide eine Viertelstunde zu spät gekommen und Mrs. Brymer war Sadistin) und, hey, Kuhaugen zu zerschnipseln war offenbar ein verbindendes Erlebnis; Patrick mochte den Streber und seinen Elektronikschrott schon beinahe. - Nicht, dass er das öffentlich zugegeben hätte.
Außerdem konnte er niedlich verwirrt gucken. "Was?"
"Ich dachte, wir müssten 'A Streetcar Named Desire' lesen und nicht... einen Computer töten."
"Du suchst wirklich verzweifelt nach Entschuldigungen, mit mir zu reden, oder?"
Patrick zuckte mit den Achseln. "Nachdem du mich darauf aufmerksam gemacht hast, dass meine Football-Kumpels keine zweisilbigen Wörter kennen..."
"Ich wusste nicht, dass du Interesse an zweisilbigen Wörtern hast."
"Du wärst überrascht, ich arbeite sogar schon an den ersten dreisilbigen. Rück-wärts-pass, zum Beispiel."
Logan grinste für den Bruchteil einer Sekunde, bevor ihm wieder einfiel, dass das unter seiner Würde und ganz schlecht für seinen Indie-Slash-Streber-Ruf war. "Ich bin beeindruckt."
"Nicht wahr?" Er wandte sich wieder der neongrünen To-Do-Liste zu.
Mat CD zurückgeben.
Milch wegschütten.
Theorieteil für Physik.
Neue Milch kaufen.
"Oh guck mal, 'A Streetcar Named Desire ausleihen'. Du hast nicht mal das Buch?"
"Den Film. Ich leih mir den Film aus."
"Ist der nicht aus den Fünfzigern?" Patrick zog eine Augenbraue hoch. Da war die Indie-Credibility wieder. Musste harte Arbeit sein, sich so ein Image aufzubauen.
"Marlon Brando", sagte Logan, als würde das alles erklären, und löste vorsichtig den Prozessor aus seiner Halterung.
"Das ist mal ein Argument, das sogar ich verstehe."
"Du stehst auf Marlon Brando?"
"Wer steht nicht auf Marlon Brando?"
Jetzt sah Logan doch wieder auf und versuchte nicht einmal, sein idiotisch breites Grinsen zu verstecken. "Heterosexuelle Quarterbacks?"
Patrick schlug sich theatralisch beide Hände vor sein Herz. "Oh Treffer! Das tut weh..."Und ironischerweise tat es das nicht.
Logan erhob sich, den Schraubenzieher in der Hemdtasche und die sterblichen Überreste des Laptops und seine Unterlagen unter dem Arm. "Ich brauch die Liste noch."
"Vergiss nicht die Milch wegzuschütten", lächelte Patrick und pappte das Post-It zurück an den Block.
"Ja ja... Komm doch vorbei."
"Dir mit der Milch helfen?"
Logan verdrehte die Augen und schien sein seltsames Angebot schon wieder zu bereuen. "Heute abend. Nen paar Freunde und ich gucken den Film, du kannst auch kommen. Für Marlon Brando."
"Habt ihr Pizza?"
"Kann man Filme ohne Pizza gucken?"
Patrick lächelte. "Klar, ich komm gerne."
Logan zuckte mit den Achseln und wandte sich zum Gehen.
"Denk an die Milch!", rief Patrick ihm hinterher und fing an zu lachen als Logan ihm das zusammengeknüllte Post-It an den Kopf warf.
Mohnkuchen
Logan stand an die Wand neben dem Sofa gelehnt und hielt sich seit gefühlten Stunden an ein und der selben Flasche Bier fest. Es war nicht einmal gutes Bier.
Nicht, dass er auf einer Footballer-Party etwas anderes erwartet hätte. Ein kurzer Blick auf die Uhr teilte ihm mit, dass er noch nicht halb so lange hier war, wie es sich anfühlte, und dass der einzige Grund für seine Anwesenheit vor über zwanzig Minuten auf der Suche nach irgendwas fruchtigem und eklig süßem verschollen war. Die nächsten zehn Minuten verbrachte er damit, zu überlegen, ob er sich jetzt verlassen fühlen oder sich Sorgen um Miranda machen sollte. Letzten Endes entschied er sich für letzteres, parkte das Bier auf dem Couchtisch und warf sich in die Menge aus viel zu attraktiven, viel zu bemühten, viel zu betrunkenen Menschen.
Er fand Miranda schließlich in der Küche, aufgedreht gestikulierend und von einer Traube gackernder Cheerleader umringt. Logan schüttelte den Kopf. Warum genau war er noch einmal mit einem Cheerleader befreundet? Aber ihre Sorge, dass sie mit den anderen weitab von Menschenpyramiden und Pompoms nicht klarkommen würde, war offenbar unbegründet gewesen. Das war gut. Und ein bisschen erschreckend. Aber vor allem gut.
Achselzuckend wandte er sich wieder um, um sich ein neues Bier und vielleicht einen gemütlichen Platz auf einer Couch zu suchen.
Auf den Sofas hatten es sich inzwischen ein paar Footballer bequem gemacht. Logan hatte von den meisten die Namen schon wieder vergessen, aber auf einer Armlehne entdeckte er seinen Bio-Laborpartner Patrick Saulters, Quarterback, diese Saison Star der Schule und eigentlich ganz okay, wenn man es genau betrachtete, auch wenn er dann doch nicht zu dem Videoabend vor zwei Wochen gekommen war. Saulters Wangen waren gerötet, von der Hitze oder dem Alkohol, und er versuchte offenbar ihren Linebacker mit Blicken zu erdolchen.
"Ich meine, das ist doch krank!", verkündete der gerade und zog die Vokale dabei ineinander.
Zustimmendes Gemurmel erhob sich und Saulters presste die Kiefer aufeinander. Nun, das war ja interessant. Logan lehnte sich an die Wand und versuchte nicht einmal so zu tun, als würde er sie nicht beobachten.
"Und dann hab ich der kleinen Schwuchtel eine verpasst." Die anderen lachten. Logan verdrehte die Augen. Natürlich.
"Warum?" Das war Saulters.
Der Linebacker (Darren irgendwas?) sah ihn verwirrt an. Er war ein gutaussehender Kerl, aschblond, mit den ersten Lachfältchen an den Augen. "Weil er eine verdammte Tucke ist?"
"Und was geht dich das an?" Saulters Stimme bebte, aber keiner von seinen besoffenen Kumpels schien es zu bemerken. Jemand legte ihm eine Hand auf die Schulter.
"Pat, der Retter der Witwen und Waisen..." Sie lachten. Saulters schüttelte die Hand ab und stand auf. Der Linebacker murmelte irgendetwas und als Logan sich wieder umwandte, war Saulters verschwunden. - Er hatte wirklich ausgesucht beschissenen Geschmack was seine Freunde anging.
Nachdenklich nippte Logan an seinem Bier und sah erneut auf die Uhr. Eigentlich könnte er sich jetzt endlich auf die Socken machen. Der Höflichkeit war genüge getan und wenn er jetzt losging, könnte er noch ne Folge Stargate mit seinem Vater gucken... Aber er blieb stehen wo er war, ohne recht zu wissen, warum.
Er ließ den Blick über die versammelte Menge schweifen. Miranda hatte sich inzwischen zu einer Gruppe von Basketballern gesellt und lachte schallend über irgendeinen Witz. Saulters war und blieb verschwunden. Seltsam. Normalerweise konnte er keine fünf Minuten aushalten ohne dass ihm jeder im Raum seine Aufmerksamkeit schenkte...
Erst als Logan auf die Terrasse nach draußen trat, wurde ihm wirklich klar, dass er tatsächlich nach Saulters suchte. Dass er sich Sorgen um ihn machte. Der Gedanke war so lächerlich, dass er ein Kichern nicht unterdrücken konnte.
"Was ist so lustig?" Saulters saß auf einem der Gartenstühle und drehte eine leere Bierflasche zwischen den Händen.
"Nichts", grinste Logan und setze sich auf den Stuhl neben ihm. "Was treibst du hier draußen?"
"Was treibst du auf so einer Party?"
"Wie? Gehöre ich nicht zu deinen coolen Freunden?" Logan reichte ihm sein noch halbvolles Bier. "Nein, quatsch, ich bin mit Miranda hier."
Das schien Saulters wirklich zu beeindrucken. "Miranda Bradford?"
"Sie ist auch in der Theatergruppe."
"Du bist in der Theatergruppe? Ich dachte du bastelst Roboter oder so..."
Logan zuckte mit den Achseln. "Ich mach Effekte und Bühnentechnik. Nicht ganz so glamourös..."
"Cool." Saulters trank einen Schluck und begann an dem Flaschenetikett herumzuzupfen.
Logan legte den Kopf in den Nacken. "Also, was treibt dich nach hier draußen?"
"Die Leute, die drinnen sind."
"Deine Freunde, meinst du?"
Das schien einen wunden Punkt zu treffen, Saulters Schultern sackten nach unten und er sah beinahe klein aus. So weit durchtrainierte Ein Meter Neunzig-Kerle klein aussehen konnten.
Logan wollte ihm einen Arm um die Schultern legen oder vielleicht auch dem Linebacker eine verpassen. Stattdessen rutschte er an die Kante seines Stuhls. "Ziemlich cool, das du wenigstens versucht hast, ihm zu erzählen, was für ein Arsch er ist."
Saulters lachte auf. Kein bisschen fröhlich, aber seine Schultern strafften sich wieder. "Es ist nicht so, dass es etwas bringen würde, nicht wahr?"
"Manche Menschen sind nun mal Idioten."
Saulters nickte und nippte noch einmal an der Flasche. "Darren ist mein bester Freund, weißt du?"
Nein, das wusste Logan nicht. Aber er hatte das Gefühl, dass auf einmal alles sehr viel mehr Sinn machte, er konnte nur den Finger nicht drauf legen...
"Oder war das mal. Früher." Saulters fuhr sich fahrig durchs kurze Haar.
"Und jetzt...?"
"Jetzt ist er... ein Idiot. Der selbe Idiot, der er schon immer war, nur ich bin's halt nicht mehr. Das ist es, woran es letztlich immer scheitert..." Er reichte Logan die Bierflasche.
Logan trank einen Schluck und es machte wirklich Sinn."Wie lange schon?", fragte er vorsichtig und, Himmel, es war ein Schuss ins Blaue, aber Saulters Augen weiteten vor Schreck.
"So offensichtlich?" Jetzt sah er beinahe erleichtert aus.
"Gar nicht. Aber deine Reaktion grade... Warum sonst?"
"Weil ich ein guter Mensch bin?" Saulters grinste. Er grinste, verdammt, als wäre das alles ein Witz und als würde er nicht völlig fertig in einem fremden Garten sitzen. "Seit ein, zwei Jahren. Aber irgendwie habe ich's natürlich schon immer gewusst."
"Und keiner deiner Kumpel da drin weiß irgendwas?"
"Wir verbringen unglaublich viel Zeit in der selben Umkleide. - Sie würden mich lynchen."
"Du hast beschissene Freunde." Jetzt legte Logan ihm doch einen Arm um die Schulter und Saulters grinste ihn an.
"Ich weiß."
"Vielleicht solltest du mit diesem bescheuerten Sport aufhören und über eine Karriere beim Theater nachdenken, wir sind da irgendwie relaxter, du weißt schon, Bohème und so."
Saulters nahm ihm die Bierflasche wieder ab. "Ich bin der schlechteste Schauspieler aller Zeiten."
"Ich dachte mehr an Kulissenschieber." Logan ließ seine Schulter los und tippte ihm gegen den Oberarm. "Du bist groß und sportlich..."
Saulters lachte. "Klingt verführerisch."
"Komm, ich hatte erst ein Bier, ich fahr dich nach hause." Logan erhob sich und klimperte verführerisch mit den Autoschlüsseln.
Saulters blieb sitzen wo er war. "Ich glaub, ich geh wieder rein. Das sind schließlich meine Freunde..."
Logan zuckte mit den Achseln. "Dir ist nicht mehr zu helfen, oder?"
"Nicht wirklich. Aber danke für den Versuch."
"Immer wieder gern."
Bienenstich
Es war eine ausgesucht dumme Idee, stellte Patrick fest. Und "es" war dabei so ziemlich alles, aber vor allem, dass er tatsächlich Logan Deshaies zwischen Tür und Angel gegrinster Einladung zum Theater und der anschließenden Premierenfeier gefolgt war.
Er lehnte an der Wand direkt neben der Tür, weit weg vom eigentlichen Geschehen und bereit wegzulaufen. Niemand schien Notiz von ihm zu nehmen, und, wow, fühlte es sich armselig an, zuzugeben, dass er das nicht gewohnt war. - Er schob die Hände ich die Taschen seiner Jacke und wandte sich zum Gehen. Er wusste ohnehin nicht, was er hier sollte.
"Na, wenn das nicht nach Flucht aussieht."
Logan war hinter ihm aufgetaucht, hatte die Arme vor der Brust verschränkt und sein Grinsen verriet, dass er eindeutig zu viel Spaß an diesem Anblick hatte. Patrick konnte sich nicht helfen und grinste zurück.
"Das ist ein taktischer Rückzug, bitteschön."
"Woher kenn ich diese Ausrede nur?"
"Ja, woher nur?"
Logan streckte ihm die Zunge raus. "Ich glaub, ich lass dich noch ne Runde hier stehen und das Gefühl, ein Außenseiter zu sein, genießen."
"Ach, so fühlt sich das also an?", spottete Patrick, aber Logan zuckte bloß mit den Achseln.
"Woher soll ich das denn jetzt wissen? - Suchen wir Miranda, damit ihr euch daran erinnern könnt, dass ihr im echten Leben cool seid."
Patrick widerstand dem Drang, sich bei dem anderen einzuhaken. Das wäre... unangebracht. Und wahrscheinlich ein sicherer Weg, den Abend zu ruinieren, bevor er anfing.
"Und? Wie lange seid ihr beiden schon zusammen?"
Logan blieb wie angewurzelt stehen, Patrick rannte fast in ihn rein. "Wer?"
"Du und Miranda."
Der andere schüttelte den Kopf. "Was ist heute bloß los?"
"Hm?"
"Erst Miri, jetzt du... Miranda und ich sind nicht zusammen. Wir sind beste Freunde, seit sie mich im Sandkasten verprügelt hat."
"Du hast dich von Miranda Bradford verprügeln lassen?"
"Und du stehst auf Partys dumm in der Ecke rum..."
Patrick stieß ihm den Ellbogen in die Rippen. "Nein, ernsthaft?"
Logan verdrehte die Augen. "Sie hat mir ihre Schippe über den Kopf gezogen." So etwas wie ein verklärtes Lächeln machte sich auf seinen Lippen breit. "Und dann hat sie mir einen Sandkuchen als Entschuldigung gebacken. - Ich musste ihn essen."
Patrick brach in schallendes Gelächter aus. "Das ist die perfekte Kennenlerngeschichte."
"Ja, ich werde sie noch meinen Enkeln erzählen. - Miri!"
Miranda trug immer noch ihr Kostüm, ein viktorianisches Kleid, das effektvoll flatterte, als sie auf dem Absatz herumfuhr. Sie schenkte Patrick ein strahlendes, vielsagendes, undefinierbares Lächeln und drückte Logan einen Kuss direkt auf die Lippen. Er zuckte nicht einmal. "Miri, Schatz, ich habe grade erst versucht, unserem Gast hier zu erklären, dass wir nichts miteinander haben..." Er schüttelte den Kopf und klang ausgewählt nicht wütend, nur enttäuscht.
Dafür küsste Miranda ihn auf die Wange. "Keine Sorge", sagte sie und schlang einen Arm um Patricks Taille. "Ich werd ihn dir nicht wegnehmen. Sowas von nicht mein Typ."
Was zur Hölle? Patrick spürte, wie seine Wangen flammend heiß wurden. Er drehte sich zu Logan, der wieder nur die Augen verdrehte. "Und dass ich nicht mit ihm zusammen bin, haben wir doch eben schon geklärt... Ich geh jetzt, und lass mir SINGLE auf die Stirn tätowieren. Habt Spaß, ihr beiden."
Miranda grinste zu Patrick auf und verwuschelte beinahe nebensächlich Logans Haare. "Tut mir leid, aber es macht einfach viel zu viel Spaß ihn zu ärgern. Uuuuuund ich bin vielleicht ein bisschen betrunken. - Oh, man sieht sich!"
Damit verschwand sie in einem Wirbel aus blauem Leinen und schwarzen Haaren. Patrick sah ihr nicht nach, sondern fixierte wieder Logan. "Du hast es ihr erzählt?"
"Na ja..."
"Was heißt "na ja"?!"
"Sie hat mich gefragt ob wir zusammen sind. Und ich hab gesagt, dass ich nicht schwul bin, und irgendwie hat sie das aus dem fehlenden 'wir' geschlossen oder ich hab irgendwie geguckt oder... Scheiße, tut mir leid. Aber sie wird es niemandem sagen." Logan raufte sich mit den Händen durch die Haare. "Scheiße."
Patrick biss die Zähne aufeinander. "Und wie kannst du dir da so sicher sein?"
Logan zuckte mit den Achseln, sich offenbar in sein Schicksal ergebend und deutete auf etwas hinter Patrick.
"Hm?" Er drehte sich um und tatsächlich, da stand Miranda, auf den Zehenspitzen, und Janet, die Kapitänin der Lacrosse-Mannschaft, beugte sich zu ihr hinunter, hatte eine Hand auf ihre Wange gelegt und die andere in Mirandas tiefschwarzem Haar vergraben, und küsste sie.
"Oh..."
"Ja, oh. Und wenn das irgendjemand erfährt, bringe ich dich um." Logan hatte die Hände in die Taschen seiner Jeans geschoben und die Schultern hochgezogen, aber sein Blick ließ keinen Zweifel daran, dass er diese Drohung wahr machen würde.
"Natürlich..."
Sie starrten einander an und Patrick konnte spüren, wie seine Wut langsam aus ihm heraus lief, während Logan immer angespannter wirkte. Er grinste. "Sorry, ich hätte nicht..."
Logans Schultern sackten wieder nach unten. "Schon okay. Du hast ja recht... Also, lass uns was zu trinken suchen und dann stell ich dir den Rest unserer inoffiziellen LGBT-Gruppe vor."
"Was?", Patrick hatte sich wahrscheinlich verhört.
"Nur wenn du willst, heißt das, und selbstverständlich ohne Kurzzusammenfassung deines Sexlebens. ...Von dem ich bei genauerer Betrachtung gar nichts weiß." Als Patrick den Mund aufmachte, hob er die Hand. "Und wirklich nichts wissen will!"
"Wer hätte gedacht, dass du so prüde bist..." Patrick grinste und Logan schüttelte den Kopf.
"Du und Miranda, ihr werdet euch so großartig verstehen."
Und irgendwie klang das wie eine Einladung, die Patrick nicht ablehnen wollte.
no subject
Date: 2012-02-05 09:10 pm (UTC)Kann es sein, dass es ein wenig an Glee erinnert? So von der allgemeinen Thematik her: Cheerleader, Fußballer und ein cooler Club voll Außenseiter.
Hut ab vor dem Koch <3
P.S.: wird Patrick noch glücklich? ._."
no subject
Date: 2012-02-05 09:53 pm (UTC)Und, ja, es erinnert an Glee. Verdammt. *gg* - Wie konnte mir das nicht auffallen? (Also, okay, die Cheerleader/Footballer sind natürlich Teil jedweden High School-Klischees, aber der komische Club... Ähem.) Gott, es ist mir wirklich nicht aufgefallen und jetzt fühl ich mich komisch, damit. *hust* Na ja, vielleicht sollte ich mich um einen Plottwist oder so bemühen.^^
P.S.: Mit Sicherheit, ich bin hoffnungsloser Romantiker. ;) Eigentlich plane ich immer noch viel Drama mit Logan, aber auf der anderen Seite gefällt es mir so einfach wirklich gut. (Es wird also darin enden, dass ich den nächsten Monat plotte und dann nie wieder etwas dazu schreibe.)
no subject
Date: 2012-02-05 10:36 pm (UTC)(hoffentlich zeigen die eventuellen Mitbewohner Nachsicht? *g*)
Man kann die Gedankenmanipulation zwar nie ganz ausschließen, aber ich vermute, Glee ist einfach ein bisschen wie so ein Virus; da ist man machtlos gegen <3
Mir war es auch erst zum Schluss hin aufgefallen, als das mit dem Club raus kam. Übrigens fände ich eine Serie über einen Theaterclub auch absolut stylisch *_*;; Also falls du es mal verfilmen will, hast du schon mindestens einen Fan >D
P.S.: Awww~ ._." Ich liebe es zwar meinen eigenen Charas die Pest an den Hals zu schreiben, aber fremde Schöpfungen will ich immer nur verhätscheln und freu mich wie ein Kind, wenn die ein Happy End kriegen *Herzchen-Fähnchen schwenk*
Sag bescheid, falls deine Musa einen sanften Arschtritt braucht, um ihr Flügel zu verleihen ^__^v
no subject
Date: 2012-02-07 10:45 am (UTC)Anscheinend gewöhnt man sich wirklich an alles. ;)
*gg* Wahrscheinlich ist Glee tatsächlich ein Virus. - Vielleicht gutck ich mal mehr als die ersten paar Episoden, damit ich weiß, was ich
nichtauch noch klauen sollte. ;)Na ja, der Club war an sich nie wirklich geplant (mehr so ein "Bringen wir Leute zusammen"-Plotelement, aber jetzt wo du es sagst, irgendwie wäre ein Theaterclub ein toller Aufhänger. Hmmmm! xD
Und danke, danke, danke nochmal. :) (Oh Gott dieses Gefühl von "Hab mich spontan in meine eigene 'Ich mein das nicht mal ernst'-Prokrastinationsfic verliebt und jemand anderem gefällt's auch." *__*)