20. Türchen
Dec. 20th, 2011 12:22 amFandom: One Piece
Challenges:
"Wie oft denn noch?"
Ein Unglück kommt selten allein.
Weihnachtsleckereien
Wörter: ~ 1550
Pairing: Nami/Vivi (und das unvermeidbare bisschen Zorro/Sanji)
Warnung: Schrecklich OOC, AU
A/N: Gott, ich bin besessen von Modern Day-AUs. Wahrscheinlich liegt's am Pop-Punk.
Und ich weiß wirklich nicht, was hier passiert ist, aber es ist da, also... viel Spaß?!
Es war Vivis Idee gewesen und soweit es Nami betraf, war das alles was wichtig war. Was tendenziell armselig war, aber das hätte sie nie zugegeben. Wenn sie jetzt also auf einer Weihnachtsfeier im Gemeindezentrum war, dann ganz sicher nur, weil Weihnachtsfeiern toll waren, und nicht, weil sie sobald Vivi 'Weihnachten' gesagt hatte, von Tagträumen von Küssen unter Mistelzweigen und Händen unter für die Jahreszeit viel zu kurzen Röcken abgelenkt gewesen war, vielen Dank.
Also lehnte Nami jetzt an der bunt bemalten Wand des großen Saals und beobachtete Vivi und Sanji dabei, wie sie wie aufgescheuchte Hühner um die an der Wand aufgereihten Tische herumliefen und die selbstgemachten Plätzchen perfekt anrichteten. Als hätten sie vergessen, dass ihre Gäste im Wesentlichen aus Ruffy und Zorro bestanden und zehn Minuten nach deren Eintreffen ohnehin nur noch Krümmel im Raum verteilt sein würden.
"Nami, kannst du grad die Kerzen anzünden?" Vivi schenkte ihr über die Schulter ein strahlendes Lächeln und Nami spürte, wie ihre Knie schmolzen und ihre Hand gänzlich ohne ihr Zutun nach den Streichhölzern griff.
"Du willst wirklich offenes Feuer in der Nähe von Ruffy und Lysop?", erkundigte sie sich schließlich doch noch und Vivi zuckte mit den Schultern.
"Du tust glatt so, als wären sie kleine Kinder..."
Nami lächelte mitleidig. "Aber das sind sie. Und selbst wenn sie nichts anzünden, schaffen Zorro und Sanji das mit Sicherheit." Und vielleicht war das böse, aber Sanji war immerhin Konkurrenz um Vivi. Oder glaubte selbst, Konkurrenz zu sein, weil er irgendwie noch nicht geschnallt hatte, dass er schwuler als zehn Friseure war.
"Was?!" Sanji war auf dem Absatz herum gefahren. "Wieso sollte... Der Grünschopf kommt auch?"
Vivi schob sich einen Zimtstern zwischen die Lippen. "Natürlich. Wir wollten doch Weihnachten mit unseren Freunden feiern, weil wir uns über die Feiertage nicht sehn."
"Aber was genau hat das mit Zorro zu tun?"
Nami schlang einen Arm um seine Schulter und drückte ihm einen Kuss auf die Wange. "Wir unterstützen deine niedliche kleine Schwärmerei bedingungslos."
"Was?!"
Vivi schüttelte den Kopf. "Lass ihn in Ruhe, Nami. Und Zorro ist unser Freund, Sanji."
"Das ist immer wieder gut zu hören." Zorro lungerte extrem nonchalant im Türrahmen und grinste schief, während Ruffy und Lysop sich an ihm vorbei in den Saal drückten. "Und für wen schwärmt der Lackaffe?"
"Niemanden."
Nami lachte. Nun ja, für eine Weihnachtsfeier würde dieser Abend wahrscheinlich nicht so schlimm werden. Vielleicht. Sie sah zu Vivi, die gerade ihre Arme um Ruffy schlang. Mit Sicherheit.
Sie lehnte wieder an der viel zu bunten Wand. Neben ihr, auf einem der Tische, auf dem sich vor einiger Zeit noch Plätzchen gestapelt hatten, saß Zorro und knabberte am wahrscheinlich letzten Spekulatius.
"Das hier ist die beschissenste Party aller Zeiten", murmelte er und Nami musste sich zwingen, nicht 'Oh Gott, ja!' zu sagen, weil Vivi sich wirklich Mühe gegeben hatte.
Und für alle anderen schien es auch irgendwie zu funktionieren. Vivi und Sanji saßen plaudernd und lachend und gestikulierend neben dem kitschigen Weihnachtsbaum, Corsa - Vivis Nachbar und bester Freund seit schon immer - unterhielt sich angeregt mit Robin, der Archäologiestudentin, die in der Schulbibliothek jobbte, und Johnny und Yosaku tanzten Pogo zu 'Last Christmas', während aus der Küche, wo Lysop, Chopper und Ruffy auf den Backofen und die neuen Plätzchen aufpassten, schrecklich schiefer Gesang und Gejole erklangen.
"Na ja, uns fehlt das kindliche Gemüt", lächelte sie. "Oder der Alkohol. Definitiv der Alkohol." Um ihre Worte zu unterstreichen, schwenkte sie ihre Tasse mit dem Kinderpunsch. Warum war militanter Anti-Alkoholismus bei Vivi eigentlich bezaubernd?
Zorro nickte geistesabwesend. "Zu wenig Alkohol, zu viel Wham! und nicht mal nen Mistelzweig. Und kein Spekulatius mehr."
Nami grinste. "Was willst du mit einem Mistelzweig?"
Zorro machte ein Geräusch, das wie eine Mischung aus Lachen und verächtlichem Grunzen klang. "Es wäre amüsant dem Lackaffen dabei zuzugucken, wie er versucht, euch zufällig dahin zu bugsieren."
"Irgendwie sehe ich den Unterhaltungswert da nicht."
Zorro rutschte vom Tisch und stellte sich vor sie, als wolle er sie zum Tanzen auffordern. Und oh Gott, lief dieses Lied etwa in Endlosschleife? "Klar, wenn du das Opfer bist..."
"Mach dich nicht lächerlich. Sanji hat Angst vor mir."
"Zu recht. Also Vivi? ...Du stehst immer noch auf Vivi?"
Niemand von ihnen konnte sich noch wirklich daran erinnern, wie ausgerechnet Zorro "Kapitän von drei Sportclubs und letztes Jahr sitzen geblieben" Lorenor ein Mitglied ihrer illustren Gruppe geworden war (wahrscheinlich hatte Ruffy das beschlossen, es war immer Ruffy), aber meistens war Nami froh, jemanden zu haben, mit dem man sich gepflegt und sinnlos unter den Tisch saufen konnte.
Aber der Nachteil an trinkfesten Saufkumpanen war der Mangel an Filmrissen, die sie betrunkene Geständnisse vergessen ließen.
Sie zuckte mit den Achseln. "Und wenn schon?"
Zorro grinste. "Keine Ahnung, wann schnappst du sie dir endlich?"
"Vivi steht auf Kerle. Und offenbar auch auf stockschwule Hobbyköche." Es war lächerlich, wie sich ihr Magen verknotete, als sie beobachtete, wie wenig es Vivi störte, dass Sanji ihren Oberarm liebkoste.
Zorro folgte ihrem Blick und Nami konnte sehen, wie sich seine Kiefermuskeln verkrampften. "Verdammter Lackaffe."
Und, verdammt, war das offensichtlich. "Du stehst auf ihn", lächelte sie, nur ein klitzekleines bisschen schadenfroh.
"Ich? Auf den Lackaffen? Mach dich nicht lächerlich."
Grinsend drückte Nami ihm einen Kuss auf die Wange. "Wie niedlich, unser Muster-Sportler verleugnet seine Homosexualität."
Zorro war rot geworden, was wahrscheinlich etwas mit dem Küsschen zu tun hatte. "Quatsch. Klar bin ich schwul, aber ich hab Geschmack!" Er hielt den entrüsteten Gesichtsausdruck vielleicht zehn Sekunden durch, bevor sie beide in schallendes und völlig unangebrachtes Gelächter ausbrachen.
Natürlich brachte ihnen das die Aufmerksamkeit von Sanji ein. So hochgradig unerfolgreich Sanji mit seinen Heiratsanträgen bei all seinen Freundinnen immer war, so eifersüchtig konnte er reagieren, wenn sich irgendein Kerl in ihre Nähe wagte. Nami fand das niedlich.
"Was hast du zu lachen, Salatschädel?"
"Oh, wir haben nur festgestellt, wie bedauernswert deine Versuche, als hetero durchzugehen, sind", grinste Zorro und irgendetwas lauerndes lag in seiner Stimme.
Sanji verdrehte theatralisch die Augen. "Wie oft denn noch? Sanji kann kochen, also ist er schwul, haha." Mit einem erschreckend attraktiven Hüftschwung trat er einen Schritt auf Zorro zu. "Wie originell."
"Wer hat denn etwas von einem Witz gesagt?" Zorro klang heiser. Und irgendetwas an seinem Tonfall veranlasste Sanji offenbar dazu, auf ihn loszugehen. Er hatte dem anderen die Faust in den Magen gerammt, bevor irgendjemand der anderen überhaupt reagieren konnte. Sekunden später brach unter Sanji einer Tische zusammen, als Zorro ihn geübt über die Schulter warf.
"Jungs!" Vivis Stimme war schneidend und für gewöhnlich genug, die beiden auseinander zu bringen, aber nicht heute. Nami verdrehte die Augen und packte den nächsten Arm, der in ihre Reichweite kam und zog an ihm Sanji nach oben und von Zorro weg. Der wurde inzwischen von Robin und Corsa festgehalten.
"Idiot."
"Volltrottel."
"Schwuchtel!"
"Sagt der richtige!"
"Jungs." Vivi seufzte. "Wie erklär ich dem Pastor den kaputten Tisch?"
Bevor irgendjemand dazu irgendetwas sagen konnte heulte ein Alarm los und aus der Küche stürmten Ruffy, Lysop und Chopper, gefolgt von einer tiefschwarzen Rauchwolke. "Lysop hat den Ofen angezündet!", verkündete Ruffy als wäre das der Höhepunkt im Partyprogramm.
"Gar nicht wahr, Ruffy war das!"
"Es brennt! Raus hier, ihr müsst alle hier raus!" Chopper schaffte es immer, in chaotischen Situationen jedwede Kindlichkeit und Überdrehtheit abzulegen und zur Stimme der Vernunft zu mutieren. "Raus!" Robin und Corsa zerrten Zorro und Sanji zur Tür, Johnny und Yosaku folgten mit wild wedelnden Armen und Vivi starrte den kleinen Flur zur Küche hin an.
"Der Feuerlöscher ist in der Küche", murmelte sie und Nami griff sanft ihren Arm.
"Du kannst nichts tun. Robin ruft die Feuerwehr. Komm schon."
"Aber der Feuerlöscher..." Sie ließ sich widerstandslos von Nami nach draußen ziehen. Erst die eiskalte Dezemberluft riss sie aus ihrer Starre.
"WAS HABT IHR..." Und dann zuckte sie mit den Achseln, legte ihren Kopf an Namis Schulter und seufzte. "Der Pfarrer wird mich töten. Wir haben die Küche angezündet und den Tisch zerbrochen... Nami, ich brauch neue Freunde."
"Nächstes Jahr suche ich dir welche." Sie schlang einen Arm um Vivis Taille und starrte mit den anderen zum qualmenden Küchenfenster hinauf. Irgendwo in der Ferne waren schon die Sirenen der Feuerwehr zu hören.
"Nein, ich glaub, ich wandere einfach aus. Und werde Eremitin auf einer einsamen Insel im Pazifik."
"Wäre das nicht unglaublich langweilig?", erkundigte Nami sich.
"Du könntest mitkommen." Ihr Herz überschlug sich und für einen Augenblick brachte Nami kein Wort heraus.
"Das klingt ziemlich gut", krächzte sie schließlich und schaffte es nicht einmal, sich dafür zu verfluchen, unglaublich liebeskrank zu klingen.
Aber Vivi bemerkte es natürlich ohnehin nicht. Sie musste blind und taub sein. Und Himmelherrgott, sie hatten das verdammte Gemeindezentrum angezündet und würden wahrscheinlich ohnehin vor einem wütenden christlichen Mob fliehen müssen und wenn nicht jetzt, wann dann?
Sie legte Vivi eine Hand auf die Wange, die andere blieb an der Taille, wo sie von Rechts wegen hingehörte, und dann küsste sie sie. ...Und Vivi küsste zurück.
Als hätte sie sich verbrannt, zuckte Nami zurück. "Was?"
Vivi lächelte bloß. "Ich dachte schon, du würdest dich nie trauen..."
"Aber..."
"Fröhliche Weihnachten, Nami." Und damit legte sie ihr beide Arme in den Nacken und zog sie zu sich. Ihre Lippen waren warm und weich und irgendwie fiel Nami nicht mehr ein, was die Feuerwehr hier zu suchen hatte, und dann schob Vivi die Zunge zwischen ihre Lippen und es wurde ihr völlig egal.
Challenges:
"Wie oft denn noch?"
Ein Unglück kommt selten allein.
Weihnachtsleckereien
Wörter: ~ 1550
Pairing: Nami/Vivi (und das unvermeidbare bisschen Zorro/Sanji)
Warnung: Schrecklich OOC, AU
A/N: Gott, ich bin besessen von Modern Day-AUs. Wahrscheinlich liegt's am Pop-Punk.
Und ich weiß wirklich nicht, was hier passiert ist, aber es ist da, also... viel Spaß?!
Es war Vivis Idee gewesen und soweit es Nami betraf, war das alles was wichtig war. Was tendenziell armselig war, aber das hätte sie nie zugegeben. Wenn sie jetzt also auf einer Weihnachtsfeier im Gemeindezentrum war, dann ganz sicher nur, weil Weihnachtsfeiern toll waren, und nicht, weil sie sobald Vivi 'Weihnachten' gesagt hatte, von Tagträumen von Küssen unter Mistelzweigen und Händen unter für die Jahreszeit viel zu kurzen Röcken abgelenkt gewesen war, vielen Dank.
Also lehnte Nami jetzt an der bunt bemalten Wand des großen Saals und beobachtete Vivi und Sanji dabei, wie sie wie aufgescheuchte Hühner um die an der Wand aufgereihten Tische herumliefen und die selbstgemachten Plätzchen perfekt anrichteten. Als hätten sie vergessen, dass ihre Gäste im Wesentlichen aus Ruffy und Zorro bestanden und zehn Minuten nach deren Eintreffen ohnehin nur noch Krümmel im Raum verteilt sein würden.
"Nami, kannst du grad die Kerzen anzünden?" Vivi schenkte ihr über die Schulter ein strahlendes Lächeln und Nami spürte, wie ihre Knie schmolzen und ihre Hand gänzlich ohne ihr Zutun nach den Streichhölzern griff.
"Du willst wirklich offenes Feuer in der Nähe von Ruffy und Lysop?", erkundigte sie sich schließlich doch noch und Vivi zuckte mit den Schultern.
"Du tust glatt so, als wären sie kleine Kinder..."
Nami lächelte mitleidig. "Aber das sind sie. Und selbst wenn sie nichts anzünden, schaffen Zorro und Sanji das mit Sicherheit." Und vielleicht war das böse, aber Sanji war immerhin Konkurrenz um Vivi. Oder glaubte selbst, Konkurrenz zu sein, weil er irgendwie noch nicht geschnallt hatte, dass er schwuler als zehn Friseure war.
"Was?!" Sanji war auf dem Absatz herum gefahren. "Wieso sollte... Der Grünschopf kommt auch?"
Vivi schob sich einen Zimtstern zwischen die Lippen. "Natürlich. Wir wollten doch Weihnachten mit unseren Freunden feiern, weil wir uns über die Feiertage nicht sehn."
"Aber was genau hat das mit Zorro zu tun?"
Nami schlang einen Arm um seine Schulter und drückte ihm einen Kuss auf die Wange. "Wir unterstützen deine niedliche kleine Schwärmerei bedingungslos."
"Was?!"
Vivi schüttelte den Kopf. "Lass ihn in Ruhe, Nami. Und Zorro ist unser Freund, Sanji."
"Das ist immer wieder gut zu hören." Zorro lungerte extrem nonchalant im Türrahmen und grinste schief, während Ruffy und Lysop sich an ihm vorbei in den Saal drückten. "Und für wen schwärmt der Lackaffe?"
"Niemanden."
Nami lachte. Nun ja, für eine Weihnachtsfeier würde dieser Abend wahrscheinlich nicht so schlimm werden. Vielleicht. Sie sah zu Vivi, die gerade ihre Arme um Ruffy schlang. Mit Sicherheit.
Sie lehnte wieder an der viel zu bunten Wand. Neben ihr, auf einem der Tische, auf dem sich vor einiger Zeit noch Plätzchen gestapelt hatten, saß Zorro und knabberte am wahrscheinlich letzten Spekulatius.
"Das hier ist die beschissenste Party aller Zeiten", murmelte er und Nami musste sich zwingen, nicht 'Oh Gott, ja!' zu sagen, weil Vivi sich wirklich Mühe gegeben hatte.
Und für alle anderen schien es auch irgendwie zu funktionieren. Vivi und Sanji saßen plaudernd und lachend und gestikulierend neben dem kitschigen Weihnachtsbaum, Corsa - Vivis Nachbar und bester Freund seit schon immer - unterhielt sich angeregt mit Robin, der Archäologiestudentin, die in der Schulbibliothek jobbte, und Johnny und Yosaku tanzten Pogo zu 'Last Christmas', während aus der Küche, wo Lysop, Chopper und Ruffy auf den Backofen und die neuen Plätzchen aufpassten, schrecklich schiefer Gesang und Gejole erklangen.
"Na ja, uns fehlt das kindliche Gemüt", lächelte sie. "Oder der Alkohol. Definitiv der Alkohol." Um ihre Worte zu unterstreichen, schwenkte sie ihre Tasse mit dem Kinderpunsch. Warum war militanter Anti-Alkoholismus bei Vivi eigentlich bezaubernd?
Zorro nickte geistesabwesend. "Zu wenig Alkohol, zu viel Wham! und nicht mal nen Mistelzweig. Und kein Spekulatius mehr."
Nami grinste. "Was willst du mit einem Mistelzweig?"
Zorro machte ein Geräusch, das wie eine Mischung aus Lachen und verächtlichem Grunzen klang. "Es wäre amüsant dem Lackaffen dabei zuzugucken, wie er versucht, euch zufällig dahin zu bugsieren."
"Irgendwie sehe ich den Unterhaltungswert da nicht."
Zorro rutschte vom Tisch und stellte sich vor sie, als wolle er sie zum Tanzen auffordern. Und oh Gott, lief dieses Lied etwa in Endlosschleife? "Klar, wenn du das Opfer bist..."
"Mach dich nicht lächerlich. Sanji hat Angst vor mir."
"Zu recht. Also Vivi? ...Du stehst immer noch auf Vivi?"
Niemand von ihnen konnte sich noch wirklich daran erinnern, wie ausgerechnet Zorro "Kapitän von drei Sportclubs und letztes Jahr sitzen geblieben" Lorenor ein Mitglied ihrer illustren Gruppe geworden war (wahrscheinlich hatte Ruffy das beschlossen, es war immer Ruffy), aber meistens war Nami froh, jemanden zu haben, mit dem man sich gepflegt und sinnlos unter den Tisch saufen konnte.
Aber der Nachteil an trinkfesten Saufkumpanen war der Mangel an Filmrissen, die sie betrunkene Geständnisse vergessen ließen.
Sie zuckte mit den Achseln. "Und wenn schon?"
Zorro grinste. "Keine Ahnung, wann schnappst du sie dir endlich?"
"Vivi steht auf Kerle. Und offenbar auch auf stockschwule Hobbyköche." Es war lächerlich, wie sich ihr Magen verknotete, als sie beobachtete, wie wenig es Vivi störte, dass Sanji ihren Oberarm liebkoste.
Zorro folgte ihrem Blick und Nami konnte sehen, wie sich seine Kiefermuskeln verkrampften. "Verdammter Lackaffe."
Und, verdammt, war das offensichtlich. "Du stehst auf ihn", lächelte sie, nur ein klitzekleines bisschen schadenfroh.
"Ich? Auf den Lackaffen? Mach dich nicht lächerlich."
Grinsend drückte Nami ihm einen Kuss auf die Wange. "Wie niedlich, unser Muster-Sportler verleugnet seine Homosexualität."
Zorro war rot geworden, was wahrscheinlich etwas mit dem Küsschen zu tun hatte. "Quatsch. Klar bin ich schwul, aber ich hab Geschmack!" Er hielt den entrüsteten Gesichtsausdruck vielleicht zehn Sekunden durch, bevor sie beide in schallendes und völlig unangebrachtes Gelächter ausbrachen.
Natürlich brachte ihnen das die Aufmerksamkeit von Sanji ein. So hochgradig unerfolgreich Sanji mit seinen Heiratsanträgen bei all seinen Freundinnen immer war, so eifersüchtig konnte er reagieren, wenn sich irgendein Kerl in ihre Nähe wagte. Nami fand das niedlich.
"Was hast du zu lachen, Salatschädel?"
"Oh, wir haben nur festgestellt, wie bedauernswert deine Versuche, als hetero durchzugehen, sind", grinste Zorro und irgendetwas lauerndes lag in seiner Stimme.
Sanji verdrehte theatralisch die Augen. "Wie oft denn noch? Sanji kann kochen, also ist er schwul, haha." Mit einem erschreckend attraktiven Hüftschwung trat er einen Schritt auf Zorro zu. "Wie originell."
"Wer hat denn etwas von einem Witz gesagt?" Zorro klang heiser. Und irgendetwas an seinem Tonfall veranlasste Sanji offenbar dazu, auf ihn loszugehen. Er hatte dem anderen die Faust in den Magen gerammt, bevor irgendjemand der anderen überhaupt reagieren konnte. Sekunden später brach unter Sanji einer Tische zusammen, als Zorro ihn geübt über die Schulter warf.
"Jungs!" Vivis Stimme war schneidend und für gewöhnlich genug, die beiden auseinander zu bringen, aber nicht heute. Nami verdrehte die Augen und packte den nächsten Arm, der in ihre Reichweite kam und zog an ihm Sanji nach oben und von Zorro weg. Der wurde inzwischen von Robin und Corsa festgehalten.
"Idiot."
"Volltrottel."
"Schwuchtel!"
"Sagt der richtige!"
"Jungs." Vivi seufzte. "Wie erklär ich dem Pastor den kaputten Tisch?"
Bevor irgendjemand dazu irgendetwas sagen konnte heulte ein Alarm los und aus der Küche stürmten Ruffy, Lysop und Chopper, gefolgt von einer tiefschwarzen Rauchwolke. "Lysop hat den Ofen angezündet!", verkündete Ruffy als wäre das der Höhepunkt im Partyprogramm.
"Gar nicht wahr, Ruffy war das!"
"Es brennt! Raus hier, ihr müsst alle hier raus!" Chopper schaffte es immer, in chaotischen Situationen jedwede Kindlichkeit und Überdrehtheit abzulegen und zur Stimme der Vernunft zu mutieren. "Raus!" Robin und Corsa zerrten Zorro und Sanji zur Tür, Johnny und Yosaku folgten mit wild wedelnden Armen und Vivi starrte den kleinen Flur zur Küche hin an.
"Der Feuerlöscher ist in der Küche", murmelte sie und Nami griff sanft ihren Arm.
"Du kannst nichts tun. Robin ruft die Feuerwehr. Komm schon."
"Aber der Feuerlöscher..." Sie ließ sich widerstandslos von Nami nach draußen ziehen. Erst die eiskalte Dezemberluft riss sie aus ihrer Starre.
"WAS HABT IHR..." Und dann zuckte sie mit den Achseln, legte ihren Kopf an Namis Schulter und seufzte. "Der Pfarrer wird mich töten. Wir haben die Küche angezündet und den Tisch zerbrochen... Nami, ich brauch neue Freunde."
"Nächstes Jahr suche ich dir welche." Sie schlang einen Arm um Vivis Taille und starrte mit den anderen zum qualmenden Küchenfenster hinauf. Irgendwo in der Ferne waren schon die Sirenen der Feuerwehr zu hören.
"Nein, ich glaub, ich wandere einfach aus. Und werde Eremitin auf einer einsamen Insel im Pazifik."
"Wäre das nicht unglaublich langweilig?", erkundigte Nami sich.
"Du könntest mitkommen." Ihr Herz überschlug sich und für einen Augenblick brachte Nami kein Wort heraus.
"Das klingt ziemlich gut", krächzte sie schließlich und schaffte es nicht einmal, sich dafür zu verfluchen, unglaublich liebeskrank zu klingen.
Aber Vivi bemerkte es natürlich ohnehin nicht. Sie musste blind und taub sein. Und Himmelherrgott, sie hatten das verdammte Gemeindezentrum angezündet und würden wahrscheinlich ohnehin vor einem wütenden christlichen Mob fliehen müssen und wenn nicht jetzt, wann dann?
Sie legte Vivi eine Hand auf die Wange, die andere blieb an der Taille, wo sie von Rechts wegen hingehörte, und dann küsste sie sie. ...Und Vivi küsste zurück.
Als hätte sie sich verbrannt, zuckte Nami zurück. "Was?"
Vivi lächelte bloß. "Ich dachte schon, du würdest dich nie trauen..."
"Aber..."
"Fröhliche Weihnachten, Nami." Und damit legte sie ihr beide Arme in den Nacken und zog sie zu sich. Ihre Lippen waren warm und weich und irgendwie fiel Nami nicht mehr ein, was die Feuerwehr hier zu suchen hatte, und dann schob Vivi die Zunge zwischen ihre Lippen und es wurde ihr völlig egal.
no subject
Date: 2011-12-20 12:31 am (UTC)" Gott, ich bin besessen von Modern Day-AUs. " Und ich schliesse mich dem komplett an. Ich freu mich jedes Mal ueber Details wie Zorro ueber den sitzengebliebenen Kapitaen der Sportmannschaften. Oder das Feuer im Gemeindehaus :D. Oder den Pogo zu Wham. Ich herz den Beitrag gerade richtig (:. Du hast nicht zufaellig iwelche Empfehlungen zu anderen Modern Days zur Hand, oder?
Ich schliesse zusammen: ich musste sooo lachen. Und ich hab mich richtig amuesiert.
no subject
Date: 2011-12-20 05:39 pm (UTC)Du hast nicht zufaellig iwelche Empfehlungen zu anderen Modern Days zur Hand, oder?
One Piece leider gar nicht so auf Anhieb, aber ich guck mal, ob ich noch was in meinen Lesezeichen finde.^^ - Ich könnte dir höchstens Merlin-AUs anbieten. ;)
no subject
Date: 2011-12-20 04:07 pm (UTC)Die Geschichte erinnert mich an bunte Weihnachtskugel oder prickelnden Champagner, nur einen Tick wahnsinniger <3 und es liest sich unglaublich leicht. Ein sehr angenehmes Gefühl, wie ein neckendes Lächeln oder gutmütiges Grinsen~
Tja, gute Laune und eine großzügige Packung Humor dazu ist nunmal das beste für Weihnachten ♥
no subject
Date: 2011-12-20 05:42 pm (UTC)Und vielen, vielen Dank! Gute Laune zu Weihnachten ist immer gut und, aaah, ich hätte nie gedacht, dass das funktionieren würde, also danke! *_*